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last update publish date: 2026-05-26 02:42:51

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Die Kameras blitzten gerade, als Claire das Tor überquerte und auf diese Seite kam, um die wartende Menge von Journalisten zu treffen.  

„Mrs. MacIntyre oder Miss Argent? Was bevorzugen Sie?“  

Genervt von der Frage zwang Claire ihre Lippen zu einem Lächeln. Ihr Grinsen trug einen Hauch von Spott, als sie sich den Kameras stellte und dann den Blick der Journalistin festhielt, die die Frage gestellt hatte.  

„Wie soll ich dich nennen – eine Journalistin oder eine Frau mit eingeschränkter Sehkraft? Oder eher … eine hirnlose Journalistin mit eingeschränkter Sehkraft? Welche Variante bevorzugst du?“  

Ihre bissige Antwort ließ die Frau verlegen und schüchtern kichern. Die anderen starrten Claire beeindruckt an, da sie noch nie so gesprochen hatte.  

Es schien, als hätte das Kätzchen endlich seine Krallen gezeigt.  

„Siehst du diesen funkelnden großen Diamanten? Das zeigt, dass ich verheiratet bin. Daher werde ich jetzt und für den Rest meines Lebens Mrs. MacIntyre sein.“ Jemand aus der Menge der Journalisten klatschte amüsiert.  

Die Frau murmelte eine kleine Entschuldigung, während eine andere Person, beeindruckt von der bissigen Claire, fragte:  

„Mrs. MacIntyre, die Welt bemitleidet Sie für das, was gestern passiert ist. Wir haben deutlich gesehen, wie Ihr Ehemann Sie mit seiner ersten Liebe betrogen hat. Ich werde Sie nicht bitten zu sagen, was Sie fühlen, aber alle sind gespannt, wie Ihre Entscheidung jetzt ausfallen wird?“  

Die Frage erschütterte Claire offensichtlich. Sie hasste es, bemitleidet zu werden. Es ließ einen schwach und nutzlos fühlen.  

Dieses Mitleid war der zweite Grund, nicht an Scheidung zu denken und an ihrer Ehe festzuhalten.  

Andernfalls würde die Welt über sie lachen, weil sie ihrem Ehemann nicht genug gewesen sei – trotz ihres heißen Körpers –, sodass er einen Ersatz habe bringen müssen.  

„Entscheidung? Was für eine Entscheidung?“  

„Die Entscheidung bezüglich Ihrer Ehe, Mrs. MacIntyre. Was wird Ihre Entscheidung in Bezug auf Ihre Ehe nach dem gestrigen Vorfall sein?“  

Claire zog die Sonnenbrille, die sie trug, herunter und rollte gelangweilt mit den Augen. „Da draußen gibt es viele Bitches, die herumhuren und versuchen, verheiratete untreue Männer ihren Frauen wegzunehmen. Aber weder ist Zara eine Hure, noch ist mein Mann untreu. Hören Sie auf, Annahmen zu machen. Wir sind glücklich zusammen.“  

„Aber Ihre Aussage widerspricht den Handlungen Ihres Mannes, Mrs. MacIntyre. Er hat gestern offen Zara Levine geküsst. Wie wollen Sie das rechtfertigen?“ fragte ein weiterer Journalist.  

„Zu Ihrer Information: Zara ist eine verwitwete Frau. Ihr Ehemann ist kürzlich verstorben. Da sie die Ex-Freundin meines Hunters ist und ich im Hinterkopf habe, wie sehr er sie liebte, bevor sie sich getrennt haben, hat er sich ein wenig hinreißen lassen, als er sie nach zwei Jahren zum ersten Mal wieder gesehen hat“, erklärte Claire mit gleichgültigem Schulterzucken.  

Sie erwähnte absichtlich Zaras Familienstand, damit die Nutzer in den sozialen Medien Gerüchte daraus machen und sie zu ihrer Unterhaltung verbreiten konnten.  

„Es ist nicht so, dass ich nicht verletzt bin. Aber es war nur ein hitziger Moment. Mein Mann hat es mir erklärt und wir sind jetzt in Ordnung.“  

Claire wollte sich gerade verabschieden und gehen, als ihr eine letzte Frage zugerufen wurde.  

„Letzte Frage, bevor Sie gehen, Mrs. MacIntyre!“  

„Okay, los.“  

„Gestern war Ihr Hochzeitstag, und Sie wirkten ziemlich verletzt, nachdem Ihr Ehemann Sie verlassen hat. Wird es eine weitere Feier geben oder …“  

„Wir haben unsere Jubiläumsfeier verschoben. Sie werden die Bilder auf unserem Social-Media-Kanal sehen.“  

Danach stieg sie in das Taxi, das sie gerufen hatte, und fuhr davon.  

Wenn Claire zufrieden damit war, Journalisten anzulügen, um sich an Hunter dafür zu rächen, dass er sie gestern zum Weinen gebracht hatte, dann „ermordete“ Hunter hier in seinem Penthouse seinen Burrito in einem festen Griff.  

Er sah mit Zara fern, als sie durch die Sender schaltete. Sie blieb sofort stehen, als sie Claire auf einem Nachrichtensender sah.  

„Hunter“, Zaras leise Stimme ließ ihn den Kopf drehen.  

Als seine Augen ihre verängstigten Gesichtszüge erfassten, wurde sein Gesicht weich. Er ließ den zerdrückten Burrito auf dem Teller liegen und wandte sich ihr zu.  

Zara hatte Tränen in den Augen. Es war offensichtlich, dass Clares harte Worte sie getroffen hatten.  

„Deine Frau liebt dich so sehr. Warum tust du ihr das wegen mir an?“, schluchzte Zara wie ein kleines Kind.  

Jeder Schluchzer von ihr schickte eine elektrische Welle durch Hunters Körper. Er legte einen Arm um ihre Schulter und fuhr mit den Fingern durch ihr Haar. Er legte ihre Stirn an seine. Hunter weigerte sich, sie loszulassen. Er genoss das beruhigende Gefühl, das er in ihrer Nähe empfand.  

„Hunter“, sie berührte seine Wange. „Zerstöre deine Ehe nicht wegen mir. Denk daran, ich bin das Mädchen, das dich zurückgelassen hat und einen anderen Mann geheiratet hat? Ich habe dich nicht einmal gesehen, bevor ich gegangen bin.“  

„Pssst, sag nichts.“ Hunter wollte sie gerade auf die Lippen küssen, doch sie wich zurück.  

Ihre Geste ließ seine Knöchel weiß werden und seinen Mund sich verziehen. Seine lodernden Augen hielten sie an ihrem Platz fest.  

„Geh zurück zu deiner Frau, Hunter. Ich bin deiner Liebe nicht würdig.“  

„Zara“, unfähig, sie so zitternd und hilflos zu sehen, zog Hunter sie in seine Arme.  

Sie kämpfte darum, sich zu befreien, als er ihr Kinn anhob, damit sie ihn ansah. Ihre unschuldigen babyblauen Augen ließen sein Herz einen Schlag aussetzen.  

„Du hast mich nicht verlassen, okay? Du hattest eine Verantwortung gegenüber deiner Familie zu erfüllen. Ich bin stolz auf dich, dass du dich für deine Eltern statt für mich entschieden hast.“  

„Aber die Welt wird das nicht so sehen, Hunter. Claire hat den Journalisten gesagt, ich sei eine Witwe. Jetzt werden sie mich als eine Ehebrecherin sehen, die den Ehemann einer anderen Frau an sich reißt.“  

Hunter neigte ihr Gesicht und presste seine Lippen auf ihre. Zara wäre fast ohnmächtig geworden, so berauschend war sein Kuss. Er küsste sie leidenschaftlich, zog sie näher, bis kein Abstand mehr zwischen ihnen war.  

„Ich habe wie ein Verrückter auf dich gewartet, Zara Levine. Ich lasse dich jetzt nicht gehen, da ich dich wiedergefunden habe. Du gehörst mir.“  

Zara schluchzte: „Das ist falsch, Hunter.“  

„Ist es nicht.“ Er küsste sie erneut. „Was macht dir Angst, Baby? Ich bin bei dir.“  

„Ich habe in meinen zwei Jahren Ehe viele Dinge gesehen. Das Letzte, was ich sehen will, ist, als Hure bezeichnet zu werden, die jemandem den Ehemann stiehlt.“  

Hunter kuschelte eine Weile mit ihr, bevor er beschloss zu gehen. Zara brachte ihn zum Aufzug, in dem ein gut gebauter Mann stramm stand, als sich die Türen öffneten.  

„Stellen Sie sicher, dass die Madame das Penthouse nicht verlässt“, befahl er, woraufhin Zara keuchte.  

„Du kannst mich nicht für immer hier einsperren, Hunter. Ich muss zu meinen Schwiegereltern zurück.“ Hunter hielt mitten im Einsteigen in den Aufzug inne und schoss ihr wütende Blicke zu.  

Zara senkte ängstlich den Kopf. „Sie haben niemanden außer mir.“  

„Du verlässt dieses Anwesen nicht, Zara Levine. Ich lasse dich diesmal nicht gehen. Meine Worte sind endgültig“, sagte Hunter erbost.  

Nachdem er in den Aufzug gestiegen war, wies er den Wachmann an, auf Zara aufzupassen.  

Dann, bevor sich die Türen schlossen, versicherte er ihr: „Ich werde Claire bald scheiden lassen. Vertrau mir.“  

Zara seufzte reumütig auf seine Worte hin. Doch als sich der Aufzug schloss und hinabfuhr, drehte sie sich mit einem unheilvollen Grinsen auf den Lippen um. Sie ging in die Küche, nahm einen Apfel und während der Sicherheitsmann sich auf einen Stuhl neben dem Aufzug setzte,  

nahm sie einen Biss und lachte innerlich: „Er hängt immer noch an mir wie ein verliebter Welpe! Du bist sehr klug, dass du nach Bloomcrest zurückgekehrt bist, Zara. Ein luxuriöses Leben mit einem Mann, der dir völlig verfallen ist, wartet auf dich.“  

Fortsetzung folgt...  

Kein Wunder, dass Zara so sein muss. Warum auch nicht, schließlich hat sie ihren Hochzeitstag als Rückkehrdatum gewählt 😓😓

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