LOGIN„Bitte sei sanft“, bat ich keuchend. „Ich bin nicht sanft... Ich ficke hart.“ Ich ging weg von einer wilden, verzweifelten Nacht mit einem Mann, der absolut tabu hätte sein müssen. Jetzt besitzt er ein Geheimnis, das mich ruinieren könnte, und jedes Mal, wenn er mir befiehlt zu gehorchen, kann ich nicht Nein sagen.
View MoreKapitel 26:(Selena's POV)Die große Empfangshalle des Anwesens der Blackwoods war erstickend, schwer vom scharfen Geruch teuren Gins und dem einengenden Parfüm der Panik.Der Morgen war kaum über den Hügeln angebrochen, aber das Anwesen brannte bereits von innen heraus.Ich stand nahe dem Torbogen der Tür in meiner makellosen Dienstmädchenschürze, ein Silbertablett an meine Hüfte gelehnt, den Kopf in einer Haltung sanftmütiger, zitternder Unterwerfung gesenkt. Unter meinen gesenkten Wimpern waren meine Augen jedoch völlig lebendig und tranken jedes einzelne Bild des Gemetzels in sich auf, das ich aus dem Dunkeln entfesselt hatte.KLACK.Das Geräusch hallte wie ein Pistolenschuss durch die hochgewölbte Halle.Mrs. Blackwoods Handfläche traf Nathans Wange so heftig, dass sein Kopf zur Seite schnellte und er ins Straucheln geriet, wobei er die Kante eines Beistelltischs aus Mahagoni streifte. Ein roter, hässlicher Handabdruck flammte augenblicklich auf seinem blassen, schweißnassen Gesi
Kapitel 25: (Selene's POV)Um zehn Uhr in dieser Nacht klopfte ich an die Tür von Ryder Blackwoods Suite.Ich hatte mich absichtlich in meine Dienstmädchenuniform gekleidet. Wenn ich schon in die Höhle des Löwen ging, dann wollte ich das Kostüm tragen, das er monatelang so getan hatte zu durchschauen.„Herein.“Die Suite bestand aus dunklem Holz und tiefem Bernsteinlicht, ein Raum, der nach Zedernholz und Geld roch. Ryder saß in einem Ledersessel am Kamin, ein Glas Whiskey in der Hand, die Ärmel bis zu den Ellenbogen hochgekrempelt. Er sah mich so an, wie er seine Morgenberichte angesehen hatte, ruhig und unlesbar, und er sagte kein Wort darüber, was diese Berichte enthalten hatten. Ich sagte ebenfalls nichts.Dante stand neben dem Schreibtisch, eine schwarze Ledermappe in der Hand, sein Gesicht so blank wie eine geschlossene Tür. Er war an diesem Abend im Korridor gefunden worden, mit einer Lücke in seinem Gedächtnis und ohne Erklärung, und er hatte es so abgelegt, wie er alles able
Kapitel 24: (Selene's POV)Das lauwarme Wasser lief über meine seifigen Hände, während ich die Kristallweingläser und Porzellanteller schrubbte, die vom Frühstück übrig geblieben waren. Meine Schultern waren angespannt, mein Rücken schmerzte leicht von den atemlosen Momenten an der Tür Stunden zuvor.Doch während ich in der ruhigen Weite der Nebenküche arbeitete, war mein Verstand nicht beim Waschbecken. Er war bei Ryder.Am Frühstückstisch hatte er mir keinen einzigen Blick gegönnt. Er hatte mich nicht gehänselt, keine codierten Bemerkungen fallen gelassen oder meine Hand berührt, als ich seinen Kaffee servierte. Er war gegenüber von Nathan und Mrs. Blackwood gesessen, hatte ruhig seinen Kaffee getrunken und seine Morgenberichte durchgesehen, als wäre die dunkle Begegnung im Zimmer meines Ehemanns nichts weiter als ein flüchtiger Traum gewesen.Nicht, dass es mich kümmerte. Es war mir egal, ob er mich ansah oder ignorierte. Ich war ohnehin hier, um seine Familie von innen heraus zu
Kapitel 23: Der Schnee außerhalb der hohen Fenster des Moskauer Gerichtsgebäudes fiel in dichten, stummen Bahnen und ließ die Zwiebeltürme des Kremls zu grauen Schatten verschwimmen. Im privaten Richterzimmer roch die Luft nach abgestandenem Tabak, poliertem Messing und altem Geld.Damien Blackwood glättete das Revers seines maßgeschneiderten, dunkelgrauen Anzugs und nahm einen langsamen Schluck raumtemperierten Wodka aus einem Kristallglas. Auf dem schweren Eichentisch vor ihm lag das unterschriebene Dekret des russischen Bundesschiedsgerichts. Drei Milliarden Dollar an eingefrorenen Schifffahrtsvermögen und Energiekonzessionen, vollständig unter seiner persönlichen Offshore-Holdinggesellschaft gesichert.Der gegnerische Anwalt, ein erfahrener Staatsanwalt, dessen Familie seit der Sowjetära die Macht hielt, starrte mit blutunterlaufenen, geschlagenen Augen auf die Tinte. Er machte sich nicht einmal die Mühe, seinen Lederaktenkoffer zu packen. Er wusste es besser. In Russland verlor





