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last update Petsa ng paglalathala: 2026-05-26 02:36:56

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Claire fühlte sich der Gefahr ausgesetzt. Wie ein Vogelbaby, das ungeschützt im Freien liegt. Sie rang nach flachen Atemzügen, während sie beobachtete, wie ihr Ehemann seine Ex-Freundin besitzergreifend umarmte. Er flüsterte Zara etwas ins Ohr, wodurch ihre Augen feucht wurden.  

Er wischte sie mit seiner Hand weg. Zu diesem Zeitpunkt konzentrierten sich alle Kameraleute auf sie. Rings um Claire brachen erschrockene Laute aus, als Hunters Bewunderer anfingen, darüber zu tuscheln.  

„Oh mein Gott! Ist das nicht Zara Levine, Hunters Ex-Freundin?“  

„Christus, sie sieht noch schöner aus als früher!“  

„Schaut euch Hunters Ausdruck an. Er wirkt völlig verzweifelt bei ihr. Verdammt, er küsst sie!“  

„Sie passen so gut zusammen. Aber mir tut Claire leid. Sie muss sehnsüchtig auf diesen Tag gewartet haben, und er wurde so ruiniert. Ihr Ehemann küsst seine Ex-Freundin vor ihr. Das ist verrückt!“  

„Aber warum ist Zara zurück? Sie war doch mit einem anderen Mann verheiratet, oder? Was ist das jetzt?“  

All die Bemerkungen um sie herum machten ihren Körper schwer. Claire blieb wie angewurzelt stehen.  

„Claire, lass uns reingehen.“ Ihr Bruder versuchte, sie zu ziehen.  

Doch Claire stand reglos dort, genau dort, wo Hunter sie zurückgelassen hatte. Ihr Blick blieb auf ihn und Zara fixiert. Er verehrte sie buchstäblich.  

Kameraleute umringten sie. Das Licht der Blitze ließ Zara die Augen bedecken. Sie schien von ihrer plötzlichen Präsenz um sie herum verunsichert zu sein und zitterte.  

Hunter sah ihr Unbehagen und zog sie in seine Arme. In diesem Moment fühlte Claire, als würde ein gezacktes Messer ihr Herz durchschneiden. Sie sah, wie ihr Ehemann direkt vor ihr eine andere Frau beschützte.  

Da auch Journalisten anwesend waren, begannen sie, Zara mit unangenehmen Fragen zu konfrontieren. Hunter konnte es nicht ertragen, dass sie auf sie losgingen. Er zog Zara näher an sich und schob die Kameraleute und Journalisten mit einer Hand zurück, während er sie mit der anderen wie einen kostbaren Schatz an sein Herz hielt.  

„Verschwindet“, schnitt er durch die Menge der Menschen und ging auf Claire zu.  

Claires Atem stockte, als er direkt vor ihr stand. Sie öffnete den Mund, um mit ihm zu sprechen. Zu ihrem Entsetzen schob er sie ebenfalls beiseite und bahnte sich den Weg zu dem Auto, mit dem sie gekommen waren.  

Hunter half Zara auf den Vordersitz, auf dem Claire vor nicht einmal fünf Minuten gesessen hatte. Er schnallte ihr den Sicherheitsgurt an. Und während Claire ihn beobachtete, setzte er sich hinter das Steuer und fuhr mit Zara in der Abendchaos davon.  

Später in dieser Nacht  

Claire saß wie eine leblos wirkende Puppe auf dem Boden in der Mitte der Halle, die für ihre Jubiläumsfeier gebucht worden war. Die Torte wurde auf dem Tisch vor ihr alt, während ihre Augen sie starr fixierten.  

Ja, sie lebte tatsächlich ein Märchenleben. Aber eines, in dem sie die Liebe des Mannes, den sie liebte, nur zwei Monate lang erleben durfte.  

„Claire, Baby, hörst du mir zu? Lass uns nach Hause gehen, Baby. Es hat keinen Sinn, hier zu warten.“ Dominic versuchte, die Aufmerksamkeit seiner Tochter zu erlangen.  

„Claire“, Dominic unterdrückte seine Tränen, während er sie erneut schüttelte. „Lass uns gehen, Baby. Er wird nicht kommen.“  

Die Eltern von Hunter, die Großeltern, enge Verwandte und Freunde waren alle hier. Sie blickten beschämt zu Boden, während Scham ihre Gesichter erröten ließ.  

Die Halle war unheimlich still. Alle Gäste, die zur Feier eingeladen waren, waren gegangen. Selbst die Gruppe von Kellnern, die das Hotel für die Feier gestellt hatte, hatte sich abgemeldet. Nur die Familien Argent und MacIntyre blieben zurück, da Claire sich weigerte, sich auch nur einen Zentimeter zu bewegen.  

Dominic zischte verärgert. Er wollte seine Tochter am Arm packen und mitnehmen. Dennoch wandte er den Blick ab, da es ihr Herz noch mehr gebrochen hätte.  

Claire durchlebte die schwerste Zeit ihres Lebens. Sie war an dem Tag verlassen worden, der ein neuer Anfang für sie hätte sein sollen. Ihr Herz war empfindlich und blutete vor Kummer. Sie gegen ihren Willen zu zwingen, wollte Dominic ihr nicht noch schwerer machen.  

Er versuchte, sie mit Wärme zu beruhigen.  

„Baby“,  

Er seufzte, als Claire schließlich reagierte. Sie hob ihre nassen Wimpern.  

„Lass uns nach Hause gehen, Schatz. Es ist vorbei.“  

Claire schüttelte den Kopf: „Hunter wird kommen. Er hat versprochen, der Welt zu sagen, dass wir eins sind. Er hat versprochen, mit mir weiterzumachen. Ich kann nicht ohne ihn gehen, Papa. Hunter wird für mich kommen.“  

Ihre Schwiegermutter, Violet MacIntyre, presste eine Hand an den Mund, um ihre Schluchzer zu unterdrücken. Sie war sehr an Claire gewöhnt. Sie in diesem Zustand zu sehen, brach ihr das Herz.  

Sie wandte sich an ihren Mann, Leon MacIntyre, und weinte an seiner Schulter. Sie verachtete ihren Sohn dafür, Claire so gebrochen zurückzulassen.  

Als er die Älteren in einem Zustand der Verzweiflung sah, trat Cole vor. Er war still geblieben, weil er nicht wusste, wie er mit dieser Situation umgehen sollte.  

Hunter hatte so glücklich auf ihre Jubiläumsfeier gewirkt. Er hatte alles gemeinsam mit Cole geplant. Es war unglaublich, dass er einfach mit seiner Ex-Freundin gegangen war, als hätte dieser Tag und dieser Moment ihm nichts bedeutet.  

Seine Nerven brannten. Wut nagte an seinem Herzen. Dennoch stellte er seine Enttäuschung über seinen Freund zurück und ging vor Claire in die Hocke.  

Cole wischte mit seinem Daumen über ihre geröteten Wangen. Ein dunkler Schimmer hatte sich auf ihrer Haut durch das ständige Weinen ausgebreitet.  

„Du siehst erbärmlich aus, wenn du weinst, Häschen!“ versuchte er, sie mit ihrem Spitznamen aufzuheitern.  

„Komm schon, steh auf. Wir kaufen dir auf dem Heimweg dein Lieblingseis.“  

Egal, was er sagte oder tat, Claire rührte sich nicht. Ihr Herz war mit Kerosin besprenkelt und von ihrem eigenen Ehemann in Brand gesetzt worden. Sie würde nicht gehen, bevor er ihr sein Verhalten erklärte.  

Claire schüttelte den Kopf: „Ich gehe nicht von hier weg. Hunter wird kommen. Er-hat es mir versprochen…“  

Sie wiederholte dieselben Worte erneut. Ihre gebrochene Stimme schnitt wie scharfe Glassplitter in die Herzen aller, die sie hörten. Sie wollten sie trösten. Doch ihr Schmerz war zu groß. Er konnte nicht gelindert werden.  

Ihre Schwiegermutter konnte es nicht mehr ertragen, sie so zu sehen. Sie löste sich von ihrem Mann und ging direkt auf Claire zu. Sie kniete sich hin und hielt ihre Wangen.  

„Claire, Schatz, du…“  

„Sie ist besser ohne Ihre Höflichkeiten dran, Mrs. MacIntyre.“ Claires Vater hielt ihre Hand fest.  

Violets tränengefüllte Augen flehten ihn an. Sie war vielleicht die Mutter des herzlosen Mannes, der Claire in diesen Zustand versetzt hatte, aber sie war nicht ihre Feindin. Violet war genauso enttäuscht wie alle anderen über die Tat ihres Sohnes.  

Sie schämte sich zutiefst.  

Es war die Scham, die Mutter des Mannes zu sein, der seine Frau an ihrem Jahrestag öffentlich gedemütigt hatte, die sie die ganze Nacht über schweigen ließ. Dennoch konnte sie ihre Schwiegertochter in diesem Zustand nicht ansehen.  

Claire war traumatisiert wegen ihres Sohnes. Wenn eine Entschuldigung von ihr Claire dazu bringen würde aufzustehen, dann war sie bereit dazu.  

„Mr. Argent, ich bin genauso verletzt wie Sie. Claire ist meine Schwiegertochter und ich sorge mich um ihre Gesundheit. Lassen Sie mich mit ihr sprechen.“ versuchte sie zu beruhigen.  

„Sich um sie sorgen? Haha, keiner von Ihnen hat sich je um sie gekümmert, Mrs. MacIntyre. Wenn Sie es getan hätten, hätte Ihr Sohn sie nicht so verlassen.“  

Dominic unterdrückte ein Schluchzen. Claires Kleid für heute war reinweiß. Sie sah aus wie eine schöne Braut. Nur dass sie wie eine Braut aussah, die vor dem Altar zurückgelassen worden war.  

„Sehen Sie meine Tochter an. Sie ist nicht bei klarem Verstand. Das ist alles wegen Ihres Sohnes.“ sagte er bitter, während Claire weiterhin dieselben Worte murmelte.  

Violet blickte hilflos zu Claire, bevor sie zurücktrat.  

Was es noch schlimmer machte, war die Wunde an Claires Lippe. Die Verletzung stach so grausam in ihrem blassen Gesicht hervor, dass die Augen der Zuschauer sich mit Tränen füllten.  

Dominic setzte sich neben seine Tochter. Er reinigte ihr Gesicht sanft mit seinem Taschentuch. Er küsste ihre Stirn und streichelte ihre Wange, während er versuchte, sie erneut zum Gehen zu bewegen.  

„N-nein… ich bin nicht… ich gehe nicht“, flackerte Claires Blick.  

Sie schwitzte stark. Ihr Vater wischte ihr erneut mit dem Taschentuch übers Gesicht, während er seine Tränen zurückhielt.  

„Claire, bitte, tu dir das nicht an. Du wartest auf den falschen Mann. Warum kannst du nicht sehen, dass er dich nie geliebt hat!“  

Das Problem lag bei Hunter. Er war der Schuldige, und Claire verdiente es nicht, deswegen zu leiden.  

Obwohl sie ihre Pflichten voller Hingabe erfüllt hatte, hatte er nicht einmal versucht so zu tun, als würde es ihn interessieren. Er war einfach… grob und brutal zu ihr. Was er heute getan hatte, war zu viel.  

Was war der Sinn, bei einem solchen Mann zu bleiben?!  

„Hunter hat es versprochen, Papa. Er hat es versprochen…“ Claire nickte stur. „Er hat versprochen, dass er…“ Ihre Stimme wurde zu einem kaum hörbaren Flüstern, als sie in den Armen ihres Vaters zusammenbrach und das Bewusstsein verlor.  

Fortsetzung folgt…

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