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„Hey, Papa. Guten Morgen.“
Kimberley begrüßte ihren Vater, während sie gerade Pfannkuchen zum Frühstück zubereitete, als er die Küche betrat. Das leise Zischen aus der Pfanne erfüllte die stille Morgenluft, der intensive Duft von Teig und Butter umhüllte den Raum wie eine warme Umarmung.
„Guten Morgen, mein Schatz.“ Ihr Vater erwiderte die Antwort, küsste sie auf die Wange und setzte sich dann auf einen der Frühstückshocker. Seine Anwesenheit vermittelte ihr sofort ein Gefühl von Geborgenheit, das Kimberley schon immer gekannt und geschätzt hatte.
„Bitteschön“, sagte Kimberley und stellte einen Teller mit Pfannkuchen, Speck und Spiegeleiern sowie eine Tasse Kaffee vor ihn hin – das Essen war mit viel Liebe und Sorgfalt zubereitet worden.
„Danke, Liebling.“ Er bedankte sich und begann zu essen, sichtlich erfreut über ihre Mühe, selbst bei den einfachsten Dingen. Wenige Minuten später gesellte sie sich mit ihrem Frühstück zu ihm und fügte sich neben ihn in den ruhigen Rhythmus des Morgens ein.
Kimberley warf ihrem Vater während des schweigenden Essens immer wieder verstohlene Blicke zu. Ihr Blick verweilte jedes Mal einen Moment länger, als wollte sie die Gefühle ergründen, die er nie aussprach. Ihr Vater war ihr Ein und Alles, ihr einziger Verwandter nach dem Tod ihrer Mutter. Allein der Gedanke daran berührte sie tief in ihrer Brust, etwas Schweres und doch Vertrautes.
Sie hatte nie die Gelegenheit, ihre Mutter persönlich kennenzulernen, da diese nach ihrer Geburt starb. Daher stammen ihre einzigen Erinnerungen an ihre Mutter und die einzige Möglichkeit, wie sie wusste, wie ihre Mutter aussah, aus den Fotoalben, die ihr Vater ihr geschenkt hatte. Alben, die sie unzählige Male durchgeblättert hatte, auf denen sie Lächeln und Momente wiedererkannte, die sich gleichzeitig wie ihre eigenen anfühlten und doch ganz anders.
Kimberley fragte sich immer, wie ihr Vater es geschafft hatte, diese 26 Jahre ohne Wiederheirat oder auch nur eine einzige Beziehung zu verbringen, obwohl sie mehrmals versucht hatte, ihn mit jemandem zu verkuppeln. Sie sollte dankbar sein, aber sie konnte es nicht.
Sie war traurig, dass ihr Vater seine Zeit und Jahre der Pflege ihrer Tochter gewidmet hatte, ohne auch nur einmal an sich selbst zu denken, und zu allem Übel war sie ihrer Mutter wie aus dem Gesicht geschnitten. Manchmal, wenn sie ihr Spiegelbild sah, erkannte selbst sie die Ähnlichkeit; sie ging weit über die reinen Gesichtszüge hinaus.
Sie wusste nicht, ob das gut oder schlecht war, denn sie wusste, wie sehr ihr Vater darunter litt, ihr Gesicht jeden Tag zu sehen und an die Liebe seines Lebens erinnert zu werden – eine stille Erinnerung, die nie wirklich verblasste, egal wie viel Zeit verging.
Manchmal wünschte sie sich die Stärke ihres Vaters, denn allein die Trennung von ihrem Verlobten Ian Gareth, der zur Marine ging und fast das ganze Jahr auf See verbrachte, machte sie unglücklich. Die Distanz nagte an ihr auf eine Weise, die sie nicht immer erklären konnte, und hinterließ einen Schmerz, der tagelang anhielt.
So konnte sie sich nur vorstellen, was ihr Vater innerlich durchmachte, während er versuchte, seinen Schmerz nach außen hin zu verbergen, und zu denken, sie sei der Grund für sein Leid. Diese Erkenntnis war immer mit einem leisen, stechenden Schmerz verbunden, den sie nicht abschütteln konnte.
Wenn sie nur nicht auf diese Welt gekommen wäre, dann wäre ihr Vater nicht so einsam.
„Schatz, gehst du heute nicht ins Krankenhaus?“, fragte Mr. Wright und riss seine Tochter aus ihren Gedanken. Seine Stimme war sanft, aber bestimmt und holte sie zurück in die Gegenwart.
„Ich habe heute Nachtschicht“, antwortete sie, und er nickte verständnisvoll und akzeptierte ihre Antwort ohne weitere Fragen.
Kimberley erinnerte sich in diesem Moment daran, dass sie Ians Rückkehr noch gar nicht erwähnt hatte; der Gedanke kam ihr plötzlich in den Sinn und überraschte sie ein wenig.
„Ähm… Papa?“
„Ja, Liebling.“
Ihr Herz macht einen Sprung, wenn ihr Vater sie mit einem ihrer Kosenamen anspricht, und augenblicklich durchströmt sie eine vertraute Wärme. In seinen Augen wird sie nie erwachsen, und sie gibt zu, dass sie es liebt, wie ein kleines Mädchen behandelt zu werden. Manchmal hilft es ihr, die Realität und ihr Erwachsenenleben zu vergessen. Sie ist so glücklich, einen Vater wie ihn zu haben, einen Mann, der ihr alles gegeben hat, ohne etwas dafür zu verlangen.
„Ähm … Ian kommt morgen zurück. Ich weiß, ich hätte es dir früher sagen sollen, aber ich habe es vergessen. Tut mir leid.“ Sie erklärte es hastig, woraufhin ihr Vater über ihre Sprechgeschwindigkeit schmunzelte; ihre Worte überschlugen sich.
„Schon gut. Das freut mich, dann hast du wenigstens nicht mehr diesen besorgten Gesichtsausdruck.“ Ihr Vater antwortete, woraufhin sie schüchtern lächelte; die Sanftheit in seiner Stimme beruhigte sie.
Woher wusste ihr Vater, dass sie sich Sorgen um Ian machte? Sie dachte, sie könne ihre Gefühle ganz gut verbergen. Nun ja, sie vermutete, sie war ein offenes Buch, besonders ihm gegenüber.
„Ich sollte jetzt besser gehen, sonst komme ich zu spät“, sagte Mr. Wright, wischte sich mit einer Serviette den Mund ab und schob seinen Hocker zurück, um sich auf den Weg zu machen.
„Oh, okay.“ Sie stand von ihrem Hocker auf, um ihren Vater zum Abschied zu umarmen, und schlang ihre Arme etwas fester als sonst um ihn.
„Bis später, Schatz.“
„Tschüss, Papa“, sagte sie, als er ihr einen Kuss auf die Stirn gab – eine einfache Geste, die jahrelange Liebe und Schutz in sich trug.
Kimberley begleitete ihren Vater zur Tür und sah ihm nach, wie er in seinen schwarzen Acura MDX Crossover stieg und wegfuhr. Ihr Blick folgte dem Auto, bis es außer Sichtweite war und eine stille Ruhe zurückließ.
Sie empfand Mitleid mit ihm, denn für einen Professor überarbeitete er sich maßlos. Sie wusste, dass er seine Arbeit als Ablenkung von seinem inneren Schmerz nutzte und sich in Verantwortung stürzte, um sich dem zu entziehen, was ihn noch immer quälte.
Sie seufzte schwer und ging zurück ins Haus. Die Stille war nun ohne ihn umso spürbarer. Jetzt musste sie sich nur noch ausruhen und später für ihren Vater Abendessen kochen, bevor sie ins Krankenhaus fuhr und in ihren gewohnten Tagesablauf zurückfand.
Kimberly betrachtete ihren Geliebten im tiefen Schlaf. Er sah so friedlich und gut aus, sein Brustkorb hob und senkte sich gleichmäßig in einem ruhigen Rhythmus. Sie betrachtete seine leicht geöffneten Lippen noch einen Moment länger und verspürte den Drang, ihn zu küssen. Doch sie beherrschte sich, da sie ihn nicht wecken wollte, denn sie wusste genau, dass er nach der langen Reise wahrscheinlich müde war. Stattdessen bewunderte sie ihn einfach still.Leise löste sie seinen Arm von ihrer Taille und stieg vorsichtig aus dem Bett, darauf bedacht, keinen Laut von sich zu geben und ihn nicht im Schlaf zu stören. Sie ging zum Kleiderschrank und nahm sich ein anderes Paar Unterwäsche, da Ian das, das sie zuvor getragen hatte, zerrissen hatte. Lächelnd bei der Erinnerung, nahm sie eines von Ians T-Shirts, zog es an, band ihre Haare zu einem lockeren Dutt zusammen und verließ leise das Schlafzimmer, wobei sie die Tür sanft hinter sich schloss.Kimberly betrat die Küche und setzte sich auf de
„Endlich wieder zu Hause“, hauchte Ian, als Kimberly, nachdem sie den Rest seiner Cola hinuntergestürzt hatte, in der Einfahrt parkte. Erleichterung schwang in seiner Stimme mit. Er stieg aus dem Auto und betrachtete seine Umgebung nach so langer Zeit noch einmal. Seine Augen wanderten langsam umher, als wolle er sich alles neu einprägen.Kimberly stieg aus dem Auto und wollte gerade Ians Koffer aus dem Kofferraum holen, als sie seine ausgestreckten Arme bemerkte. Er stand vor dem Wagen und wartete geduldig auf sie, eine stille Erwartung lag in seiner Haltung. Verwirrt runzelte sie die Stirn.„Und dein Koffer?“, fragte sie, nicht ganz sicher, ob er in diesem Moment wollte, dass sie seine Hand nahm, ihr Blick wanderte kurz zwischen ihm und dem Auto hin und her.„Das können wir später besprechen“, erwiderte er mit einem breiten Lächeln, wobei er sichtlich mehr an ihr als an allem anderen interessiert war.Kimberly musste zurücklächeln; sein Lächeln war ansteckend und vertrieb augenblick
Als Kimberly auf den Marinestützpunkt fuhr, überkam sie eine Gänsehaut am ganzen Körper. Sie war nervös, Ian zu sehen, und ihre Umklammerung des Lenkrads verstärkte sich leicht, während die Vorfreude in ihr wuchs. Sie fragte sich unwillkürlich, ob er abgenommen hatte. Sie betete nur, dass es ihm gut ging, und ihre Gedanken waren von stiller Sorge erfüllt.Nachdem Kimberly 20 Minuten lang auf dem bereits vollen Parkplatz nach einem Parkplatz gesucht hatte, fand sie endlich einen und parkte ihr Auto. Erleichtert atmete sie auf. Als sie ausstieg, konnte sie nicht anders, als die Familien zu beobachten, die bereits wieder vereint waren und auf dem Heimweg waren. Ihr Blick folgte ihnen einen Moment lang. Sie sah die aufrichtige Freude, die von den Soldaten und ihren Angehörigen ausging, und der Anblick trieb ihr die Tränen in die Augen. Ihre Gefühle überwältigten sie. Schnell wandte sie den Blick ab und wischte sich eine Träne aus dem Gesicht, bevor sie noch mehr fließen konnte. Sie schlos
Kimberley war völlig erschöpft, als ihre Schicht zu Ende war, aber was sie am Laufen hielt, war die Tatsache, dass Ian an diesem Tag zurückkehren würde und sie ihn vom Marinestützpunkt abholen sollte, der anderthalb Autostunden vom Krankenhaus entfernt lag – eine Verantwortung, auf die sie sich trotz ihrer Müdigkeit gefreut hatte.Sie starrte auf den Brief mit der Beurlaubung in ihren Händen und musste unwillkürlich lächeln. Ihre Finger umklammerten das Papier leicht, als bedeute es mehr als nur die Erlaubnis, der Arbeit fernzubleiben. Zwei Wochen lang würde sie ihren Verlobten ganz für sich allein haben, ohne sich um ihre Arbeit kümmern zu müssen. Allein der Gedanke, ihren Verlobten nach über einem halben Jahr Trennung wieder bei sich zu haben, ließ ihr Lächeln breiter werden, und die Aufregung stieg in ihr. Am liebsten hätte sie wie ein Teenager gequietscht, doch sie beherrschte sich, um keine unerwünschte Aufmerksamkeit zu erregen, insbesondere nicht in einem so professionellen Umf
Kimberley ging durch den Flur des Krankenhauses in Richtung des Direktorenbüros, als sie hörte, wie jemand ihren Namen rief. Ihre Schritte waren ruhig und zielstrebig, während um sie herum der übliche Krankenhausbetrieb weiterging.„Dr. Wright, Dr. Wright!“ Sie drehte sich um und bemerkte eine Krankenschwester, die auf sie zugerannt kam, sichtlich in Eile und bemüht, sie einzuholen.„Es tut mir sehr leid, Sie zu stören“, sagte die Krankenschwester schwer atmend, woraufhin Kimberley sich fragte, wie lange sie wohl schon gerannt war. Ihr Atem ging unregelmäßig, während sie versuchte, sich zu beruhigen.„Moment, atmen Sie tief durch und sagen Sie mir, was los ist“, sagte Kimberley zu der Krankenschwester, die nickte und tat, wie ihr gesagt wurde, und einen Moment brauchte, um ihren Atem zu beruhigen, bevor sie wieder sprach.„Ich wollte Ihnen den medizinischen Bericht des Patienten in Zimmer 406 aushändigen, den Sie mich gebeten hatten, zu erstellen.“„Ach so. Danke.“ antwortete Kimberle
„Hey, Papa. Guten Morgen.“Kimberley begrüßte ihren Vater, während sie gerade Pfannkuchen zum Frühstück zubereitete, als er die Küche betrat. Das leise Zischen aus der Pfanne erfüllte die stille Morgenluft, der intensive Duft von Teig und Butter umhüllte den Raum wie eine warme Umarmung.„Guten Morgen, mein Schatz.“ Ihr Vater erwiderte die Antwort, küsste sie auf die Wange und setzte sich dann auf einen der Frühstückshocker. Seine Anwesenheit vermittelte ihr sofort ein Gefühl von Geborgenheit, das Kimberley schon immer gekannt und geschätzt hatte.„Bitteschön“, sagte Kimberley und stellte einen Teller mit Pfannkuchen, Speck und Spiegeleiern sowie eine Tasse Kaffee vor ihn hin – das Essen war mit viel Liebe und Sorgfalt zubereitet worden.„Danke, Liebling.“ Er bedankte sich und begann zu essen, sichtlich erfreut über ihre Mühe, selbst bei den einfachsten Dingen. Wenige Minuten später gesellte sie sich mit ihrem Frühstück zu ihm und fügte sich neben ihn in den ruhigen Rhythmus des Morge







