LOGINDoch um niemanden zu alarmieren und so schnell wie möglich die wahre Todesursache ihres Vaters herauszufinden, zwang Elena sich, stillzuhalten.„Frau Weiß, sie ist weg.“Jens bemerkte ihr blasses Gesicht und sprach sie leise an.Elena kam wieder zu sich. Sie hörte, wie das Klacken der High Heels immer weiter verklang. Dann biss sie die Zähne zusammen, öffnete sofort die Tür und ging hinterher.Kaum war sie draußen, sah sie die Gestalt im weißen Anzug am Ende des Flurs. Die Frau bog nach links ab und ging zu den Aufzügen.Elena beschleunigte ihre Schritte.Als sie das Ende des Flurs erreichte, trat plötzlich eine dunkle Gestalt von links heraus und stellte sich ihr in den Weg.Elena wäre beinahe in sie hineingelaufen, blieb aber im letzten Moment stehen.Noch bevor sie den Kopf hob, nahm sie diesen vertrauten, kühlen Duft nach Zedernholz wahr.Dann erklang eine ruhige Frauenstimme.„Nina war immerhin mehrere Jahre deine Schwester. Ganz gleich, was passiert ist, du solltest ihr helfen. A
Oliver blieb trotzdem unruhig.„Aber Elena Weiß, die Erbin der Familie Weiß, hat doch vor Kurzem die Gruppe übernommen. Kann es nicht sie sein?“„Sie?“Fiona stieß ein kaltes Lachen aus, die Zähne fest aufeinandergebissen.„Ein nutzloses Ding bleibt ein nutzloses Ding. Sie wird nicht nach fünf Jahren plötzlich klug.“„Außerdem hat sie vielleicht die Gruppe übernommen, aber sie hat keinen Weg, herauszufinden, dass am Tod ihres Vaters damals etwas nicht stimmte. Hör auf, dich hier selbst verrückt zu machen.“„Aber die Leute aus dem Archiv sagten, jemand war an den Akten. Außerdem fragt jemand die Ärzte und Pfleger von damals nach Matteo Weiß’ Behandlung.“Oliver kam trotzdem nicht zur Ruhe. Ein ungutes Gefühl saß ihm im Nacken, als stand jeden Moment etwas bevor.Plötzlich schlug Fiona mit der Hand auf den Tisch. Ihre Wut zeigte sich offen.„Hörst du mir jetzt nicht einmal mehr zu? Wenn ich sage, es gibt kein Problem, dann gibt es kein Problem.“„Selbst wenn jemand nach Matteo fragt, die
„Gut, das reicht. Gehen Sie raus. Sie stehen im Weg.“Plötzlich wurde die Kamera von jemandem verdeckt.Oliver stellte sich vor den Mann, nahm den Teller mit den Gebäckstücken und schob ihn der Frau gegenüber persönlich hin.Dabei verdeckte er genau den Blickwinkel der Kamera.„Bei dieser Sache könnte es am Ende ein kleines Problem geben. Wenn es so weit ist, hoffe ich, dass Sie mir helfen.“Kaum hatte er das gesagt, bemerkte er, dass der Kellner noch immer nicht gegangen war. Sofort fuhr er ihn an:„Warum stehen Sie noch hier? Raus. Sofort!“Dem Mann blieb nichts anderes übrig, als mit einem höflichen Lächeln den Salon zu verlassen.Es war fehlgeschlagen.Sie hatten nicht aufgenommen, wer diese Person war.Auf Elenas Seite brach das Video ab.Ihre Brauen zogen sich leicht zusammen. Enttäuschung stieg in ihr auf, doch aufgeben wollte sie nicht.„Die Person ist direkt nebenan. Egal wie, heute müssen wir herausfinden, wer sie ist.“Jens wusste, wie wichtig Elena diese Sache war. Nach kur
„Wenn die Brandt-Familie etwas dagegen hat, soll sie ruhig zu mir kommen. Ich will sehen, was sie dann tut.“Felix’ Auftreten war kalt und schneidend. Kaum hatte er diese gleichgültig wirkenden Worte ausgesprochen, öffnete sich die Fahrstuhltür.Er trat ein und wies Marius an, sich weiter um die Sache zu kümmern. Er sollte ihm nicht folgen.Marius sah Felix so eilig gehen und wurde unwillkürlich neugierig.Hatten die beiden sich etwa wieder versöhnt?Nach Felix’ Reaktion eben zu urteilen, standen die Chancen gut.Das war wirklich eine Erleichterung!Felix war in letzter Zeit unberechenbar gewesen. Wenn er sich mit Frau Weiß wieder vertrug, konnten auch er und seine Kollegen endlich aufatmen....Elena war gerade vom Krankenhaus losgefahren und wollte zu der Verabredung, als Jens anrief.„Frau Weiß, wir haben die erste Krankenakte Ihres Vaters gefunden. Oliver Zimmermann hat gerade telefoniert und ist danach heimlich los, um jemanden zu treffen.“„Diese Person scheint etwas mit der Sach
Elena sah sie überrascht an.Mara wusste von Anfang an, dass Elena sich damals die Schuld am Tod ihrer Mutter gegeben hatte. Seitdem war Elena stiller geworden, verschlossener, und sie wirkte lange nicht mehr so lebendig wie früher.Später war sie fünf Jahre mit Adrian zusammen.Für Außenstehende sah es aus, als liebte sie Adrian mehr als alles andere.Doch in Wahrheit hatte Adrian sie gerettet.Nicht nur damals vor zehn Jahren, als er sie aus dem See gezogen hatte.Sondern auch danach.Er war wie ein Licht in ihrem Leben gewesen.Ein Licht, das auf sie fiel und sie dazu brachte, weiterzuleben.Als Elena Maras Frage hörte, lockerten sich ihre ineinander verkrampften Finger plötzlich.Der Knoten, der sie die ganze Zeit festgehalten hatte, schien sich in diesem Moment endlich zu lösen.„Also meinst du, ich sollte ihm verzeihen?“Elena sah Mara wie erstarrt an, ihr Blick plötzlich angespannt.Mara antwortete nicht sofort. Sie sah Elena einen Moment lang an und sagte dann:„Elena, auf dies
„Er ist Arzt. Das gehört nun mal zu seinem Job.“Elena konnte sich ein kleines Lachen nicht verkneifen.„Oder erwartest du, dass er während der Visite mit dir flirtet?“„...“Mara schwieg kurz. Dann wechselte sie betont unauffällig das Thema.„Wenn die Sache mit Anja stimmt, wer steckt dann dahinter?“„Hat sie sich in letzter Zeit mit jemandem angelegt, der richtig Einfluss hat? Anders kann man sich doch kaum erklären, warum plötzlich so viel Dreck über sie ausgegraben wird.“Elena dachte sofort an Felix.Sie hatte Mara noch nicht erzählt, warum Felix ihre Beziehung damals nicht öffentlich gemacht hatte.Da hörte sie schon Maras besorgte Stimme.„Und du? Warum sind deine Augen schon wieder so rot und geschwollen? Sag bloß, es ist noch etwas passiert, das du mir verschwiegen hast.“Elena schwieg ein paar Sekunden.„Mara, es gibt tatsächlich etwas, das ich dir erzählen muss.“Dann erzählte sie Mara alles. Von Anfang bis Ende, ohne etwas auszulassen.Selbst Mara war danach fassungslos.„E
Elena erstarrte, ihr Herz schlug immer schneller.In dem Moment, als Felix sich noch einmal zu ihr hinunterbeugte, um sie zu küssen, begann ihr Körper unwillkürlich zu zittern.Als er ihre Reaktion bemerkte, hielt Felix inne. In seinen dunklen Augen lag deutlich sichtbare Beherrschung.„Na? Hast du
Die spöttische Stimme am anderen Ende der Leitung drang in ihr Ohr. Erst nach einigen Sekunden fand Elena ihre Fassung wieder. „Felix, dein Bruder hat mich gerade nach Strich und Faden verarscht und jetzt bist du dran, ja?“Am Telefon war Felix Stein, Adrians leiblicher Bruder.Als Elena damals mit
„Sag mal, Adrian, heute wolltest du doch mit Elena zum Standesamt. Hast du keine Angst, dass sie ausrastet, wenn du nicht hingehst?“„Ach was, Elena hängt doch an ihm wie eine Klette. Selbst wenn sie kapiert, dass er nur wegen Nina nicht hingegangen ist, schluckt sie das trotzdem.“„Eben. Gegen Nina
Elena wollte nichts verschweigen und erzählte Mara die ganze Sache von Anfang bis Ende.Wie erwartet fing Mara sofort an zu fluchen. Und zwar zimlich derb.„Ich glaube, Adrian hat komplett den Verstand verloren. So etwas zieht er also wirklich durch? Ganz ehrlich, der ist nicht Ninas Pflegebruder, d







