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Geheime Ehe – als ich ging, weinte er
Geheime Ehe – als ich ging, weinte er
作者: Three salaries

Kapitel 1

作者: Three salaries
Emilia Hartmann war im achten Monat schwanger, als sie ins Einkaufszentrum ging, um die letzten Dinge für die Geburt zu besorgen. Dort wurde sie erneut von Clara Sommer angegriffen, die sie als Geliebte ihres Mannes beschimpfte.

Emilia konnte sich nicht wehren, aus Angst, ihr ungeborenes Kind zu gefährden.

Clara zerrte an Emilias Haaren, schlug ihr mehrmals ins Gesicht und riss ihr beinahe die Kleider vom Leib.

Schließlich hielt Emilia es nicht länger aus und rief die Polizei.

Auf der Wache behaupteten beide Frauen, mit Alexander Falk verheiratet zu sein.

Der Polizei blieb nur, Alexander anzurufen und nachzufragen.

Als Clara hörte, dass Alexander persönlich kommen würde, holte sie sofort einen Spiegel hervor und frischte ihr Make-up auf. Dann warf sie Emilia einen selbstsicheren Blick zu.

„Was meinst du, Emilia? Wird Alexander behaupten, ich sei seine Frau, um mich zu schützen?“

„Ich glaube schon.“

Clara war Alexanders Jugendfreundin. Die beiden kannten sich seit ihrer Kindheit. Vor Jahren war Clara ins Ausland gegangen.

Als Clara vor einem Jahr zurückkehrte, erfuhr sie, dass Alexander Emilia heimlich geheiratet hatte. Seitdem spielte Clara ihre langjährige Vertrautheit mit Alexander aus und suchte bei jeder Gelegenheit Streit mit Emilia.

Emilia hatte geweint, gestritten und ihre Eifersucht gezeigt. Doch Alexander behauptete, Clara sei für ihn wie eine Schwester, und verlangte immer nur von Emilia, nachzugeben und sich zusammenzureißen.

Emilia strich über ihren Bauch. Statt Clara zu antworten, blickte Emilia zum Eingang der Wache.

Alexander ließ nicht lange auf sich warten. Kaum betrat er mit seiner großen, aufrechten Gestalt die Wache, zog Alexander alle Blicke auf sich.

Ohne Emilia auch nur anzusehen, ging Alexander direkt auf Clara zu.

„Clara, ist alles in Ordnung?“

Clara warf Emilia einen triumphierenden Blick zu. Dann sprang Clara vom Stuhl auf, stürzte in Alexanders Arme und sah mit leidender Miene zu ihm hoch.

„Alexander, endlich bist du da! Ich bin zum ersten Mal auf einer Polizeiwache. Ich habe solche Angst!“

Wie selbstverständlich legte Alexander einen Arm um Claras Taille und beruhigte sie.

„Ich bin da. Jetzt ist alles gut.“

Ein Polizist wandte sich höflich an Alexander.

„Dann ist also Frau Sommer Ihre Frau. Die andere hat mit ihrem dicken Bauch so überzeugend behauptet, mit Ihnen verheiratet zu sein. Dabei ist alles gelogen!“

Erst jetzt sah Alexander zu Emilia hinüber, die in einer Ecke saß.

Alexanders Blick war der eines Fremden.

Nach einem flüchtigen Blick wandte Alexander sich wieder dem Polizisten zu.

„Dann nehme ich meine Frau jetzt mit.“

Alexander nahm Claras Hand und wollte gehen. Mit zugeschnürter Kehle hielt Emilia die beiden auf.

„Warten Sie.“

Emilia öffnete ihre Tasche, holte die Heiratsurkunde heraus und hielt sie dem Polizisten hin.

„Das ist die Heiratsurkunde von Alexander und mir. Sie hat ein Prägesiegel und eine überprüfbare Registernummer.“

„Sie können selbst nachsehen, ob sie echt ist.“

Clara wurde blass und sah Alexander verunsichert an.

„Alexander ...“

Alexander runzelte leicht die Stirn. Bevor der Polizist die Urkunde entgegennehmen konnte, riss Alexander sie an sich.

Vor aller Augen zerfetzte Alexander das Dokument ohne jedes Zögern und warf die Schnipsel auf den Boden.

„Sie ist gefälscht.“

Emilia starrte auf die Papierfetzen. Dann hob Emilia ungläubig den Blick zu Alexander.

Clara begriff sofort, schmiegte sich an Alexander und kicherte.

„Sie wissen es wohl noch nicht: Diese Frau war bloß eine kleine Angestellte bei der Falk-Gruppe. Sie träumt ständig davon, sich einen reichen Mann zu angeln!“

„Vor ein paar Monaten wurde sie entlassen, weil sie Alexander dauernd mit Liebesnachrichten belästigt hat. Das weiß die ganze Firma.“

„Und jetzt ist sie offenbar völlig durchgedreht. Sogar eine gefälschte Urkunde hat sie sich besorgt!“

Der Polizist sah Emilia finster an.

„Sie haben eine Urkunde gefälscht, nur um sich als Frau Falk auszugeben? Ist Ihnen klar, dass Urkundenfälschung strafbar ist? Herr Falk ist der Erbe der Familie Falk! Glauben Sie wirklich, Sie könnten ihm so etwas anhängen?“

Emilia sah Alexander unbeirrt an.

„Alexander, ist diese Urkunde wirklich gefälscht?“

Alexander antwortete nicht. Mit der sichtlich zufriedenen Clara an der Hand verließ Alexander die Wache.

Emilia blieb stehen und sah den beiden nach.

Die Tränen, die Emilia während Claras Angriff mühsam zurückgehalten hatte, ließen sich nun nicht mehr aufhalten.

Wegen ihrer fortgeschrittenen Schwangerschaft wurde Emilia nach drei Tagen Gewahrsam freigelassen.

Als Emilia die Wache verließ, stand Alexanders Wagen am Straßenrand.

Beim Anblick ihres blassen Gesichts streckte Alexander die Hand aus, als wolle er ihre Wange berühren.

Emilia drehte den Kopf zur Seite und wich der Berührung aus.

Alexanders Miene verhärtete sich. Seine Erklärung klang wie ein Vorwurf.

„Ich habe dir gesagt, dass unsere Ehe geheim bleiben soll. Wir müssen uns zurückhalten. Du hättest den Streit mit Clara nicht bis auf die Polizeiwache tragen dürfen, nur um mich zu zwingen, dich öffentlich als meine Frau anzuerkennen.“

„Außerdem ist Clara gesundheitlich nicht belastbar. Ich konnte sie nicht in Gewahrsam lassen. Deshalb musstest du eben ein bisschen zurückstecken.“

„Komm, wir fahren erst mal nach Hause.“

Unwillkürlich legte Emilia die Finger auf ihren gewölbten Bauch.

Alexander konnte es nicht ertragen, seine Jugendfreundin in Gewahrsam zu wissen. Seine Frau, die im achten Monat schwanger war, konnte Alexander dagegen ohne Weiteres dort lassen.

Emilia verzog die Lippen zu einem bitteren Lächeln.

„Alexander, ich will die Scheidung.“

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