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Augen in der Dunkelheit

ผู้เขียน: Musa Mualim
last update วันที่เผยแพร่: 2026-06-17 22:31:19

**Kapitel 3: Augen in der Dunkelheit**

Der Bolzen brannte in Elaras Seite wie Feuer. Elara spürte den Schmerz jedoch kaum, da sie in ihrer Wolfsgestalt mit hoher Geschwindigkeit auf Thorne zuraste. Thornes Gesicht war todernst, seine Augen weit aufgerissen, weil er begriff, was geschah. In letzter Sekunde wich Thorne aus, und Elaras Krallen zerkratzten den Baumstamm anstelle von ihm. Das laute Heulen des Wolfes ertönte erneut; es war jetzt viel näher. Es fühlte sich an, als würde der Boden als Warnung beben. Elara und Thorne steckten wegen des Wolfes in einer gefährlichen Lage.

Elara blieb abrupt stehen, ihre Ohren richteten sich auf. Sie spürte, dass etwas nicht stimmte. Thorne sprang auf, legte neue Bolzen in seine Armbrust und sagte: „Warte, ich weiß, was du bist. Bitte zwing mich nicht dazu, dir das anzutun.“

Seine Stimme drang durch den Nebel und traf direkt auf ihre tierischen Instinkte. Sie war völlig verwirrt. Ein Teil von ihr wollte ihn angreifen, ein anderer Teil wollte fliehen. Der Tee, den sie getrunken hatte, wirkte noch immer. Er dämpfte ihre Wut genug, damit sie halbwegs klar denken konnte. Die Wirkung des Tees ermöglichte es ihr, eine gewisse Kontrolle über die Bestie in sich zu behalten.

Ein großer grauer Wolf trat aus der Dunkelheit. Sein Fell sträubte sich, seine Augen leuchteten. Er war wütend und knurrte Thorne an. Er würdigte Elara keines Blickes. Thorne zielte mit seiner Waffe und feuerte. Diesmal verfehlte er nicht. Der Bolzen traf die Schulter des Wolfes und ein zischendes Geräusch war zu hören, als das Metall das Fell berührte. Der Wolf stieß einen Schrei aus und rannte zurück in das Gebüsch. Er war weg. Thorne hatte den Wolf mit einem Bolzen getroffen.

Thorne wandte sich Elara zu. „Du musst jetzt laufen“, sagte er. „Diese Person ist ein Späher für Darius. Wir müssen hier weg, denn dieser Späher arbeitet für ihn.“

Der Name erinnerte sie an das, was Miriam gesagt hatte. Der Schmerz in ihrem Körper war immer noch heftig, und der Energieschub ließ nach. Die Qual zwang sie dazu, wieder menschlich zu werden, und als das geschah, schüttelte es ihren ganzen Körper. Sie fiel nackt und zitternd vor Kälte zu Boden.

Thorne sah weg und warf ihr seine Jacke über. „Lass uns gehen, bevor er mit seinen Freunden zurückkommt.“

Er half ihr zu seinem Truck, der in der Nähe versteckt war, und fuhr zu seiner Hütte. Das Innere der Hütte war sehr schlicht gehalten. An den Wänden hingen Karten, Waffen in Vitrinen und Bücher über Folklore. Thorne verband ihre Wunde. Seine Berührung war sanft, obwohl die Spannung zwischen ihnen förmlich greifbar war. Thorne war sehr vorsichtig mit ihr, was sehr aufmerksam war.

„Wer bist du wirklich?“, fragte Elara, während sie sich in eine Decke wickelte. Sie wollte die Wahrheit über die Person vor ihr wissen. Elara war sehr neugierig und fragte erneut: „Was tust du hier eigentlich und wer bist du? Ich meine, wer bist du in Wahrheit?“

„Ein Jäger. Meine Familie wurde von Werwölfen getötet. Das ist das, was diese Werwölfe meiner Familie angetan haben. Seitdem verfolge ich sie. Du bist anders als die anderen Werwölfe. Du scheinst neu in alldem zu sein.“

Sie erzählte ihm davon, wie sie aufgewacht war, von den Tagebüchern und von Miriam. Thorne hörte ihr aufmerksam zu. Sein Gesichtsausdruck wurde weicher. Er sagte: „Darius wird immer mächtiger. Dass du aus dieser Blutlinie stammst, ist eine Bedrohung für ihn. Deshalb beseitigt Darius jeden, der ihm nicht absolut loyal ist – die losen Enden – und das schließt Leute wie dich aus deiner Blutlinie ein.“

„Warum hilfst du mir?“

„Ich töte keine Menschen. Das ist nicht meine Art. Du erinnerst mich an jemanden, den ich kenne.“

Das Gespräch zwischen Thorne und Elara dauerte bis zum Morgengrauen. Thorne erzählte ihr von seiner Vergangenheit und von etwas Schrecklichem, das ihm als Kind widerfahren war. Er sagte, er wolle diejenigen zur Rechenschaft ziehen, die ihm Leid zugefügt hatten.

Elara fühlte sich zu Thorne hingezogen. Sie mochte es, wie er jetzt roch. Er vermittelte ihr ein Gefühl von Sicherheit. Jemanden zu vertrauen war nicht einfach; Vertrauen war etwas Zerbrechliches. Das Vertrauen in Thorne fühlte sich fragil an.

Am Morgen ging sie nach Hause, doch ihre Gedanken spielten verrückt. Als sie zur Arbeit kam, sagte ihr Chef Harlan, dass ihm ihr Bericht sehr gefalle, doch sie erwähnte nichts von den übernatürlichen Dingen. Dann rief Maya an. Sie war sehr besorgt darüber, was am Abend zuvor passiert war. „Du bist so früh gegangen, ist alles in Ordnung?“, fragte Maya.

„Alles gut“, log Elara. „Ich bin nur sehr müde“, sagte sie zu ihr. Sie war nicht ehrlich darüber, wie sie sich fühlte; sie schob es einfach auf die Müdigkeit.

Sie kehrte zu den Orten zurück, an denen die Angriffe stattgefunden hatten. Sie fand etwas Fell und nahm es mit in ihre Garage. Mit einem Mikroskop aus ihrer College-Zeit untersuchte sie es genau. Das Fell war ziemlich rau, wie das eines Wolfes, nur größer.

Am Nachmittag rief Miriam sie zu sich. „Der Späher hat uns gemeldet. Darius weiß jetzt von Miriams Freundin, nachdem er nun von ihr weiß.“

„Woher?“

„Das Rudel spürt, wenn jemand in der Nähe ist. Du musst wirklich lernen, wie man die Dinge kontrolliert. Das Rudel spricht über die Zeit, in der du dich in einen Wolf verwandelst, also musst du lernen, diese Verwandlung zu steuern.“

Sie verbrachten Stunden auf der Lichtung mit Atemübungen und der Visualisierung von Ketten, die die Bestie im Zaum hielten. Elara schaffte es, eine Teilverwandlung zu kontrollieren, bei der ihre Krallen ausfuhren, ohne sich vollständig in das Biest zu verwandeln. Das war ein Fortschritt für Elara und die Bestie. Es war jedoch unglaublich anstrengend.

Am Abend stand Thorne vor ihrer Tür. „Ich habe etwas gefunden, das ich für wichtig halte. Eine Karte, die die Territorien der Rudel zeigt.“

Sie sahen sie sich gemeinsam an, ihre Finger berührten sich. Sie entwickelten einige Ideen. Er rückte näher an sie heran. „Wir könnten nachsehen. Wir könnten herausfinden, wo die anderen Schwächen haben.“

Elara war versucht und stimmte zu. Bei Sonnenuntergang machten sie sich auf den Weg, versuchten leise und unbemerkt zu bleiben. Der Wald war voller Geräusche: Eulen riefen laut und Blätter raschelten. Als sie sich einer Lichtung näherten, beobachteten sie, wie sich Wölfe versammelten und in menschlicher Gestalt über ihre Jagdpläne sprachen.

Darius stand in der Mitte. Er war sehr groß, wirkte extrem stark und seine Stimme war donnernd laut: „Die Erbin der Voss lebt noch. Wir müssen sie fangen. Die Kraft der Voss-Erbin wird mir gehören.“

Elaras Blut gefror in den Adern. Thorne packte ihren Arm fest. „Wir müssen gehen, jetzt.“

Doch als sie einen Schritt machte, knackte ein Zweig unter ihrem Fuß. Alle Köpfe drehten sich in ihre Richtung. Die Augen aller Wölfe fixierten das Mädchen und ihren Begleiter.

Darius schrie laut: „Eindringlinge!“

Die Wölfe stürmten los. Thorne feuerte seine Bolzen ab und schaffte es, einen der Wölfe zu Boden zu bringen. Elara spürte den Drang und verwandelte sich teilweise, um kämpfen zu können. Ihre Krallen hieben auf die Wölfe ein, während sie versuchte, sich zu verteidigen. Die Wölfe rückten unaufhaltsam vor.

Sie rannten schnell durch die Bäume, ihre Herzen rasten. Thorne stolperte. Elara zog ihn mit, spürte eine enorme Kraft in sich. Sie mussten einfach weiterlaufen.

Sie erreichten den Truck und rasten davon, während die Rufe hinter ihnen immer lauter wurden. Der Lärm verfolgte sie.

In der Hütte verzog Thorne das Gesicht. Er sagte, er sei schwer verletzt. „Dieses Silber-Gift ist sehr schlimm.“

Elara war verzweifelt. „Was soll ich in dieser Lage tun?“

„Das Gegenmittel ist in meiner Tasche. Aber beeil dich.“

Während sie es ihm gab, hörte sie Darius’ Stimme in ihrem Kopf: „Du kannst dich nicht ewig verstecken, Erbin.“ Sie dachte über seine Worte nach; die Erinnerung an seinen Satz hallte in ihrem Geist wider.

Und draußen im Dunkeln bewegten sich Schatten und begannen, die Hütte zu umkreisen.

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