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Kapitel 4: Idiot

Auteur: Déesse
last update Date de publication: 2026-03-11 22:26:50

Tara

Heute Morgen habe ich meine Mutter dabei ertappt, wie sie mit sich selbst sprach; das tut sie, wenn sie ein Problem beschäftigt und sie noch keine Lösung gefunden hat. Ich frage mich, welches Problem sie diesmal umtreibt. Die ganze Nacht waren meine Gedanken bei meinem lieben Verlobten. Er ist so schön, mit diesem mörderischen Blick, den er mir oft zuwirft … Ich werde diesen Wilden zähmen. Ich werde ihn erobern.

Ich gehe nach unten, um meine Schwester in ihrem Zimmer zu holen, aber ihre Verehrer scheinen die gleiche Idee gehabt zu haben wie ich: Sie bewachen ihre Tür wie zwei Leibwächter. Hmm … diese Männer sind gar nicht übel. Köstlich, sogar. Aber ich ziehe meinen mürrischen Verlobten vor; ich liebe Herausforderungen, und er ist eine. Bald wird er mir gehören.

Ich begrüße die Verlobten meiner Schwester und öffne die Tür. Sie ist schon fertig, sitzt auf ihrem Bett; sie scheint auf etwas zu warten.

— Guten Morgen, meine Liebe. Wenn du schon fertig bist, warum sitzt du dann hier?

— Sobald ich die Tür geöffnet hatte, standen sie da und warteten auf mich. Nur habe ich keine Lust, sie zu sehen.

— Du solltest dich freuen, dass zwei schöne Männer von dir angetan sind. Wenn du weiterhin vor ihnen wegläufst, wird sich während du dich versteckst jemand anders um sie kümmern. Verstehst du? Willst du sie anderen Frauen nachschauen sehen, während du die Schüchterne spielst?

— Nein … aber sie sind zu aufdringlich.

— Vielleicht ist das besser für dich: Du bist schüchtern. Lass sie sich um dich kümmern. Denk daran, dass du diese beiden Männer verdienst. Sie gehören dir, nur dir. Mach mit ihnen, was du willst.

Sie lächelt mich an. Gutes Zeichen. Ich hoffe, ich habe kein Monster erschaffen.

Ich klopfe an die Tür der Suite meines Verlobten. Gestern habe ich meine Schwester gebeten, mir zu helfen, sein Zimmer über die Überwachungskameras zu orten; er mag keine Menschenmengen; entweder ist er in seinem Zimmer oder er hängt allein im Garten mit seinem Telefon herum.

Ich klopfe und kündige fröhlich an:

— Zimmerservice!

Kein Geräusch. Ich wiederhole, und endlich öffnet er. Er sieht überrascht aus, mich zu sehen. Ich schubse ihn, um hereinzukommen, und stoße auf eine Szene, die mich erstarren lässt: zwei nackte Frauen, tief und fest in seinem Bett schlafend. Offensichtlich haben sie die Nacht kein Auge zugetan.

Ich drehe mich zu ihm um, trunken vor Wut:

— Kannst du mir erklären, was diese … Prostituierten hier machen?

— Soll ich dir ein Bild malen? erwidert er spöttisch.

Ich gehe zum Bett, ziehe eine der Frauen an den Haaren und schüttle sie:

— Idiotinnen! Wusstet ihr nicht, dass er verlobt ist? Raus aus dieser Suite!

— Lass sie, sagt Mike ruhig. Wir sind noch nicht fertig, ich habe für drei Tage bezahlt und wir haben kaum etwas davon gehabt.

Er hat für drei Tage bezahlt? Mit zwei Frauen? Macht er sich über mich lustig?

Ich hole meine Waffe aus der Tasche, ziele wütend. Meine Hand zittert, aber meine Stimme ist kalt:

— Sie haben eine Minute, um diese Suite zu verlassen, sonst jage ich Ihnen eine Kugel in den Kopf.

Beim Anblick der Waffe richten sie sich panisch auf und ziehen sich hastig an. Nackt flitzen sie auf den Flur, beschämt und verängstigt. Ich kann ein wildes Lachen nicht unterdrücken.

Dann drehe ich mich zu ihm um. Ohne lange nachzudenken, schieße ich ihm ins Bein.

— Dass du mich das letzte Mal betrügst. Das nächste Mal könnte die Kugel höher wandern; und glaub mir, der Verlierer wärst du. Wenn du erstmal außer Gefecht gesetzt bist, ist es mir egal, ich gehe dann eben mit wem ich will vögeln.

Er stößt einen Schrei aus, die Hand auf den Oberschenkel gepresst, Blut fließt. Wütend stürzt er sich auf mich und packt mich am Hals. Verdammt. Er würgt mich. Ich wehre mich, aber je mehr ich kämpfe, desto fester wird sein Griff. Mit zusammengebissenen Zähnen keucht er:

— Tu das nie wieder, nie wieder eine Waffe auf mich richten. Niemals.

Der Raum dreht sich um mich; ich spüre, wie mir die Luft ausgeht. Meine Gedanken überschlagen sich. Diese Ehe verspricht explosiv und gefährlich zu werden.

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  • DIE FATALE ANZIEHUNG DES MAFIOSOS BAND 2: DIE HERAUSFORDERUN   KAPITEL 116 : DIE ASCHE 2

    MIKESECHS MONATE SPÄTERDas Haus ist voller Menschen. Gelächter. Musik. Überall Essen.Wir feiern. Was? Ich weiß es nicht. Das Leben. Das Überleben. Die Tatsache, dass wir noch da sind.Viktor ist da, mit seiner Frau und seinen Kindern. Angelo hat seine neue Freundin mitgebracht. Sogar César ist gekommen, mit seiner Tochter Camila. Sie ist schön, die Kleine. Sie ähnelt ihrem Vater. Sie hat seine Augen. Seine traurigen Augen, die Danke sagen, ohne zu sprechen.Tara geht zwischen den Gästen umher. Sie lächelt. Sie lacht. Sie ist schön. So schön. Ihre Schulterwunde ist verheilt. Eine Narbe ist geblieben. Sie sagt, sie behält sie. Zur Erinnerung.Ich beobachte sie von der Ecke des Wohnzimmers aus. Ein Glas in der Hand. Glücklich. Zum ersten Mal seit Jahren bin ich glücklich. Wirklich glücklich.Sie kommt zu mir. Sie legt ihre Arme um meinen Hals.»Beobachtest du mich?«»Immer.«»Spielst du den Geheimnisvollen in deiner Ecke?«»Ich denke nach.«»Worüber?«»Über das Glück, das ich habe. Di

  • DIE FATALE ANZIEHUNG DES MAFIOSOS BAND 2: DIE HERAUSFORDERUN   KAPITEL 115 : DIE ASCHE

    MIKEZWANZIG STUNDEN SPÄTERDie Lagerhalle ist in unserem Visier. Hinter Containern versteckt beobachten wir. Viktor hat Schützen auf allen umliegenden Dächern platziert. Die Männer sind in Position. Bereit zum Sturmangriff.Tara ist neben mir. Sie hält ihre MPX. Die, die sie bei uns zu Hause wieder an sich genommen, gereinigt, nachgeladen hat. Ihre Augen weichen nicht vom Ziel.»Wir gehen in zehn Minuten rein«, sage ich.»Ich gehe mit dir rein.«»Tara…«»Mike. Er ist derjenige, der mich geholt hat. Er ist derjenige, der mich unter Drogen gesetzt hat. Er ist derjenige, der seine dreckigen Pfoten auf mich gelegt hat. Ich will da sein, wenn er fällt.«Ich sehe sie an. Ich sehe die Entschlossenheit. Ich sehe die Wut. Ich sehe auch die Angst, gut versteckt, aber vorhanden.»Einverstanden. Aber du bleibst hinter mir. Immer.«»Immer.«»Und du tust, was ich sage.«»Natürlich nicht.«Sie lächelt. Ihr erstes Lächeln seit Tagen. Ich küsse sie. Schnell. Fest.»Ich liebe dich, Tara.«»Ich liebe d

  • DIE FATALE ANZIEHUNG DES MAFIOSOS BAND 2: DIE HERAUSFORDERUN   KAPITEL 114 : DIE ABWESENHEIT 6

    MIKEDie Morgendämmerung bricht an. Wir sind auf dem Dach unseres Gebäudes.Sie sitzt auf der Kante, die Beine baumeln in der Leere. Ich stehe hinter ihr, meine Hände auf ihren Schultern. Ich spüre das Zittern, das sie noch immer durchläuft. Die Nachwirkungen. Der Schmerz. Die Angst, die sie niemals jemand anderem als mir zeigen wird.Die Nacht war lang. Die Stunden nach unserer Flucht aus der Lagerhalle, eine Mischung aus Chaos und Stille. Viktors Männer haben sauber gemacht. Die Leichen sind verschwunden. Marek? Niemand weiß es. Im Getümmel ist er verschwunden. Verwundet vielleicht. Tot vielleicht. Aber ich glaube es nicht. Noch nicht. Einen Typen wie ihn findet man immer wieder.Tara hat nicht gesprochen, seit wir hier oben sind. Sie sieht die Sonne aufgehen. Ihre Augen sind starr. Fern. Anderswo.Ich setze mich neben sie. Ich nehme ihre Hand. Sie ist kalt. Ich wärme sie zwischen meinen.»Willst du reingehen?«»Nein.«Ihre Stimme ist heiser. Aufgeraut von den Stunden des Schweigens

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