Mag-log inMalte war fassungslos.Seit Jahren wagte kaum jemand, Stefan gegenüber dieses Thema auch nur anzudeuten.Für ihn war seine Herkunft eine absolute Grenze, und wer sie überschritt, bekam die Folgen normalerweise sehr schnell zu spüren.Marius dagegen empfand beinahe Genugtuung.Die Brandts mischten sich in letzter Zeit überall in Königstadt ein, und er hatte längst genug davon.Schon bei Anja hatte Felix deutlich härter durchgreifen können. Dass es damals lediglich bei der Veröffentlichung ihrer privaten Affären geblieben war, lag nur daran, dass er sich noch zurückgehalten hatte.Die Familie Brandt gehörte zwar seit Langem zu den bekannten Familien aus Nordstadt, doch in der jüngeren Generation sah es mit geeigneten Nachfolgern eher dünn aus. Sonst wäre Stefan kaum derjenige geworden, der heute an der Spitze stand.Außerdem war in bestimmten Kreisen durchaus bekannt, dass Stefan erst mit elf Jahren wieder in die Familie aufgenommen worden war.Bevor Stefan zur Familie Brandt zurückkam,
Elena betrachtete Felix und musste unwillkürlich denken, dass er bei der Arbeit wirklich besonders attraktiv wirkte.„T-Motors ist ein starkes Unternehmen. Mit dieser Zusammenarbeit können wir den Markt für neue Energietechnologien in den USA deutlich schneller voranbringen.“Khalid nickte zufrieden.„Da stimme ich Ihnen zu, Frau Weiß. Ich freue mich auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit.“„Ganz meinerseits.“Elena gab Jens ein Zeichen, die Unterlagen vorzulegen.Wenig später setzten alle drei ihre Unterschriften unter den Vertrag.Im Nebenraum verdüsterte sich währenddessen Stefans Gesicht.Malte hatte ihm gerade berichtet, dass Felix gemeinsam mit Elena und Khalid zusammensaß und der Vertrag inzwischen unterschrieben war.Stefans Blick wurde scharf. Er griff zum Handy und rief Thomas an.„Die beiden haben gemeinsam mit Khalid unterschrieben. Willst du eigentlich noch erreichen, was du dir vorgenommen hast?“Thomas reagierte hörbar überrascht.„Sie haben schon unterschrieben?“Grundsät
In dieser Nacht ließ Felix Elena gleich zweimal kaum zur Ruhe kommen.Am nächsten Morgen musste sie seine Ausdauer wirklich bewundern. Selbst auf dem Weg zur Arbeit spürte sie noch ein leichtes Ziehen im Rücken.Im Wagen hielt Felix ihre Hand, die Finger fest mit ihren verschränkt.„Vergiss nicht, morgen ist die Gala.“Elena blinzelte kurz.Ohne seine Erinnerung hätte sie es tatsächlich schon wieder vergessen, obwohl Felix sie erst vor Kurzem daran erinnert hatte.„Ich unterschreibe heute Nachmittag noch den Vertrag und lasse Jens für morgen Abend alles andere verschieben.“Am Morgen hatte Elena bereits die aktuellen Nachrichten gelesen. Fionas erneute Festnahme war noch immer eines der großen Themen, doch die Auswirkungen auf die Stein-Gruppe schienen langsam nachzulassen.Ganz beruhigt war sie trotzdem nicht.„Der Kurs sieht heute Morgen immer noch nicht gut aus, auch wenn es nicht mehr so stark runtergeht wie gestern. Wenn ich dir irgendwo helfen kann, sag es mir bitte.“Felix hatte
„Bist du noch nicht müde?“Elena schlug die Decke zurück und legte sich zu ihm. Felix streckte ihr ganz selbstverständlich den Arm entgegen und zog sie an sich.„Ich habe doch gesagt, dass ich auf dich warte. Wie lief das Essen heute Abend?“„Ganz gut. Morgen Nachmittag besprechen wir noch die Details, und wenn dabei nichts mehr dazwischenkommt, können wir den Vertrag unterschreiben.“„Ganz schön viel zu besprechen, wenn du erst so spät nach Hause kommst. In letzter Zeit dreht sich bei dir wirklich alles nur noch um die Arbeit. Dein Mann kommt langsam zu kurz.“Der leicht beleidigte Unterton brachte Elena zum Lachen.„Das sagt ausgerechnet der größte Workaholic von uns beiden.“Felix hob eine Braue und drückte ihre Schulter etwas fester.„Jetzt machst du dich auch noch über mich lustig.“Elena lächelte, dann fiel ihr endlich wieder ein, was sie ihm noch erzählen wollte.„Ach ja. Stefan war heute Abend auch da.“Bei diesem Namen veränderte sich etwas in Felix’ dunklem Blick.„Ach? Dann
Diesen letzten Satz sagte Elena nicht nur für Khalid, sondern ganz bewusst auch für Stefan.Stefan senkte den Blick, ein kaum sichtbares Lächeln lag auf seinen Lippen. Peinlich schien ihm die Abfuhr jedenfalls nicht zu sein.„Dann ist das wohl wirklich schade.“Khalid verstand den Hinweis und ließ das Thema fallen. Er meinte nur noch, dass er bei Gelegenheit gern einmal Elenas Ehemann kennenlernen würde.Elena lächelte offen.„Die Gelegenheit ergibt sich bestimmt.“Als das Essen zu Ende war, war es bereits elf Uhr abends.Elena hatte für Khalid und seine Begleitung eine Suite in einem Luxushotel der Stein-Gruppe reservieren lassen und brachte die Gruppe anschließend persönlich dorthin.In der Hotellobby verabschiedete sie sich mit einem höflichen Lächeln.„Herr Al-Mansour, ruhen Sie sich gut aus. Wir sehen uns morgen um zwei.“Khalid verabschiedete sich ebenfalls, wechselte noch ein paar Worte mit Stefan und ging dann mit seiner Begleitung nach oben.Über der Lobby hing ein großer Kris
Bevor Elena etwas erwidern konnte, öffnete sich die Tür und der Kellner brachte das nächste Gericht herein.Fast gleichzeitig vibrierte ihr Handy mit einer neuen Nachricht.Sie warf einen Blick auf den Bildschirm und sah Felix’ Text.Elena antwortete sofort.„Ja, soweit schon. Seid ihr mit dem Essen fertig?“Die Antwort kam kurz darauf.„Ja. Theodor hat mich außerdem gebeten, dich an die Gala übermorgen zu erinnern.“Elena hielt kurz inne.Das hatte sie tatsächlich völlig vergessen.„Gut, dass du mich erinnerst. Sonst wäre mir das echt durchgerutscht.“„Siehst du? Du brauchst eben einen guten Ehemann wie mich.“Bei der Nachricht musste Elena lächeln.„Natürlich. Mein Mann ist schließlich der Beste.“Felix saß noch immer mit dem Handy in der Hand, und bei diesen Worten verschwand die letzte Härte aus seinem Gesicht.Es war nur ein kurzer Satz, aber für ihn bedeutete er mehr, als Elena ahnte.Er vertraute ihr vollkommen. Trotzdem war er auch nur ein Mann, und zu sehen, dass seine Frau mi
Elenas Worte waren für ihren Großvater kaum zu glauben. Nachdem er ein ums andere Mal nachgefragt hatte, lachte er noch herzlicher als zuvor.„Gut, Hauptsache, du bist verheiratet. Wann bringst du ihn mal bei mir vorbei, damit ich mir den Jungen ansehen kann?“Elena antwortete brav: „Kein Problem, O
Zum Glück klingelte in diesem Moment Elenas Handy und rettete sie aus der peinlichen Situation.„Hallo?“Ihr Herzschlag wurde schneller, sie ging hastig ran.Am anderen Ende meldete sich ihre beste Freundin, das Topmodel Mara Schmitt, mit spöttischem Ton. „Na, meine große Elena, du bist gestern unte
Elena erstarrte, ihr Herz schlug immer schneller.In dem Moment, als Felix sich noch einmal zu ihr hinunterbeugte, um sie zu küssen, begann ihr Körper unwillkürlich zu zittern.Als er ihre Reaktion bemerkte, hielt Felix inne. In seinen dunklen Augen lag deutlich sichtbare Beherrschung.„Na? Hast du
Die spöttische Stimme am anderen Ende der Leitung drang in ihr Ohr. Erst nach einigen Sekunden fand Elena ihre Fassung wieder. „Felix, dein Bruder hat mich gerade nach Strich und Faden verarscht und jetzt bist du dran, ja?“Am Telefon war Felix Stein, Adrians leiblicher Bruder.Als Elena damals mit







