Mag-log inMara saß mit zwei befreundeten Models in einer Lounge direkt gegenüber der Tanzfläche.Mit Bianca Ahrens und Nora Westphal verstand sie sich schon länger gut, und seit Vanessa König in der Branche praktisch keine Aufträge mehr bekam, hatten die beiden deutlich mehr zu tun und einige neue Werbedeals an Land gezogen.Bianca ließ den Blick über die Tanzfläche schweifen und stieß Mara leicht an.„Schau mal da drüben. Der sieht echt nicht schlecht aus.“Nora musterte den Mann ebenfalls von oben bis unten.„Und die Figur kann sich auch sehen lassen. Der müsste sich vor unseren männlichen Models jedenfalls nicht verstecken. Schade nur, dass Typen, die man in solchen Clubs kennenlernt, meistens eher was fürs Auge sind.“Die beiden ließen den Blick weiter über die Tanzfläche wandern und kommentierten einen nach dem anderen.Bei ihrem Job reichte ihnen oft schon ein kurzer Blick, um zu wissen, wer etwas hermachte und wer nicht.Mara folgte schließlich ihrer Blickrichtung.Der Mann kam ihr bekann
„Keine Sorge. In den letzten Monaten hatte ich einfach zu viel Zeit und hab ein bisschen mit ihm geflirtet. Sobald ich wieder richtig arbeite, habe ich doch gar keine Zeit mehr, mich mit irgendwelchen Männern zu beschäftigen.“Mara lachte am anderen Ende der Leitung, doch Elena konnte nicht mitlachen.Sie kannte sie schon viel zu lange.Wenn Mara so viel redete und alles besonders locker klingen ließ, versuchte sie meistens nur, ihre wirklichen Gefühle zu überspielen. Elena merkte es sofort, wollte sie aber nicht bloßstellen.„Ich wusste doch, dass du immer noch so bist. Männer kommen und gehen, Geld verdienen ist wichtiger.“„Aber bei aller Arbeit passt du bitte auf dich auf. Und Mara, egal was passiert, vergiss nie, dass du mich hast.“Elena meinte jedes Wort ernst.Mara spürte sofort, wie ihr die Tränen in die Augen stiegen. Sie hob den Kopf, blinzelte sie zurück und lachte trotzdem.„Wow, seit wann bist du denn so kitschig?“„Aber weißt du was? Ich mag’s. Und für dich gilt genau da
Adrian war wie vor den Kopf geschlagen.In Felix’ Stimme lag eine Härte, die keinen Zweifel daran ließ, wie ernst er es meinte.Für einen Moment schoss Adrian tatsächlich der Gedanke durch den Kopf, dass sein eigener Bruder ihn umbringen könnte.Seine Wange brannte und fühlte sich zugleich taub an, selbst sein Kopf war noch völlig benommen.Eigentlich war er nur hergekommen, um mit Felix über Thomas’ weitere Behandlung zu sprechen. Dann hatte die Sekretärin erwähnt, dass Elena im Büro wartete, und plötzlich war alles aus dem Ruder gelaufen.Selinas Drohung ging ihm noch durch den Kopf, gleichzeitig redete Adrian sich weiterhin ein, dass Elena tief in ihrem Inneren noch Gefühle für ihn hatte.Solange sie nicht erfuhr, wer sie damals wirklich gerettet hatte, und ihre Ehe mit Felix irgendwann zerbrach, hielt Adrian es noch immer für möglich, dass sie zu ihm zurückkam.Er war sogar bereit, alles Vergangene beiseitezuschieben und noch einmal mit ihr zusammen zu sein.Doch Elena hatte ihn ni
Allein der Gedanke daran, dass Adrian sie gerade von hinten angefasst hatte, machte Elena noch immer wütend. Diesmal war ihr völlig egal, wie das aussah. Sie holte aus und trat nach ihm.Adrian wollte instinktiv ausweichen, doch der Tritt traf ihn genau zwischen die Beine.Er krümmte sich sofort zusammen, presste beide Hände in den Schritt und brachte vor Schmerz kaum noch einen Laut heraus. Sein Gesicht verfärbte sich dunkelrot.Elena sah ihn kalt an.„Ja, ich bin verrückt. Willst du ausprobieren, wie es sich anfühlt, wenn danach gar nichts mehr funktioniert?“In ihrem Blick lag unverhohlener Ekel.Adrian stand noch immer tief gebeugt da und hielt sich mit beiden Händen zwischen den Beinen, als die Bürotür plötzlich aufging und Felix mit schnellen Schritten hereinkam.Marius folgte direkt hinter ihm und erkannte auf den ersten Blick, was passiert war.Seine Augen wurden kurz groß, doch innerlich hielt sich sein Mitleid in Grenzen.Elena hatte ihn offenbar genau an seiner empfindlichst
Elena hatte vor allem Angst, dass Selina etwas passierte.Im Moment war sie ihre einzige echte Hoffnung, den Inhalt der Aufnahme vollständig herauszufinden.Felix traf sich zur selben Zeit mit mehreren Mitgliedern des Aufsichtsrats in einem privaten Club.Hinter jedem von ihnen standen Männer aus Felix’ eigenem Sicherheitsdienst. Schon deren Auftreten reichte aus, um die Anwesenden nervös zu machen, doch noch bedrückender war die Atmosphäre, die von Felix selbst ausging.Sein Blick war kalt, seine Haltung vollkommen ruhig, und trotzdem hatte jeder im Raum das Gefühl, dass ein falsches Wort reichte, um die Situation eskalieren zu lassen.In den vergangenen Jahren hatte sich längst herumgesprochen, wie kompromisslos Felix die Stein-Gruppe führte. In der Branche galt er als jemand, mit dem man sich besser nicht anlegte.Genau deshalb hatten sich diese Männer überhaupt von Thomas und Fiona überzeugen lassen. Mehr als einmal hatten sie versucht, Felix aus der Unternehmensführung zu drängen.
„Verdammt, du hast keine Ahnung, wie sehr ich dich in letzter Zeit vermisst habe. Ich bin fast verrückt geworden. Zum Glück dauert es nicht mehr lange, dann können wir endlich richtig zusammen sein.“„Sobald wir im Ausland sind, reicht das Geld auf meinen Konten locker für uns beide. Dann müssen wir uns um nichts mehr kümmern.“Ihre hellen Finger mit den rot lackierten Nägeln zeichneten langsam Kreise auf Gregors Brust.Er beugte sich zu ihr und küsste sie lange auf die Stirn.„Genau. Wenn wir erst einmal weg sind, komme ich in dieses verfluchte Land nicht mehr zurück. Wir mussten uns jahrelang voneinander fernhalten, jetzt ist damit endlich Schluss.“„Nur schade, dass ich die Weiß-Gruppe nicht mehr in die Finger bekommen habe.“Fiona verengte die Augen, und sofort lag wieder unverhohlener Ärger darin.„Damals hätte ich konsequenter sein müssen. Ich habe Adrian viel zu viel durchgehen lassen. Sein Temperament hat er eindeutig von dir, genauso stur und aufbrausend.“Gregor lachte laut a
Zum Glück klingelte in diesem Moment Elenas Handy und rettete sie aus der peinlichen Situation.„Hallo?“Ihr Herzschlag wurde schneller, sie ging hastig ran.Am anderen Ende meldete sich ihre beste Freundin, das Topmodel Mara Schmitt, mit spöttischem Ton. „Na, meine große Elena, du bist gestern unte
Elena erstarrte, ihr Herz schlug immer schneller.In dem Moment, als Felix sich noch einmal zu ihr hinunterbeugte, um sie zu küssen, begann ihr Körper unwillkürlich zu zittern.Als er ihre Reaktion bemerkte, hielt Felix inne. In seinen dunklen Augen lag deutlich sichtbare Beherrschung.„Na? Hast du
Die spöttische Stimme am anderen Ende der Leitung drang in ihr Ohr. Erst nach einigen Sekunden fand Elena ihre Fassung wieder. „Felix, dein Bruder hat mich gerade nach Strich und Faden verarscht und jetzt bist du dran, ja?“Am Telefon war Felix Stein, Adrians leiblicher Bruder.Als Elena damals mit
„Sag mal, Adrian, heute wolltest du doch mit Elena zum Standesamt. Hast du keine Angst, dass sie ausrastet, wenn du nicht hingehst?“„Ach was, Elena hängt doch an ihm wie eine Klette. Selbst wenn sie kapiert, dass er nur wegen Nina nicht hingegangen ist, schluckt sie das trotzdem.“„Eben. Gegen Nina







