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KAPITEL 5

Author: NEON ON LIGHT
last update publish date: 2026-09-20 09:43:50

Kapitel 5 – Erwischt

Die Nacht war bereits über die Gemeinde hereingebrochen, als sich das Schloss an meiner Tür drehte.

Mateo stand in der Tür, sein schwarzes Hemd am Kragen offen, seine Augen dunkel und unentschlossen. Er sagte nichts. Er streckte mir nur die Hand entgegen. Ich ergriff sie. Er führte mich durch das stille Pfarrhaus, vorbei am leeren Flur, in die Sakristei und schließlich in den schmalen Abstellraum dahinter – den einzigen Ort ohne Fenster und mit einem funktionierenden Schloss.

Die Tür fiel ins Schloss. Das Schloss klickte.

Einen Augenblick lang starrten wir uns im fahlen Licht der einzelnen Glühbirne an. Die ganze ungelöste Spannung aus dem Arbeitszimmer, all die Worte, die wir uns an den Kopf geworfen hatten, all die Beinahe-Treffen, lag schwer in der Luft zwischen uns.

„Du hättest fliehen sollen, als ich dir die Chance gab“, sagte er leise.

„Du hättest mich nicht gelassen.“

Etwas in ihm zerbrach.

 Er überbrückte den schmalen Raum mit zwei Schritten, packte meine Hüften und wirbelte mich herum, sodass mein Rücken gegen die Metallregale knallte. Vorräte klapperten. Sein Mund presste sich auf meinen – hungrig, wütend, verzweifelt. Ich erwiderte den Kuss genauso heftig, meine Finger krallten sich bereits in sein Hemd. Hände rissen an Kleidung. Meine Leggings wurden bis zu den Oberschenkeln heruntergezogen. Seine Gürtelschnalle klirrte. Das Rascheln von Stoff und schweres Atmen erfüllten den kleinen Raum.

Dann sank er auf die Knie.

Ich hatte kaum Zeit zu keuchen, da riss er mir schon ein Bein aus der Leggings, legte es sich über die Schulter und schob seinen Mund zwischen meine Schenkel.

Der erste lange, schmutzige Zungenstoß entlockte mir einen erstickten Laut. Er begann nicht zögerlich. Er leckte mich auf, als hätte er sich nach diesem Geschmack gesehnt, seine flache Zunge glitt durch meine Feuchtigkeit und konzentrierte sich dann mit derselben unerbittlichen Präzision, an die ich mich von jener Nacht erinnerte, auf meine Klitoris.  Er saugte heftig, schnippte, kreiste und saugte wieder. Zwei Finger drangen ohne Vorwarnung in mich ein, krümmten sich, dehnten sich und fickten mich im Takt mit seinem Mund.

Mein Kopf fiel gegen die Regale. Eine Hand flog zu meinem Mund, um die Geräusche zu dämpfen. Die andere vergrub sich in seinem Haar und hielt ihn fest, selbst als meine Hüften zuckten.

Er stöhnte gegen mich, die Vibration schoss mir direkt den Rücken hinauf. Seine freie Hand umklammerte meinen Oberschenkel so fest, dass es blaue Flecken gab, hielt mich offen und stabil, während er mich mit Zunge und Fingern bearbeitete, als hätte er etwas zu beweisen. Feuchte, obszöne Geräusche erfüllten den Abstellraum. Meine Beine begannen zu zittern. Der Druck baute sich schnell und heftig auf und staute sich tief in meinem Unterleib.

Ich war so nah dran.

Meine Finger krallten sich in sein Haar. Meine Oberschenkel zitterten um seinen Kopf. Der Orgasmus war zum Greifen nah, scharf und unausweichlich –

Die Türklinke drehte sich.

Mateo hörte nicht auf.

Die Tür wurde aufgestoßen.

 Ein junger Priester stand wie erstarrt im Türrahmen, die Augen vor Entsetzen geweitet.

Vor ihm kniete Pater Mateo – der angesehenste Priester der Gemeinde – auf dem Boden des Abstellraums, das Gesicht zwischen meinen Schenkeln vergraben, die Zunge noch immer in Bewegung, zwei Finger noch immer in mir.

Niemand rührte sich. Niemand sprach.

Das einzige Geräusch war mein stockender Atem und das leise, feuchte Geräusch von Mateos Mund, der noch immer auf mir lag.

Nun war die Wahrheit zwischen uns nicht länger nur unser Geheimnis – da war eine dritte Person im Raum, die zusah, atmete und darauf wartete, uns zu vernichten. Die Angst, die in mir aufstieg, war erdrückend, schwer und lähmend, auf eine Weise, die ich nicht einmal ansatzweise beschreiben konnte. Alles, was wir versucht hatten zu vergraben, zu verbergen und zu verschweigen, war nun mit solcher Wucht eskaliert, dass ich es nicht mehr kontrollieren konnte.

Der junge Priester stand wie erstarrt im Türrahmen, die Augen vor Entsetzen geweitet, und starrte auf die Szene vor ihm.  Er war ahnungslos hereingekommen, blind für die Dunkelheit hinter der heiligen Fassade, bis ich schließlich die Beherrschung verlor. Geblendet von Panik und Wut schlug ich um mich und traf Mateo mitten ins Gesicht. Die Illusion zerbrach, denn er war zu arrogant, zu sehr in seiner eigenen Macht versunken gewesen, um zu bemerken, dass etwas nicht stimmte.

Er schwebte bereits auf Wolke sieben.

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