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last update publish date: 2026-05-26 02:43:28

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Die Dämmerung lag über Bloomcrest, während die Winde ruhig dahinrollten. In ihrer Villa arbeitete Claire unermüdlich in der Küche. Sie bereitete Essen für Hunter zu. Ein fröhliches Lächeln lag auf ihrem Gesicht, als wäre sie in ihrer Ehe sehr glücklich.

Thea half in der Küche. Sie brachte die Gerichte zum Esstisch, während Claire sie mit einem neuen Gericht füllte. Als sie nach ihrer vierten Runde zurückkehrte, knetete sie nervös ihre Finger und sprach mit gedämpfter Stimme.

„Gnädige Frau, ich glaube nicht, dass Mr. MacIntyre heute nach Hause zurückkehren wird. I-ich fürchte, all das Essen, das Sie zubereiten, wird umsonst sein.“

„Ich habe Hunter am Abend eine Nachricht geschickt, er solle zum Abendessen bald nach Hause kommen. Vielleicht hat er sie gesehen und kommt jederzeit hierher“, sagte Claire selbstsicher.

Neben ihr machte Thea ein mitleidiges Gesicht, während sie dachte: „Du träumst mit offenen Augen, gnädige Frau. Dein Ehemann ist weg. Er gehört dir nicht mehr. Warum kannst du das nicht sehen?“

„Kannst du mir bitte den Ketchup reichen?“, fragte Claire.

Thea blieb still und half der Hausherrin mit dem Essen. Sie brachten es zum Esstisch. Claire bat Thea, sich zu ihr zu setzen, bis Hunter ankam. Nicht dass Thea woanders lebte und früher gehen musste.

Sie ist seit Hunters Geburt bei den MacIntyres. Die alte Dame hatte keine Kinder oder Verwandten. Daher wurde sie schon vor langer Zeit dauerhaft bei den MacIntyres angestellt. Man stellte ihr Unterkunft und ein monatliches Gehalt für die geleisteten Dienste zur Verfügung.

Sie war bescheiden und spielte im Leben von Hunter eher die Rolle einer Mutter als seine leibliche Mutter. Daher bat er, als er aus dem Ausland zurückkehrte, Thea mit in seine Villa zu nehmen. Sie hatte ihr eigenes kleines Zimmer im Hinterhof mit Blick auf den See, während die Villa auf einer Klippe eines Berges lag, mit exotischen Ausblicken auf tiefe Täler und Berge.

Ganz zu schweigen davon, dass diese Villa Hunters Traumhaus war, das er zusammen mit Zara plante, als sie zusammen waren. Doch Monate bevor er ihr einen Heiratsantrag machen wollte, verließ sie ihn.

Und dann heiratete Hunter Claire und brachte sie in das Haus, das er aus Liebe für sich und die Liebe seines Lebens Zara gebaut hatte.

Thea bemerkte die sich auf dem Gesicht ihrer Herrin bildende Stirnfalte. Schließlich würden in zehn Minuten drei Stunden vergangen sein, seit sie warteten. Doch es gab kein Zeichen von Hunters Rückkehr.

„Ich wusste, dass er nicht kommen würde. Hunter wird Zara jetzt, da er sie wieder in seinem Leben gefunden hat, keinen einzigen Moment allein lassen. Ich wünschte, Claire könnte das sehen und den Hinweis verstehen. Ihre Ehe liegt in Trümmern“, dachte Thea, während sie Claire dabei beobachtete, wie sie ungeduldig auf die Uhr starrte.

„Gnädige Frau, warum beginnen wir nicht mit unserem Abendessen? Ich... ich denke, Sir ist mit der Arbeit beschäftigt“, sprach Thea, um Claires Aufmerksamkeit vom Warten auf ihren Ehemann abzulenken.

Tief im Inneren wusste sie, dass er bei Zara sein musste. Aber um ihre Traurigkeit zu lindern und sie abzulenken, erwähnte Thea die Arbeit.

„Mir geht es gut, Thea. Ich werde auf Hunter warten. Warum gehst du nicht schon vor und beginnst? Du musst auch deine Medizin nehmen.“

Obwohl Thea Mitleid mit Claire hatte, wusste sie, dass es Zeitverschwendung wäre, ihr irgendetwas zu erklären.

Sie füllte sich einen Teller mit dem Essen, das Claire für ihren Mann zubereitet hatte.

„Ich hoffe, Sie haben nichts dagegen, Mrs. MacIntyre! Ich bin schon ganz verrückt nach dem Geruch des Essens in der Küche.“

„Bitte, nehmen Sie so viel Sie möchten“, gestikulierte Claire freundlich zu dem mit einer Vielzahl von Gerichten gedeckten Tisch.

„Zumindest jemand isst mein Essen“, seufzte Claire, nachdem Thea gegangen war.

Die ganze Nacht wartete sie auf Hunter. Zwischendurch schickte sie weiterhin Nachrichten an Hunter.

Was Claire bemerkte, war, dass er all ihre Nachrichten ansah. Aber still. Es kam keine Antwort von ihm, als wäre es nutzlos und unwichtig.

Bald lächelte die Sonne am Horizont, während Claire am Esstisch ihre Tränen der Trauer zurückhielt.

Er kam nicht zum Abendessen nach Hause.

Sie wischte sich mit der Hand über ihre feuchten Wangen, ließ das Essen auf dem Tisch stehen und ging zurück in ihr Zuhause. Sie warf sich aufs Bett, während ihre Knochen vor Schmerz schrien, vom langen Sitzen am Tisch, in Erwartung ihres grausamen Ehemannes.

Claire starrte an die Decke, während verschiedene Gedanken in ihrem Kopf wirbelten.

„Was mache ich eigentlich? Hunter ist ein herzloser Mann. Er hat mir zwei Jahre lang keinerlei eheliche Zuneigung gezeigt. Warum verschwende ich meine Mühe und meine Zeit so für ihn?“, fragte sie sich mit verschwommenen Augen, während Tränen unkontrolliert flossen.

„Er sagte, dass ich nicht wichtig bin. In diesen zwei Jahren Ehe wurde kaum an mich gedacht. Er behauptete offen, dass ich niemals einen besseren Platz in seinem Leben haben werde. Was tue ich hier eigentlich?“

Sie öffnete den Mund und ließ ihr Schluchzen laut durch das stille Zimmer hallen, während Sonnenstrahlen in den Raum schlichen und ihn erhellten.

Doch nichts konnte ihr dunkles Leben erhellen.

Claire griff nach ihrem Handy neben sich. Sie öffnete den Chat mit Hunter. Er war online.

Die blauen Häkchen neben ihren Nachrichten ließen etwas in ihrer Brust sich drehen und wenden.

Es war ihr Selbstwertgefühl, das sie mit jeder Sekunde für ihren Ehemann opferte.

Claire zog zitternd den Atem ein, als sie ihm eine neue Nachricht schickte: Wo bist du jetzt?

Zu ihrem Entsetzen und ihrer wachsenden Traurigkeit las er ihre Nachricht innerhalb einer Sekunde.

Aber dennoch... keine Antwort.

Sie tippte erneut: Ich habe all deine Lieblingsgerichte gemacht. Ich dachte, wir würden zusammen essen.

Wieder gelesen.

Als Nächstes tippte Claire: Findest du das lustig? Oder denkst du, es würde mich brechen?

Hunters Verhalten fraß sich durch ihr Herz. Plötzlich glühten ihre Augen, als sie wütend die Zähne zusammenbiss.

„Hunter MacIntyre, glaubst du, dass ich dich verlasse, wenn du nicht nach Hause kommst? Es stärkt nur meine Entschlossenheit aus Stahl.“

Sie hinterließ eine letzte Nachricht mit einem trotzigen Grinsen, bevor sie die Augen schloss, um etwas zu schlafen: Das Menü für das heutige Mittagessen ist eine Überraschung. Bis dann. Ich liebe dich, Honey.

Fortsetzung folgt...

Glaubst du, er wird kommen???

Wie viele von euch denken, dass Claire diesen Kampf gewinnen wird? Sollte sie auf eine Zukunft mit Hunter hoffen?

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