Share

Es bekämpfen

Author: Chi writes
last update publish date: 2026-09-28 06:58:35

Nach Frau Alex' Aussage konnte ich das seltsame, beunruhigende Gefühl in meiner Brust nicht abschütteln.

Damian beschützen? Den kalten Teufel?

Damian hasste mich. Er hasste es sogar, mein Gesicht anzusehen. Seit ich mit ihm verheiratet war, hatte er mich nie berührt, geküsst oder mir auch nur einen einfachen Kuss auf die Wange gegeben. Ich hatte seine eisige Distanz längst als mein Normal akzeptiert.

„Du musst aufhören, an Damian zu denken, und dich darauf konzentrieren, wie die Schule nächstes Wochenende wird", klang Rias Stimme durch das Telefon und riss mich aus meinen sich überschlagenden Gedanken.

Ich schnaubte in den Hörer. „Schule? Bist du sicher? Mit meiner billigen Garderobe kann ich niemals mithalten mit dem, was diese Schüler tragen."

„Hey, hör auf damit! Vertrau mir, ich werde immer an deiner Seite sein, erinnerst du dich?", sagte Ria, ihr Ton so verspielt wie immer. Obwohl sie sich kürzlich von ihrem Freund getrennt hatte, hatte sie sich davon nicht unterkriegen lassen.

„Ich habe ihn heute tatsächlich gesehen", fügte sie hinzu, ihre Stimme senkte sich. „Mark sah für mich aus wie pures Gift."

„Du musst auf dich selbst achten und ihn ganz vergessen", sagte ich ihr entschieden. „Er hat dich nicht verdient, Ria. Du verdienst das Beste."

Ria stieß einen langen, kühlen Atemzug über die Leitung aus. „Vertrau mir, dieses neue Leben als Schülerin wird dich echte Menschen kennenlernen lassen. Du kommst endlich aus dem Eingesperrtsein in diesem Anwesen heraus … und vielleicht triffst du sogar den, den du wirklich liebst."

„Hast du vergessen, dass ich mit Damian verheiratet bin?"

Ria schnaubte laut und legte auf.

Sie hasste es, wenn ich meine Ehe erwähnte. Für sie war es nichts weiter als eine erzwungene Vereinbarung. Schließlich konnte ich mich nicht einmal an meine Vergangenheit erinnern oder daran, wie ich hierher gekommen war; alles, was ich wusste, war, dass Damian mich gerettet hatte, und kurz darauf waren wir getraut worden. Ich fand es immer noch bizarr, wie sehr er mich zu verachten schien, und dennoch darauf bestand, mich als seine Frau zu behalten.

Nun, vielleicht war es nur, um mich eingeschlossen zu halten … oder etwas völlig anderes.

Ich hielt inne und wandte mich wieder dem Spiegel zu, um mein Spiegelbild zu betrachten. Ich hatte nicht bemerkt, dass ich so auffallend aussehen konnte.

Doch aus irgendeinem Grund schien Damian meinen alten, schlichten Look zu bevorzugen. Er hatte sich nie beschwert, wenn ich zerzaust aussah, aber das letzte Mal, als ich es wagte, Make-up aufzutragen, war er ausgeflippt und hatte so seltsame, beißende Bemerkungen gemacht, dass ich mich gezwungen fühlte, alles wieder abzuwaschen, obwohl ich wusste, dass ich gut aussah.

Ich vermutete, dass der einzige Grund, warum er meine veränderte Erscheinung heute akzeptierte, der war, dass Großmutter Alex in der Nähe war, um ihn im Zaum zu halten.

Die Tage vergingen schnell, und der Abend von Großmutter Alex' großem Ball kam schneller, als ich erwartet hatte.

In all den Monaten, in denen ich auf dem Anwesen eingesperrt gewesen war, war dies das allererste Mal, dass ich ein solches Ereignis miterleben durfte. Großmutter Alex hatte nie den Anlass für die Party erklärt, doch Aufregung sprudelte in mir, während ich beobachtete, wie hochkarätige Gäste begannen, durch den riesigen Haupteingang zu schlendern.

Von meinem Schlafzimmerfenster aus konnte ich sehen, wie prominente, ehrwürdige Persönlichkeiten aus Luxuswagen stiegen, ihre Präsenz gebot Respekt.

Früher an diesem Abend hatte Damian mir strenge Anweisungen gegeben: Lass dich nirgends in meiner Nähe blicken. Mach einfach dein eigenes Ding.

Vor meinem Ganzkörperspiegel stehend tat ich genau das. Ich schlüpfte in das teure, aber elegante Kleid, das ich gekauft hatte, mein Haar fiel dank der Salonbehandlungen in sanften, glänzenden Wellen. Ich zog einen kräftigen roten Lippenstift über meine Lippen, passend zu meinen purpurroten Absatzschuhen.

Zum allerersten Mal war ich gekleidet wie eine Königin. Als ich mein Spiegelbild betrachtete, erkannte ich mich kaum wieder.

Ich machte mich auf den Weg hinunter zum Innenhof, wo sich die Gäste mischten und nach einem Toast die Weingläser hoben. Großmutter Alex entdeckte mich sofort. Sie eilte herüber, nahm meinen Arm und zog mich zu einer kleinen Gruppe von Frauen, die ihre langjährigen Freundinnen zu sein schienen.

„Alle zusammen, das ist Claire, meine Schwiegertochter", verkündete Großmutter Alex stolz.

„Wow, sie sieht absolut umwerfend aus!", lobte eine der Frauen und streckte mir zur Begrüßung eine Hand entgegen.

Eine andere Frau in der Runde beugte sich vor, ihre Augen verengten sich, während sie meine Gesichtszüge aufmerksam musterte. „Ist das nicht … die Tigerin-Kriegerin?"

„Tigerin-Kriegerin?", schnaubte eine andere Gästin leise. „Sei nicht lächerlich. Die Tigerin-Kriegerin ist längst verschwunden. Ich habe nur Mitleid mit ihrem armen Bruder, der immer noch nicht aufgeben will zu suchen."

Großmutter Alex schüttelte sanft den Kopf und bot ein leises, höfliches Lächeln. „Das ist Claire. Sie ist überhaupt nicht wie die Kriegerin, von der du sprichst."

Ich lächelte unbeholfen und nickte. Die Frau, die den Namen erwähnt hatte, trat vor, um mir kurz zu umarmen, doch in dem Moment, als ihre Hand meine streifte, erstarrte sie mitten in der Umarmung.

Merklich angespannt zog sie sich zurück, ihre Finger schlossen sich fester um ihr Champagnerglas, während ihre Augen sich in purem Unglauben auf mein Gesicht hefteten.

Bevor ich über ihre Reaktion nachdenken konnte, verlagerte sich die Feier tiefer in den Garten. Als der Abend voranschritt, blieb Damian völlig außer Sicht. Ich saß an einem Steinbrunnen und versuchte herauszufinden, was ich mit mir anfangen sollte, anstatt nur herumzutrödeln, als plötzlich ein Tumult die Musik zerschmetterte.

Ein gedämpfter Schrei kam von den hinteren Gärten, gefolgt von einem schweren, erschreckenden Aufprall.

Schrille Keuchlaute hallten durch die Menge, und dann hörte ich Großmutter Alex Damians Namen schreien.

Die Gäste begannen panisch rückwärts zu stolpern. Ich drängte mich durch die versammelte Menge und erstarrte. Damian lag am Boden, Blut quoll aus seiner Lippe, während eine Gruppe bedrohlicher Männer in dunklen Mänteln über ihm stand und brutal auf ihn eintrat. Großmutter Alex war hysterisch und schrie um Hilfe, während verängstigte Gäste vom Schauplatz flohen.

„Das sind die Legenden aus dem Osten", flüsterte ein Gast in der Nähe entsetzt. „Extrem gefährlich … niemand kann gegen sie kämpfen!"

Ohne nachzudenken eilte ich auf den Kreis zu und streckte die Hand aus, um Damian wegzuziehen. Doch einer der Angreifer stieß mich hart. Ich stolperte rückwärts und krachte auf die Steinfliesen.

Damian fing meinen Blick durch den Nebel des Schmerzes ein, sein dunkler Blick schoss mir eine scharfe Warnung zu: Bleib zurück!

Ich hörte nicht darauf.

Adrenalin schoss durch meine Adern, heiß und explosiv. Ich rappelte mich auf die Füße und sprang vor. Was als Nächstes geschah, überraschte mich völlig.

Ich packte den ersten Mann am Kragen und trieb eine schwere Faust direkt in seinen Kiefer. Die Wucht war erstaunlich, er krachte zu Boden, Blut spritzte aus seinem Mund, noch bevor er den Stein berührte. Ohne innezuhalten wirbelte ich auf dem Absatz herum, packte den zweiten Angreifer und verpasste ihm einen weiteren gnadenlosen Schlag.

Die übrigen Männer starrten mich in absolutem Entsetzen an. Keiner von ihnen wagte es, vorzutreten oder zu versuchen, mich zu bändigen. Entsetzt von der rohen, unnatürlichen Kraft, die ich zeigte, packten sie ihre gefallenen Kameraden und flüchteten in die Schatten, während sie Damian zusammengebrochen auf dem Boden zurückließen.

Großmutter Alex hatte meine Vorführung nicht gesehen; sie war bereits in Panik geraten und ins Haus gerannt, um Sicherheitspersonal und die Polizei zu rufen.

Über Damian stehend wurde mein Atem rau. Mein Kopf begann sich zu drehen, die seltsame Energie floss aus meinem Körper so schnell ab, wie sie gekommen war. Meine Sicht verschwamm, und bevor ich überhaupt verarbeiten konnte, was ich getan hatte, überkam mich Dunkelheit, und ich brach auf dem kalten Boden zusammen.

Als ich die Augen öffnete, lag ich auf einer weichen Matratze. Ein kühles, feuchtes Handtuch lag auf meiner Stirn, und meine Knöchel waren fest in dickes Tuch gewickelt, schwach rot gefärbt.

Meine Erinnerung war verschwommen; alles, woran ich mich erinnern konnte, war, Damian in qualvollem Schmerz zu sehen.

Ich sah mich in dem schwach beleuchteten Zimmer um und entdeckte Damian, der am Fenster stand. Sein Gesicht war blass und starr, seine eigene Hand dick verbunden. In dem Moment, als er das Rascheln der Bettlaken hörte, drehte er sich scharf um.

Seine Augen brannten mit dunkler, wütender Intensität, während er zum Bett marschierte.

„Ich habe dir gesagt, du sollst wegbleiben!", brüllte er, seine Stimme zitterte vor einer heftigen, beschützenden Wut, die ich nie zuvor von ihm gehört hatte. „Ich habe dich gewarnt! Sieh dir an, was sie dir angetan haben!"

Ich zuckte zusammen, zitternd gegen die Kissen unter seinem plötzlichen Ausbruch.

Bevor ich antworten konnte, schwang die Schlafzimmertür auf, und Großmutter Alex stürmte herein. Als sie sah, wie Damian über mir aufragte und schrie, trat sie sofort zwischen uns.

„Damian! Warum schreist du sie an?", schalt sie sanft.

Damians Kiefer spannte sich an. Er schüttelte den Kopf, wandte uns den Rücken zu und ging hinaus, wobei er die Tür hinter sich zuschlug.

Großmutter Alex setzte sich auf die Bettkante und rückte sanft das Handtuch auf meiner Stirn zurecht. „Kümmere dich nicht um ihn, meine Liebe. Lieg einfach still und ruh dich aus."

„Was … was ist da draußen wirklich passiert?", fragte ich, meine Stimme zitterte. „Wer waren diese Männer?"

Großmutter Alex zögerte, ihr sanftes Lächeln verblasste, während sie langsam wegsah.

„Sie sind die Feinde des Unternehmens", erklärte Großmutter Alex leise, ihre Augen voller Kummer. „Immer wenn wir bedeutende ausländische Unterstützung sichern, tauchen sie auf und fordern einen riesigen Anteil der Gelder. Das letzte Mal, als sie vor heute Abend kamen, hatte Damian danach eine schwere Verletzung."

Ich schnaubte leise unter meinem Atem und zog das Bettlaken näher an meine Brust.

„Feinde des Unternehmens?", flüsterte ich und versuchte, ihre Worte zu begreifen.

Frau Alex tätschelte sanft meine Schulter, bevor sie aufstand. „Du musst nicht die ganze dunkle Geschichte dieser Familie oder Damians schon verstehen, meine Liebe. Mach dir keine Sorgen. Ich hoffe, dass sich alles mit der Zeit fügen wird."

„Was wollen sie eigentlich?", fragte ich, gerade als sie die Tür erreichte.

Sie hielt auf halbem Weg inne und wandte sich mit ernster Miene zu mir um. „Jedes Mal, wenn neue Investoren einsteigen, fordern diese Männer eine überhöhte Erpressungssumme. Wie ich schon sagte, wird Damian dir mehr erzählen, wenn die Zeit reif ist. Aber im Moment steht sein Leben wegen dieses neuen chinesischen Investitionsgeschäfts auf dem Spiel. Er braucht Schutz."

Sie holte tief Luft, ihr Blick verweilte auf mir. „Versuch, Damian nicht zu verurteilen, wenn er kalt und distanziert ist. Sein Verstand kalkuliert ständig tausend gefährliche Dinge gleichzeitig. Was er im Moment wirklich braucht … ist Liebe und Aufmerksamkeit."

Sie verließ das Zimmer, ihre letzten Worte hallten in der Stille nach.

Liebe und Aufmerksamkeit?, murmelte ich zu mir selbst, während das Bild von Damians eisigem, undurchschaubarem Gesicht durch meinen Kopf blitzte.

Später am Abend wurde das Abendessen im großen Speisesaal serviert. Ich saß still am langen Mahagonitisch, meine Hände ruhten in meinem Schoß. Mein frisch gestyltes Haar streifte meine Schultern, und ich hatte mich wieder in eines meiner einfachen, gewöhnlichen Kleider umgezogen.

Damian kam von der Gartenterrasse herein. Seine dunklen Brauen waren zusammengezogen, während er auf seinem Handy tippte. Er zog mir gegenüber einen Stuhl heraus und setzte sich schweigend.

Als er nach seinem Besteck griff, huschten seine Augen nach oben und trafen meine.

Ich wandte schnell den Blick ab.

„Wie geht es deinen Verletzungen?", durchschnitt seine tiefe Stimme die Stille. „Du siehst aus, als ginge es dir besser."

Ich bot ein kleines, zaghaftes Nicken. „Ich … ich verstehe ehrlich gesagt nicht ganz, was mit mir da draußen geschehen ist. Aber ich bin mit Blutergüssen am Körper aufgewacht."

Damian starrte mich einen langen, schweren Moment an, bevor er seine Gabel aufhob. Sein Ausdruck blieb völlig undurchschaubar.

„Ich habe dir gesagt, du sollst dich fernhalten", sagte er leise, seine übliche Schärfe war etwas gedämpft. „Ich weiß auch nicht, was geschah, nachdem ich das Bewusstsein verloren hatte, ich bin ohnmächtig geworden. Aber hör mir genau zu: Immer wenn du diese Männer irgendwo in der Nähe dieses Anwesens siehst, selbst wenn sie nicht wissen, dass du mit dieser Familie verbunden bist, hältst du dich so weit wie möglich von ihnen fern."

Ich blinzelte überrascht. Das war das erste Mal, dass Damian sich die Mühe gemacht hatte, mir irgendetwas ausführlich zu erklären. Es fühlte sich surreal an, als würde ich einen Blick auf einen völlig anderen Mann unter der Rüstung erhaschen.

„Wer sind sie wirklich?", hakte ich sanft nach.

„Iss einfach dein Essen, Claire", erwiderte Damian und griff nach seinem Löffel.

Bevor ich mein eigenes Besteck aufheben konnte, schoss ein heftiger, blendender Schmerz durch meine Schläfen. Ein scharfes Keuchen entwich meinen Lippen, als mir der Löffel aus den tauben Fingern glitt und laut gegen den Porzellanteller klirrte.

In einer Sekunde war Damian aus seinem Stuhl und an meiner Seite. Er beugte sich hinunter, sein Gesicht nur Zentimeter von meinem entfernt, seine Augen weit aufgerissen vor ungefilterter, roher Panik.

In dem Moment, als er merkte, dass ich ihn schockiert anstarrte, erstarrte er. Seine Haltung versteifte sich augenblicklich, und er zuckte zurück und umklammerte die Kante seines Stuhls, um sich zu stabilisieren.

„Ich … ich dachte, du würdest gleich diesen teuren Teller zerbrechen", stammelte er und zog sich so schnell in seine kalte Schale zurück, wie er daraus ausgebrochen war. „Sei nächstes Mal vorsichtiger."

Continue to read this book for free
Scan code to download App

Latest chapter

  • WER BIN ICH, DAMIAN?   Es bekämpfen

    Nach Frau Alex' Aussage konnte ich das seltsame, beunruhigende Gefühl in meiner Brust nicht abschütteln.Damian beschützen? Den kalten Teufel?Damian hasste mich. Er hasste es sogar, mein Gesicht anzusehen. Seit ich mit ihm verheiratet war, hatte er mich nie berührt, geküsst oder mir auch nur einen einfachen Kuss auf die Wange gegeben. Ich hatte seine eisige Distanz längst als mein Normal akzeptiert.„Du musst aufhören, an Damian zu denken, und dich darauf konzentrieren, wie die Schule nächstes Wochenende wird", klang Rias Stimme durch das Telefon und riss mich aus meinen sich überschlagenden Gedanken.Ich schnaubte in den Hörer. „Schule? Bist du sicher? Mit meiner billigen Garderobe kann ich niemals mithalten mit dem, was diese Schüler tragen."„Hey, hör auf damit! Vertrau mir, ich werde immer an deiner Seite sein, erinnerst du dich?", sagte Ria, ihr Ton so verspielt wie immer. Obwohl sie sich kürzlich von ihrem Freund getrennt hatte, hatte sie sich davon nicht unterkriegen lassen.„

  • WER BIN ICH, DAMIAN?   Unterschied

    Während der Fahrt nach Hause wollte ich Damian so verzweifelt von dem erzählen, was im Modehaus geschehen war. Doch wie immer gab er mir keine Öffnung, sein Ausdruck war eine Mauer aus Stein, die die Worte in meiner Kehle zum Schweigen brachte. Während ich sein scharfes Seitenprofil im Rückspiegel betrachtete, fragte ich mich zum hundertsten Mal, was für ein Mann er unter diesem Eis wirklich war.„Halt an", durchschnitt seine Stimme die Stille.Der Fahrer gehorchte sofort und brachte den Wagen sanft zum Stehen. Ohne aufzublicken, schob Damian mir erneut seine Kreditkarte zu.„Du musst etwas mit deinen Haaren machen. Ich will nicht, dass Oma wieder eine ihrer Predigten anfängt. Ich habe es verdammt satt."Da bemerkte ich, dass wir vor einem der exklusivsten Friseursalons der Stadt geparkt hatten.Als ich die Karte aus seinen Fingern nahm, hielt ich inne. Sein Gesicht war immer noch auf sein Handy gerichtet, doch trotz all seiner Mühe, so zu tun, als kümmere es ihn nicht, erhaschte ich

  • WER BIN ICH, DAMIAN?   Frau Alex

    In dem, was wie das feinste Kleid aussah, das ich je gesehen hatte, warf ich einen letzten, verweilenden Blick auf mein Spiegelbild.Ich atmete scharf aus und versuchte, das hektische Pochen in meiner Brust zu beruhigen. Endlich, nach einer Ewigkeit des Verborgenseins, würde ich mit meinem … nach draußen gehen.Ich schnaubte. Das Wort Ehemann schmeckte bitter auf meiner Zunge.Als ich aus dem Haus trat, entdeckte ich Damian bereits auf dem Rücksitz des schnittigen Wagens sitzend, seine Augen auf sein Handy geheftet. Ich öffnete die hintere Tür, um mich zu ihm zu setzen, doch er warf mir einen so eiskalten Blick zu, dass mir das Blut in den Adern erstarrte. Ich verstand die stumme Warnung sofort, schloss die Tür, eilte nach vorne und schlüpfte auf den Beifahrersitz neben dem Fahrer.Zwanzig Minuten später hielten wir vor dem prächtigsten, atemberaubendsten Modehaus, das ich je gesehen hatte. Damian hatte während der gesamten Fahrt kein einziges Wort gesagt.Während der Motor lief, saß

  • WER BIN ICH, DAMIAN?   Damian

    Die Tür glitt mit einem leisen Klicken auf. Durch die Schatten erkannte ich die Umrisse seiner großen Gestalt und seines dunklen, verschwitzten Gesichts.Was macht er schon wieder hier?, dachte ich entsetzt und zog verzweifelt das Bettlaken über meinen halbnackten Körper.Damian trat näher, beugte sich hinab, bis sein Atem meine Wange streifte. Seine Hand glitt in mein Haar, griff so sanft hinein, dass ich für einen Sekundenbruchteil zu hoffen wagte. Ich dachte, er würde mich endlich als die Frau sehen, die er lieben sollte.Stattdessen richtete er sich gerade auf, seine dunklen Augen glitzerten im schwachen Licht. Ohne ein Wort drehte er sich um, ging zur Tür und schlüpfte hinaus, wobei er die Tür leise hinter sich schloss.„Was für ein absoluter Sonderling", murmelte ich zu mir selbst und zog das Laken fester gegen meine Brust.Bald strömte Morgenlicht durch das Fenster und kündigte die Ankunft eines neuen Tages an. Ein weiterer Tag als eingesperrte Schattenehefrau von Damian Sleek.

More Chapters
Explore and read good novels for free
Free access to a vast number of good novels on GoodNovel app. Download the books you like and read anywhere & anytime.
Read books for free on the app
SCAN CODE TO READ ON APP
DMCA.com Protection Status