เข้าสู่ระบบWenn Hope schläft, wenn das Haus in Stille gehüllt ist, finden wir uns wieder. Eva und ich. Wie am ersten Tag. Wie immer.Manchmal ist es im Spielzimmer, diesem geheimen Raum hinter der Bibliothek, wo wir unsere Freitagabendrituale fortführen. Die Samthandschellen, die Seidenaugenbinden, die Satinkrawatten. Die Rollen, die wir spielen, die Fantasien, die wir erkunden, die Erinnerungen, die wir wieder aufsuchen. Jedes Mal ist es eine neue Entdeckung, ein neuer Schauer, ein neuer Beweis, dass unser Verlangen niemals erlischt.Manchmal ist es im Flur. Ein gestohlener Kuss an der Wand, eine verstohlene Liebkosung im Halbdunkel, ein Gemurmel vor Hopes Zimmertür. Wir sind wieder Teenager geworden, heimliche Liebende, Lustdiebe. Und diese Dringlichkeit, diese erzwungene Heimlichkeit macht jede Umarmung intensiver, kostbarer, unvergesslicher.Heute Abend sind wir im Salon, vor der Glasfront mit Blick auf den Central Park. Die Stadt funkelt zu unseren Füßen, und de
— AlexanderDie Jahre verrinnen wie die Seiten eines Buches, das man verschlingt, ohne aufhören zu können.Eines Tages macht Hope ihre ersten Schritte im Salon des Penthouses, ihre kleinen Beine wackelig, ihre Arme nach ihrer Mutter ausgestreckt, die sie filmt und vor Freude weint. Ich kauere am anderen Ende des Teppichs, die Hände geöffnet, das Herz klopfend, und als sie endlich bis zu mir gelangt, als sie lachend in meine Arme fällt, spüre ich mein Herz vor Glück zerspringen.Eines anderen Tages spricht sie ihr erstes Wort. Wir sind in der Bibliothek, Eva zeigt ihr ein Bilderbuch — eine Katze, einen Hund, ein Haus. Und plötzlich zeigt Hope mit ihrem kleinen Finger auf das Bild der Katze und sagt deutlich: „Ka“. Eva und ich erstarren, mundoffen, dann brechen wir gleichzeitig in Lachen und Tränen aus. „Ka“ wird eine Familienlegende, das erste Wort unserer Tochter, das, das wir allen unseren Freunden erzählen.Dann kommt die Schule. Der erste
Ich breche in Lachen aus, ein so freies, so fröhliches Lachen, dass es im ganzen Hof widerhallt. Matteo hebt den Kopf, verdutzt. Hope lacht auch, ohne zu wissen warum, einfach weil ihre Mama lacht. Und Alexander bleibt dort stehen, seine Kaffeetasse in der Hand, wütend und lächerlich, der König von Manhattan besiegt von einem zweiundzwanzigjährigen Blumenhändler.— Komm her, sage ich, während ich mich ihm nähere.Er schmollt, aber er lässt sich hineinführen, weg von Matteos Ohren und Hopes Augen. Ich setze ihn auf einen Stuhl in der Küche, stelle mich zwischen seine Beine, und nehme sein Gesicht in meine Hände.— Hör mir gut zu, Alexander King. Deine Tochter liebt dich. Du bist ihr Papa, ihr Held, ihr Beschützer. Sie wird dich immer lieben, was auch geschieht. Aber sie gehört nicht dir. Sie gehört nicht mir. Sie gehört sich selbst. Sie ist ein freier Mensch, ein unabhängiges Wesen, das eines Tages ihr eigenes Leben wählen wird, ihren eigenen Weg, ihre eigene Liebe. Und unsere Rolle al
Er beugt sich zu mir, seine Lippen legen sich auf die meinen, und dieser Kuss ist ein Neubeginn. Eine Rückkehr zu den Quellen. Ein erster Tag. Seine Hand gleitet in meinen Rücken, löst langsam die Knöpfe meines Sommerkleides, und der leichte Stoff gleitet von meinen Schultern. Sein Hemd folgt demselben Weg, und bald sind wir nackt unter den Sternen, unsere Häute vom Mondlicht versilbert, unsere Körper sich entdeckend wie am ersten Abend.— Du bist immer noch so schön, murmelt er, während er meinen Hals küsst, meine Schultern, meine Brüste. Schöner noch als am ersten Tag.— Du auch. Jede Narbe macht dich schöner. Jedes Jahr macht dich begehrenswerter.— Auch mit weißen Haaren?— Besonders mit weißen Haaren.Er lacht, und sein Lachen verliert sich im Rascheln des Lavendels. Dann liebt er mich, dort, im Herzen der Felder, unter dem sternenübersäten Gewölbe, mit einer Leidenschaft, die nichts von ihrer Flamme verloren hat. Seine Hände durchwandern meinen Körper, als würde er ihn neu entde
— EvaDie Toskana im Juli ist ein Meisterwerk, das zum Leben erwacht ist.Die Hügel wogen endlos dahin, bedeckt mit Weinbergen und Olivenhainen, ihre sanften Kurven von der goldenen Abendsonne gestreichelt. Zypressen stehen wie reglose Wächter entlang der weißen Straßen, ihre dunklen Silhouetten vor dem brennenden Himmel aus Purpur und Gold gezeichnet. Die Luft ist erfüllt vom betörenden Duft von Lavendel, Rosmarin, von der warmen Erde, die von sommerlicher Hitze durchtränkt ist. Und in der Ferne schimmert das Tyrrhenische Meer, ein unendlicher Spiegel, in dem sich die letzten Strahlen des Tages spiegeln.Unser Haus — unser Sommerhaus — ist ein altes befestigtes Landgut aus dem sechzehnten Jahrhundert, geduldig restauriert, um seinen einstigen Glanz wiederzuerlangen. Die Mauern aus goldenem Stein, die lavendelblauen Fensterläden, die jahrhundertealten Glyzinien, die an der Fassade emporranken. Ein Innenhof, beschattet von einem Feigenbaum, eine Terrasse mit Blick über die Olivenfelder
Und Hope beruhigt sich. Ihr Weinen wird seltener, leiser, verstummt schließlich ganz. Sie stößt einen kleinen Seufzer aus, einen dieser tiefen Säuglingsseufzer, die scheinbar die gesamte Erleichterung der Welt in sich tragen, und ihr Kopf sinkt gegen die Brust ihres Vaters.— So, flüstert Alexander. So, kleine Seele. Papa ist hier. Papa geht nirgendwohin. Papa passt auf dich auf.Ich lehne mich gegen die Wand, die Augen voller Tränen, überwältigt von einer Welle der Liebe, die so mächtig ist, dass sie mir den Atem raubt. Dieser Mann. Dieser Mann, der einst der Eiskönig, das Raubtier von Manhattan und der erbarmungslose Herrscher der Wall Street war. Dieser Mann wiegt mitten in der Nacht seine Tochter in den Armen, mit nacktem Oberkörper und nackten Füßen, dunklen Ringen unter den Augen vom Schlafmangel. Und es gibt kein schöneres Bild auf der Welt.— Du bist wunderschön, flüstere ich.— Ich? Sie ist wunderschön.— Du auch. Der s







