LOGINFelix’ Blick war so scharf, dass selbst erfahrene Geschäftsleute davor zurückschreckten.Nina zog sich noch weiter hinter Elena zurück.„Elena, der ist so streng. Ich glaube nicht, dass er wirklich mein Bruder ist.“Elena beobachtete sie aufmerksam. Egal wie sie es betrachtete, Nina wirkte tatsächlich, als erinnerte sie sich an nichts.„Dann fahr erst mal mit Jens mit. Er bringt dich an einen sicheren Ort, okay?“„Okay. Ich fahre mit Jens.“Nina nickte gehorsam und hielt den Kopf gesenkt, ohne Felix noch einmal anzusehen.Jens nahm sie mit und fuhr davon.Kaum waren sie weg, kam einer der Sicherheitsleute mit den Aufzeichnungen zurück.„Elena, wir haben die Aufnahmen gefunden.“Elena nahm das Tablet entgegen.Felix’ scharfer Ausdruck war inzwischen verschwunden. Als er sie ansah, war sein Blick wieder weich.„Komm, wir steigen erst mal ein. Den Rest schauen wir uns unterwegs an.“„Gut.“Elena nickte.Im Wagen sah sie Felix an. Er war so hastig hergekommen, dass sie unwillkürlich lächel
Elena stand sofort auf, verließ das Büro und fuhr gemeinsam mit Jens zu Ninas Wohnung.Im Wagen schrieb sie Felix, er müsse sie nicht abholen. Sie würde später selbst nach Hause kommen.Felix machte sich sofort Sorgen, als er ihre Nachricht sah, und rief sie direkt an.„Was ist passiert?“Elena erzählte ihm, dass sie gerade zu Nina unterwegs war.„Ich komme auch.“Elena widersprach nicht.Sie selbst war ohnehin nicht allein unterwegs. Mehrere Sicherheitsleute begleiteten sie.Nina hatte am Telefon erzählt, dass seit zwei Tagen immer wieder jemand bei ihr klingelte. Auf der Kamera der Gegensprechanlage war jedoch nie jemand zu sehen.Zuerst hatte sie sich nichts dabei gedacht und angenommen, jemand hätte einfach an der falschen Tür geklingelt.Doch gerade eben hatte wieder jemand geklingelt. Diesmal hatte sie Angst bekommen und Elena angerufen.Keine zwanzig Minuten später war Elena da.Als Nina sie erkannte, öffnete sie sofort die Tür und fiel ihr regelrecht um den Hals.„Endlich bist
Nachdem Mara die Nachricht abgeschickt hatte, ging sie direkt zurück ans Set.Zur selben Zeit machte Sebastian gemeinsam mit Katharina Visite. Gerade hatte er sein Handy entsperrt, nachdem eine Nachricht eingegangen war, da veränderte sich plötzlich die Miene einer Pflegekraft. Bei einem Patienten setzte die Atmung aus.Sebastian legte das Handy sofort auf den Tresen und begann mit der Reanimation.Katharina trat zwei Schritte zurück. Ihr Blick fiel auf das Display, auf dem eine Nachricht von Mara angezeigt wurde.Sie öffnete den Chat.„Ich habe erst jetzt erfahren, dass du dich um die Gerüchte im Netz gekümmert hast. Ich war vorher ziemlich unfair zu dir. Wenn du heute Abend Zeit hast, lade ich dich gern zum Essen ein. Als Dankeschön. Passt dir acht?“Katharina spürte sofort, wie die Eifersucht in ihr hochstieg.Sie löschte die Nachricht, ging zurück zur Chatübersicht und trat anschließend zu Sebastian, um bei der Versorgung des Patienten zu helfen.Eine Pflegekraft hatte bemerkt, wie
Elena verzog die Lippen zu einem kleinen Lächeln und warf Felix einen Seitenblick zu.„Dann kümmer dich um die ganzen Frauen, die dir hinterherlaufen. Ich will so ein Theater kein zweites Mal erleben.“Sie meinte die Geburtstagsfeier, bei der ihre geplante öffentliche Bekanntgabe der Ehe ins Wasser gefallen war.Felix drückte ihre Hand fester. Seine Antwort klang fast wie ein Versprechen.„Verstanden. Kommt nicht wieder vor.“Elena musste lachen und schüttelte nur den Kopf.Mara sah Katharinas Instagram-Post erst später am Tag.Auf dem Foto war eine Männerhand am Lenkrad zu sehen. Lange Finger, markante Knöchel und deutlich sichtbare Adern auf dem Handrücken. Die Aufnahme wirkte kühl und fast schon bewusst anzüglich.Mara kannte diese Hand viel zu gut.Sie gehörte Sebastian.Unter dem Bild waren die Worte zu lesen.„Danke, dass du mir jeden Wunsch erfüllst.“Für Mara klang das fast wie eine öffentliche Bestätigung ihrer Beziehung.Ein scharfer Schmerz zog durch ihre Brust. Sie lachte b
Felix konnte es noch immer kaum glauben. Sie beide bekamen tatsächlich ein Kind.„Elena, danke.“Er zog sie so fest an sich, dass sie kaum noch Luft bekam. Doch seine Freude war so offen und ungefiltert, dass Elena selbst nur noch glücklicher wurde.„Felix, du drückst mich viel zu fest.“Er reagierte sofort, ließ sie los und setzte sich neben sie. Danach wagte er kaum noch, sie anzufassen.„Ab jetzt musst du dich wirklich schonen. Ich habe gelesen, dass man gerade am Anfang viel Ruhe braucht.“„Nein, ich suche gleich jemanden, der sich um deine Ernährung kümmert. Dann müssen wir uns darüber wenigstens keine Gedanken machen.“Seine Augen waren noch immer gerötet. Von seiner sonst so kontrollierten Art war nichts mehr übrig. Er freute sich einfach viel zu sehr.Elena musste lachen.„Felix, du bist viel zu nervös. Die Ärztin hat gesagt, dass bisher alles gut aussieht. Ich soll nur auf mich achten und mich körperlich nicht überfordern.“„Trotzdem können wir uns frühzeitig um alles kümmern.
Anja explodierte.„Stefan!“Ihre Stimme überschlug sich vor Wut.„Ich bin deine Schwester. So redest du mit mir?“Sie packte ihn am Kragen.„Ohne mich und Mutter wärst du damals nie wieder in die Familie zurückgekommen. Jetzt behandelst du mich so?“Stefan löste ihre Hand mühelos von seinem Kragen und packte sie fest am Handgelenk. Sein kalter Blick bohrte sich in ihren.„Wie viel habt ihr beide in all den Jahren durch mich bekommen?“„Anja, ich kann es nicht ausstehen, wenn du mir ständig vorhältst, was du und Mutter angeblich alles für mich getan habt.“Anja zuckte innerlich zusammen.Stefan stieß ihre Hand weg und wandte sich kühl zum Gehen.„Elena verfolgt die Sache von heute nur deshalb nicht weiter, weil ich dazwischenstehe. Wenn du sie noch einmal anfasst, landest du wieder in der psychiatrischen Klinik!“Damit ging er.Anja starrte ihm mit geröteten Augen hinterher, vor Wut so angespannt, dass sie die Zähne fest aufeinanderpresste.Er drohte ihr tatsächlich wegen einer anderen
Elena erstarrte, ihr Herz schlug immer schneller.In dem Moment, als Felix sich noch einmal zu ihr hinunterbeugte, um sie zu küssen, begann ihr Körper unwillkürlich zu zittern.Als er ihre Reaktion bemerkte, hielt Felix inne. In seinen dunklen Augen lag deutlich sichtbare Beherrschung.„Na? Hast du
Die spöttische Stimme am anderen Ende der Leitung drang in ihr Ohr. Erst nach einigen Sekunden fand Elena ihre Fassung wieder. „Felix, dein Bruder hat mich gerade nach Strich und Faden verarscht und jetzt bist du dran, ja?“Am Telefon war Felix Stein, Adrians leiblicher Bruder.Als Elena damals mit
„Sag mal, Adrian, heute wolltest du doch mit Elena zum Standesamt. Hast du keine Angst, dass sie ausrastet, wenn du nicht hingehst?“„Ach was, Elena hängt doch an ihm wie eine Klette. Selbst wenn sie kapiert, dass er nur wegen Nina nicht hingegangen ist, schluckt sie das trotzdem.“„Eben. Gegen Nina
Am anderen Ende der Leitung wurde aufgelegt.Für einen Moment wurde Adrian die Brust eng. Unruhe und blanke Wut flackerten in ihm auf, ausgelöst von der Männerstimme, die er eben im Hintergrund gehört hatte.Hat Elena sich schon einen neuen Mann gesucht?Doch kurz darauf entwich ihm nur ein verächtl







