MasukMina
Ein Monat später
Meine Finger zitterten, während ich mit der einen Hand meinen schwarzen Bleistiftrock glattstrich und in der anderen Unterlagen und Notizbuch umklammerte. Das Team hatte sich vor den großen Holztüren des Besprechungsraums versammelt und wartete darauf, aufgerufen zu werden. Dies war unser großer Tag, und der Druck lastete auf uns allen. Reiner hatte uns versichert, dass wir unseren Vorschlag bis zur Perfektion verfeinert hatten, und ich wusste, dass er Vertrauen in meinen Part hatte – trotzdem ließen die Nerven mich nicht los.
Während wir auf unsere Präsentation warteten, schob sich Odilia, unsere Projektvermittlerin, an uns heran und stellte sich zwischen Reiner und mich.
– Ich habe gerade gehört, dass der stellvertretende CEO hier ist, – flüsterte sie, eher zu Reiner als zu mir. – Anscheinend wird er bei allen Präsentationen dabei sein.
Reiner runzelte die Stirn und strich sich über das Kinn. Sein Blick traf meinen über Odilias blonden Kopf hinweg. – Ich weiß, dass ich gesagt habe, du könntest den Abschnitt zur Nachhaltigkeit übernehmen, Wilhelmina, aber wenn der stellvertretende CEO im Raum ist, ist es vielleicht besser, wenn ich die ganze Präsentation übernehme. Du verstehst, oder? –
– Ich kann das, – protestierte ich. – Ich habe mich in den letzten drei Wochen vorbereitet.
– Das verstehe ich, aber in dieser Situation werden die Partner sicher erwarten, dass ich die gesamte Präsentation halte, – antwortete Reiner.
Enttäuschung machte sich in mir breit, aber ich nickte. Er war schließlich der Projektleiter, und es war wahrscheinlich, dass der stellvertretende CEO der Schneider Group eher Reiners erfahrenem, professionellem Auftreten und seiner Seniorität vertrauen würde als meiner jugendlichen Begeisterung – selbst wenn ich auf nachhaltiges Design spezialisiert war.
Ich ignorierte das leicht selbstgefällige Lächeln auf Odilias Gesicht. Ich wusste nicht, was ich getan hatte, um die eisig schöne Frau zu reizen, aber sie schien von dem Moment an, als sie vor zwei Monaten aus unserem Europa-Büro wechselte, eine Abneigung gegen mich zu hegen. Wenigstens würde sie uns nicht dauerhaft begleiten, falls wir diesen Auftrag bekämen. Sie würde mit anderen Teams und Projekten innerhalb der Firma beschäftigt sein.
Trotzdem war jetzt nicht die Zeit, sich über sie Gedanken zu machen. Ich hatte Wichtigeres zu tun: Paradise Architecture musste dieses Projekt sichern.
Die Türen öffneten sich, und ein Mann steckte den Kopf heraus. – Sie sind bereit für Sie. –
Mein Puls schoss in die Höhe, und ich strich noch einmal über meinen Rock. Jahre voller endlosen Studiums und Praktika in verschiedenen Architekturbüros hatten mich nicht wirklich auf meinen ersten großen Vorschlag vorbereitet, und dies war einer der größten überhaupt – eine Hotelkette mit Entwicklungsstandorten in zehn großen US-Städten.
Ich folgte Reiner in den Raum, hell und geräumig, mit großen Fenstern, die den atemberaubenden Ausblick aus der dreiundfünfzigsten Etage der Schneider Plaza freigaben. Die Nerven kribbelten in meinem Magen, während ich die ernsten Gesichter der Männer und Frauen rund um den riesigen Tisch musterte.
Mein Blick wanderte ans andere Ende des Raumes – und alle Muskeln verkrampften sich, die Luft schien in meinen Lungen zu gefrieren, als ich abrupt stehenblieb. Ein Paar kalter, blauer Augen starrte mich an. Augen, die sich erst vor einem Monat in mein Gedächtnis eingebrannt hatten.
Es war unmöglich. Es konnte nicht er sein. Auf keinen Fall.
Ein Teammitglied stieß an mir vorbei, und ich setzte mich wieder in Bewegung, zwang meine Füße, zum Tisch zu gehen. Hastig sah ich zu dem Mann hinüber, suchte nach einem Unterschied in seinen Zügen. Etwas, irgendetwas, das mir sagen konnte, dass er nicht die Person war, die mir meine Unschuld genommen hatte – in einer Nacht, an die ich mich kaum zu erinnern wagte.
Aber die Art, wie seine Augen mich fixierten, sagte mir, dass ich nichts finden würde.
Die Intensität seines Blicks überflutete mich mit Erinnerungen: die Dinge, die er zu mir sagte, während er mich mit Mund und Fingern zum Höhepunkt brachte; seine tiefe, dunkle Stimme, die schmutzige Worte in mein Ohr murmelte, während er in mich stieß; sein Mund zwischen meinen Beinen danach, der mir einen weiteren Orgasmus schenkte; die träge Bewegung seiner Zunge, die den Schmerz seines Körpers lindern sollte.
Nach diesem dritten Orgasmus, als ich erschöpft und ausgewrungen dalag, wurde mir klar, dass ich keine Ahnung hatte, wie ein One-Night-Stand eigentlich enden sollte. Also hatte ich mich bedankt, die Wangen glühend, während ich versuchte, die Etikette dafür zu entschlüsseln. Dann war ich aus seiner Suite gestürmt, hinunter zur Hotellobby, um ein Fahrtenservice zu rufen, obwohl er mir angeboten hatte, ein Auto zu bestellen.
Und jetzt sah ich ihn wieder, am allerletzten Ort, an dem ich es erwartet hätte. Oh, Gott!
Ich konnte kaum glauben, dass das passierte. Wie war es möglich, dass ich mit dem stellvertretenden CEO der Schneider Group geschlafen hatte und es nicht wusste? Vielleicht zog ich voreilige Schlüsse. Immerhin hatte ich, als wir erstmals hörten, dass wir einen Vorschlag für dieses Projekt erarbeiten würden, sowohl den CEO als auch den stellvertretenden CEO des Unternehmens recherchiert, und es war nicht Silvans Bild, das ich gesehen hatte. Obwohl… jetzt, wo ich darüber nachdachte, konnte ich eine gewisse Ähnlichkeit zwischen ihm und dem Mann auf dem Foto erkennen.
Ich warf ihm einen weiteren Blick zu, während ich den Tisch entlangging, einen Stuhl herauszog und mich setzte. Der ältere, deutlich fülligere Mann neben Silvan hielt ihn in einem Gespräch gefangen, also nutzte ich die Gelegenheit, während er abgelenkt war, um ihn genauer zu beobachten.
Ich hatte ein schreckliches Gefühl, dass die unglaubliche Nacht, die ich vor einem Monat mit ihm geteilt hatte, mir bald in der schlimmstmöglichen Art und Weise auf die Füße fallen würde.
MinaSilvan wandte sich von Dad ab und wischte die ganze angespannte Szene mit einer knappen, sachlichen Bemerkung beiseite.„Sind wir fertig, meine Damen?“Mom erhob sich mit jener mühelosen Grazie, die ich schon immer bewundert hatte, und ich folgte ihr, stellte mich neben sie.„Ja, danke, Silvan“, sagte sie warm und aufrichtig. „Das Essen war absolut köstlich.“Silvans Lächeln – hell und echt – erhellte sein Gesicht auf eine Weise, die ich in den letzten acht Monaten, seit wir offiziell zusammen waren, immer mehr liebgewonnen hatte. Es war das Lächeln, das von müheloser Zuneigung sprach, das sich zwischen ihm und Mom entwickelt hatte – etwas, das ich nie für möglich gehalten hätte. Ihn zu beobachten, wie er die mütterliche Fürsorge aufsaugte, die ihm als Kind gefehlt hatte, wie ein Mann, der nach Liebe verhungert war und nun ein Fest bekam, ließ etwas in mir schmelzen. Ein Milliardär, hart und dominant im Geschäft, und doch vollkommen zärtlich in der Gegenwart meiner Mutter.Als wi
MinaMama griff über den Tisch und drückte meine Hand, ein sanftes Lächeln spielte um ihre Lippen. Ich könnte mich daran gewöhnen, dachte ich bei mir – die Wärme ihrer Berührung war ein tröstlicher Anker inmitten des eleganten Ambientes, das uns umgab.Ich ließ meinen Blick durch das Restaurant schweifen, in dem wir heute Abend zu Abend aßen. Es war prunkvoll, selbst nach Silvans hohen Maßstäben. Zwar besuchten wir oft solche gehobenen Etablissements, aber wir hatten auch die Vorliebe entwickelt, gemeinsam zu Hause zu kochen. Überraschenderweise erwies sich Silvan als äußerst talentierter Heimkoch. Unsere nächtlichen Grilled-Cheese-Sandwiches blieben ein Favorit.Doch heute war ein besonderer Anlass – Mamas Geburtstag. Silvans durchdachte Geste, seinen Privatjet zu schicken, um sie für das Wochenende nach New York zu bringen, sprach Bände über seine Großzügigkeit. Dass wir sie in einer der luxuriösen Hotelsuiten Silvans unterbringen konnten, mit allen Kosten übernommen, verlieh der Fe
SilvanIhre Hand legte sich auf meine Brust, direkt über mein wild schlagendes Herz. Die Wärme ihrer Berührung durchströmte mich, tröstlich und elektrisierend zugleich. „Und ich mag wirklich, wirklich, was ich sehe“, gestand sie, ihre Augen trafen die meinen in einem Moment geteilter Verletzlichkeit.Erleichterung durchflutete mich, eine Last hob sich von meinen Schultern, als ihre Worte sanken. Ohne zu zögern trat ich einen Schritt näher, meine Hand fand instinktiv ihren weichen Haaransatz, die Finger um den Nacken gelegt, und ich zog sie sanft zu mir. Die Nähe zwischen uns fühlte sich natürlich an, unvermeidlich, als hätten wir viel zu lange um diesen Moment getanzt.„Ich mag, was ich sehe, auch“, murmelte ich, meine Stimme leise und intim, voller unausgesprochener Versprechen und Begierden.„Ach ja?“ Ihre Stimme war ein atemloses Flüstern, Erwartung hing in der Luft zwischen uns.Ich nickte, ein Lächeln spielte auf meinen Lippen. „Ja, wirklich. Tatsächlich mag ich nicht nur, was ic
Silvan„Natürlich“, antwortete ich ohne zu zögern, ein Hauch von Verletztheit in meinen Worten. Glaubte sie mir denn nicht, als ich ihr versichert hatte, dass ich nirgendwohin gehen würde?„Und du hilfst Mama beim Rote-Bete-Pflanzen?“ Wilhelmina erkundigte sich, ihr Blick huschte zu der Schaufel in meiner Hand.Ich sah auf meine Finger, die das Werkzeug umklammerten. „Anscheinend schon“, bestätigte ich mit einem leichten Lächeln.Wilhelmina stieg die Stufen zu uns hinunter, und der Anblick, wie sie auf uns zukam, raubte mir für einen Moment den Atem. Wie sie sich bewegte, wie das Sonnenlicht ihr Haar einfing – es war alles so faszinierend.„Wilhelmina, magst du das hier zu Ende bringen, während ich das Abendessen vorbereite?“ unterbrach Beth, ihr Ton trug einen Hauch von Schalk, als sie mir einen vielsagenden Blick zuwarf.Meine Lippen zuckten bei Beths subtiler Geste, ich verstand die unausgesprochene Botschaft. Wilhelmina stand elegant auf, klopfte den Schmutz von ihren Knien und na
SilvanIch fuhr vor dem Haus von Wilhelminas Mutter vor und stellte das Auto in den Parkmodus. Die Entscheidung, selbst zu fahren, statt einen Chauffeur zu nehmen, fühlte sich wie ein kleiner Schritt in Richtung Unabhängigkeit an, ein Zeichen meines Engagements, für die absehbare Zeit hier zu bleiben. Der Sonnenuntergang tauchte den Himmel in Orange- und Rosatöne, warme Strahlen fielen durch die Autoscheiben, während ich da saß und meine nächsten Schritte überlegte.Eine Neubewertung war nötig. Der Impuls, Dinge für Wilhelminas Mutter zu kaufen, war zwar gut gemeint gewesen, wirkte jetzt aber wie ein Fehltritt. Sie brauchte kein Geld von mir, sondern echte Verbindung und Unterstützung. Mir wurde bewusst, dass meine Versuche, materiellen Komfort zu bieten, wahrscheinlich eher dazu dienten, mein eigenes Schuldgefühl zu lindern, als ihr wirklich zu helfen. Wilhelmina würde mit Zeit und Gelegenheit zweifellos in der Lage sein, ihre Mutter auf eine Weise zu versorgen, wie ich es nicht konn
MinaSeine Augen verdunkelten sich leicht, eine Mischung aus Frust und Verlangen darin sichtbar. „Weil es das Einzige ist, was ich dir geben kann – das Einzige, was du wirklich brauchst“, gestand er, seine Stimme von Verzweiflung durchzogen.Ich traf seinen Blick und spürte eine Welle von Traurigkeit über mich hinwegrollen, während ich langsam den Kopf schüttelte. „Nein, Silvan. Das ist es nicht. Ich brauche dein Geld nicht und was es mir kaufen könnte. Eine Beziehung darf nicht so ablaufen wie ein Geschäft. Es geht darum, mit jemandem zusammen zu sein, weil man sich nicht vorstellen kann, ohne ihn zu leben. Es geht darum, Herz und Seele zu teilen, in dem Wissen, dass der andere einen wirklich sieht, wie man ist, dass er einen auf eine Weise versteht, die sonst niemand kann.“Sein Kiefer spannte sich, während er meine Worte aufnahm, ein stilles Zugeständnis an die Wahrheit darin. „Okay“, antwortete er schließlich, sein Ton gedämpft, aber akzeptierend.Ich war überrascht von seiner une
MinaMeine Absätze hallten durch die Bar, während ich auf den Tresen zuging, verzweifelt darauf bedacht, der peinlichen Situation zu entkommen, draußen auf mein Taxi warten zu müssen. Ich zog mein Handy heraus, um ein Taxi zu rufen, doch plötzliches Lachen und Musik lenkten mich ab. Durch die getön
SilvanEin Schweißperlen tropfte mir von der Stirn, während die Spannung in Schultern und Bizeps immer weiter anstieg. Mit einem letzten Stoß war ich ganz in ihr. Ihre Muschi fühlte sich an wie ein glühender Schraubstock um meinen Schwanz, und mein Hodensack zog sich bereits eng zusammen.– Geht es
SilvanWilhelmina war ein Bild für sich – zierlich, mit schmalen Schultern, einer schmalen Taille, die sich zu kurvigen Hüften öffnete, und einem runden Hintern, den ich nur zu gern auf der Lehne des Sofas gesehen hätte.So verlockend dieses Bild auch war, ich war nicht genug von einem Arschloch, u
MinaMeine Hände zitterten, als seine blauen Augen heiß auf mich gerichtet waren, und obwohl sein großer Körper angespannt wirkte, bewegte er sich nicht – vielleicht spürte er meine Nervosität.– Ja? Du hast keine weiteren Fragen an mich? – forderte er mich heraus. – Du bist nicht neugierig auf den







