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Chapter 7

作者: Enny
last update 公開日: 2026-08-12 00:39:33

Kapitel 7

ROOSEVELTS POV

Ich starrte auf das Papier in meinen zitternden Händen. Die schwarze Tinte verschwamm, als sich meine Augen mit Tränen füllten.

Es ist eindeutig für Mina.

Ich warf einen Blick auf die schwarze Schachtel auf meinem Tisch. Die Halskette funkelte im Licht. Noch vor wenigen Minuten hatte ich mich so glücklich gefühlt. Ich dachte, mein Mann würde sich endlich für mich entscheiden.

Aber es war kein Geschenk. Es war eine Ablenkung. Ein billiges Spielzeug, das er mir hinwarf, damit ich still blieb, während er seiner Ex-Freundin heimlich die Ewigkeit versprach.

Für immer dein, Z.

Die Gravur hallte in meinem Kopf wider und verspottete unsere Ehegelübde.

Plötzlich hörte ich, wie die Dusche abgestellt wurde. Zyran würde in wenigen Sekunden herauskommen.

Panik und Wut überfluteten mich. Ich darf nicht weinen, sagte ich mir, nicht vor ihm. Ich muss mich und mein Baby beschützen.

Meine Hände zitterten, aber ich bewegte mich schnell. Ich faltete das Papier so, wie ich es gefunden hatte, und schob es zurück in die Tasche seines Sakko.

Ich eilte zum Spiegel, nahm die Diamanthalskette und legte sie um meinen Hals. Die kalten Steine fühlten sich nun schwer an, wie eine Kette. Ich wischte mir schnell die Augen und kniff in meine blassen Wangen, damit sie wieder rosig aussahen.

Die Badezimmertür öffnete sich. Dampf strömte ins Schlafzimmer. Zyran trat heraus, ein weißes Handtuch um die Hüften gewickelt. Wasser tropfte aus seinem dunklen Haar auf seine breite Brust.

Er blickte auf und sah mich am Spiegel stehen. Ein zufriedenes Lächeln glitt über seine Lippen.

„Sie steht dir perfekt, Roosevelt“, sagte er. Er kam herüber und blieb hinter mir stehen. Seine warmen Hände ruhten auf meinen nackten Schultern. Unsere Blicke trafen sich im Spiegel. „Ich wusste, dass sie genau das war, was du brauchst.“

Ich sah sein Spiegelbild an. Er wirkte so ruhig und aufrichtig.

„Sie ist wunderschön, Zyran“, erwiderte ich und zwang mich zu einem Lächeln. Meine Stimme blieb ruhig. „Es muss lange gedauert haben, sie auszusuchen.“

Ich hielt inne und sah tief in seine dunklen Augen im Spiegel.

„Hast du dir noch etwas anderes angesehen, als du im Juweliergeschäft warst?“, fragte ich leise.

Zyran blinzelte nicht. Sein Gesichtsausdruck veränderte sich überhaupt nicht. Er beugte sich nur hinunter und küsste meinen Hals.

„Nein“, murmelte er, sein Atem warm auf meiner Haut. „Ich bin hineingegangen, habe diese Halskette gesehen und wusste, dass sie an meine Frau gehört. Ich hatte nur Augen für diese hier, ich habe mir nichts anderes angesehen.“

Er log mir direkt ins Gesicht, ohne den geringsten Anflug von Schuld.

Mein Herz wurde zu Eis. Ich schluckte den bitteren Kloß in meiner Kehle hinunter und legte meine Hand auf seine.

„Danke“, flüsterte ich.

Zwei Wochen vergingen. Nach außen sah unsere Ehe perfekt aus.

Zyran kam früh nach Hause, wir aßen gemeinsam zu Abend. Das Haus war ruhig, weil Mina offiziell in das Penthouse am Lakeview Drive gezogen war. Zyran erwähnte ihren Namen kein einziges Mal.

Aber ich kannte die Wahrheit. Jedes Mal, wenn er auf sein Handy sah, jedes Mal, wenn er nach Hause kam und nach einem anderen Café roch, wusste ich, dass er sie traf.

Ich schwieg. Ich verbrachte meine Tage damit, die jährliche Wohltätigkeitsgala der King Foundation zu planen. Es war das größte Ereignis des Jahres. In den vergangenen drei Jahren war die Ausrichtung der Gala meine Aufgabe gewesen. Es war die eine Nacht, in der die Welt mich als die mächtige Lady der Familie King sah.

Es war Donnerstagabend und die Gala war nur noch zwei Tage entfernt.

Ich saß im Wohnzimmer und konzentrierte mich auf die Sitzpläne. Auf dem Tisch, unter einigen Papieren versteckt, lag eine winzige weiße Schachtel. Darin befanden sich ein Paar Babysocken und mein erstes Ultraschallbild.

Der Arzt sagte, dass mein Baby gesund war. Ich hatte beschlossen, Zyran heute Abend endlich die Wahrheit zu sagen. Er hatte ein Recht darauf zu wissen, dass er Vater werden würde. Ich hoffte, dass die Nachricht von seinem eigenen Kind ihn wachrütteln und von Mina wegziehen würde.

Die Haustür öffnete sich. Zyrans schwere Schritte hallten durch den Flur.

„Zyran!“, rief ich und zwang Aufregung in meine Stimme, während ich aufstand.

Er kam ins Wohnzimmer und zog seine Krawatte aus. Er sah müde aus und runzelte die Stirn, als er die Papiere auf dem Sofa sah.

„Was machst du?“, fragte er mit flacher Stimme.

„Ich beende nur die VIP-Gästeliste“, sagte ich lächelnd und ging auf ihn zu. „Ich habe heute mein Kleid abgeholt, Zyran. Es ist ein smaragdgrünes Kleid. Es passt zu der Halskette, die du mir geschenkt hast. Ich kann es kaum erwarten, gemeinsam mit dir über den roten Teppich zu gehen.“

Zyran blieb stehen. Er stellte seine Aktentasche auf den Boden, verschränkte die Arme und sah mich mit kalten Augen an.

„Setz dich, Roosevelt“, sagte er.

Mein Lächeln verschwand. Als ich spürte, dass etwas nicht stimmte, setzte ich mich langsam wieder auf das Sofa.

„Was ist los?“, fragte ich, während mein Herz raste.

Zyran seufzte schwer. „Es gibt eine Änderung der Pläne für die Gala am Samstag.“

„Eine Änderung der Pläne?“ Ich runzelte die Stirn. „Gibt es ein Problem mit dem Essen? Ich kann den Caterer sofort anrufen...“

„Es geht nicht um das Essen“, unterbrach Zyran mich. Seine Stimme war scharf. „Es geht um dich. Du wirst nicht zur Gala gehen, Roosevelt.“

Der Raum wurde still. Ich starrte ihn ungläubig an.

„Ich werde... nicht hingehen?“, wiederholte ich. „Zyran, ich bin die Gastgeberin! Ich habe diese Veranstaltung sechs Monate lang geplant. Ich muss die Eröffnungsrede halten.“

„Ich entziehe dir diese Aufgaben“, sagte er ruhig. „Die Nachrichtenreporter waren in letzter Zeit hart. Sie haben von Minas Feuer erfahren. Sie verbreiten Gerüchte, dass sie eine Ehebrecherin ist, und sie nennen sie meine Geliebte.“

„Und was hat das mit mir zu tun?“, fragte ich, meine Stimme zitternd.

„Ich muss sie beschützen“, erklärte Zyran, als wäre es offensichtlich. „Die einzige Möglichkeit, diese Gerüchte zu stoppen, ist, der Welt zu zeigen, dass sie respektiert wird. Ich muss allen zeigen, dass sie meine Unterstützung hat.“

Er sah mir direkt in die Augen.

„Ich habe Mina zur neuen Direktorin der King Charity Foundation gemacht“, sagte Zyran. „Sie wird die Gala veranstalten und an meiner Seite über den roten Teppich gehen.“

Ich spürte, wie das Blut aus meinem Gesicht wich. Der Raum begann sich zu drehen.

„Du hast ihr meine Stiftung gegeben?“, flüsterte ich und fühlte mich, als würde ich ersticken. „Und du nimmst sie mit zur Gala? Du wirst deine Ex-Freundin vor den Kameras präsentieren, während du deine Ehefrau zwingst, zu Hause versteckt zu bleiben?“

„Hör auf, dich verrückt zu benehmen, Roosevelt“, fuhr Zyran mich an. Er wirkte genervt. „Du bist hinter verschlossenen Türen meine Frau, darauf kommt es an. Mina hat alles verloren. Sie braucht jetzt den Schutz des Namens King. Das ist nur eine PR-Maßnahme.“

„Eine PR-Maßnahme?“, rief ich und sprang auf. Heiße Tränen liefen über mein Gesicht. „Du ersetzt mich, Zyran! Du sagst der Welt, dass sie die Frau an deiner Seite ist! Was ist mit meinem Stolz? Was ist mit meinen Gefühlen?“

„Deine Gefühle sind doch in Ordnung!“, schrie Zyran zurück. Seine Stimme erschütterte den Raum. „Ich sorge für dich. Ich gebe dir ein wunderschönes Zuhause und jeden Schmuck, den du willst. Ich dachte, du wärst stark genug, damit umzugehen, aber du benimmst dich wie ein eifersüchtiges, egoistisches Kind!“

Ich sah den Mann an, den ich liebte. Er glaubte tatsächlich, dass er das Richtige tat, als wäre er verdammt noch mal so blind.

„Ich habe so hart daran gearbeitet“, sagte ich, meine Stimme zu einem Flüstern brechend.

„Und ich danke dir für deine Arbeit im Hintergrund“, sagte Zyran. Jetzt klang er gleichgültig. „Aber Mina hat die Gästeliste bereits geändert. Es ist erledigt, Roosevelt. Bleib am Samstag einfach zu Hause und ruh dich aus.“

Er nahm seine Aktentasche und drehte mir den Rücken zu.

„Ich habe in meinem Arbeitszimmer zu tun“, sagte er, ohne sich umzudrehen. „Sag dem Dienstmädchen, sie soll mein Abendessen nach oben bringen.“

Er ging weg und ließ mich allein mit meinen Tränen zurück.

Meine Beine gaben nach. Ich fiel auf das Sofa und weinte in meine Hände. Ich sah auf den Tisch. Die winzige weiße Schachtel lag dort, unberührt.

Er verdient es nicht, es zu wissen, dachte ich und legte eine Hand auf meinen Bauch. Er verdient uns verdammt noch mal nicht.

Plötzlich vibrierte mein Handy auf dem Kissen neben mir.

Ich wischte mir die Augen und nahm es in die Hand. Es war eine Nachricht von einer unbekannten Nummer. Ich erkannte, dass es Mina war, weil sie mir an dem Tag, an dem sie in mein Leben getreten war, schon von dieser Nummer geschrieben hatte.

Ich öffnete die Nachricht.

Es war ein Foto von Mina, wie sie in dem Penthouse stand, das ich für sie entworfen hatte. Sie trug ein wunderschönes, maßgeschneidertes smaragdgrünes Kleid.

Es war exakt dasselbe Design, das ich für mich bestellt hatte. An ihrem Finger funkelte der Diamantring im Wert von 250.000 Dollar.

Unter dem Foto hatte sie eine Nachricht geschickt:

„Zyran sagte, Grün sei sowieso nicht deine Farbe. Danke für die Kleideridee!“

Mein Griff um das Handy wurde fester. Ich wollte schreien.

Dann erschien eine zweite Nachricht. Es war eine Audiodatei.

Meine Hände zitterten, als ich auf Wiedergabe drückte.

Der tiefe, vertraute Klang von Zyrans Stimme erfüllte das stille Wohnzimmer.

„Weine nicht, Mina“, sagte Zyrans aufgezeichnete Stimme sanft. Es war die sanfte Stimme, die er mir gegenüber nicht mehr benutzte. „Die Ehe existiert nur auf dem Papier. Roosevelt ist nur eine Verantwortung. Sobald diese Gala vorbei ist und sich die Presse beruhigt hat, werde ich meine Anwälte die Scheidungspapiere aufsetzen lassen. Ich verspreche dir, ich werde dich nach Hause holen.“

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