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Kapitel 2

Penulis: Moore
In dem Café, in dem wir uns verabredet hatten, reichte Elder Giuseppe mir mit sichtlich zufriedener Miene eine Liste.

„Cece, ich bin froh, dass du endlich zur Vernunft gekommen bist. Das sind die jungen Männer, die ich für dich ausgesucht habe. Sie sehen gut aus und haben einen einwandfreien Charakter. Nimm einfach den, der dir gefällt.“

Ich sah die Liste auf dem Tisch nicht einmal an. Stattdessen schob ich sie zu Elder Giuseppe zurück und sagte leise:

„Elder Giuseppe, ich vertraue Ihrem Urteil vollkommen. Bitte wählen Sie eine Familie, die so weit wie möglich von Nopales entfernt ist.“

Elder Giuseppe strich sich über den Bart und seufzte leise.

„Überleg es dir gut. Sobald du dich entschieden hast, gibt es kein Zurück mehr. Es kann sein, dass du nie wieder hierherkommst.“

Vor meinem inneren Auge tauchte Dantes Blick auf, als er Livia angesehen hatte.

Diese Sorge. Diese Zärtlichkeit. Nichts davon ließ sich verbergen.

Mein Herz zog sich schmerzhaft zusammen. Doch meine Stimme blieb sanft und fest.

„Ich bin mir sicher.“

Wenn er sich für Livia entschied, dann würde ich an einen Ort gehen, an dem er mich niemals finden konnte.

Nachdem Elder Giuseppe gegangen war, saß ich noch eine ganze Weile allein im Café und verlor mich in Gedanken.

Als ich schließlich aufstand, um zu gehen, stieß Dante die Tür des Cafés auf und kam herein.

Livia lief an seiner Seite und hielt sich an seinem Arm fest. Die beiden redeten und lachten miteinander wie ein Paar, das bis über beide Ohren verliebt war.

„Celia, was machst du denn hier?“

Dante hob den Blick. Seine Augen trafen direkt auf meine. Sofort wirkte er ertappt. Er zog seinen Arm aus Livias Griff und kam mit schnellen Schritten zu mir.

„Ich habe dir die neueste Tasche gekauft. Die gibt es in ganz Nopales nur ein einziges Mal!“

Gut gelaunt drückte er mir eine edle Geschenkbox in die Hand. In seinem Gesicht lag unverkennbarer Stolz.

Plötzlich schlug Livia die Hände vors Gesicht. Ihre Schultern bebten, und sie fing an zu weinen.

„Es tut mir leid. Ich weiß, das ist unhöflich, aber ich beneide dich so sehr, Celia. Du bekommst immer so etwas Einzigartiges. Nicht wie ich. Ich kann nur um Dinge bitten, die jeder andere auch haben kann. Ich weiß, dass ich nicht mehr verlangen darf. Ich wollte diese Tasche auch, aber deinetwegen habe ich nichts gesagt.“

Dante stand hilflos daneben und sah mich mit flehentlichem Blick an.

Ich sagte kein Wort. Ich sah ihn nur an und wartete auf seine Entscheidung.

Seit meiner Kindheit hatte Dante mich immer verwöhnt. Besonders seit wir vor sieben Jahren zusammengekommen waren. Damals hatte er mir geschworen:

„Solange ich lebe, bekommst du immer das Beste. Du bist meine Prinzessin. Niemand wird dich jemals überstrahlen.“

Doch in den fünf Jahren, seit Livia aufgetaucht war, war ich nicht länger die Einzige in seinem Herzen.

Jedes Mal, wenn er mir ein teures Geschenk kaufte, brachte er Livia ganz nebenbei ebenfalls eine Kleinigkeit mit.

Und in diesen fünf Jahren waren die Geschenke für Livia immer wertvoller geworden.

Trotzdem hätte ich nie gedacht, dass Dante wirklich zögern würde, wenn Livia ausgerechnet das haben wollte, was für mich bestimmt war.

Als ich schwieg, wischte Livia sich über das Gesicht und drehte sich zum Gehen um.

Dante packte sie am Arm.

„Wo willst du hin? Du hast doch gerade erst gesagt, dass du Kaffee trinken willst. Nur deswegen hast du mich hierher umleiten lassen!“

Livia ließ sich in seine Arme sinken.

„Dante, ich bin einfach zu gierig. Ich bin nur ein Mädchen aus Scampia. Ich verdiene diese schönen Dinge gar nicht. Ich sollte nach Scampia zurückgehen. Dort gehöre ich hin.“

Dante hielt Livia fest an sich.

Als er mich ansah, lag offenes Bitten in seinem Blick.

„Cece, wie wäre es, wenn du die Tasche Livia gibst? Du hast seit deiner Kindheit unzählige Luxusartikel besessen, und Livia will dieses eine Stück nur so gern. Ich kaufe dir später etwas, das noch teurer ist, okay?“

Ich senkte den Blick und legte die Geschenkbox in Livias Hände.

„Wenn du sie willst, dann nimm sie.“

Auch Dante.

Ich wollte ihn auch nicht mehr.

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