공유

Kapitel 7

작가: Lina
last update 게시일: 2026-03-08 00:32:10

Ich starre auf den Bildschirm, und was ich dort sehe, lässt mein Blut in den Adern gefrieren. Das Video ist verpixelt,, flackert in Schwarz-Weiß, aber die Grausamkeit darauf braucht keine hohe Auflösung. Es zeigt das Atelier, so wie es vor Jahrzehnten aussah – vor der Wand, an der ich eben noch gearbeitet habe.

​Dort steht Lorenzo, Enzos Großvater. Er sieht auf den Mann hinunter, der auf den Knien fleht. Und dann sehe ich den Maurer. Er setzt den ersten Stein. Reihe für Reihe verschwindet der
이 작품을 무료로 읽으실 수 있습니다
QR 코드를 스캔하여 앱을 다운로드하세요
잠긴 챕터

최신 챕터

  • Silent Echoes of Rome    Epilog

    Die Welt war nicht über Nacht geheilt, aber sie war wieder ehrlich. Drei Monate nach dem Kollaps von CERN – dem Tag, den die Geschichtsbücher später als den „Tag der großen Stille“ bezeichnen würden – war Sizilien ein Ort zwischen den Zeiten. Ohne die künstliche Optimierung der Allianz wirkte das Land rauer, die Farben weniger gesättigt, aber die Luft... die Luft war zum ersten Mal seit Generationen frei von dem elektrischen Knistern, das wie ein statischer Vorhang über dem Leben gelegen hatte. Enzo saß auf der steinernen Brüstung der Terrasse des Messina-Anwesens. Die prächtigen Glasfassaden, die Moretti einst hatte errichten lassen, waren gesprungen; Vögel nisteten jetzt in den Ritzen der teuren Architektur. Er trug keine Designer-Kleidung mehr, sondern ein einfaches Hemd aus grobem Leinen, dessen Ärmel er hochgekrempelt hatte. Seine Hände waren schwielig vom Wiederaufbau der Wasserleitungen im Dorf. Kael trat aus dem Schatten der großen Flügeltür. Er wirkte gesünder, die nervöse

  • Silent Echoes of Rome    Kapitel 100

    Isabella Die Kathedrale aus Stahl und Strom. Das Herz von CERN war kein Ort für Menschen; es war ein Ort für Götter und Teilchen, die kurz davor standen, sich gegenseitig zu vernichten. Die Luft in der riesigen Halle des Detektors war so hochgradig ionisiert, dass jeder Atemzug metallisch auf der Zunge schmeckte. Das Summen der supraleitenden Magnete war kein Geräusch mehr, es war ein physischer Druck, der gegen mein Trommelfell presste. In der Mitte der Halle, unter dem gewaltigen Ring des Beschleunigers, pulsierte der Kern. Er sah nicht aus wie ein Computer. Er war eine Kugel aus reinem, weißem Rauschen, gehalten in einem Käfig aus Magnetfeldern. Das war der Architect. Hier wurde das digitale Signal in die Realität eingespeist. „Isabella, bleib zurück!“, rief Enzo. Er versuchte, auf die zentrale Plattform zu klettern, doch eine unsichtbare Barriere aus statischer Energie schleuderte ihn zurück. Er schlug hart auf den Gitterboden auf. „Es hat keinen Sinn, Enzo“, sagte ich. Ich gi

  • Silent Echoes of Rome    Kapitel 99

    Isabella Der Vakuum-Tunnel war eine Röhre aus endlosem, mattschwarzem Verbundmaterial, die sich wie die Speiseröhre eines mechanischen Gottes durch das Herz der Alpen fraß. Es gab hier kein Licht, nur die Notbeleuchtung, die in einem kränklichen Blau alle fünfzig Meter aufflackerte. Die Luft war dünn und roch nach Ozon und statisch aufgeladenem Staub. Wir saßen in einer Wartungskapsel – einem flachen, fensterlosen Metallschlitten, der auf Magnetschienen lautlos durch die Finsternis glitt. Es gab keinen Motor, kein Steuer. Nur die Trägheit und das leise Surren der Induktionsfelder. „Wir bewegen uns mit fast achthundert Kilometern pro Stunde“, flüsterte Enzo. Er starrte auf das kleine, mechanische Display an der Wand der Kapsel. „In zwanzig Minuten sind wir unter dem Genfer See.“ Kael kauerte sich in die Mitte des Schlittens. Er hatte die Arme um seine Knie geschlungen. „Er ist da oben, oder? Er wartet auf uns.“ Ich antwortete nicht. Ich konnte ihn nicht nur spüren, ich konnte ihn

  • Silent Echoes of Rome    Kapitel 98

    Isabella Die Stille der synchronisierten Menschen war schlimmer als jeder Schrei. Sie standen in der Bresche der Wand, ihre Körper in unnatürlicher Starre, die Augen weit geöffnet und glanzlos. Es waren Väter, Mütter, vielleicht sogar ehemalige Studenten der Academy – jetzt waren sie nur noch biologische Hüllen für den Architect. „Nicht schießen!“, rief ich, als Enzo die Waffe hob. „Das sind keine Soldaten. Das sind Gefangene!“ „Sie sind Fleischschilde, Isabella!“, konterte Enzo, die Stimme am Rand des Bruchs. „Wenn sie uns einkesseln, kommen wir hier nie wieder raus.“ Morettis Stimme hallte nicht mehr durch den Raum. Stattdessen begann die Wand selbst zu sprechen. Die Vibrationen des schwarzen Bohrkopfs modulierten die Luft zu Worten. „ISABELLA. DER SCHLÜSSEL GEHÖRT INS SCHLOSS. DER KREIS MUSS SICH SCHLIESSEN. NUR SO ENDET DER SCHMERZ DER TRENNUNG.“ „Es gibt keine Trennung, nur Auslöschung!“, schrie ich zurück. Ich presste das Papier mit der Formel fest gegen meine Brust. Ich s

  • Silent Echoes of Rome    Kapitel 97

    Isabella Die Dunkelheit hier unten war anders als die Stille der Arktis oder die künstliche Leere im Bunker von Messina. Sie war warm, erstickend und roch nach feuchtem Kalkstein und dem Schweiß von Jahrhunderten. Wir krochen durch Tunnel, die so eng waren, dass meine Schultern ständig gegen die rauen Wände schrammten. Jeder Atemzug fühlte sich an wie Staub. „Wie weit noch?“, keuchte Kael hinter mir. Sein Atem ging flach und schnell; er stand kurz vor einer Panikattacke. „Brutus sagte, der Pfad führt drei Kilometer tief in den Berg“, antwortete Enzo vor mir. Er hielt eine altmodische Öllampe, deren kleiner, gelber Docht das einzige war, was uns vor dem absoluten Nichts bewahrte. „Dort unten gibt es eine Kammer. Etwas, das sie ‚Das Archiv der Stille‘ nennen.“ Ich sagte nichts. Ich konzentrierte mich darauf, meine Füße voneinander zu setzen. Doch in meinem Hinterkopf brannte immer noch die Stelle, an der die Drohne mich berührt hatte. Es war kein physischer Schmerz mehr, sondern ein

  • Silent Echoes of Rome    Kapitel 96

    Isabella Die Apenninen waren in dieser Nacht eine Wand aus tiefem Indigo und bedrohlichem Schwarz. Der Wind heulte durch die Schluchten und klang wie das Klagen derer, die wir zurückgelassen hatten. Ohne die Lichtverschmutzung der Städte wirkte das Universum über uns erdrückend groß, die Sterne kalt und unbeteiligt am Schicksal der Erde. Der Motor unseres Wagens hustete, als wir die steilen Serpentinen in Richtung der Abruzzen hinaufkletterten. Der Geruch von heißem Metall und verbranntem Öl drang durch die Lüftungsschlitze. „Er schafft es nicht mehr lange“, stellte Enzo fest. Er kämpfte mit dem störrischen Lenkrad, seine Unterarme waren angespannt, die Adern traten hervor. „Die Steigung ist zu steil für diese alte Mühle.“ „Wir müssen irgendwo halten“, sagte ich. Ich presste die Hand gegen meine Stirn. Die Stille in meinem Kopf war nicht mehr leer; sie war jetzt erfüllt von einem statischen Druck, der zunahm, je weiter wir uns nach Norden bewegten. Es fühlte sich an wie ein herauf

더보기
좋은 소설을 무료로 찾아 읽어보세요
GoodNovel 앱에서 수많은 인기 소설을 무료로 즐기세요! 마음에 드는 작품을 다운로드하고, 언제 어디서나 편하게 읽을 수 있습니다
앱에서 작품을 무료로 읽어보세요
앱에서 읽으려면 QR 코드를 스캔하세요.
DMCA.com Protection Status