INICIAR SESIÓNEugene POV
Eugene schlug die Tür seines Schlafzimmers zu und lehnte seinen schweren Körper gegen das Holz, während sein Herz gewaltsam gegen seine Rippen hämmerte. Er schloss die Augen, doch es half nichts, um das Bild von Flora am Ende der Treppe auszublenden. Dieses tiefe smaragdgrüne Kleid. Die zarte, unbedeckte Haut an ihren Schlüsselbeinen. Die Art, wie ihre Kurven den Stoff so wunderschön ausfüllten und jede verbliebene Erinnerung an das kleine Mädchen, das früher in seinem Garten gespielt hatte, vollkommen auslöschten. Seine Beherrschung war völlig dahingerafft. Unter seiner Hose war er extrem erregt; eine wilde, pulsierende Hitze schoss durch seine Adern, wie er sie seit einem Jahrzehnt nicht mehr gespürt hatte. Wie von Dämonen getrieben trat Eugene von der Tür zurück, öffnete hastig seinen Gürtel und schob die Hose hinab. Er schaffte es nicht einmal bis zum Bett. Noch genau dort, im dämmrigen Licht seines Zimmers, umschloss er sich mit der Hand und begann sich zu streichen, während ihm der Atem stockte, als sein Verstand den Anblick von ihr erneut vor sein inneres Auge rief. Er schloss die Augen und stellte sich vor, wie seine Hände über dieses grüne Kleid glitten, wie er ihre Hüften an die seinen zog und spürte, wie ihre zarte Haut unter seiner Berührung heiß auflud – genau wie in der Küche. Die Erlösung kam schnell, scharf und intensiv. Sie ließ ihn breathless und zitternd zurück, während er sich säuberte. Doch als der körperliche Nebel verflog, brach eine gewaltige Welle erstickender Schuldgefühle über ihm zusammen. Er sank auf die Bettkante und vergrub das Gesicht in den Händen. Sie ist die beste Freundin deiner Tochter, schrie sein Gewissen ihn an. Sie ist praktisch in Emilys Alter. Es fühlte sich falsch an, gefährlich und absolut unangebracht. Und doch, als er so in dem stillen Raum saß, wusste er, dass er es vor sich selbst nicht mehr leugnen konnte. Er fühlte sich unglaublich, tief zu Flora hingezogen. Er hatte die letzten vier Tage damit verbracht, ihr aktiv aus dem Weg zu gehen, hatte sich in seinem Arbeitszimmer eingeschlossen oder das Haus verlassen, bevor sie überhaupt aufgewacht war – in dem verzweifelten Versuch, seine Gefühle wieder ins rechte Licht zu rücken. Er hatte sich eingeredet, dass der Vorfall in der Küche nur ein vorübergehender Aussetzer gewesen war, eine alberne Reaktion auf ein schönes Mädchen. Er hatte gedacht, der Abstand würde es richten. Aber wie sie heute Abend ausgesehen hatte, hatte jeglichen Fortschritt zunichtegemacht. Der bloße Anblick von ihr hatte Tage disziplinierten Leugnens in einer einzigen Sekunde ausgelöscht. Eugene blickte zum Fenster. Er wusste, dass sie genau jetzt in einer Bar saß, gegenüber von einem jungen Mann in ihrem Alter. Er hatte sie zu diesem Date gedrängt, um Emily zu schützen – und um Flora vor sich selbst zu schützen. Doch jetzt ließ der Gedanke an die Hände eines anderen Mannes auf diesem grünen Kleid seinen Kiefer mit einer dunklen, besitzergreifenden Wut verspannen, die zu empfinden er keinerlei Recht hatte. Eugene ging noch zehn Minuten lang in seinem Schlafzimmer auf und ab, während der enge Knoten der Eifersucht in seinem Magen sich einfach nicht lockern wollte. Er konnte nicht einfach hier im Dunkeln sitzen, während sie mit jemand anderem aus war. Er brauchte eine Ablenkung, aber mehr noch: Er musste sehen, was vor sich ging. Er holte sein Handy heraus und wählte rasch die Nummer von zwei seiner engsten Freunde. „Hey, habt ihr Zeit? Lasst uns was trinken gehen. Ich kenne eine gute Bar in der Innenstadt.“ Um dem legeren Ambiente der Bar gerecht zu werden, verzichtete Eugene auf seine formelle Arbeitskleidung. Er zog eine dunkle Jeans an und einen figurbetonten, tannengrünen Rollkragenpullover, der seine breite, muskulöse Brust betonte. Es war ein entspannter Look, der ihn jedoch gebieterisch und unbestreitbar attraktiv wirken ließ. Als Eugene und seine beiden Freunde in der gehobenen Lounge ankamen, war es dort relativ intim – es befanden sich insgesamt nur etwa acht Personen im Hauptbereich, sodass man niemanden übersehen konnte. Eugene scannte den Raum und entdeckte sie sofort. Er setzte seine beste Maske beiläufiger Gleichgültigkeit auf, steuerte seine Freunde in Richtung der Sitzgelegenheiten und heuchelte totale Überraschung, als er seine Tochter „bemerkte“. „Papa?“, rief Emily, die Augen weit vor Staunen. „Was machst du denn hier?“ „Emily! Ich hatte keine Ahnung, dass ihr Mädels hier seid“, sagte Eugene und stellte sich völlig überrascht, während er sie begrüßte. Emily lächelte, kaufte ihm den Zufall vollkommen ab und stellte schnell alle am Tisch vor. Eugenes Blick wanderte sofort zu dem jungen Mann, der neben Flora saß. Er musste sich innerlich eingestehen, dass Sam sehr gut aussah und ein anständiges, respektvolles Auftreten hatte. Das machte den bitteren Geschmack der Eifersucht in Eugenes Kehle nur noch schärfer. Flora starrte zu ihm auf, ihre dunklen Augen groß und völlig gefangen davon, wie umwerfend er in dem grünen Rollkragenpullover aussah. Die Luft zwischen ihnen wurde augenblicklich dick von ungesagter Spannung. „Schön, euch alle kennenzulernen“, sagte Eugene geschmeidig und brach den kurzen Bann, bevor seine Beherrschung wieder entgleiten konnte. Er nickte seinen beiden Begleitern zu. „Wir gehen rüber an die Bar, damit ihr euren Abend genießen könnt.“ Mit einem höflichen Nicken drehte sich Eugene um und ging mit seinen Freunden hinüber zur Bar, obwohl jeder Nerv in seinem Körper vollkommen auf das Mädchen im grünen Kleid ausgerichtet blieb, das nur wenige Meter entfernt saß.Floras Perspektive Das Dröhnen von Joshs Vaters Geländewagen, das auf der kiesigen Einfahrt langsam verhallte, war das lauteste Geräusch, das ich je gehört hatte. Emily hatte den gesamten Nachmittag wie ein Schmetterling im Foyer verbracht, ihre Taschen kontrolliert, ihre Ladekabel doppelt überprüft und mich lange und fest umarmt, bevor sie schließlich durch die Tür trat. „Lern nicht zu viel, Flo“, hatte sie gelacht und mir eine Abschiedswelle über die Schulter zugeworfen. „Papa, lass dich nicht von der Firma zurückrufen. Genieß die Pause!“ „Das habe ich vor“, hatte Eugene von der Tür aus geantwortet, seine Stimme ein glattes, unumstößliches Schild väterlicher Ruhe. Doch in dem Moment, als die schweren eisernen Tore am Rande des Grundstücks ins Schloss fielen, löste sich dieses Schild auf. Die Stille, die in das Haus zurückströmte, war nicht leer; sie war dicht, schwer und vollkommen erstickend, geladen mit der plötzlichen Erkenntnis, dass die Wände uns endlich nicht mehr beobacht
Eugenes Perspektive Ich knöpfte meine Manschetten zu, holte tief und ruhig Atem und richtete den Kragen meines Hemdes. Das Gesicht, das mir aus dem Spiegel entgegenblickte, sah genau aus wie der Eugene Vance, den die Welt kannte – gefasst, diszipliniert und völlig unter Kontrolle. Doch unter der makellosen Baumwolle trug meine Brust noch immer die phantome Hitze der Mitternachtsstunde. Wenn wir das tun, darf Emily es niemals erfahren. Das waren meine Worte gewesen. Das war der Vertrag. Doch als ich den Flur entlang zur Küche ging und dem leichten, fröhlichen Klang von Emilys Lachen lauschte, begann sich ein dunkler, rücksichtsloser Impuls in meinem Magen zusammenzubrauen. Flora wollte einen Mann, der keine Angst davor hatte, die Kontrolle zu übernehmen. Sie wollte ein gefährliches Spiel in meinem Haus spielen. Mal sehen, wie gut sie es tatsächlich spielen konnte. Als ich die Küche betrat, verstummte das beiläufige Plaudern leicht. Flora saß auf dem Barhocker neben Emily, ihre
Floras PerspektiveDie helle Morgensonne strömte durch die Küchenfenster, als ich nach unten ging. Das Licht spiegelte sich scharf auf genau jenen Marmorflächen wider, auf denen Eugene und ich noch vor wenigen Stunden gewesen waren. Mein ganzer Körper fühlte sich angespannt an, geladen mit einer rastlosen, elektrisierenden Energie, die es mir unmöglich machte, stillzusitzen.„Morgen, Schlafmütze!“, rief Emily mir fröhlich von der Kücheninsel aus zu. Sie war bereits in einen lässigen Oversized-Sweatshirt gekleidet und goss sich eine riesige Schüssel Müsli ein.„Morgen“, sagte ich und zwang mir ein Lächeln auf, während ich zur Kaffeemaschine ging. Ich goss mir eine Tasse ein, da ich die heiße Flüssigkeit brauchte, um meine zitternden Hände zu beruhigen.„Woah, du bist ja richtig gut gelaunt“, bemerkte Emily und stieß mich leicht mit dem Ellbogen in die Hüfte, als ich mich auf den Barhocker neben sie setzte. „Hast du tatsächlich noch etwas Schlaf gefunden, nachdem ich gestern gegangen bi
Eugenes PerspektiveMeine Brust hob und senkte sich so heftig, dass es sich anfühlte, als würde mein Brustkorb unter dem Druck bersten. Ich stand wie angewurzelt in der Mitte der dunklen Küche, meine Beine zitterten leicht, während die letzten, heftigen Wellen der Erlösung meinen Körper verließen. Unter mir kniete Flora immer noch, ihre kleinen Hände ruhten auf meinen Oberschenkeln, und ihr Gesicht blickte im dämmrigen Licht zu mir auf – mit einem Ausdruck, der völlig frei von Reue war.Ich sah auf sie hinab – auf die geschwollene Röte ihrer Lippen, das zerzauste Chaos ihres Haars und die dunklen, tiefen Seeen ihrer Augen. Das erdrückende Gewicht dessen, was wir gerade getan hatten, krachte in meinen Verstand, doch zum ersten Mal an diesem Wochenende weckte die Schuld in mir nicht den Wunsch wegzulaufen. Sie konfrontierte mich nur mit der kalten Realität.Langsam griff ich nach unten, meine Hände fassten sie unter den Armen, um sie wieder auf die Beine zu führen. Ihre Haut war immer n
Floras PerspektiveIn dem Moment, als seine Hände meine Taille umfassten, verengte sich die Welt auf die rasende Hitze seiner Haut. Die kühlen, logischen Gründe, die er eben noch aufgezählt hatte, lösten sich in der dunklen Küche auf und wichen dem tiefen, schweren Rauschen seines Atems.„Flora“, stöhnte er, seine Stimme rau an meinem Mund, bevor seine Lippen auf meine trafen.Dieser Kuss war nicht wie der am Nachmittag. Es war kein plötzlicher Ausbruch von panischer Gier; er war langsam, bedächtig und von einer dunklen Art der Anbetung erfüllt. Er nahm sich Zeit, seine Zunge drang tief in meinen Mund ein und schmeckte nach dem bitteren Kaffee, den er getrunken hatte. Meine Hände schnellten zu seinen nackten Schultern hoch, meine Finger gruben sich in die feste Muskulatur, um mir Halt zu geben, während sich alles um mich drehte.Langsam, ohne den Kuss zu unterbrechen, hob Eugene mich hoch. Meine nackten Füße verließen den kühlen Fliesenboden, während er mich zurück gegen die glatte Ob
Floras PerspektiveIch wälzte mich gefühlte Stunden unter der Bettdecke hin und her. Jedes Mal, wenn ich die Augen schloss, spielte die Erinnerung an die Küchentheke vor meinem inneren Auge ab. Der schwere Druck von Eugenes Körper, die brennende Hitze seiner Hände an meiner Taille und der verlangende Geschmack seines Mundes nahmen mich völlig ein.Aber da war noch ein anderer Gedanke, der in meinem Kopf kreiste und mir die Brust einschnürte. Ich war noch Jungfrau. Ich hatte nie jemanden nah genug an mich herangelassen, um das zu ändern – ich hatte immer auf etwas Echtes gewartet, etwas, das sich nicht wie ein oberflächliches Spielchen unter Studenten anfühlte. Während ich nun im Dunkeln lag, wuchs ein tiefes, ruheloses Verlangen in mir heran. Zum ersten Mal in meinem Leben spürte ich das verzweifelte, überwältigende Bedürfnis, mich jemandem hinzugeben – und ich wollte, dass er der Einzige war.Um 2:00 Uhr morgens fühlten sich die Laken wie Feuer an. Ich konnte nicht schlafen. Mein Hal







