NoahIch hielt Kaels Brief noch in der Hand, als die Tür aufgerissen wurde.Ich musste nicht aufsehen, um zu wissen, wer es war. Der Duft schlug mir sofort entgegen, teures Parfüm vermischt mit etwas Dunklerem. Etwas Giftigem.Clara.Sie schritt in den Raum, als gehöre er ihr, ihr Seidenkleid schleifte hinter ihr her. Ihr Blick schweifte durch den Raum, erfasste das kleine Zimmer, das schmale Bett, das einzige Fenster.Dann fiel ihr Blick auf mich.„Na, na.“ Ihre Stimme triefte vor falscher Süße. „Schau mal, wer wieder im Käfig sitzt.“Ich sagte nichts. Ich starrte sie nur an, meine Hand immer noch auf meinem Bauch.Clara kam näher, ihre Absätze klackten auf dem Steinboden. Sie blieb vor mir stehen, den Kopf schief gelegt, und musterte mich, als wäre ich ein Versuchsobjekt.„Du siehst furchtbar aus“, sagte sie. „Erschöpft. Blass. Gebrochen.“Ich sagte immer noch nichts.Sie lachte, ihr Lachen schrill und grausam. „Was ist los? Hat dir die Katze die Zunge verschluckt? Oder hat der Köni
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