تسجيل الدخولLéora Hale weiß, was es bedeutet, durchzuhalten. Ihr ganzes Leben lang hat sie sich durch Schwierigkeiten, Kummer und Mobbing geschlagen – das Mädchen, über das man lacht, das man ignoriert und beiseiteschiebt. Sie hat gelernt, unsichtbar zu sein, und damit war sie stets zufrieden. Als sie eine Stelle als Haushaltshilfe und Kinderbetreuerin annimmt, ist sie auf schlaflose Nächte und laute Kinder vorbereitet. Was sie jedoch niemals erwartet hätte, ist Elian Cross: der Star-Quarterback der Riverfield High, bewundert, unantastbar … und ihr schlimmster Feind. In der Schule sieht Elian tatenlos zu, während seine Freundin und seine Freunde Léora das Leben zur Hölle machen. Zu Hause will er sie um jeden Preis weghaben, überzeugt davon, dass sie hier nicht hingehört. Doch irgendwo zwischen scharfen Worten und stillen Momenten beginnt der Hass zwischen ihnen zu bröckeln. Und als Gefühle entstehen, mit denen niemand gerechnet hat, muss Elian sich endlich entscheiden: weiterhin die Rolle zu spielen, die alle von ihm erwarten – oder zu dem Mädchen zu stehen, das alles verändern könnte.
عرض المزيدPerspektive: Elian»Eine Goldgräberin? Bist du nicht ein bisschen hart?« Mama sieht mich mit gerunzelter Stirn an, die Hand in die Hüfte gestemmt.»Ich bin nicht hart. Ich sage nur, wie es ist. Warum zum Teufel willst du ihr zwanzigtausend Dollar im Monat zahlen?« frage ich, und in mir steigt die Wut hoch.»Ich brauche sie, Elian. Sie ist äußerst intelligent. Sie hat Zwillinge als Geschwister, also weiß sie, wie man mit Drillingen umgeht. Sie hat ein gutes Herz und ist sehr freundlich. Kai bürgt für sie. Was genau ist das Problem? Was hast du gegen sie? Ist sie wegen dir gegangen?« Sie blickt mich streng an, ihre Stimme klingt bestimmt.Ich balle die Fäuste und blicke weg.Léora Hale arbeitet hier nicht. Sie kann nicht hier sein. Ihr Anblick macht mich unruhig. Ich halte Schule und Zuhause streng voneinander getrennt. Ihre Anwesenheit würde alles durcheinanderbringen, was ich mir mühsam aufgebaut habe.»Na dann, sag es mir«, fordert Mama mich heraus und hebt die Hände.Ich runzle die
Perspektive: Léora HaleMein Herz schlägt wild und mir wird heiß.Elian.Was macht er hier? Was zur Hölle ist hier los? Ist er ihr Sohn?Mir wird übel und mein Magen zieht sich zusammen. Ich kann nicht hier sein. Ich muss weg.»Das ist Léora Hale. Sie ist achtzehn Jahre alt und wird als Nanny mit Unterkunft bei den Geschwistern arbeiten. Sie ist wunderbar, und ich bin so froh, dass ich sie gefunden habe. Dein Cousin hat sie mir empfohlen, und ich bin total begeistert.« Rose strahlt vor Glück, ihre Wangen sind gerötet und ihre Augen leuchten.Alles um mich herum verschwimmt, dann kommt es wieder zurück. Ich kann nicht hier sein. Ich kann nicht für sie arbeiten. Ich kann nicht unter demselben Dach wie er bleiben. Er hat mich vielleicht nicht selbst angefasst, aber er ist mitschuldig und genauso schlimm wie die anderen.Er schweigt. Er blickt mich nur an, völlig erstaunt. Ich gerate fast ins Wanken unter seinem starren Blick.Ich stehe auf, meine Beine zittern, und eine Gänsehaut überzie
Perspektive: Léora HaleIch bin ungeduldig und zähle verzweifelt die Tage bis Freitag.Ich habe sofort bei der Frau angerufen, die dringend eine Nanny suchte – noch am selben Abend, als ich nach Hause kam und das Telefon benutzen konnte, denn ich habe kein eigenes Handy. Sie schlug Freitag gegen drei Uhr nachmittags vor. Kai kennt die Adresse und wird mich dorthin fahren. Es ist erst Dienstag, und ich kann es kaum erwarten.Meine Mutter hat sich gefreut, als ich ihr von dem Vorstellungsgespräch erzählte. Ihr schlechtes Gewissen ist immer so deutlich spürbar. Sie arbeitet als Reinigungskraft in einem sehr vornehmen Hotel. Die Bezahlung ist gering, aber so kann sie später aufstehen und früher nach Hause kommen. Sie könnte sicher eine bessere Arbeit finden, aber jemand muss auf die Zwillinge aufpassen und sich um sie kümmern. Morgens übernehme ich das, abends sie. Es funktioniert so. Es ist nicht viel, aber es reicht uns.So schleppe ich mich durch den Rest der Woche.Vespers Schikane is
Perspektive: Léora HaleDer kalte Linoleumboden schneidet in meine Handfläche, als ich mich hochdrücke und meine Bücher aufhebe.Mein Magen knurrt, und mir fällt ein, dass ich das Frühstück vergessen habe. Ein dumpfer Schmerz pocht in meinem Kopf, und ich atme tief durch. So sollte der Tag nicht anfangen – aber warum bin ich überrascht? Sollte ich es nicht längst gewohnt sein? Mein ganz persönliches Stück Hölle.»Was willst du, Vesper?«, flüstere ich und stehe unsicher auf.»Ich habe dich gestern gesehen – du sahst wieder erbärmlich aus, wie immer, und du hast es tatsächlich gewagt, mich zu ignorieren?«, fordert sie und blickt mich mit dunklen Augen an.»Es ist zu früh dafür. Ich habe Unterricht. Das weißt du, wir gehen schließlich beide in die elfte Klasse.« Ich seufze und öffne meinen Spind mit zitternden Händen. Ich versuche, meine Angst nicht zu zeigen, aber mein Herz klopft wie wild.»Beide? Hast du uns etwa in eine Kategorie gesteckt? Du hässliches Stück!«, faucht sie und zieht





