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Seraphina 🖤
„Sie ist nur ein Ersatz. Tötet sie. Sie ist nicht unsere Königin!“
Die Worte hallten wie ein eisiger Peitschenhieb durch den Thronsaal. Sie kamen nicht aus der Menge. Sie kamen von dem Mann, der meinen Namen einst im Dunkeln gegen meine Haut geflüstert hatte.
König Cassian von Vaelor saß auf dem hohen Sitz des Obsidians. Der uralte Thron war aus einer einzigen schwarzen Ader aus Bergglas gehauen worden und herrschte seit dem Ersten Blut über dieses Königreich. Seine Krone – meine Krone, die ich ihm am Morgen nach unserer Hochzeit eigenhändig auf sein Haupt gesetzt hatte – ruhte mühelos auf seinem dunklen Haar. Neben ihm stand meine Stiefschwester Isolde, gehüllt in das königliche Purpurrot, das sieben Jahre lang allein mir gehört hatte. Der goldbestickte Mantel der Königin von Vaelor lag auf ihren Schultern, als hätte er schon immer ihr gehört.
Ich stand am Fuß des Podests und trug noch immer das Kleid, das ich zur Ratsversammlung im Morgengrauen angezogen hatte. Es war mit den silbernen Falken der Blutlinie meiner Mutter bestickt. Keine Ketten. Keine Wachen, die meine Arme festhielten. Noch nicht. Die Demütigung war auf diese Weise vollkommen. Der gesamte Hof sollte sehen, wie die verstoßene Königin noch immer auf eigenen Füßen stand, während man darüber entschied, wie man sie am besten auslöschen konnte.
Die gewaltige Halle des Palastes der Zersplitterten Sterne erstreckte sich in all ihrer bewusst zur Schau gestellten Pracht vor mir. Zwei Reihen von Säulen ragten empor wie die Rippen eines längst verstorbenen Leviathans. In jede einzelne waren die Namen aller Monarchen eingraviert, die vor Cassian auf diesem Thron gesessen hatten. Hoch über uns verlor sich das gewölbte Deckengewölbe in einem Schatten, der nur vom kalten blauen Feuer der ewigen Kohlebecken durchbrochen wurde. Die königlichen Banner – tiefviolett, geschmückt mit dem silbernen Halbmond des Hauses Vaelor – hingen schwer und regungslos von den Wänden. Die Luft roch nach poliertem Stahl, Bienenwachs und dem schwachen metallischen Beigeschmack der Angst.
Die Adligen säumten die Wände in den Farben ihrer Häuser. Lords der nördlichen Grenzlande, Händler aus den südlichen Häfen und die stählern blickenden Hauptleute der Königlichen Garde. Gesichter, die ich seit Jahren kannte. Gesichter, die sich einst vor mir verneigt hatten, sobald ich einen Raum betrat. Nun betrachteten sie mich wie ein verwundetes Tier, das noch nicht begriffen hatte, dass es längst tot war.
Cassians Stimme trug mühelos durch den Saal.
„Die Frau, die vor euch steht, stammt nicht vom wahren Blut ab. Sie ist eine Hochstaplerin, die durch Täuschung auf den Thron gebracht wurde. Die wahre Königin von Vaelor steht an meiner Seite.“
Isoldes Hand ruhte mit selbstverständlicher Besitzergreifung auf der kunstvoll geschnitzten Armlehne des Throns. Sie lächelte nicht. Das musste sie auch nicht. Ihr Triumph zeigte sich in der ruhigen Haltung ihrer Schultern und darin, wie das Licht die Rubine an ihrem Hals zum Funkeln brachte – Rubine, die ich zuletzt vor drei Nächten im königlichen Juwelengewölbe gesehen hatte.
Ich sah Cassian an. Sah ihn wirklich an.
Den Mann, der während der Jahre der Grauen Seuche an meiner Seite geritten war. Den Mann, der nach der Schlacht an der Furt von Blackwater in unserem Kriegszelt seine Stirn gegen meine gelegt und geschworen hatte, dass wir uns allem gemeinsam stellen würden.
Dieser Mann war verschwunden.
An seiner Stelle saß nun ein König, der die Vergangenheit bereits neu geschrieben hatte.
Eine Erinnerung stieg ungebeten und grausam in mir auf.
Drei Nächte zuvor. Das private Gemach. Die Tür, die achtlos einen Spalt offen stand. Isoldes Lachen – leise, selbstzufrieden – und Cassians tiefes, zustimmendes Murmeln. Der Anblick ihres nackten Rückens, der sich über die Kante des Bettes wölbte, das einst uns gehört hatte. Seine Hände in ihrem Haar. Dieselben Hände, die früher die Narbe an meiner Hüfte berührt hatten, als wäre sie etwas Heiliges.
Ich war lange genug wie erstarrt im Türrahmen stehen geblieben, damit sich die Wahrheit bis in meine Knochen senken konnte wie eisiger Winter.
Es war kein flüchtiger Moment der Schwäche gewesen. Kein einziger Verrat, geboren aus Einsamkeit. Die Art, wie sie danach miteinander gesprochen hatten, verriet mir alles. Die sorgfältigen Pläne. Die heimliche Entfernung meiner treuesten Bediensteten. Die schrittweise Zerstörung des Vertrauens des Hofes in mich.
Ich sollte dieses Gemach niemals lebend verlassen, nachdem ich ihr Geheimnis entdeckt hatte.
Ich hatte es dennoch geschafft, denn selbst mit einem gebrochenen Herzen wusste ich noch immer, wie man sich wie eine Königin bewegte.
Nun vollendeten sie ihr Werk vor aller Augen.
„Du behauptest also, vom wahren Blut abzustammen“, sagte ich. Meine Stimme hallte durch den Saal. Ich sorgte dafür, dass jeder sie hören konnte. „Doch seit jeher wird das Blut, das den Obsidians Thron beansprucht, durch das Ritual der Ersten Flamme bestätigt. Hat Isolde das Ritual durchlaufen? Hat die Flamme sie angenommen?“
Ein Raunen ging durch die vorderen Reihen der Adligen.
Das Ritual war älter als das Königreich selbst. Kein König und keine Königin hatten jemals geherrscht, ohne sich ihm zu unterziehen.
Cassians Kiefer spannte sich kaum merklich an.
Isolde antwortete an seiner Stelle.
„Die Flamme wird akzeptieren, wen auch immer der König bestimmt. Deine Zeit ist vorbei, Seraphina. Du warst nur ein nützliches Gefäß. Mehr nicht.“
Nützlich.
Das Wort drang tiefer zwischen meine Rippen als jede Klinge.
Ich wandte meinen Blick wieder Cassian zu.
„Und wann genau wurde ich nützlich? Bevor oder nachdem ich die Lords des Nordens unter Kontrolle hielt, während du dir die Getreiderouten sichertest? Bevor oder nachdem ich durch die Seuchenviertel ritt, als die Heiler flohen? Sag es dem Hof, Gemahl. Zu welchem genauen Zeitpunkt wurde aus der Frau, die deine Last mit dir teilte, eine bloße Ersatzkönigin?“
Die Stille zog sich in die Länge. Irgendwo nahe den westlichen Säulen verlagerte ein junger Lord sein Gewicht. Sein Kettenhemd raschelte leise.
Cassians Augen blieben kalt und berechnend. Er war schon immer gut darin gewesen, alles gegeneinander abzuwägen. Einst hatte ich das mit Stärke verwechselt.
„Du warst niemals von der wahren Blutlinie“, sagte er schließlich. „Deine Mutter hat dich durch sorgfältige Lügen in die Nähe des Throns gebracht. Isolde ist die rechtmäßige Erbin. Der Hof wird diese Wahrheit akzeptieren, oder der Hof wird daran erinnert werden, wo sein Platz ist.“
Die Mitglieder der Königlichen Garde an den Wänden richteten sich wie auf ein unsichtbares Kommando auf. Ihre Hände lagen nun deutlich sichtbar auf den Schwertgriffen.
Die Botschaft war eindeutig.
Widerspruch würde einen hohen Preis haben.
Mein Blick wanderte ein letztes Mal durch den Saal.
Lord Veyric aus den östlichen Grenzlanden vermied meinen Blick. Lady Miren, die mich einst hinter verschlossenen Türen Schwester genannt hatte, starrte auf den Boden. Nur der alte General Kael, Kommandant der Stadtgarnison, beobachtete mich mit etwas, das Bedauern sein könnte.
Oder Berechnung.
In Vaelor trugen Bedauern und Ehrgeiz oft dasselbe Gesicht.
Isolde trat bis an den Rand des Podests. Der purpurrote Mantel bewegte sich mit ihr wie lebendiges Blut.
„Der ehemaligen Königin werden ihr Titel und ihr Name aberkannt. Man wird sie in die Schwarzen Kerker unter dem Palast bringen, wo sie ihrem offiziellen Urteil entgegensehen wird. Jeder, der für sie spricht, wird ihr Schicksal teilen.“
Die Schwarzen Kerker.
Dorthin schickte das Königreich jene, die es am liebsten für immer aus der Welt verschwinden lassen wollte.
Nur wenige kehrten jemals zurück.
Cassian hob eine Hand. Die Geste wirkte beinahe lässig.
„Bringt sie fort.“
Stiefel schlugen auf den Steinboden. Zwei Wachen der inneren Garde – Männer, die sich einst vor mir niedergekniet hatten – traten auf mich zu.
Ich wich nicht zurück.
Mein Stolz war das Einzige, was mir noch gehörte, und ich würde es ihnen nicht auch noch überlassen.
Als sich die gepanzerte Hand der ersten Wache um meinen Arm schloss, blickte ich an ihm vorbei zum Thron. Zu dem Mann, der sich einst unter dem Licht tausender Kerzen und dem Gewicht einer uralten Krone mir verschrieben hatte.
„Du wirst das bereuen“, sagte ich leise genug, dass nur die Menschen in meiner Nähe mich hören konnten. „Nicht, weil ich flehen werde. Nicht, weil ich weinen werde. Du wirst es bereuen, weil ich jedes Geheimnis kenne, das dieser Hof zu begraben versucht hat. Und ich bin noch lange nicht fertig damit, zu sprechen.“
Cassians Gesichtsausdruck veränderte sich nicht.
Isoldes hingegen schon.
Ein kurzes Aufflackern – Zufriedenheit, vermischt mit etwas Schärferem.
Sie wollte, dass ich Angst hatte. Sie wollte, dass der gesamte Hof sah, wie ich zerbrach.
Die Wachen drehten mich zu den gewaltigen Türen um.
Die Menge teilte sich schweigend vor mir. Niemand sprach meinen Namen aus. Niemand streckte eine Hand nach mir aus.
Über uns hingen die Banner des Hauses Vaelor regungslos, als hätte selbst die Luft in dieser Halle beschlossen, dass ich nicht länger unter ihnen stehen durfte.
Hinter mir erhob sich Isoldes Stimme erneut. Klar und deutlich. Sie wandte sich bereits dem nächsten Tagesordnungspunkt zu, als wäre die Entfernung einer Königin nicht bedeutender als die Änderung einer Sitzordnung.
Ich blickte nicht zurück.
Doch als sich die schweren Türen des Thronsaals langsam schlossen und das Licht der Kohlebecken sowie das kalte Funkeln des Obsidians Throns hinter mir verschwanden, hörte ich etwas, das den Wachen entweder entgangen war oder das sie bewusst ignorierten.
Ein einzelnes, leises Geräusch vom anderen Ende der Halle.
Das bedächtige Schaben einer Klinge, die aus ihrer Scheide gelöst wurde.
Nicht von einem Mitglied der Königlichen Garde.
Sondern irgendwo aus den Reihen jener Adligen, die schweigend zugesehen hatten.
Die Türen schlossen sich mit einem letzten, dröhnenden Knall.
Und in der plötzlichen
Dunkelheit des dahinterliegenden Korridors begriff ich mit vollkommener Klarheit, dass der Verrat im Thronsaal nur der Anfang gewesen war.
Seraphina🖤Die Boutique, die Elena ausgesucht hatte, war eine dieser luxuriösen Geschäfte, in denen man sich allein durch das Betreten des Ladens unzureichend gekleidet fühlte. Kristalllüster, Samtumkleidekabinen und eine Verkäuferin, die aussah, als wäre sie eigens dafür erschaffen worden, anderen Frauen das Gefühl zu geben, nicht gut genug zu sein.„Dieses hier“, verkündete Elena und hielt ein Kleid hoch, das hauptsächlich aus Hoffnung und strategisch platzierten Ausschnitten zu bestehen schien.„Auf keinen Fall.“„Das ist Mode.“„Das ist eine Serviette mit großen Ambitionen.“Elena seufzte dramatisch und legte sich das fragwürdige Kleid über den Arm. „Du bist unmöglich einzukleiden. Ist dir das eigentlich bewusst?“„Das hast du bereits erwähnt. Zweimal. Seit wir hier sind.“„Weil du alles ablehnst, was ich aussuche!“ Sie hielt ein weiteres Kleid hoch – diesmal ein rotes, rückenfreies Modell, das für ein geschäftliches Treffen völlig ungeeignet war. „Was ist damit? Es sagt: ‚Ich bi
Saraphina 🖤Die Nachtluft vor dem Anwesen der Hartwells trug den zarten Duft spät blühender Rosen, und Elena strahlte neben mir förmlich, während unser Wagen die von Laternen gesäumte Auffahrt entlangfuhr.„Du“, verkündete sie und lehnte sich mit der Zufriedenheit einer Katze, die gerade die Sahne gefunden hatte, in den Ledersitz zurück, „bist einfach unmöglich.“„Das hat man mir schon gesagt.“„Nein, hör mir zu.“ Sie drehte sich zu mir um, ihre Augen funkelten schelmisch. „Adrian Voss hat dich auf einen Kaffee eingeladen. Adrian Voss. Und du hast ihm gesagt, dass du keinen Kaffee trinkst. Als wäre das tatsächlich das Problem.“„Das war eine vollkommen vernünftige Ausrede.“„Das war eine Kriegserklärung.“ Elena lachte. Ihr Lachen klang warm und vollkommen ungezwungen. „Ich habe sein Gesicht beobachtet, weißt du. Er sah aus, als hätte ihm jemand ein Rätsel mit der Hälfte der fehlenden Teile vorgelegt.“Ich erlaubte mir ein kleines Lächeln. „Gut.“„Gut? Seraphina, die Hälfte der Frauen
........Die Stille zwischen uns spannte sich wie ein straff gezogenes Seil, das jeden Moment zu reißen drohte.Ich bewahrte meinen vollkommen neutralen Gesichtsausdruck, die Hände vor mir auf dem Tisch gefaltet, und weigerte mich, seine ausgestreckte Hand zur Kenntnis zu nehmen. Adrian Voss stand vor mir und wartete mit der Geduld eines Mannes, dem noch nie jemand etwas abgeschlagen hatte … und vielleicht war das tatsächlich so. Männer wie er wurden nur selten zurückgewiesen.„Miss Hartwell“, sagte er erneut. Diesmal lag etwas unter dem samtweichen Klang seiner Stimme. Neugier vielleicht. Oder Belustigung. „Ich versichere Ihnen, ich beiße nicht.“Nein, dachte ich. Sie zerstören lediglich alles, was Sie berühren.Die Erinnerungen überfielen mich ungebeten … Cassians Hand, die sich bei einem Abendessen im Kerzenschein nach meiner ausgestreckt hatte. Dieselben eleganten Finger, die später mein gesamtes Vermögen überschreiben und eine andere Frau halten würden, während man mich enthaupte
Seraphina 🖤Elena kümmerte sich um die letzten Details meiner Frisur, während die Stadt hinter den Fenstern des Penthouses in einem Meer aus Lichtern glitzerte.Das Kleid, das sie für mich ausgesucht hatte, war tiefschwarz und schimmerte wie flüssige Seide. Es fiel in klaren, eleganten Linien von einem hochgeschlossenen Ausschnitt bis zum Boden. Kein überflüssiger Ausschnitt, kein verzweifeltes Funkeln – nur die stille Autorität eines perfekten Schnitts und eines Stoffes, der sich bei jeder meiner Bewegungen wie ein Schatten bewegte. Eine schmale Diamantkette schmückte meinen Hals.Als ich in den Spiegel blickte, sah ich eine Frau, die einst eine Krone aus schwarzem Gold und Feuersteinen getragen hatte. Die moderne Version dieser Frau brauchte lediglich eine bessere Beleuchtung.„Du siehst aus, als würdest du gleich dem gesamten Gästekreis den Krieg erklären“, bemerkte Elena und umrundete mich einmal. „Auf eine gute Art. Größtenteils. Versuch nur, die Spender nicht zu Tode zu erschre
Seraphina 🖤Die Schlafzimmertür öffnete sich, ohne dass jemand anklopfte.„Seraphina? Bist du immer noch hier drin? Wir kommen zu spät, wenn du weiterhin—“Ich drehte mich um.Das Handy glitt mir aus den Fingern und schlug mit einem scharfen Knacken auf dem Boden auf.Die Frau, die in der Tür stand, hatte Isoldes Gesicht.Keine bloße Ähnlichkeit. Kein grausamer Streich des Lichts. Dieselben hohen Wangenknochen, dieselben scharfen, prüfenden Augen, derselbe Mund, der einst gelächelt hatte, als meine Krone auf ihren Kopf gesetzt wurde. Sie trug moderne Kleidung – eine cremefarbene Stoffhose und eine Seidenbluse in einem Farbton wie altes Gold –, doch die Knochen unter ihrer Haut waren dieselben.„Isolde?“Der Name entwich meinen Lippen, bevor ich ihn zurückhalten konnte.Sie blieb mitten in ihrer Bewegung stehen und starrte mich an, als wäre mir plötzlich ein zweiter Kopf gewachsen.„Mädchen, verlierst du jetzt dein Gedächtnis oder was? Warum starrst du mich so an? Ich bin deine Schwes
Saraphina 🖤Dunkelheit....Nicht die Dunkelheit geschlossener Augen oder eines abgedunkelten Raumes. Absolute Finsternis. Schwerelos. Ich konnte meinen Körper nicht spüren. Ich hörte weder die Menschenmenge, die meinen Tod mitangesehen hatte, noch konnte ich die Hinrichtungsplattform unter mir fühlen. Kein kalter Richtblock an meiner Wange, kein Atem in meinen Lungen. Nur Leere.Dann kehrten die Erinnerungen zurück – scharf und vollständig.Cassians Gesicht, reglos wie aus Stein gemeißelt, während er vom Balkon aus zusah, als wäre mein Tod längst beschlossene Sache. Isolde an seiner Seite, die Krone von Vaelor auf ihrem Kopf – meine Krone –, deren Feuersteine das Morgenlicht einfingen. Das Gewicht der sich hebenden Axt. Der eine, erbarmungslose Augenblick voller weißem Schmerz. Und das Wissen, dass der Mann, den ich geliebt und an dessen Seite ich regiert hatte, meinen Tod ohne das geringste Zögern angeordnet hatte.Ich erinnerte mich an alles.Ich war tot.Ein goldenes Licht erblüht







