เข้าสู่ระบบ„Ja“, erwiderte Cale beiläufig. „Aber genau so ist er eben, oder? Er redet immer, als wäre er allen anderen überlegen. Und er glaubt tatsächlich noch, einen Trumpf in der Hand zu haben … und dass wir ihm direkt in die Falle gehen.“Harold brachte erneut ein schwaches Lachen hervor. Es klang angestrengt und schmerzhaft.„Den habe ich.“Chris trat auf ihn zu.„Nicht mehr.“Sofort brachte einer der Wachmänner einen weiteren Stuhl und stellte ihn direkt vor Harold. Chris setzte sich ohne zu zögern, beugte sich vor und packte Harold am Kiefer.„Bret wurde verhaftet“, sagte Chris mit kalter Stimme. „Und so schnell kommt er nicht wieder raus. Daven wird ihm nicht den geringsten Spielraum lassen, sich zu verteidigen. Die Medien haben sich längst gegen eure kleine Gruppe gewandt. Einer nach dem anderen wird von der Polizei aufgespürt. Gegen die Staatsanwaltschaft wird ermittelt. Und eure Geldströme liegen inzwischen offen.“Harold erwiderte Chris’ Blick und ließ sich seine Angst nicht an
Dort saß Harold.Und er sah nicht einfach nur mitgenommen aus. Sein Zustand war weitaus schlimmer.Seine Hände waren hinter der Rückenlehne mit dicken Kunststofffesseln fest zusammengebunden. Sie schnitten tief in seine Handgelenke, sodass die Haut bereits wund und gerötet war. Das teure Hemd, das er zuvor trug, war inzwischen zerknittert und zerrissen, mehrere Knöpfe fehlten. Auf Brust und Ärmeln klebten Staub und getrocknetes Blut.Von der beherrschten Fassade, die er sonst stets gewahrt hatte, war nichts mehr übrig.Sein Mundwinkel war aufgeplatzt, getrocknetes Blut zog sich bis zum Kinn hinunter. Eine Wange war stark angeschwollen, unter seinem Auge zeichneten sich rote und violette Blutergüsse ab. Durch die Schwellung war sein linkes Auge halb geschlossen, während das andere blutunterlaufen war und feine geplatzte Äderchen das Weiß durchzogen.Jeder Atemzug fiel ihm schwer. Seine Brust hob und senkte sich langsam und unter Schmerzen. Selbst das Atmen schien ihm wehzutun.Sei
„Meine Arbeit hier ist erledigt.“ Chris lächelte zufrieden. „Jetzt bin ich gespannt, wie Bret sich vor Gericht schlägt. Gegen Richard wird er es nicht leicht haben.“Als Chris nach draußen trat, schlossen sich die Glastüren des Polizeipräsidiums hinter ihm. Die Nachtluft war kälter als sonst und roch nach feuchtem Asphalt. Der Lärm der Reporter, die sich seit dem Nachmittag vor dem Gebäude versammelt hatten, war inzwischen nur noch gedämpft zu hören.Ohne sich noch einmal umzusehen, ging Chris direkt zu dem schwarzen Wagen, der am Straßenrand auf ihn wartete.Der Fahrer öffnete ihm rasch die hintere Tür. „Zum selben Ort, Herr Miller?“, fragte er knapp.Chris nickte. „Ja. Fahren wir. Und halten Sie unterwegs nirgendwo an.“Der Wagen setzte sich in Bewegung und ließ das Stadtzentrum hinter sich. Zunächst spiegelten sich noch die Lichter der Wolkenkratzer in der Scheibe, dann wichen die belebten Straßen nach und nach ruhigeren, menschenleeren Gegenden.Ein paar Minuten später vibrie
Marlene.Es klingelte.Einmal.Zweimal.Dann ging sie ran.„Marlene …“, begann Bret hastig. Seine Stimme klang angespannt und dringlich. „Hör mir zu. Die Lage ist nicht …“Weiter kam er nicht. Jemand rempelte ihn so heftig an der Schulter an, dass ihm das Handy aus der Hand flog. Es prallte auf den Boden und schlitterte einige Meter weit.Bret schnellte danach, doch ein Schuh kam ihm zuvor.Der Mann, der ihn angerempelt hatte, trat direkt auf das Handy.Das Display zersprang augenblicklich. Dann wurde der Bildschirm schwarz.„Was zum Teufel soll das?!“, fuhr Bret ihn wütend an.Der Mann blickte mit gespielter Überraschung auf ihn hinunter.„Ups.“ Ein kaum merkliches Grinsen huschte über seine Lippen. „Sorry. Hab dich nicht gesehen“, sagte er unbekümmert.Bret funkelte ihn hasserfüllt an. „Das war Absicht.“Chris zuckte nur mit den Schultern. „Wenn es Absicht gewesen wäre, wäre von deinem Handy jetzt nichts mehr übrig.“„Du Bastard“, zischte Bret.Chris würdigte ihn kein
„Bitte, nehmen Sie Platz“, sagte einer der Beamten, die Bret begleiteten, und wies mit einer Handbewegung in den Raum.Der Raum war grell erleuchtet. Zwei Ermittler warteten bereits auf ihn. Vor ihnen lag ein dicker Stapel Akten, der offenbar jeden einzelnen Vorwurf gegen ihn dokumentierte.Bret stieß ein gereiztes Brummen aus. Die Polizei war von Anfang an nicht gerade zimperlich mit ihm umgegangen – vor allem beim Aussteigen aus dem Wagen. Womit er jedoch nicht gerechnet hatte, waren die unzähligen Reporter, die sich vor dem Polizeipräsidium von Sun City drängten und um eine Exklusivstory über den Mann kämpften, der nun als eine der Schlüsselfiguren hinter den gewaltigen Verlusten von Callister Enterprise galt.Nicht der CEO.Sondern ein Vorstandsmitglied – ein Mann, der hinter den Kulissen beträchtlichen Einfluss ausgeübt hatte.„Ich habe eine lange Reise hinter mir“, sagte Bret ungehalten. „Kann ich mich nicht wenigstens erst einmal ausruhen?“Die beiden Beamten wechselten ei
Daven betrachtete sie einen Moment lang, dann lächelte er herzlich. „Danke, Eli. Und wie ich sehe, hast du bei diesem schönen Empfang auch mitgeholfen?“„Nur ein bisschen“, erwiderte sie.„Das bedeutet mir wirklich viel.“ Daven trat einen Schritt auf sie zu und klopfte ihr sanft auf die Schulter.Eli wirkte zunächst etwas überrascht, dann wurde ihr Lächeln noch breiter.Dass die anderen kaum mit ihr sprachen, machte ihr nichts aus. Für Eli war es mehr als genug, bei den Vorbereitungen geholfen zu haben und diesen herzlichen Moment miterleben zu dürfen.In diesem Augenblick kam schließlich auch Marlene ins Wohnzimmer.Die bis dahin ausgelassene Stimmung veränderte sich kaum merklich.Marlene kam gemächlich näher und ließ ihren Blick durch den Raum wandern.„Sie scheinen ja wirklich Glück gehabt zu haben“, wandte sie sich an Daven. „Die Sache, die Ihnen so viel Ärger bereitet hat, ist fast ausgestanden, und jetzt bekommen Sie auch noch einen derart beeindruckenden Empfang. Ich ve
„Ich werde wieder heiraten“, sagte Daven. „Und ich sage es nur einmal. Ich werde dich nicht um Erlaubnis bitten.“Er setzte seine Kaffeetasse mit einem harten Klirren ab – und beendete damit ein Frühstück, das er nicht einmal berührt hatte.Althea stand reglos neben dem langen Esstisch aus weißem
„Ich finde, diese Krawatte passt dir am besten.“Althea suchte eine aus Davens großer Sammlung heraus. Sie wusste, dass er ihre Nähe nur ertrug, aber sie verdrängte die Scham. Was sie sich vorgenommen hatte, musste funktionieren – zumindest bis der Monat vorbei war.Danach würden sich ihre Wege en
„Sag mal … bist du völlig verrückt geworden?“Althea verstand nur zu gut, warum ihre beste Freundin so reagierte, mit einem Gesichtsausdruck, der vor blanker Fassungslosigkeit förmlich erstarrte. Sie hatte Lydia alles erzählt – und obwohl keine einzige Träne gefallen war, wusste Lydia genau, wie ti
Es wäre gelogen zu behaupten, dass es Althea nicht verletzen würde. Und es wäre scheinheilig zu behaupten, sie sei nicht traurig oder enttäuscht. Aber … was hätte sie tun können? Nichts konnte diesen Lauf der Dinge aufhalten. Nicht einmal der Mann, auf den sie einst zu vertrauen glaubte, war auf ihr







