Schatten der Bestimmung: Der Ewige Reue des Alphas

Schatten der Bestimmung: Der Ewige Reue des Alphas

last updateZuletzt aktualisiert : 03.07.2026
Von:  Fàvy Hartwell Gerade aktualisiert
Sprache: Deutsch
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Zusammenfassung

Dunkle Romantik

Erste Person

Werwolf

Alpha

Arrogant

Werwolf

Reue

Missverständnis

Elara Voss glaubte, dem Biest entkommen zu sein, das ihr Herz zerbrochen hatte. Einst die Schicksalsgefährtin des gnadenlosen Alphas Lucian Blackthorn, floh sie nach seinem ultimativen Verrat und trug Geheimnisse mit sich, die sein Imperium zerstören konnten. Jahre später, als ein tödliches Rivale Rudel alles bedroht, was sie aufgebaut hat, stürmt Lucian zurück in ihr Leben mit dem Schwur, sich zurückzuholen, was ihm gehört. Doch in einer Welt aus Blutmonden, verborgenen Flüchen und wechselnden Allianzen hat Erlösung einen tödlichen Preis. Während alte Wunden bluten und neue Begierden entflammen, muss Elara entscheiden, ob der Alpha, der sie brach, der Einzige ist, der ihre Seele retten kann. Dunkel, süchtig machend und leidenschaftlich – dies ist die Geschichte einer Liebe, die sich weigert zu sterben.

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Kapitel 1

Kapital 1

Der Ruf des Verlorenen Mondes

Ich stand am Rand der Klippe, wo der Ozean gegen die Felsen donnerte, als würde er meine inneren Stürme nachahmen. Die salzige Luft füllte meine Lungen, doch sie konnte den bitteren Geschmack der Vergangenheit nicht wegspülen. Drei Jahre. Drei lange Jahre, seit ich dem Mann entflohen war, der mein Herz gestohlen und es dann in Stücke gerissen hatte. Lucian Blackthorn. Der Name allein ließ meinen Puls rasen, eine Mischung aus Angst und etwas Dunklerem, das ich nicht benennen wollte. Mein Wolf, den ich so tief in mir vergraben hatte, regte sich unruhig bei dem Gedanken an ihn.

Der Wind peitschte mein langes dunkles Haar um mein Gesicht, während ich auf die Wellen starrte. Mein Zufluchtsort lag hinter mir, versteckt in den Wäldern nahe der Küste. Ein Ort für die Verlorenen, für jene, die wie ich die Grausamkeit der großen Rudel überlebt hatten. Hier half ich Rogue Wölfen, ihren ersten Wandel zu überstehen, ohne den Wahnsinn, der so viele verschlang. Meine Hände, die heilende Salben mischten und Wunden verbanden, zitterten leicht. Heute Nacht war Vollmond, und ich spürte den Zug in meinen Adern, dieses vertraute Brennen, das ich seit meiner Flucht ignoriert hatte.

„Elara, du solltest nicht allein hier draußen sein“, rief eine sanfte Stimme hinter mir. Es war Mira, eine der ersten, die ich gerettet hatte. Ihre Schritte knirschten auf dem Kies, als sie näher kam. Sie war jung, kaum zwanzig, mit Narben von einem misslungenen Wandel, den ich stabilisiert hatte.

„Ich brauche die Stille“, antwortete ich leise, ohne mich umzudrehen. Meine Stimme klang fester, als ich mich fühlte. In den letzten Monaten hatten Gerüchte von Unruhen in den Schattenfang Territorien die Runde gemacht. Lucian expandierte, sagten die Reisenden. Er suchte etwas. Oder jemanden. Ich schob den Gedanken beiseite und konzentrierte mich auf das Rauschen des Meeres.

Erinnerungen überfluteten mich gegen meinen Willen. Der erste Moment, als unsere Blicke sich trafen auf jener schicksalhaften Versammlung. Seine Augen, golden und durchdringend, hatten meine Seele berührt. Der Bund hatte gesungen, ein unsichtbares Band, das uns verband. Nächte voller Feuer, seine starken Arme um mich, sein Flüstern von ewiger Treue. Dann der Verrat. Die Zeremonie, die zu einem Albtraum wurde. Seine kalten Worte vor dem gesamten Rudel: „Du bist keine Gefährtin. Nur eine Schwäche.“ Der Biss, der mich verwandelte, während Chaos ausbrach. Blut, Schreie, meine Flucht in die Nacht.

Ich ballte die Fäuste. Nie wieder würde ich zulassen, dass jemand solche Macht über mich hatte. Hier war ich frei. Oder zumindest versuchte ich es zu sein.

Plötzlich durchschnitt ein Heulen die Nacht. Nicht das ferne Echo eines wilden Wolfs, sondern etwas Näheres, Bedrohlicheres. Mira erstarrte neben mir. „Das kommt aus dem Wald. Elara, das Rudel...“

Bevor ich antworten konnte, explodierte der Himmel in Chaos. Schatten bewegten sich zwischen den Bäumen, Augen glühten im Mondlicht. Angreifer. Kein gewöhnliches Rudel, sondern etwas Organisiertes. Ich roch den metallischen Duft von Blut und Verrat in der Luft. Mein Wolf heulte in mir auf, forderte Freiheit.

„Lauf zum Haus!“, schrie ich Mira zu und schob sie zurück. „Warn die anderen!“

Ich selbst rannte nicht. Stattdessen ließ ich den Wandel kommen. Knochen knackten, Fell spross, und die Welt wurde schärfer, wilder. Meine Pfoten trafen den Boden, als ich in den Wald stürmte. Die Angreifer waren zahlreich, ihre Formen riesig und kampferprobt. Einer sprang auf mich zu, Zähne gebleckt. Ich wich aus und schlug zurück, meine Krallen rissen durch Fleisch. Der Kampf war brutal, instinktiv. Ich schützte mein Zuhause, meine Familie der Ausgestoßenen.

Doch dann spürte ich es. Ein anderes Präsenti, stärker als alles andere. Der Bund. Er pulsierte wie ein lebendiges Feuer in meiner Brust. Nein. Nicht jetzt. Nicht er.

Aus den Schatten trat eine Gestalt, größer als die anderen, mit einem Pelz so schwarz wie die Nacht. Seine Augen trafen meine, und die Welt stand still. Lucian. Er hatte mich gefunden.

Sein Wolf war majestätisch, eine Verkörperung purer Macht. Er knurrte nicht aggressiv, sondern mit einer Intensität, die mich zittern ließ. „Elara“, hallte seine Stimme in meinem Kopf durch den Bund. „Endlich.“

Ich wich zurück, mein Herz hämmerte. Der Kampf um uns tobte weiter, doch in diesem Moment existierten nur wir. Erinnerungen prasselten auf mich ein: seine Berührungen, sein Verrat, die Leere danach. Wut mischte sich mit einem verbotenen Verlangen.

Mit einem mächtigen Sprung landete er vor mir, wandelte sich teilweise zurück, bis ein Mann mit zerzaustem schwarzem Haar und muskulösem Körper vor mir stand. Narben zierten seine Brust, Zeugen von Kriegen, die ich nicht kannte. Seine Augen, jetzt menschlich grau mit goldenen Flecken, bohrten sich in meine.

„Du gehörst mir“, sagte er mit tiefer, rauer Stimme. „Ich habe jeden Stein umgedreht, um dich zu finden. Der Verrat... es war nicht, was du denkst.“

Lügen. Alles Lügen. Ich wandelte mich zurück, nackt und verletzlich unter dem Mond, doch meine Haltung war stolz. „Verschwinde aus meinem Leben, Lucian. Du hast mich zerbrochen. Ich habe neu aufgebaut.“

Seine Hand schoss vor, packte meinen Arm sanft, doch besitzergreifend. Die Berührung sandte Funken durch meinen Körper. „Die Rudelkriege haben begonnen. Darius kommt für dich. Nur ich kann dich schützen.“

Bevor ich antworten konnte, ertönte ein Schrei aus dem Zufluchtsort. Feuer. Sie brannten es nieder. Meine Leute.

Lucian fluchte und zog mich näher. „Komm mit mir. Jetzt.“

In diesem Moment brach etwas in mir. Der Wolf wollte ihm folgen, die Frau wollte fliehen. Doch als weitere Angreifer aus dem Dunkel brachen und ein Pfeil knapp an meinem Kopf vorbeizischte, wusste ich, dass die Wahl keine war.

Ich riss mich los und rannte in Richtung des Feuers, Lucian dicht hinter mir. Die Nacht war jung, doch der Verrat der Vergangenheit holte mich ein. Was verbarg er wirklich? Und warum fühlte sich sein Duft noch immer wie Heimat an?

Während wir kämpften, Seite an Seite, für den Moment vereint gegen den Feind, flüsterte eine innere Stimme: Dies ist erst der Anfang. Und der Preis für Erlösung würde höher sein, als ich je geahnt hatte.

Plötzlich, inmitten des Rauch und Geheuls, sah ich ein vertrautes Gesicht unter den Angreifern. Darius. Mit einem grausamen Lächeln, das mir das Blut in den Adern gefrieren ließ. Er hielt etwas in der Hand, das im Mondlicht schimmerte – ein Amulett, das aussah wie meines aus vergangenen Tagen. „Willkommen zurück, Cousine“, rief er. „Der Fluch wartet auf dich.“

Lucian erstarrte neben mir. Die Wahrheit dämmerte: Mein eigenes Blut hatte mich verraten. Der Bund zog stärker denn je, doch neue Schatten lauerten. Würde ich überleben, um die volle Reue des Alphas zu sehen, oder würde dieser Mond mein letzter sein?

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