LOGINNachdem sie ihren Job verloren, die Kündigung für ihre Wohnung erhalten und ihren langjährigen Freund mit ihrer Cousine im Bett erwischt hatte, dachte Giselle Saavedra, ihr Leben könne nicht mehr schlimmer werden. Ertränkt in Liebeskummer und Alkohol, verbrachte sie die Nacht mit einem Fremden und gab das Einzige hin, das sie sich für die Ehe aufzuheben versprochen hatte: Ihre Jungfräulichkeit. Sie dachte, sie würde ihn nie wiedersehen. Einen Monat später bekommt sie einen Job als Chefsekretärin – nur um festzustellen, dass ihr neuer Chef Jake Johnson ist, derselbe Mann aus jener Nacht. Kalt, gnadenlos und unglaublich mächtig, ist Jake der schwer fassbarste Milliardär des Landes und gleichzeitig der Vater des Kindes, das in ihr heranwächst. Aber Geheimnisse bleiben nicht lange verborgen. Gerade als sich Liebe zwischen ihnen zu entwickeln beginnt, schmieden gefährliche Menschen aus ihrer Vergangenheit Pläne, um sie um jeden Preis auseinanderzureißen.
View MoreGiselle SaavedraMein gutaussehender Boss kam immer näher, sodass ich unwillkürlich zurückwich – bis ich merkte, dass ich bereits rücklings auf das Sofa gestürzt war."Sir, bitte nicht…"Plötzlich lächelte er. "Warum wirkst du so ängstlich? Ich tu dir doch nichts zuleide. Ich wollte dich nur fragen, ob ich dir in jener Nacht wehgetan habe. Auf dem Laken war Blut. Ich war wohl etwas zu wild."Ich schluckte schwer. Was, wenn ich ihm jetzt sagte, dass er nicht nur wild war, sondern mir auch noch ein Kind gemacht hatte? Aber dafür war es noch nicht an der Zeit. Sollte ich kündigen? Oder etwa abtreiben? Mein Kopf stand völlig Kopf. Es kam, wie es musste.Mr. Johnson schien sich plötzlich an etwas zu erinnern, ging zurück zu seinem Schreibtisch, holte eine kleine Schatulle hervor und hielt sie mir hin."Was ist das?", fragte ich verwirrt."Das hast du im Bett liegen gelassen", sagte er mit einem Lächeln.Warum verdammt hatte mein Boss ein Lächeln, das einem glatt die Höschen ausziehen konnt
Jake JohnsonIch konnte immer noch nicht fassen, dass diese Frau mich unbedingt meiden wollte – dieselbe Frau, die mich fast einen ganzen Monat lang um den Schlaf gebracht hatte.Sie wollte also einfach so tun, als wäre nie etwas passiert. War das denn so leicht? Dabei hatte ich fast wie besessen nach ihr gesucht.Ich war nur selten an einer Frau interessiert. Schon seit Ewigkeiten versuchten meine Eltern mich zu verkuppeln, doch ich lehnte jede Kandidatin stracks ab.Der Grund dafür war eine Erkrankung namens Oligospermie.Niemand außer meinen Eltern wusste davon. Es handelte sich dabei um eine geringere Spermienzahl als normal, was bei Männern die Wahrscheinlichkeit von Unfruchtbarkeit stark erhöhte.Die Angst, verurteilt zu werden, sobald eine Frau erfuhr, dass ich möglicherweise zeugungsunfähig war, hatte mich zu einem echten Frauenhasser gemacht.Bis zu jenem Abend vor einem Monat, an dem mein Freund Kevin mich zu einem Abendessen mit seiner jüngeren Schwester überredet hatte.Zu
Giselle SaavedraIch stand am nächsten Tag früh auf, um mich auf den Weg zur Johnson Group of Companies vorzubereiten – immerhin handelte es sich dabei um das bekannteste und reichste Unternehmen des Landes. Ich trug ein formelles, knielanges Kleid in Creme, kombiniert mit einem schwarzen Blazer.Mein glattes, langes Haar ließ ich offen, legte etwas Parfum auf und setzte mich rasch ins Auto. Es war besser, dort etwas länger zu warten, als in den Berufsverkehr zu geraten.Ich blickte zu dem achtundzwanzigstöckigen Gebäude hinauf. Der riesige Schriftzug glänzte in der Sonne wie Gold: Johnson Group of Companies. Das war es also. Ich atmete noch einmal tief durch und trat ein.Während ich in der Lobby wartete, überlegte ich, welcher der Firmenbosse wohl mein Vorgesetzter sein würde. Hoffentlich nicht so ein leichtgläubiger Idiot wie Mr. Sanchez.Ich verzog das Gesicht, als ich daran dachte.Meine Laune durfte dadurch nicht ruiniert werden. Ich strich mir über den Bauch. Zum Glück blieb ic
Giselle Saavedra"Ihr Verräter!", schrie ich aus Leibeskräften. Sofort sprang Bernard auf. Doch statt sich zu entschuldigen, wurde er wütend."Du bist selbst schuld daran. Wenn du nicht immer so ein Theater machen würdest, hätte ich mich nicht nach einer anderen umgesehen", warf Bernard mir vor.Mit voller Wucht traf eine Ohrfeige Bernards Wange. "Du bist einfach schamlos! Du gibst mir tatsächlich die Schuld an deinem Betrug! Und du, Annie, bist eine absolute Schlampe! Deiner eigenen Cousine in den Rücken zu fallen!" Annie weinte laut und brachte kein Wort hervor."Wir sind fertig, Bernard, zieht doch zusammen!" Damit spuckte ich auf den Boden und stürmte davon.Weinend raste ich mit dem Auto davon, ohne zu wissen, wohin; ich folgte einfach der Straße. Da ich Vollwaise war, hatte ich weder Eltern noch Geschwister, bei denen ich Trost finden konnte.Bea, eine der wenigen Menschen, die mir nahegestanden hatten, hatte mich verraten – und nun auch noch der Mann, den ich fünf Jahre lang ge





