LOGINFelix’ Wut kochte sofort wieder hoch. Ohne ein Wort drehte er sich um, ging zurück zum Aufzug und fuhr nach unten.Marius hatte die ganze Zeit im Aufzug gewartet und überhaupt nicht mitbekommen, was oben passiert war.Er merkte nur eines.Sein Chef war schon wieder wütend.Und diesmal sogar noch mehr als am Morgen.Elena brauchte ein paar Sekunden, um zu reagieren. Dann stieß sie Stefan mit aller Kraft von sich und funkelte ihn an.„Stefan, das war das letzte Mal. Halt dich von mir fern!“Stefan zog den Fuß zurück, doch bevor er etwas erwidern konnte, fiel die Tür bereits vor ihm ins Schloss.Er blieb einen Moment davor stehen.Elenas Reaktion schien ihn nicht weiter zu kümmern.Sein Blick wanderte kurz in Richtung Aufzug, und langsam hob sich ein Mundwinkel.Felix hatte die Szene gesehen. Mehr hatte Stefan gar nicht erreichen wollen.Nach dem, was er eben gesehen hatte, würde Felix an seiner Entscheidung zur Scheidung wohl kaum noch zweifeln.Am nächsten Tag erfuhr Elena, dass Thomas
Wenn das alles stimmte, stellte sich noch eine andere Frage.Was war damals mit dem Menschen passiert, der Elena wirklich gerettet hatte?War Fiona womöglich auch gegen ihn vorgegangen?Elenas Gesicht wurde ernst. Jetzt wollte sie erst recht herausfinden, wer sie damals tatsächlich aus dem Wasser gezogen hatte.Nur wo sollte sie anfangen?Fast jede Spur war inzwischen abgebrochen.Elena rieb sich erschöpft die Stirn. Plötzlich fiel ihr jemand ein, und ihr Blick hellte sich schlagartig auf.Mit dieser Person musste sie unbedingt reden.Als Elena wieder zu Hause war, klebten ihre vom Regen feuchten Sachen unangenehm am Körper. Sie ging deshalb sofort duschen und zog anschließend bequeme Kleidung an.Danach holte sie den Rekorder hervor.Sie hatte bereits versucht, die gelöschten Aufnahmen wiederherstellen zu lassen. Doch der Speicherchip war beschädigt, und die Daten ließen sich nicht mehr retten.Elena stützte beide Hände auf den Tisch und hielt sich die Stirn.Langsam hatte sie wirklic
Seit dem Tod ihrer Mutter reagierte Elena auf Friedhöfe und Beerdigungen besonders stark.Als Jahre später auch ihr Vater starb, war sie sogar weinend in Adrians Armen zusammengebrochen.Sie hatte die Menschen verloren, die ihr am nächsten standen. Gerade deshalb wusste sie nur zu gut, wie wichtig es war, diejenigen zu schätzen, die noch da waren.„Elena, geht es dir gut?“Jens bemerkte ihre Blässe und fragte leise und besorgt nach.Elena schüttelte den Kopf.Heute ging es um Miriam. Alles andere musste warten.Sie atmete einige Male tief durch und zwang sich, wieder ruhiger zu werden.Bis zum Ende der Beisetzung hielt sie durch. Erst danach bekam ihr Gesicht langsam wieder etwas Farbe.Gemeinsam verließen sie den Friedhof. Als sie bei den Autos ankamen, wandte sich Elena schließlich direkt an Selina.„Mein herzliches Beileid, Selina.“„Danke, Elena.“Selina hielt Emmas Hand fest.Das Mädchen hatte inzwischen aufgehört zu weinen. Feine Regentropfen lagen in ihrem Haar, und ihre Augen w
Mara verabschiedete sich knapp und ging.Sebastian zog leicht die Brauen zusammen und räusperte sich unwillkürlich.In diesem Moment klopfte es an der Tür. Katharina Schäfer trat herein und sah ihn überrascht an.„Sebastian, was ist denn mit dir? Du bist ja ganz rot im Gesicht. Hast du Fieber?“Sie streckte die Hand nach seiner Stirn aus.Sebastian lehnte sich unauffällig ein Stück zurück und wich ihrer Hand aus. Für einen Moment wirkte er etwas verlegen.„Mir geht’s gut. Nur ein bisschen warm.“Warm?Katharina warf einen Blick auf die Klimaanlage an der Wand. Sie war tatsächlich ausgeschaltet.„Kein Wunder. Die Klimaanlage läuft ja gar nicht.“Weiter dachte sie nicht darüber nach und wechselte sofort das Thema.„Kommst du heute Nachmittag mit zu meinen Eltern zum Essen? Meine Mutter liegt mir schon seit Tagen damit in den Ohren. Du musst mich retten.“Sie legte bittend die Hände zusammen.Sebastians Miene blieb ruhig.„Gut.“Katharina strahlte sofort.Als die beiden später nach unten
Aber Elena wollte wenigstens wissen, woran sie bei ihm war.Diese Ehe hatte von Anfang an unter keinem guten Stern gestanden. Sie war überstürzt begonnen worden und niemand hatte sie wirklich unterstützt.Trotzdem wollte Elena nicht einfach unterschreiben, ohne zu wissen, warum.Sie sammelte sich und sagte ernst:„Keine Sorge, ich werde unterschreiben. Aber vorher sagst du mir, was gestern passiert ist und warum du dich plötzlich scheiden lassen willst.“Felix’ Finger schlossen sich fester um das Handy. Seine Knöchel wurden weiß.„Was zwischen dir und Stefan läuft, interessiert mich nicht. Oder willst du mir jetzt noch im Detail erzählen, was ihr gestern im Hotel gemacht habt?“Seine Stimme war dunkel und rau, und der Spott darin war kaum zu überhören.Eigentlich war das viel eher der Felix, den alle kannten.Nur Elena hatte bisher meistens eine andere Seite von ihm erlebt.Sie verstummte einen Moment und zog die Brauen fest zusammen.Er glaubte also wirklich, dass zwischen ihr und Ste
„Herr Faber, ich hoffe, dass Sie es nächstes Jahr in den Vorstand schaffen.“Florian blieb stehen.Erst nach einer kurzen Pause drehte er sich zu Elena um und lächelte.„Ich werde Sie nicht enttäuschen.“Nachdem er gegangen war, verschwand das Lächeln sofort aus Elenas Gesicht.Ihr Handy meldete eine neue Nachricht.Sie griff sofort danach.Um diese Zeit schrieb Felix ihr normalerweise. Entweder fragte er, was sie zu Mittag essen wollte, oder er sagte ihr kurz Bescheid, wo er gerade war und was noch anstand.Doch die Nachricht kam nicht von ihm.Sie war von Tina.„Elena, ist bei dir alles in Ordnung?“Ein Hauch von Enttäuschung zog durch Elenas Blick. Sie ließ sich davon jedoch nichts anmerken und antwortete ganz normal.„Alles gut. Ich habe gestern nur etwas zu viel getrunken.“„Zum Glück. Gestern hat Stefan Brandt dich einfach hochgehoben und mitgenommen. Ich hatte wirklich Angst, dass dir etwas passiert.“Elena starrte fassungslos auf die Nachricht.Davon wusste sie überhaupt nichts
Elena wollte nichts verschweigen und erzählte Mara die ganze Sache von Anfang bis Ende.Wie erwartet fing Mara sofort an zu fluchen. Und zwar zimlich derb.„Ich glaube, Adrian hat komplett den Verstand verloren. So etwas zieht er also wirklich durch? Ganz ehrlich, der ist nicht Ninas Pflegebruder, d
Am anderen Ende der Leitung wurde aufgelegt.Für einen Moment wurde Adrian die Brust eng. Unruhe und blanke Wut flackerten in ihm auf, ausgelöst von der Männerstimme, die er eben im Hintergrund gehört hatte.Hat Elena sich schon einen neuen Mann gesucht?Doch kurz darauf entwich ihm nur ein verächtl
Einen Moment lang setzte bei Elena der Verstand aus. Sie wurde knallrot, biss sich auf die Unterlippe, stellte sich auf die Zehenspitzen und hauchte Felix einen Kuss auf die Wange.„Reicht das jetzt?“Kaum hatte sie ihn geküsst, wollte sie sich schon wieder zurückziehen.Felix’ Pupillen weiteten sic
Elenas Worte waren für ihren Großvater kaum zu glauben. Nachdem er ein ums andere Mal nachgefragt hatte, lachte er noch herzlicher als zuvor.„Gut, Hauptsache, du bist verheiratet. Wann bringst du ihn mal bei mir vorbei, damit ich mir den Jungen ansehen kann?“Elena antwortete brav: „Kein Problem, O







