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Alphas Obsession: Verliebt in die Tochter meines Feindes
Alphas Obsession: Verliebt in die Tochter meines Feindes
Author: Vivian

Kapitel 1: Die Rote Hochzeit

Author: Vivian
last update publish date: 2026-09-21 11:01:48

DAVINA

Ein Lächeln erhellte mein Gesicht, als mein Vater mich den Gang hinunterführte, um den Mann meines Lebens zu treffen, den Gamma meines Vaters – Lucien Bryant.

Ich hatte von diesem Moment geträumt, solange ich mich erinnern konnte. Als Kind hatte ich immer die Augen auf ihn gerichtet, und ich war immer offen damit umgegangen. Er hatte meinen kindlichen Schwarm nie ernst genommen, nicht bevor ich mit der Universität fertig war.

Jetzt, mit neunzehn – fast zwanzig – war ich eine erwachsene Frau mit einem Abschluss. Nicht länger die Alpha-Tochter, die einfach mitlief. Und Lucien gehörte mir.

Nun ja, fast.

Ich hatte die Initiative ergriffen. Ihn zu Spaziergängen mitgenommen, ihn in lange Gespräche gedrängt, sogar unser erstes Date geplant. Langsam ließ er mich an sich heran. Und die Göttin wusste, wie sehr ich die Zeit mit ihm schätzte. Er gab die wärmsten Umarmungen und die sanftesten Küsse. Seine Berührungen – schon ein Streifen seiner Finger über meine Haut setzte meinen Körper in Brand. Doch aus irgendeinem Grund ging er nie weiter.

Ich errötete, weil ich wusste, dass das heute Nacht enden würde. Er würde ganz mir gehören, und ich würde ihn auf jede Weise beanspruchen.

Mein Herz raste, als ich den Kopf hob und seinen Blick traf. Groß, gefasst, verheerend gutaussehend in seinem maßgeschneiderten Smoking. Sein dunkles Haar war zurückgegelt, das Kinn glattrasiert, und dieses Paar wunderschöner grauer Augen durchbohrte meine Seele. Sein Lächeln ließ mich dahinschmelzen.

Zwei seiner besten Krieger und vertrauenswürdigsten Männer standen neben ihm – Rowan und Kane –, doch sie verschwammen in seiner Gegenwart.

‚Bist du glücklich?‘ Dads Stimme war sanft, als er mir einen Mindlink schickte.

Ich nickte. ‚Sehr glücklich, Dad. Danke, dass du das zugelassen hast. Es ist alles, was ich je wollte.‘

Dad sah Lucien an, seine Augen weich.

Dad hatte immer eine Schwäche für ihn gehabt. Er war pflichtbewusst und unerschütterlich loyal. Er war auch zu jung, um der Gamma meines Vaters zu sein, aber Dad machte das überhaupt nichts aus. Während Dad und sein Beta in den Fünfzigern waren, war Lucien vierundzwanzig und war mit fünfzehn Gamma geworden.

‚Alles, was ich will, ist, dass du glücklich bist, Davina Rose.‘

Ich lächelte und blinzelte Tränen weg. ‚Das bin ich, Dad. Wirklich.‘

Wir erreichten schließlich Lucien, und mein Vater übergab mich behutsam an ihn, legte meine Hand sanft in die seine. Ich lächelte und genoss den Kontrast zwischen seiner sonnengebräunten Haut und meiner viel helleren.

„Sie gehört jetzt dir, Gamma. Pass gut auf sie auf.“

Lucien schenkte mir eines dieser herzerschütternden Lächeln. Dann seufzte er und antwortete meinem Vater. „Ich habe keine Wahl. Davina ist mein Leben.“

Mein Erröten vertiefte sich, und mein Herz sang. Konnte dieser Tag noch besser werden?

„Du bist so wunderschön, Prinzessin.“ Lucien sagte das, als Dad beiseitetreten, und seine Augen hielten die Bewunderung, die er für mich empfand, keine Sekunde zurück. Ich fühlte mich besonders, geschätzt und geliebt.

Das war zu perfekt. Ich wusste, dass nichts diesen Tag ruinieren konnte.

‚Ich liebe dich.‘ Ich konnte nicht anders. Ich sagte ihm, was ich empfand.

Lucien lächelte. ‚Ich weiß. Und ich liebe dich auch, meine Rose.‘

Bevor ich darauf antworten konnte, trat der Schamane des Rudels vor, gehüllt in traditionelle Gewänder, die mit silbernem Faden durchwirkt waren. Der Hof wurde vollkommen still, als alle ihre Aufmerksamkeit auf uns richteten.

Er ging zum Podium vor uns und öffnete das alte Wolfsbuch. Dann begann er Dinge daraus vorzulesen, denen ich nicht zuhörte. Es war langweilig, und Lucien war genau hier. Ich starrte lieber ihn an.

„Wir sind versammelt, um die Verbindung von Gamma Lucien Bryant und Lady Davina Rose Carson, der eigenen Tochter unseres Alphas, zu bezeugen.“

Seine Worte lösten einen kleinen Jubel aus, der mich kichern ließ.

Als ich wieder zu Lucien sah, bemerkte ich, wie seine Augen unauffällig durch die Menge schweiften, und ich fragte mich, ob er nach jemandem suchte. Doch dann kehrte seine Aufmerksamkeit zu mir zurück.

„Ihr könnt jetzt eure Gelübde sprechen.“ sagte der Schamane.

„Damen zuerst.“ forderte Lucien, und ich biss mir schüchtern auf die Lippen.

Meine Lippen zitterten leicht, als mein Lächeln nachließ. „Lucien,“ begann ich, meine Stimme wackelig. „Ich kenne dich, seit ich ein kleines Mädchen war, und du hast mich immer beschützt. Ich habe dich geliebt, seit ich wusste, was Liebe ist, und…“ Ich stockte, als ich bemerkte, dass er wieder wegsah. Ich wollte fragen, ob etwas nicht stimmte, aber ich war mitten in meinen Gelübden. „Ich…“

Dad sprang plötzlich auf, die Augen weit vor etwas, das Horror ähnelte. Ich drehte mich zu Lucien zurück, wollte Fragen stellen, aber er sah mich jetzt nicht an. Er starrte Dad an.

Die Wärme und Liebe in diesen Augen waren verschwunden, ersetzt durch etwas Kaltes, etwas Gnadenloses und Mörderisches.

„Lucien, sprich mit mir. Was ist los?“

„Davina, lauf!“ schrie Dad mich an, sodass mein Herzschlag in die Höhe schoss, aber ich tat es nicht. Ich stand da, verwurzelt in Verwirrung.

Bis Lucien mich packte. Nicht an den Armen, sondern an der Kehle.

Ich keuchte, mein Verstand noch immer von Verwirrung überwältigt.

Er zog mich nah an sich, meinen Rücken gegen seine Brust. Während Rowan und Kane auf Dad zugingen.

Die Hochzeitsgäste, der Schamane – sie schienen überhaupt nicht beunruhigt. Was zum Teufel passierte hier?

„Lucien… Lucien, du tust mir weh.“

Er ignorierte mich, als bedeuten meine Worte nichts, bevor er sich an Dad wandte.

„Soll ich dich zuerst töten, oder soll ich deine Tochter töten und dich zusehen lassen?“ fragte Lucien, während seine Finger über meine Haut strichen.

Das war keine Hochzeit. Es war ein Hinterhalt.

„Wenn du einen Finger an meine Tochter legst—“ Dads Drohung wurde grob von einem scharfen Schlag gegen seinen Hinterkopf von Kane unterbrochen.

„Hört auf, er ist euer Alpha!“ schrie ich in Panik und Angst.

„Halt den Mund, Prinzessin!“ Luciens Stimme jagte einen Schauer meinen Rücken hinunter, und ich erstarrte. Er hatte nie die Stimme gegen mich erhoben.

Ich wandte mich an den Schamanen, wollte flehen, aber der Blick, den ich in seinen Augen sah, ließ mich die Worte herunterschlucken. Seine Augen waren stählern, als sie meinen Vater anstarrten.

„Hände hoch, Alpha Gideon.“ befahl Lucien, seine Stimme nun selbstgefällig, und das ließ mein Herz schmerzen.

„Ich bin euer Alpha. Ihr könnt mir nicht befehlen—“ Er wurde erneut von einer Ohrfeige von Kane unterbrochen.

Ich keuchte vor Entsetzen.

„Fass… Fass meine Tochter nicht an.“ Dads Stimme kam leiser, erwürgt, als er flehte. Seine Augen huschten voller Angst hin und her.

„Und warum sollte ich dir solche Gnade gewähren?“ fragte Lucien, sein vertrauter Tonfall verschwunden.

Das war ein anderer Mensch, ein anderer Mann. Nichts wie der Lucien, den ich mein ganzes Leben gekannt und lieben gelernt hatte. Dieser klang wie der Teufel.

„Weil… Weil du sie liebst.“

Luciens dunkles Lachen hinter mir war ein scharfes Messer, das sich in meinen Magen drehte.

Ich schaffte es, den Kopf ein wenig zu drehen, um den Blick in seinen Augen zu sehen, und als ich das tat, blutete mein Herz.

„Liebe?“ Lucien sagte das Wort, als klebte Galle an seiner Zunge. Es war grausam, zu grausam. „Du denkst, ich liebe deine Tochter, Gideon?“

Mein ganzer Körper versteifte sich, der Atem stockte mir im Hals. Der Schmerz in meinem Herzen blühte auf wie ein Flächenbrand und drohte, mich zu verzehren.

„Du lügst…“ Ein ersticktes Flüstern entwich mir. Ich konnte nicht anders.

„Du warst ein Mittel zum Zweck, Davina. Du solltest dir selbst die Schuld geben, dass du so einfach warst. Ich musste nicht einmal irgendwelche Mühe investieren.“

Die Worte trafen mich härter als jede Ohrfeige, die ganze Welt drehte sich vor mir.

Die Worte, die Umarmungen, die Küsse, diese langen Nächte, die wir zusammen verbracht hatten – waren sie alle eine Lüge?

„Lucien…“ versuchte ich es erneut, meine Stimme voller Unglauben.

Ein Teil von mir hoffte, dass das alles ein Traum war. Dass ich aufwachen und er mir sagen würde, wie sehr er mich liebte.

„Genug des Geplauders.“ sagte Lucien kalt. „Nehmt ihn fest.“

Rowan und Kane packten meinen Vater und begannen, ihn grob hinauszuzerren.

„Was macht ihr da? Er ist euer Alpha! Lasst ihn sofort los!“ schrie ich, aber niemand hörte auf mich. Niemand sah mich auch nur an, als wäre ich irgendetwas Irrelevantes, um das man sich nicht kümmern musste.

Ich versuchte, zu ihm zu laufen, doch Luciens Hand um meinen Hals hielt mich zurück. „Wohin glaubst du gehst du, Prinzessin?“

Dieser Spitzname machte mir jetzt übel. „Was werden sie mit ihm machen?“ fragte ich stattdessen, auch wenn ein Teil von mir es bereits wusste.

„Sie?“ Er beugte sich vor, seine Lippen an meiner Haut ließen mich erschaudern – vor Angst und Abscheu. „Sie werden ihm nichts tun. Aber ich?“ Er verspottete mich. „Ich werde ihn töten.“

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