แชร์

Kapitel 10: Ich will die Scheidung

ผู้เขียน: Stephanie A.O
last update วันที่เผยแพร่: 2026-09-22 05:23:52

Zwei Wochen später. Es war Samstag, und Lucius beschloss, seine unbekannte Frau zum ersten Mal zu treffen.

Lily war immer noch eine Fremde, und das störte ihn mehr als alles andere. Obwohl er zugelassen hatte, dass Grandma Mabel alles einfädelte, musste er dennoch das Gesicht und die Erscheinung der Person sehen, die rechtmäßig an seinen Namen gebunden war.

Der Grund dafür war weder plötzliche Neugier noch irgendwelche Gefühle; schließlich hatte er seinen Standpunkt bereits klar gemacht, und sie schien es perfekt verstanden zu haben. Das Problem war, dass unweigerlich Familienveranstaltungen anstanden und der Vorstand zudem überall seine Augen hatte. Wenn Lily irgendwo in der Nähe der Hunt Corp auftauchte oder ihn zu Veranstaltungen begleitete und ihn dort blamierte, würde das auf alles zurückfallen, was er in jahrelanger Arbeit aufgebaut hatte. Er musste sie also persönlich treffen, zumindest um das Gesicht hinter seiner scharfzüngigen Chat-Partnerin zu sehen.

Lucius' Anwalt schickte ihm die Adresse ihrer neuen Wohnung, einem Gebäude in der Innenstadt von Cedarville. Seine Großmutter hatte die Wohnung arrangiert und er hatte zugestimmt, aber er war zu beschäftigt gewesen, um sich den Ort anzusehen. Verdammt, er war sogar zu beschäftigt gewesen, um an der eigenen Hochzeit teilzunehmen.

Er hatte mühsam eine geplante Telefonkonferenz abgesagt, nur um sie heute zu sehen – zumindest dieses eine Mal. Danach dann wahrscheinlich erst wieder auf unbestimmte Zeit... nämlich dann, wenn ihre Anwesenheit bei Familientreffen erforderlich war oder er ein Event besuchen musste, das verlangte, seine „Frau“ mitzubringen.

Es war bereits Abend, als sein schwarzer Mercedes auf dem Besucherparkplatz ihres Wohnkomplexes hielt.

Lucius stieg aus und blickte an dem Gebäude hinauf. Es sah einfach aus, mit anständigen Sicherheitsvorkehrungen und nicht zu protzig.

Ein kleiner, widerwilliger Teil von ihm stellte fest, dass die Wohnung eine vernünftige Wahl war; zumindest war es nicht die Art von Ort, den sich eine Frau aussuchen würde, die nur darauf aus war, jemandem das Geld aus der Tasche zu ziehen. Er schob diesen kleinlichen Gedanken beiseite und ging durch die Lobby.

Der Aufzug zu ihrem Stockwerk war ruhig. Er richtete seinen Anzug und redete sich ein, dass dies maximal zwanzig Minuten dauern würde. Er würde sich vorstellen, ihr einfach seine Erwartungen mitteilen und wieder gehen. Ganz einfach.

Er fand ihre Wohnungsnummer in der Mitte des Flurs. Er hob die Hand, um zu klopfen.

Aber die Tür war nicht ganz geschlossen.

Er hielt inne und runzelte die Stirn. Wie konnte sie nur so unvorsichtig sein, die Tür offen zu lassen? Er drückte sie leicht auf und wollte gerade rufen – erstarrte aber fast augenblicklich.

Ein seltsames Geräusch traf ihn, bevor er irgendetwas anderes wahrnahm. Zuerst war er sich nicht sicher, was es war... aber es war definitiv lautes Stöhnen.

„Ja... oh Gott, ja! Genau da...“

Ein tiefes Knurren folgte auf das laute Stöhnen der Frau: „Ja! Das gefällt dir.“

„Uhhhh, härter, hör... nicht auf.“

Das Kopfteil des Bettes schlug in einem Rhythmus hart gegen die Wand, der absolut nichts der Fantasie überließ. Tiefes männliches Grunzen vermischte sich mit dem Quietschen der Bettfedern, die wild auf und ab wippten. Und dann erreichte die Stimme der Frau eine Tonhöhe, die definitiv die Nachbarn zwei Stockwerke tiefer gestört haben musste.

Lucius stand völlig reglos im Türrahmen.

„Was zum...“, flüsterte er fassungslos, unfähig, die richtigen Worte zu finden, um zu beschreiben, wie enttäuscht und angewidert er sich fühlte.

Wenn es nicht sein Anwalt gewesen wäre, der ihm die Adresse gegeben hatte, hätte er geschworen, dass es die falsche Wohnung war.

Seine Großmutter hatte diese Frau als „rein“ und sogar als „besonders“ bezeichnet. Sie hatte ihm direkt in die Augen gesehen und für Lilys Charakter gebürgt, als wäre sie die unschuldigste Frau auf Erden.

Dennoch schrie die Frau in diesem Schlafzimmer gerade wie eine läufige Banshee.

„Das war der Wahnsinn, Baby!“, keuchte sie atemlos, gefolgt vom tiefen Lachen eines Mannes.

Lucius trat einen Schritt zurück. Er zog die Tür leise hinter sich zu und ging zurück zum Aufzug.

Sein Gesicht war völlig ausdruckslos. Das war das Ergebnis von Jahren der Machtkämpfe auf Vorstandsebene: Man lernte, jede Emotion im Inneren zu verschließen, wo sie weder gesehen noch gegen einen verwendet werden konnte. Obwohl jeder, der genau hinsah, während er den Flur hinunterging, erkannt hätte, dass hinter seinen Augen etwas lichterloh brannte.

Er drückte den Knopf für die Lobby, trat ein und der Aufzug fuhr nach unten.

Sie lebt in der Wohnung, die seine Großmutter arrangiert hat. Lebt komfortabel und bringt nicht einmal ein Minimum an grundlegendem Anstand auf. Am Ende des Tages sind sie doch alle gleich.

„Sie ist genau wie...“ Er schüttelte den Kopf und drückte sich den Nasenrücken. Er beendete seinen Satz nicht, denn er hatte geschworen, diesen Namen nie wieder zu erwähnen. Für ihn war diese Person gestorben.

Die Türen in der Lobby öffneten sich. Er ging zu seinem Auto, stieg ein und saß einen Moment lang mit den Händen am Lenkrad da.

„Ich wusste es“, murmelte er mit zusammengebissenen Zähnen. Er hatte gewusst, dass dieses Arrangement ein Fehler war, in der Sekunde, als seine Großmutter es erwähnt hatte. Er hatte die Papiere trotzdem unterschrieben, weil es einfacher war, als mit Grandma Mabel zu streiten, und weil er aufrichtig geglaubt hatte, dass es keine Rolle spielen würde – besonders, weil er sich damit den Vorstand vom Hals schaffte.

Aber Lily hatte offensichtlich andere Pläne.

Er fuhr in völliger Stille nach Hause. Das Erste, was er dort tat, war, sich ein Glas Whiskey einzuschenken und es in einem Zug hinunterzustürzen.

Dann nahm er sein Handy, öffnete ihren Chat und tippte ohne zu zögern – denn Zögern war etwas für Leute, die noch unentschlossen waren, wie sie zu einer Situation standen. Und er wusste definitiv bereits, wie er sich dabei fühlte. Er fühlte sich betrogen... zum zweiten Mal.

„Ich war heute Abend an deiner Wohnung. Ich habe alles gehört. Ich will umgehend die Scheidung. Ich werde dieses Verhalten nicht tolerieren. Du warst offensichtlich nur auf das Geld aus, und ich werde mich nicht von einer Frau demütigen lassen, die in einer Wohnung, die meine Familie zur Verfügung stellt, mit anderen schläft.“

Er drückte auf Senden, ohne zweimal nachzudenken.

Dann genehmigte er sich noch einen Schuss Whiskey; das Glas knallte hart auf die Theke.

Sein Verdacht hatte sich bestätigt. Das bedeutete, dass er die Sache mit ihr nun beenden konnte, ohne Schuldgefühle zu haben und ohne dass seine Großmutter sagen konnte, er hätte es nicht versucht. Er beschloss, sich später mit dem Vorstand auseinanderzusetzen, aber zuerst würde er am Morgen seine Anwälte anrufen, um die Scheidungspapiere vorzubereiten.

„Schon komisch, dass wir uns nicht einmal kennengelernt haben, bevor die Dinge enden“, flüsterte er vor sich hin. Er hatte das Gefühl, dass er mit Frauen einfach kein Glück hatte – ob echt oder gespielt, sie alle nahmen sich, was sie wollten, und verrieten ihn dann.

อ่านหนังสือเล่มนี้ต่อได้ฟรี
สแกนรหัสเพื่อดาวน์โหลดแอป

บทล่าสุด

  • Die Ehefrau von Mr. Hunt sein   KAPITEL 103: Das Ende

    Die Morgensonne überflutete die belebten Straßen der Innenstadt von Ashford Bay und warf lange, goldene Schatten auf das Pflaster.Abigail stand auf dem Gehweg, eine warme Tasse Kaffee in den Händen. Die kühle Küstenbrise zerrte an ihrem Haar, aber das störte sie nicht. Sie blickte hinauf zu dem bemalten Holzschild, das über den großen, spiegelnden Glasfenstern hing.Hopes Garten.Ein Lieferwagen lief mit lautem Motor am Bordstein im Leerlauf. Zwei Arbeiter trugen hohe, farbenprächtige Blumenarrangements durch die Eingangstüren, während der Duft von feuchter Erde, zerriebenen Blättern und frischen Rosen auf die Straße strömte. Abigail dirigierte sie mit ruhiger, sanfter Stimme. Sie deutete auf die Ecken des Verkaufsraums und erklärte ihnen haargenau, wo sie die weißen Orchideen, die Sonnenblumen und die seltenen Lilien platzieren sollten. Sie war nun eine Mutter, eine Überlebende und die stolze Besitzerin ihres eigenen, florierenden Traumgeschäfts.Grey stieg au

  • Die Ehefrau von Mr. Hunt sein   KAPITEL 102: Die Menschenjagd von Ashford Bay

    Jax saß im Heck eines pechschwarzen Überwachungstransporters, der in einer Straße von Ashford Bay parkte. Die leuchtenden Bildschirme seiner Laptops warfen ein blasses, blaues Licht auf sein Gesicht.Die Seitentür des Transporters glitt auf. Der kalte, salzige Wind der Küstenstadt strömte herein und brachte den Geruch von Regen mit sich. Marcus stieg in den Wagen; von seinem Kragen tropfte der Regen. Eine schneeweiße Bandage bedeckte noch immer die Seite seines Kopfes, an der Evelyn ihn brutal getroffen hatte, doch er hatte sich strikt geweigert, im Krankenhausbett liegen zu bleiben.„Meine Männer haben das gesamte Areal lückenlos abgeriegelt“, berichtete Marcus kühl. „Unser Sicherheitsdienst hat jede einzelne Straße, die aus diesem Block führt, verbarrikadiert. Falls er versucht zu fliehen, rennt er unnachgiebig gegen eine Wand aus schwerbewaffneten Wachen.“Jax nickte kurz, ohne den Blick von der digitalen Karte auf seinem Monitor abzuwenden. „Hervorragend. Er be

  • Die Ehefrau von Mr. Hunt sein    KAPITEL 101: Gespiegeltes Chaos

    Die sterilen weißen Wände des Flurs im Cedarville General Hospital fühlten sich an wie ein absolutes Gefängnis.Lucius Hunt saß nach wie vor im Wartebereich. Er hatte sein blutverschmiertes Hemd absolut nicht gewechselt. In der Wartezone herrschte eine regelrecht ohrenbetäubende Stille, während die Worte des Arztes unaufhörlich wie eine Endlosschleife in seinem Kopf widerhallten: „Der immense Blutverlust stellt ein extremes, brandgefährliches Risiko für Ihr ungeborenes Kind dar.“Lucius beugte sich tief vor und vergrub sein Gesicht in den blutbefleckten Händen. Er hatte nicht den leisesten Schimmer besessen. Er hatte absolut nicht gewusst, dass er ein weiteres Mal Vater werden sollte. Er hatte keine Ahnung gehabt, dass Alura Wayne ihr gemeinsames Kind unter dem Herzen trug. Die nackte Vorstellung, dass er sie beide unbarmherzig verlieren könnte, noch bevor sie überhaupt eine Chance besaßen, sich eine gemeinsame Existenz aufzubauen, zerriss sein Inneres regelrecht. Er be

  • Die Ehefrau von Mr. Hunt sein   KAPITEL 100: Hope

    Zurück in Ashford Bay.Abigail erwachte mit dem beißenden Geruch von Schimmel und verrottendem Holz in der Nase.Ihre Sicht verschwamm komplett, als sie verzweifelt versuchte, die Augen zu öffnen. Im Raum herrschte eisige Kälte. Sie lag flach auf einer verrosteten Krankenhausliege und starrte starr an eine Decke voller Wasserflecken und abblätternder Farbe. Die nackte Panik traf sie wie ein physischer Schlag. Sie wollte sich ruckartig aufrichten, doch dicke Lederriemen bohrten sich schmerzhaft in ihre Handgelenke und Knöchel und fesselten sie unnachgiebig am Untergrund.„Wehre dich absolut nicht, Abigail. Das ist ganz gewaltig schlecht für die Herzfrequenz des Babys.“Abigails Kopf schnellte im Bruchteil einer Sekunde in die Richtung der Stimme. Evelyn Harrow stand leibhaftig an einem zertrümmerten Fenster und summte eine leise, fröhliche Melodie vor sich hin. Sie hatte ihre Verkleidung abgelegt und trug nun einen gestohlenen weißen Arztkittel. Seelenruhig ordne

  • Die Ehefrau von Mr. Hunt sein    KAPITEL 99: Die Albtraumhochzeit

    Die Erneuerung des Eheversprechens der Hunts war das am sehnlichsten erwartete Ereignis des gesamten Jahrzehnts.Die Gärten des Anwesens hatten sich in einen absoluten Traum verwandelt. Tausende von weißen Rosen säumten die Gehwege, und Kristallleuchten hingen an den Ästen der alten Eichen, wo sie das Licht der Nachmittagssonne einfingen. Hunderte von exklusiven Gästen, rivalisierenden CEOs, Freunden, Familie und lokalen Politikern saßen in Reihen aus weißen Stühlen auf dem grünen Rasen. Nachrichtenhubschrauber kreisten weit über der Grundstücksgrenze, verzweifelt bemüht, eine Aufnahme des Milliardärs und seiner Braut zu erhaschen.In der ersten Reihe saß Bryan mit einem breiten Lächeln. Er sah in seinem maßgeschneiderten Anzug unendlich elegant aus und strahlte das Selbstbewusstsein eines erfolgreichen Working-Models aus. Er trug eigentlich absolut ungerne Anzüge, aber Alura hatte gescherzt und ihm prophezeit, dass er auf der After-Party bestimmt eine Freundin finden w

  • Die Ehefrau von Mr. Hunt sein   KAPITEL 98: Evelyn hat sie geholt

    Grey legte eine geladene Handfeuerwaffe auf seinen Oberschenkel.Er hatte in den vergangenen Tagen kaum ein Auge zugetan. Jedes Mal, wenn er die Lider schloss, sah er Dr. Evelyn Harrow leibhaftig über Abigail stehen. Die Nachricht von Evelyns Entkommen aus dem Polizeigewahrsam spielte sich unaufhörlich in einer Endlosschleife in seinem Kopf ab. Diese Frau war absolut nicht mehr nur eine in Ungnade gefallene Therapeutin. Sie erlitt eine vollständige psychotische Episode und machte mittlerweile leibhaftig Jagd auf seine Familie.Grey starrte starr auf die verriegelte Schlafzimmertür ihres neuen Penthouses. Seine Paranoia zerfleischte ihn innerlich regelrecht. Er vertraute seinen Wachen, er vertraute Marcus, und er vertraute dem FBI – aber nichts davon fühlte sich auch nur im Ansatz ausreichend an. Bis diese Frau nicht endgültig wieder in einer Zelle saß, würde er absolut keine Seelenruhe finden.Gestern Morgen hatten sie einen kleinen, unscheinbaren Karton direkt vor

บทอื่นๆ
สำรวจและอ่านนวนิยายดีๆ ได้ฟรี
เข้าถึงนวนิยายดีๆ จำนวนมากได้ฟรีบนแอป GoodNovel ดาวน์โหลดหนังสือที่คุณชอบและอ่านได้ทุกที่ทุกเวลา
อ่านหนังสือฟรีบนแอป
สแกนรหัสเพื่ออ่านบนแอป
DMCA.com Protection Status