LOGINEugene POV
Flora ging die Treppe hinunter, das Herz schlug ihr bis zum Hals. Sie fand Emily und Eugene an der Kücheninsel. Eugene nahm gerade Lebensmittel aus einer Papiertüte. Er sah genau so gutaussehend aus, wie sie ihn in Erinnerung hatte – groß, breitschultrig, mit leichten Lachfältchen um die Augen, die ihn nur noch attraktiver machten. Als er ihre Schritte hörte, blickte er auf und lächelte sie warm an. „Flora! Schau mal, wer da ist“, sagte Emily mit einer Saftpackung in der Hand. „Hallo, Flora“, sagte Eugene. Seine Stimme klang tief und samten. „Schön, dich zu sehen. Emily hat erzählt, dass ihr beide für die Ferien nach Hause kommt.“ „Hallo, Herr Eugene“, sagte Flora. Ihre Stimme zitterte leicht, aber sie bemühte sich um Fassung. „Schön, Sie auch zu sehen.“ „Oh, bitte nenn mich doch Eugene. Du bist doch praktisch schon erwachsen und fast fertig mit dem College“, sagte er mit einem warmen Lachen. Er trat auf sie zu und nahm sie höflich in den Arm. Als sich seine Arme um sie legten, spannte sich Floras ganzer Körper an. Er roch nach teurem Holz und Regen. Ihre Haut brannte an den Stellen, an denen seine Hände leicht ihren Rücken berührten. Es war nur eine ganz normale Begrüßung, aber für Flora fühlte es sich an wie ein elektrischer Schlag. Eugene trat zurück, völlig ahnungslos, was in ihr vorging. „Du siehst fantastisch aus, Flora. Emily meinte schon, dass du extrem hart für deine Abschlussprüfungen lernst.“ „Ja, ich gebe mein Bestes“, murmelte Flora. Allein seine Nähe machte sie völlig benommen. Eugene stand an der Küchenzeile und schnitt die Steaks für das Abendessen. Im Haus war es wieder ruhig geworden, nachdem die Mädchen nach oben gegangen waren. Er hätte an seine Arbeit oder seinen Zeitplan für die nächste Woche denken sollen, aber seine Gedanken schwifften immer wieder zu dem kurzen Moment in der Küche mit Flora ab. Als er sie zur Begrüßung umarmt hatte, hatte sich irgendetwas anders angefühlt. Flora war kein kleines Kind mehr. Eugene kannte sie, seit sie und Emily als Kinder durch den Garten gerannt waren. Als Flora ein Teenager war, hatte sie ihn oft mit schwärmerischen Augen angesehen – dieser typische, offensichtliche Crush, den ein junges Mädchen auf einen älteren Mann entwickelt. Damals war Eugene erleichtert gewesen, als sie schließlich herausgewachsen war und begann, sich wie eine normale Freundin seiner Tochter zu verhalten. Er war froh gewesen, dass diese albernen Teenager-Gefühle verflogen waren. Aber heute? Heute hatte ihn ihre Anwesenheit tief berührt. Sie jetzt anzusehen, fühlte sich völlig anders an. Sie war zu einer wunderschönen, selbstbewussten jungen Frau herangewachsen. Als er sie für diesen kurzen Moment gehalten hatte, hatte er gespürt, wie ihr Körper sich anspannte. Zuerst dachte er, sie sei nur überrascht gewesen, aber dann war sein Arm versehentlich gegen ihren gestreift. Ihm war nicht entgangen, wie ihr der Atem im Hals stockte. Eugene schüttelte den Kopf und versuchte, seine Gedanken zu ordnen. Sie ist Emilys beste Freundin, ermahnte er sich streng. Sie gehört praktisch zur Familie. Du bist viel zu alt, um solche Dinge zu bemerken. Er war seit der Trennung von seiner Frau so viele Jahre allein gewesen. Im Laufe der Jahre hatte er ein paar diskrete Dates gehabt, aber er hielt seine Beziehungen immer strikt von Emily fern. Er wollte nie, dass seine Tochter das Gefühl hatte, er versuche ihre Mutter zu ersetzen. Aus diesem Grund hatte er all seine Energie darauf verwandt, ein guter, beschützender Vater zu sein. Aber Floras Augen waren heute nicht die albernen, verträumten Augen eines Teenagers gewesen. Es waren die Augen einer Frau, die einen Mann ansah. In ihnen lag ein intensives Prickeln, das sein Herz auf eine Weise zum Rasen brachte, wie er es seit Jahrzehnten nicht mehr erlebt hatte. Das Geräusch leiser Schritte auf der Treppe ließ ihn vom Schneidebrett aufblicken. Er rechnete damit, dass Emily herunterkam, um zu helfen, aber stattdessen war es Flora. Sie hatte sich einen gemütlichen Pullover angezogen und ihre Haare nach hinten gebunden. „Flora“, sagte Eugene, während seine Stimme automatisch in einen tieferen, ruhigeren Tonfall fiel. „Wo ist Emily?“ „Sie ist auf ihrem Bett eingeschlafen“, sagte Flora und ging langsam in die Küche. Sie blieb auf der anderen Seite der Kücheninsel stehen. „Sie war völlig erschöpft vom Lernen. Ich habe ihr gesagt, dass ich nachstehe und schaue, ob du Hilfe beim Abendessen brauchst.“ Eugene blickte auf das Messer in seiner Hand hinab und dann wieder hoch zu ihr. Sie allein mit sich in der Küche zu haben, fühlte sich gefährlich an, aber er wollte nicht unhöflich sein. „Hilfe kann ich immer gebrauchen“, sagte Eugene und schenkte ihr ein warmes Lächeln. „Kannst du die Kartoffeln im Waschbecken abspülen?“ „Sicher“, murmelte Flora. Sie ging hinüber zum Waschbecken, wodurch sie nur noch einen Schritt von ihm entfernt stand. Als sie das Wasser aufdrehte, erwischte sich Eugene dabei, wie er ihr Profil beobachtete. Die Stille in der Küche fühlte sich plötzlich sehr schwer an, und der Raum zwischen ihnen schien unglaublich klein zu werden. Während Flora die Kartoffeln unter dem kalten Wasser abspülte, dehnte sich das Schweigen zwischen ihnen aus – dicht und geladen. Sie beschloss, es zu brechen, und hielt ihre Stimme leicht und unschuldig, obwohl ihr Herz wie wild hämmerte. „Also, Eugene“, begann sie und benutzte bewusst seinen Vornamen, so wie er es verlangt hatte. Sie warf ihm einen seitlichen Blick zu, während ein winziges Lächeln auf ihren Lippen spielte. „Emily sagt, du bist ein fantastischer Koch. Sie meint, du weißt in der Küche immer genau, was du mit deinen Händen tust.“ Eugene hielt für den Bruchteil einer Sekunde inne, sein Messer verharrte über dem Schneidebrett. Er räusperte sich und wahrte eine neutrale Miene. „Nun, ich hatte viele Jahre Übung. Wenn man für eine Familie kocht, lernt man, präzise zu sein.“ „Ich mag Präzision“, murmelte Flora und rieb eine Kartoffel etwas langsamer als nötig unter dem fließenden Wasser. „Die meisten Typen in meinem Alter sind einfach … ungestüm. Sie überstürzen alles. Sie nehmen sich nicht die Zeit, um sicherzugehen, dass das Ergebnis perfekt wird.“ Eugene drehte den Kopf zu ihr und sah sie aus seinen dunklen Augen forschend an. Flora wahrte einen völlig unschuldigen Ausdruck und blickte mit großen, klaren Augen zu ihm zurück, als würde sie sich schlicht über die Essensvorbereitung unterhalten. „Kochen erfordert Geduld, Flora“, sagte Eugene, während seine Stimme noch etwas tiefer sank. „Jüngere Typen … nun ja, sie wollen meistens nur schnelle Ergebnisse. Sie haben noch nicht gelernt, wie wertvoll es ist, auf den richtigen Moment zu warten.“ „Exakt“, sagte Flora leise und lehnte sich nur einen Zentimeter näher zu ihm, um eine saubere Kartoffel in die Schüssel neben seiner Hand zu legen. Ihr Ärmel streifte erneut seinen Arm und schickte ein vertrautes Prickeln durch ihren Körper. „Deshalb bevorzuge ich etwas Reiferes. Der Geschmack ist immer viel intensiver, wenn jemand wirklich weiß, was er tut.“ Eugene starrte auf die Kartoffel, die sie gerade abgelegt hatte, und blickte dann langsam hoch, um ihren Blick zu treffen. Die Unschuld in ihren Augen war da, aber die Hitze darunter war unbestreitbar. „Ist das so?“, fragte Eugene. Sein Tonfall war ruhig, aber von einer plötzlichen, knisternden Spannung durchzogen. Eugene hielt ihren Blick für einen langen Moment. Die Küche fühlte sich völlig still an, und die Luft war dick von all dem Ungesagten. Er konnte spüren, dass sie ein Spiel spielte – sich unschuldig stellte, während sie mit Worten um sich warf, die so viel mehr bedeuteten. Ein leichtes, wissendes Schmunzeln umspielte seine Mundwinkel. Er lehnte sich nur einen Hauch näher an sie heran, seine tiefe Stimme sank zu einem Fast-Flüstern. „Geduld ist alles, Flora“, sagte er leise, seine Augen auf die ihren gerichtet. „Aber wenn man in der Küche mit dem Feuer spielt, verbrennt man sich manchmal.“ Floras Atem stockte. Für eine Sekunde dachte sie, er würde den Köder komplett schlucken. Ihre Haut kribbelte, und eine Hitzewelle stieg ihr direkt ins Gesicht. Doch dann blinzelte Eugene, und der intensive Blick verflog. Er trat einen Schritt zurück und brach den schweren Bann zwischen ihnen augenblicklich. Er nahm die Schüssel mit den sauberen Kartoffeln und stellte sie auf den Herd, wobei sein Tonfall sofort wieder in den eines höflichen, verantwortungsbewussten Gastgebers wechselte. „Wie auch immer“, sagte Eugene zügig und trocknete sich die Hände an einem Küchenhandtuch ab. „Wo wir gerade von deinem Abschluss sprechen: Emily erwähnte, dass du ein paar Praktikumsangebote vorliegen hast. Hast du dich schon entschieden, in welche Stadt du nach dem Sommer ziehen willst?“ Durch den plötzlichen Stimmungswechsel fühlte sich Flora, als wäre sie gerade von einer Klippe gestürzt. Sie blinzelte, schluckte schwer, um die Trockenheit in ihrem Hals zu vertreiben, und versuchte, seine beiläufige Energie zu erwidern. „Oh – äh, nein, noch nicht“, stammelte Flora, zog ihre Hände aus dem Waschbecken und drehte das Wasser ab. „Ich schaue mir noch ein paar Optionen an. Ich möchte sichergehen, dass es wirklich passt.“ „Klug“, sagte Eugene und nickte, während er sich darauf konzentrierte, die Steaks zu würzen. „Lass dir Zeit. Dein erster Job nach dem College gibt die Richtung für alles Weitere vor. Du willst nichts überstürzen, wofür du noch nicht bereit bist.“ Flora blickte auf seinen breiten Rücken, während er arbeitete, und fragte sich, ob er immer noch mit doppeltem Boden sprach oder ob er tatsächlich zu einem ganz normalen Gespräch übergegangen war. Ehe das Gespräch vertieft werden konnte, durchbrach das Geräusch einer sich öffnenden Tür im Obergeschoss die Stille. Einen Moment später eilten Emilys Schritte die Treppe hinunter, und sie platzte in die Küche, während sie sich die Augen rieb. „Oh Gott, bin ich ernsthaft eingeschlafen?“, stöhnte Emily und blickte auf die Wanduhr. „Ich wollte die Augen eigentlich nur für fünf Minuten zumachen.“ Eugene lächelte seine Tochter warm an, wieder ganz der normale, fürsorgliche Vater. „Du hast hart gelernt, Schatz. Du brauchtest die Pause.“ Emily kam näher und schnupperte in der Luft. „Boah, das riecht unglaublich hier. Was habe ich verpasst?“ „Nicht viel“, sagte Flora und zwang sich ein ruhiges Lächeln auf die Lippen, obwohl ihr Herz immer noch raste. „Ich habe deinem Vater nur geholfen, die Kartoffeln zu waschen.“ „Na, das war perfektes Timing“, sagte Eugene und drehte die Herdplatte herunter. „Das Essen ist fast fertig. Warum holt ihr Mädels nicht die Teller und deckt den Tisch?“ „Bin dabei“, sagte Emily, griff nach einem Stapel Teller aus dem Schrank und reichte die Hälfte davon an Flora weiter. Als Flora die Teller entgegennahm, streiften ihre Finger leicht die von Emily, und eine plötzliche Welle von Schuldgefühlen überrollte sie. Sie blickte hinüber zu Eugene, der sorgfältig die Steaks anrichtete und wie das Bild eines perfekten, verantwortungsbewussten Vaters wirkte. Doch die verbliebene Hitze in seinen Augen verriet ihr, dass er keineswegs vergessen hatte, was gerade zwischen ihnen vorgefallen war.Floras Perspektive Das Dröhnen von Joshs Vaters Geländewagen, das auf der kiesigen Einfahrt langsam verhallte, war das lauteste Geräusch, das ich je gehört hatte. Emily hatte den gesamten Nachmittag wie ein Schmetterling im Foyer verbracht, ihre Taschen kontrolliert, ihre Ladekabel doppelt überprüft und mich lange und fest umarmt, bevor sie schließlich durch die Tür trat. „Lern nicht zu viel, Flo“, hatte sie gelacht und mir eine Abschiedswelle über die Schulter zugeworfen. „Papa, lass dich nicht von der Firma zurückrufen. Genieß die Pause!“ „Das habe ich vor“, hatte Eugene von der Tür aus geantwortet, seine Stimme ein glattes, unumstößliches Schild väterlicher Ruhe. Doch in dem Moment, als die schweren eisernen Tore am Rande des Grundstücks ins Schloss fielen, löste sich dieses Schild auf. Die Stille, die in das Haus zurückströmte, war nicht leer; sie war dicht, schwer und vollkommen erstickend, geladen mit der plötzlichen Erkenntnis, dass die Wände uns endlich nicht mehr beobacht
Eugenes Perspektive Ich knöpfte meine Manschetten zu, holte tief und ruhig Atem und richtete den Kragen meines Hemdes. Das Gesicht, das mir aus dem Spiegel entgegenblickte, sah genau aus wie der Eugene Vance, den die Welt kannte – gefasst, diszipliniert und völlig unter Kontrolle. Doch unter der makellosen Baumwolle trug meine Brust noch immer die phantome Hitze der Mitternachtsstunde. Wenn wir das tun, darf Emily es niemals erfahren. Das waren meine Worte gewesen. Das war der Vertrag. Doch als ich den Flur entlang zur Küche ging und dem leichten, fröhlichen Klang von Emilys Lachen lauschte, begann sich ein dunkler, rücksichtsloser Impuls in meinem Magen zusammenzubrauen. Flora wollte einen Mann, der keine Angst davor hatte, die Kontrolle zu übernehmen. Sie wollte ein gefährliches Spiel in meinem Haus spielen. Mal sehen, wie gut sie es tatsächlich spielen konnte. Als ich die Küche betrat, verstummte das beiläufige Plaudern leicht. Flora saß auf dem Barhocker neben Emily, ihre
Floras PerspektiveDie helle Morgensonne strömte durch die Küchenfenster, als ich nach unten ging. Das Licht spiegelte sich scharf auf genau jenen Marmorflächen wider, auf denen Eugene und ich noch vor wenigen Stunden gewesen waren. Mein ganzer Körper fühlte sich angespannt an, geladen mit einer rastlosen, elektrisierenden Energie, die es mir unmöglich machte, stillzusitzen.„Morgen, Schlafmütze!“, rief Emily mir fröhlich von der Kücheninsel aus zu. Sie war bereits in einen lässigen Oversized-Sweatshirt gekleidet und goss sich eine riesige Schüssel Müsli ein.„Morgen“, sagte ich und zwang mir ein Lächeln auf, während ich zur Kaffeemaschine ging. Ich goss mir eine Tasse ein, da ich die heiße Flüssigkeit brauchte, um meine zitternden Hände zu beruhigen.„Woah, du bist ja richtig gut gelaunt“, bemerkte Emily und stieß mich leicht mit dem Ellbogen in die Hüfte, als ich mich auf den Barhocker neben sie setzte. „Hast du tatsächlich noch etwas Schlaf gefunden, nachdem ich gestern gegangen bi
Eugenes PerspektiveMeine Brust hob und senkte sich so heftig, dass es sich anfühlte, als würde mein Brustkorb unter dem Druck bersten. Ich stand wie angewurzelt in der Mitte der dunklen Küche, meine Beine zitterten leicht, während die letzten, heftigen Wellen der Erlösung meinen Körper verließen. Unter mir kniete Flora immer noch, ihre kleinen Hände ruhten auf meinen Oberschenkeln, und ihr Gesicht blickte im dämmrigen Licht zu mir auf – mit einem Ausdruck, der völlig frei von Reue war.Ich sah auf sie hinab – auf die geschwollene Röte ihrer Lippen, das zerzauste Chaos ihres Haars und die dunklen, tiefen Seeen ihrer Augen. Das erdrückende Gewicht dessen, was wir gerade getan hatten, krachte in meinen Verstand, doch zum ersten Mal an diesem Wochenende weckte die Schuld in mir nicht den Wunsch wegzulaufen. Sie konfrontierte mich nur mit der kalten Realität.Langsam griff ich nach unten, meine Hände fassten sie unter den Armen, um sie wieder auf die Beine zu führen. Ihre Haut war immer n
Floras PerspektiveIn dem Moment, als seine Hände meine Taille umfassten, verengte sich die Welt auf die rasende Hitze seiner Haut. Die kühlen, logischen Gründe, die er eben noch aufgezählt hatte, lösten sich in der dunklen Küche auf und wichen dem tiefen, schweren Rauschen seines Atems.„Flora“, stöhnte er, seine Stimme rau an meinem Mund, bevor seine Lippen auf meine trafen.Dieser Kuss war nicht wie der am Nachmittag. Es war kein plötzlicher Ausbruch von panischer Gier; er war langsam, bedächtig und von einer dunklen Art der Anbetung erfüllt. Er nahm sich Zeit, seine Zunge drang tief in meinen Mund ein und schmeckte nach dem bitteren Kaffee, den er getrunken hatte. Meine Hände schnellten zu seinen nackten Schultern hoch, meine Finger gruben sich in die feste Muskulatur, um mir Halt zu geben, während sich alles um mich drehte.Langsam, ohne den Kuss zu unterbrechen, hob Eugene mich hoch. Meine nackten Füße verließen den kühlen Fliesenboden, während er mich zurück gegen die glatte Ob
Floras PerspektiveIch wälzte mich gefühlte Stunden unter der Bettdecke hin und her. Jedes Mal, wenn ich die Augen schloss, spielte die Erinnerung an die Küchentheke vor meinem inneren Auge ab. Der schwere Druck von Eugenes Körper, die brennende Hitze seiner Hände an meiner Taille und der verlangende Geschmack seines Mundes nahmen mich völlig ein.Aber da war noch ein anderer Gedanke, der in meinem Kopf kreiste und mir die Brust einschnürte. Ich war noch Jungfrau. Ich hatte nie jemanden nah genug an mich herangelassen, um das zu ändern – ich hatte immer auf etwas Echtes gewartet, etwas, das sich nicht wie ein oberflächliches Spielchen unter Studenten anfühlte. Während ich nun im Dunkeln lag, wuchs ein tiefes, ruheloses Verlangen in mir heran. Zum ersten Mal in meinem Leben spürte ich das verzweifelte, überwältigende Bedürfnis, mich jemandem hinzugeben – und ich wollte, dass er der Einzige war.Um 2:00 Uhr morgens fühlten sich die Laken wie Feuer an. Ich konnte nicht schlafen. Mein Hal







