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last update 게시일: 2026-08-10 00:46:33

Kapitel 4

Rebecca stand wie erstarrt am Ende der Treppe.

In dem Moment, als sie Noras Worte hörte, zog sich ihre Brust schmerzhaft zusammen und ihre Augen brannten. Ihr ganzer Körper fühlte sich kraftlos an, als würde sie schwerelos in der Luft schweben.

„Liebling, warum sagst du nichts? Ich bin doch zurück. Jetzt musst du dich von Rebecca scheiden lassen. Diese Frau ist gerissen. Wenn es sie nicht gegeben hätte, wären wir nicht ein ganzes Jahr voneinander getrennt gewesen.“

Rebeccas Herz begann heftig zu schlagen.

Ihr blieb die Luft weg.

Doch noch bevor sie Samuels Antwort hören konnte, drehte sie sich um und stieg die Treppe hinauf.

Mit einer erdrückenden Beklemmung im Herzen, die sie nicht länger ertragen konnte.

Kaum war die Zimmertür geschlossen, brach das unterdrückte Schluchzen aus ihr heraus.

---

Wohnzimmer.

Samuel atmete tief aus und sah Nora an.

„...Nora.“

Seine Stimme war leise.

Nora sah ihn erwartungsvoll an.

„Hm?“

Samuel ging langsam auf sie zu und nahm ihre Hand.

„Ich werde mich auf jeden Fall von Rebecca scheiden lassen.“

Mit einem strahlenden Lächeln fiel Nora ihm in die Arme.

„Danke, Liebling.“

flüsterte sie glücklich.

„Auch wenn du ein Jahr lang nicht an meiner Seite warst ... ich wusste, dass du mich immer noch liebst.“

Samuel blickte schweigend in die Ferne.

Er sagte nichts, doch seine Umarmung war warm genug, und Nora fühlte sich darin erleichtert.

Alice trat zu ihrer Tochter und tätschelte ihr sanft die Schulter.

„Komm, Nora.“

sagte sie sanft.

„Geh heute nach Hause und ruh dich gut aus.“

Nora nickte ihrer Mutter zu und sah anschließend wieder Samuel an.

„Ich gehe dann.“

sagte sie mit einem schwachen Lächeln.

„Ich möchte so schnell wie möglich deine echte Ehefrau werden.“

Samuel lächelte schwach, doch sein Gesicht zeigte deutliche Müdigkeit.

„Ich werde das so schnell wie möglich regeln.“

fügte er leise hinzu.

„Warte nur noch ein wenig.“

Nachdem Nora und Alice gegangen waren.

stieg Samuel langsam in den zweiten Stock hinauf.

Jeder seiner Schritte war schwer.

Wie bei einem Menschen, der eine Last trug, die sich nicht leicht erklären ließ.

Leise öffnete er die Schlafzimmertür.

Rebecca saß am Fußende des Bettes.

Ihre schmalen Schultern zitterten leicht, und ihre Augen waren rot und geschwollen.

Doch sie weinte nicht mehr.

Mit gesenktem Kopf saß sie einfach schweigend da.

Als sie Samuels Schritte hörte, wischte sie sich hastig mit dem Handrücken die Tränen aus dem Gesicht.

Samuel kam schweigend herein und schloss die Tür.

Rebecca erhob sich langsam.

„...Samuel.“

Doch er drehte sich nicht einmal zu ihr um.

Er ging zum Kleiderschrank, öffnete ihn, nahm ein weißes Handtuch heraus und ging direkt ins Badezimmer.

„Samuel.“

Rebeccas zitternde Stimme hielt ihn zurück.

„Bitte ... antworte mir.“

Sie schluckte kurz und fragte mühsam.

„...Wirst du dich wirklich von mir scheiden lassen?“

Samuel antwortete nicht.

Ohne sich auch nur umzudrehen, öffnete er die Badezimmertür und ging hinein.

Klick.

Die Tür wurde abgeschlossen.

Rebecca stand benommen mitten im Zimmer.

Ihr Körper begann erneut zu zittern.

Nicht aus Angst.

Die Gleichgültigkeit des Mannes, den sie liebte, zertrat ihr Herz langsam.

Sie ging langsam zum Fenster.

Sie blickte zum heller werdenden Himmel hinauf.

Doch in ihrem Herzen wurde es kein bisschen heller.

Unter demselben Himmel.

Nur der Himmel beobachtete schweigend, wie sie von den Menschen, denen sie einst vertraut hatte, völlig zerstört wurde.

Rebecca holte tief Luft und umarmte sich selbst.

---

Im Badezimmer.

Wasser prasselte herab.

Samuel betrachtete sein eigenes Gesicht im Spiegel.

Sein Blick war leer.

Das Wasser, das über sein Gesicht rann, konnte nicht einmal das Schuldgefühl fortspülen, das sich langsam in ihm ausbreitete.

Einer nach dem anderen kehrten die Erinnerungen an das vergangene Jahr mit Rebecca zurück.

Und dann wieder.

Noras Gesicht.

Tränen.

Ihr von Verletzungen gezeichneter Blick.

Die Geschichte von Entführung, Gefangenschaft und Leid.

All das konnte er nicht einfach ignorieren.

Samuel schloss langsam die Augen.

Mit einer Hand stützte er sich an der Wand ab, während es sich anfühlte, als würde die Kraft aus seinem Körper weichen.

Draußen stand Rebecca noch immer allein.

Ohne zu wissen, dass dies vielleicht ihr letzter Tag als Ehefrau von Samuel Wilson sein würde.

---

Schließlich verstummte das Rauschen des Wassers.

Die Badezimmertür öffnete sich langsam.

Durch den leichten Dunst trat Samuel heraus.

Um seine Hüften war lediglich ein Handtuch geschlungen, und Wassertropfen perlten aus seinem nassen Haar.

Sein Gesicht war ruhig.

Doch sein Blick war kalt.

Er schenkte niemandem Beachtung, als wäre alles auf dieser Welt nichts weiter als ein Schatten.

Rebecca, die am Bettende gesessen hatte, stand sofort auf.

Ihre Augen waren stark angeschwollen, doch in ihrem Gesicht lag noch immer ein Rest Hoffnung.

„...Samuel.“

Sie sagte leise seinen Namen.

Samuel antwortete nicht und ging zum Kleiderschrank.

Rebecca eilte zu ihm und schlang ihre Arme um seinen Rücken.

Ihre Fingerspitzen zitterten, als sie seine feuchte Haut berührten.

„...Bitte.“

flüsterte sie schluchzend.

„Hör mir bitte zu.“

Samuel bewegte sich nicht.

Es war so still, dass nicht einmal sein Atem zu hören war.

„Ich habe so etwas nicht getan.“

Tiefe Verletzung lag in Rebeccas Stimme.

„Ich habe Tante Alice nie bedroht ... und ich habe Nora nicht entführt.“

Ihre Stimme versagte, als ihr die Kehle eng wurde.

„Von so einem absurden Plan ... wusste ich überhaupt nichts.“

Sie umklammerte ihn noch fester.

Heiße Tränen tropften auf seinen Rücken.

„Seit der Universität liebe ich nur dich.“

sagte sie mit zitternder Stimme.

„Ich schwöre es dir ... ich bin es wirklich nicht.“

Samuel senkte langsam den Blick.

Er hielt die Augen geschlossen und sagte kein Wort.

Doch sein Herz war nicht mehr so leer wie früher.

Nach einer Weile.

Drehte er sich langsam um und sah Rebecca an.

Ihre Blicke trafen sich.

Rebecca sah ihn unter Tränen flehend an, als würde sie verzweifelt nach einem Rest Liebe in seinen Augen suchen.

„...Samuel.“

Wieder sprach sie seinen Namen wie ein Gebet aus.

Samuel hob langsam die Hand und legte sie an ihre feuchte Wange.

Dann kam er ihr langsam näher.

Ihre Gesichter waren so nah beieinander, dass nicht einmal eine Handbreit dazwischenpasste.

Ihr Atem berührte sich.

Rebecca schloss leise die Augen.

Gerade als sich ihre Lippen berühren wollten.

„Klingeling! Klingeling!“

Der Klingelton des Handys zerschmetterte die Stille.

Wie ein Schlag mit einem Hammer, der die Stille in Stücke riss.

Samuel hielt inne.

Auch Rebecca öffnete langsam die Augen.

Dieser vertraute Klingelton.

Es war Samuels Handy.

Ohne ein Wort löste er sich von Rebecca und nahm das Handy vom Tisch.

Der Name, der auf dem Display erschien.

Nora.

Er nahm sofort ab.

„Hallo.“

Am anderen Ende der Leitung erklang Noras zitternde Stimme.

„Samuel ... ich habe Angst.“

Ein Schlucken war zu hören.

„Sobald ich die Augen schließe, kommen die Erinnerungen an meine Gefangenschaft immer wieder zurück. Kannst du jetzt zu mir nach Hause kommen?“

Samuel seufzte tief.

„...In Ordnung.“

„Ich komme gleich.“

Nachdem er aufgelegt hatte, sah er Rebecca nicht ein einziges Mal an, sondern öffnete den Kleiderschrank.

Schnell zog er eine Hose und ein schwarzes T-Shirt an und nahm auch die Jacke, die hinter der Tür hing.

„Samuel, warte kurz ...“

Rebeccas Stimme zitterte, als würde sie jeden Moment versagen.

„...Wo gehst du hin?“

Samuel drehte nur kurz den Kopf.

Keine Worte.

Keine Gefühle.

Nichts.

Er verließ einfach das Zimmer.

Die Tür schloss sich.

Rebecca sank kraftlos an Ort und Stelle zu Boden.

Das unterdrückte Schluchzen brach erneut aus ihr heraus.

Diesmal war es verzweifelter und schmerzhafter als zuvor.

Sie zog die Knie an sich und schüttelte immer wieder den Kopf.

Wie jemand, der versucht, die Realität zu leugnen, die ihn zu verschlingen drohte.

In diesem Moment.

Kehrte die Erinnerung an vor einem Jahr zurück.

Kurz nach der Hochzeit.

Samuel hatte es eindeutig gesagt.

Wenn Nora zurückkäme, würde er sich scheiden lassen.

Erst jetzt wurde diese Aussage zu einem Messer, das ihr Herz durchbohrte.

Von Anfang an war sie nur diejenige gewesen, die Noras Platz hatte einnehmen müssen.

Und nun.

Nora war zurückgekehrt.

„...Ganz bestimmt.“

murmelte Rebecca mit zitternder Stimme.

„Samuel wird sich wirklich von mir scheiden lassen.“

Kurz darauf vibrierte ihr Handy.

Der Absender war wieder Nora.

«[Wage es nicht, in Samuels Herzen meinen Platz einzunehmen. Gestehe Samuel persönlich, dass du mich im vergangenen Jahr gefangen gehalten hast. Andernfalls wirst du selbst erfahren, welchen Preis du dafür bezahlen wirst.]»

Rebecca wollte die Nachricht löschen.

In diesem Moment.

Von Nora traf eine weitere Nachricht ein.

Diesmal war es eine Videodatei.

In dem Moment, in dem Rebecca den Wiedergabeknopf drückte.

Weiteten sich ihre Augen.

„...Das kann nicht sein.“

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