LOGINIrmina Rathenau sollte rein bleiben, die perfekte Senatorentochter spielen und den sicheren Polit-Goldjungen heiraten, den ihr Vater für sie ausgesucht hatte. Stattdessen prallte sie mit Jamin Heitmann zusammen – neunzehn, gefährlich schön und Erbe des irischen Mafiavermögens, das ihre Familie mit allen Mitteln vernichten will. Ein einziger aufgeladener Moment am mondbeschienenen Strand. Ein sündiger Kuss im Beichtstuhl der Kirche. Zündholz und Benzin. Im Geheimen zeigt Jamin ihr eine Version von sich selbst, die sie nie gekannt hat: schmutzige Mitternachtsfahrten, verzweifelte Berührungen in verborgenen Lichtungen, ihr Slip in seiner Tasche und rohe, emotionale Nächte, in denen er ihr erstes Alles wird. Ihre Väter sind Todfeinde. Ihre Mutter verbietet es. Sein Vater droht, ihr eine Kugel in den Kopf zu jagen. Dennoch schwören sie unter einem Sternenhimmel ewige Treue und planen eine verzweifelte Flucht inmitten einer feiernden Menschenmenge. Doch in ihrer Welt bleiben Geheimnisse nicht lange begraben. Ein vernichtender Verrat steht kurz davor, alles zu zerreißen. Wenn das Blutbad kommt – wird ihre verbotene Liebe dann überleben … oder jeden zerstören, den sie lieben? Wie weit würdest du für den einen Menschen gehen, den du nicht lieben darfst?
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„Weißt du, was dein Problem ist?“, sagte ich laut in die Nacht hinein. „Du machst alles romantisch. Du lügst.“
Ich starrte den dicken, spöttischen Mond an, der über dem Wasser hing, und wünschte mir, irgendjemand würde ihn einfach ins Meer stürzen und diese ganze verdammte Nacht mitnehmen.
Fröstelnd schlang ich die Arme um meinen Oberkörper und funkelte ihn von den zerklüfteten Felsen aus an. Mein eigentlich perfektes grünes Kleid wirkte plötzlich lächerlich. Die Locken, für die Magdalena und Carolin eine Stunde gebraucht hatten, waren jetzt nur noch ein vom Wind zerzaustes Chaos.
Heute Abend sollte alles perfekt sein.
Jan war so nah dran gewesen. Ich konnte immer noch die Wärme seines Körpers spüren, seinen Blick auf meinem Mund, als hätte er mich endlich küssen wollen. Dann hatten seine Freunde ihn weggezerrt, ohne sich noch einmal umzudrehen.
„Gute Arbeit“, murmelte ich bitter zum Mond hinauf. „Wie immer alles kaputt machen.“
Ein tiefer, scharfer Atemzug durchschnitt das Rauschen der Wellen.
Ich fuhr herum – so schnell, dass ich fast das Gleichgewicht verlor. Da saß er, nur wenige Meter entfernt auf einem großen Felsen, die langen Beine ausgestreckt, eine Zigarette auf halbem Weg zu seinen Lippen. Dunkle Augen beobachteten mich, als wäre ich das Interessanteste, was diese Nacht zu bieten hatte.
Er ließ das Feuerzeug aufflammen. Die Flamme warf harte Schatten auf seine Wangenknochen. Mein Magen machte einen Satz.
Wie lange saß er schon da?
„Schlechte Nacht, Prinzessin?“, fragte er mit tiefer, rauchiger Stimme, die sich wie Schatten in der Dunkelheit ausbreitete.
Ich stieß einen kleinen, peinlichen Laut aus und stolperte einen Schritt zurück. Mein Fuß blieb an einem Stein hängen. Bevor ich fallen konnte, war er schon bei mir – blitzschnell. Eine starke Hand fing mich an der Taille auf und hielt mich sicher an ihm fest.
„Ruhig“, flüsterte er, sein warmer Atem streifte mein Ohr. „Ich bin’s nur.“
Ich erstarrte.
Doch als ich endlich den Kopf hob, konnte ich den Blick nicht mehr abwenden. Sein dunkles Haar fiel ihm unordentlich in die Stirn und umrahmte ein scharf geschnittenes, kantiges Gesicht, das aussah, als wäre es aus Stein gemeißelt. Als er sich bewegte, rutschte der Ärmel seines schwarzen Hoodies hoch und enthüllte dunkle Tattoos, die sich über seinen Unterarm schlängelten.
Genau der Typ, vor dem meine Mutter mich immer gewarnt hatte. Gefährlich. Ärger. Die Sorte Junge, die man nicht mit nach Hause brachte.
Und trotzdem spürte ich dieses Ziehen tief in meinem Bauch, das ich nicht ignorieren konnte.
„Sorry“, hauchte ich, während mir die Hitze in die Wangen stieg. „Du hast mich erschreckt.“
„Mein Fehler.“ Ein Mundwinkel zuckte nach oben. „Du und der Mond saht aus, als würdet ihr ein ernstes Gespräch führen.“
Oh Gott. Er hatte alles mitbekommen.
Ich schaute nach unten und bemerkte erst jetzt, dass meine Finger sich in die Kordeln seines Hoodies gekrallt hatten. Hastig ließ ich los, als hätte ich mich verbrannt. Er lachte nur leise.
„Ich kann nicht glauben, dass du das gesehen hast“, murmelte ich und strich mir eine widerspenstige Strähne hinters Ohr.
„Ich hatte es auch nicht erwartet.“ Seine Augen ließen mein Gesicht nicht los. „Du bist richtig auf ihn losgegangen.“
Ich wusste, ich sollte gehen. Zurück zur Party. Zurück in mein sicheres Leben. Aber die Art, wie er mich ansah, hielt mich fest.
„Die Party ist da drüben“, sagte ich und deutete den Strand hinunter.
„Ich suche nicht nach der Party.“ Er schaute nicht einmal in diese Richtung. „Bin vor ein paar Wochen hergezogen. Ich laufe herum, bis sich nichts mehr fremd anfühlt.“
Meine Brust wurde ein wenig leichter. „Und? Funktioniert es?“
Sein langsames, gefährliches Lächeln ließ meine Knie weich werden. „Es wird langsam besser.“
Die Luft zwischen uns knisterte. Ohne nachzudenken, griffen meine Finger erneut nach den Kordeln seines Hoodies. Diesmal fing er mein Handgelenk sanft ein, sein Daumen strich über meinen rasenden Puls.
„Sag mir deinen Namen“, murmelte er.
Das Wort lag mir schon auf der Zunge.
Stattdessen löste ich meine Finger vorsichtig, einen nach dem anderen, von den Kordeln.
„Nicht heute Nacht, Romeo.“
Ich zog meine Hand zurück und drehte mich um, bevor ich etwas wirklich Dummes tun konnte.
Sein leises, raues Lachen folgte mir durch die Dunkelheit.
„Vorsicht. Dieser Romeo gibt so schnell nicht auf.“
MINAIch nehme seinen Arm und lasse mich von ihm die Treppe hinunterführen, aber ich schreie fast auf, als wir unten ankommen, weil Magdalena und Carolin mir entgegenstarren.„Oh mein Gott.“Carolin greift meine Hand und zieht mich von Madeus weg.„Ich kann nicht glauben, dass das gerade passiert. Das ist Kismet. Was sind die Chancen, dass wir alle zur selben Zeit am selben Ort sind?“Magdalena reicht mir ein paar Wildblumen, während ich lächle und sie umarme.„Die Chancen sind gut, Pipes. Immerhin ist euer Jahrestag im Juli, und wir verbringen ihn immer hier auf der Insel.“„Wie auch immer“, kontert Carolin und verdreht die Augen. „Ich sage nur, es ist alles Schicksal und Bestimmung.“Sie umarmt mich auch, das Lächeln fest auf meinem Gesicht. Carolin fängt an, mit Madeus zu reden, und Magdalena nimmt meine Hand, sieht mich an.Nach allem, was passiert ist, war sie diejenige, der ich alles erzählt habe. Früher habe ich mich bei ihr und Carolin immer wie das fünfte Rad am Wagen gefühlt
MINAJahre später„Heirate mich.“Ich drehe den Kopf zur Seite und sehe ihn an, weil wir den ganzen Tag schon in diesem Bett liegen, ineinander verschlungen, und unseren fünften Jahrestag feiern. „Wann?“Seine Hand gleitet zwischen meine Beine, umfasst meine Scham, während ich mir auf die Unterlippe beiße. Gott, er ist gut mit seinen Händen. Zwei Finger schieben sich in mich, seine andere Hand greift die Innenseite meines Oberschenkels und spreizt ihn, während er den Kopf neigt, um zuzusehen.„Fuck, deine Pussy ist wunderschön.“Ich atme schwer aus, hebe die Hüften, keuche, als er sich hinunterbeugt, die Finger herauszieht, sie ableckt und dann den Mund auf mich legt.„Fuck, Jamin.“Seine Zunge zeichnet eine langsame Acht um meine Klit, neckt mich, bevor er sanft auf und ab leckt und mich zum Erschauern bringt.„Heirate mich.“Es vibriert auf meiner Scham, ich hebe den Kopf, die Augen halb geschlossen, auf ihn gerichtet. „Wann?“Er knurrt, was mich zum Kichern bringt, bevor er meinen
JAMIN„Such dir einen aus.“Irmina hält in jeder Hand ein Tagebuch, ihr Blick springt zwischen ihnen hin und her, während wir in dem kleinen Buchladen in der Innenstadt von St. Simeon stehen. Sie hat mir einmal erzählt, dass sie genau vor diesem Laden stand, als sie mich zum ersten Mal die Straße entlangfahren sah.Fuck. Die Art, wie ihre Augen aufleuchteten, hat mir gezeigt, dass ich sie nicht von hier wegnehmen konnte. Sie liebt es. Also bleibt Madeus in Boston, und ich kümmere mich um den ganzen Berlin-Kram.„Ich kann mich nicht entscheiden.“Sie runzelt die Stirn, grinst dann und wiegt die Bücher in den Händen. Also nehme ich sie ihr ab, wackele mit den Brauen.„Dann nehmen wir beide. Eines für mich, eines für dich.“Sie eilt hinter mir her, während ich zur Kasse gehe und sie hinlege, um zu bezahlen. Ihr Arm schlingt sich um meine Taille, meiner legt sich über ihre Schultern.„Lässt du mich deins lesen?“, flüstert sie geistesabwesend und spielt mit ein paar Kleinigkeiten.Ich lach
JAMINEin Jahr späterSie läuft schon seit einer Stunde über das Feld, pflückt Blumen, starrt in die Wolken und tut so, als würde sie mich nicht beobachten, während ich auf der Veranda sitze und lese. Aber ich kann die Augen nicht von meinem Mädchen lassen.Das ist allerdings nichts Neues.Ich schaue wieder auf, starre auf ihr erdbeerbraunes Haar, das wild und frei über ihren Rücken fällt – genau so, wie ich es mag.Sie schiebt eine Strähne hinters Ohr, wirft mir einen Blick zu und schaut schnell weg, während ihre Hand über den Schlitz in ihrem langen babyblauen Kleid streicht. Es ist eines mit dünnen Trägern, das sich an genau den richtigen Stellen an ihren Körper schmiegt und bis zu den Knöcheln fällt.Fuck, das macht mich auf ganz schlechte Gedanken.Ich schaue wieder hinunter, habe die Stelle zum dritten Mal verloren, bevor ich leise lache, ohne den Kopf zu heben, und rufe:„Hör auf, mich zu reizen, und lass mich lesen.“Ich höre sie lachen, und es rührt alles in mir.Weil sie das

















