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Penulis: R-A-I-A
last update Tanggal publikasi: 2026-08-10 08:04:28

Kapitel 7

Madam Hansels Griff fühlte sich auf Hellenas Haut unglaublich aufrichtig an.

„Danke, Hellena“, flüsterte die Frau mittleren Alters sanft, ihre Stimme erfüllt von tiefer Rührung.

Hellena hielt verwirrt inne.

„Wofür, Mutter?“

„Dafür, dass du die Phobie meines Sohnes geheilt hast“, erwiderte Madam Hansel und sah Hellena mit einem dankbaren Blick an.

Hellena runzelte leicht die Stirn.

„Eine Phobie?“

Neben ihr spürte Hellena, wie sich Kaels Körper plötzlich anspannte. Die Atmosphäre um ihn herum wurde augenblicklich eisig.

„Er hat Angst davor, sich zu verlieben und geliebt zu werden“, fuhr seine Mutter fort und ignorierte die Reaktion ihres Sohnes. „Seit dieser schrecklichen Tragödie vor acht Jahren hat Kael eine unglaublich hohe Mauer zwischen sich und jeder Frau errichtet. Ich hatte beinahe die Hoffnung aufgegeben und dachte, er würde den Rest seines Lebens allein verbringen und niemals heiraten.“

Hellena warf Kael aus dem Augenwinkel einen Blick zu.

Der Mann starrte aus dem Fenster des Krankenzimmers. Sein Kiefer war angespannt, und seine Augen wirkten plötzlich dunkel und düster.

Hellena schluckte schwer.

In der Vergangenheit dieses grausamen Mannes gab es ein großes Geheimnis, von dem sie trotz ihrer fünfjährigen Arbeit für ihn nichts wusste.

„Oh ... ich verstehe“, erwiderte Hellena leise und versuchte, ihre Stimme ruhig zu halten.

Madam Hansel lächelte gerührt.

„Bitte kümmere dich um ihn, Hellena. Kael mag auf die Welt stark und mächtig wirken, aber tief in seinem Inneren ... hat er eine sehr verletzliche Seite.“

Bei diesen Worten regte sich etwas Merkwürdiges in Hellenas Brust.

Kael Willian? Verletzlich?

„Ich werde mein Bestes tun, Mutter.“

„Ich vertraue dir meinen einzigen Sohn an. Und jetzt, da du offiziell meine Schwiegertochter bist, nenn mich Mutter und nicht Madam“, bat die ältere Frau warm, aber bestimmt.

Kael räusperte sich leise und versuchte, die immer vertrauter werdende Unterhaltung zu unterbrechen.

„Mutter muss nicht so weit gehen. Du bist noch nicht vollständig genesen.“

„Pst!“ Madam Hansel warf ihm einen scharfen Blick zu.

„Sei still, Kael. Lass mich mit meiner Schwiegertochter reden.“

Hellena hätte angesichts des Anblicks eines tyrannischen CEOs, der von der gesamten Geschäftswelt gefürchtet wurde und plötzlich vor seiner eigenen Mutter völlig machtlos war, beinahe gelacht.

Madam Hansel tätschelte noch einmal sanft den Handrücken von Hellena.

„Ihr müsst mir versprechen, einander glücklich zu machen.“

„Wir werden unser Bestes tun, Mutter“, antwortete Hellena aufrichtig.

Madam Hansel nickte zufrieden, während sich ihr Körper entspannt in die Kissen zurücksinken ließ.

„Jetzt kann ich viel beruhigter schlafen. Wenigstens habe ich, bevor ich endgültig meine Augen schließe, noch gesehen, wie du deine eigene Familie gründest, Kael.“

„Rede keinen Unsinn über den Tod, Mutter“, fiel Kael ihr sofort ins Wort, seine Stimme leicht erhoben und deutlich missbilligend.

Seine Mutter antwortete lediglich mit einem verständnisvollen Lächeln.

Für einige Augenblicke wurde die Atmosphäre im Zimmer wärmer. Doch plötzlich erschien ein anderer Funken Hoffnung in Madam Hansels Augen.

„Da die Angelegenheit mit der Hochzeit nun geklärt ist“, sagte sie langsam und ließ ihren Blick zwischen Kael und Hellena hin und her wandern, „wann kann ich damit rechnen, einen Enkel in den Armen zu halten?“

Hust!

Hellena und Kael erstarrten gleichzeitig.

Kael blinzelte ungläubig.

„Mutter ...“

„Ihr habt diese Beziehung ein Jahr lang geheim gehalten, nicht wahr?“ Madam Hansel hob bedeutungsvoll beide Augenbrauen. „Ich würde den nächsten Erben unserer Familie gern noch sehen, bevor ich diese Welt verlasse.“

Sofort wurde Hellenas Gesicht bis zu den Ohrenspitzen knallrot. Ihr kurviger Körper versteifte sich wie Stein.

Kael übernahm sofort das Gespräch und versuchte, die zunehmende Verlegenheit zu entschärfen.

„Wir haben noch nicht so weit darüber gesprochen, Mutter. Im Moment konzentrieren wir uns auf deine Genesung.“

„Warum nicht?“, hakte seine Mutter unschuldig nach. „Ihr seid bereits rechtmäßig verheiratet. Etwas Gutes hinauszuzögern, ist nicht klug.“

Hellena senkte den Kopf tief und starrte auf ihre Schuhspitzen, während ihr Herz völlig außer Kontrolle schlug.

Kein körperlicher Kontakt. Keine emotionale Bindung.

Diese beiden absoluten Regeln waren mit schwarzer Tinte eindeutig in ihrem Vertrag festgehalten worden.

Doch die Realität verlangte nun genau das Gegenteil.

Kael starrte seine Mutter mit einem undurchschaubaren Gesichtsausdruck an, während sich sein Kiefer leicht anspannte.

Madam Hansel lächelte sanft und drückte erneut Hellenas Hand.

„Ich möchte nur sicherstellen, dass die Blutlinie der Familie Willian durch die richtige Frau fortgeführt wird.“

Hellena stieß Kael unauffällig mit dem Ellbogen gegen den Arm und forderte ihn damit stumm auf, dieses verrückte Thema zu beenden, bevor sie einen Herzinfarkt bekam.

Kael atmete schließlich leise aus.

„Wir ... werden später darüber nachdenken, Mutter.“

Es war die sicherste diplomatische Antwort, die er geben konnte, um den empfindlichen Zustand seiner Mutter zu schützen.

Madam Hansel wirkte mit dieser Antwort äußerst zufrieden.

„Gut. Ich werde dich beim Wort nehmen, Kael.“

Hellena konnte nur ein verkrampftes Lächeln aufsetzen.

Einige Minuten später öffnete sich die Tür des Krankenzimmers. Eine Krankenschwester trat ein und teilte ihnen höflich mit, dass die Besuchszeit für VIP-Patienten beendet sei, da gleich die nächste medizinische Untersuchung beginnen würde.

Kael neigte leicht den Kopf in Richtung seiner Mutter.

„Wir müssen zurück ins Büro. Morgen besuchen wir dich wieder.“

Madam Hansel nickte verständnisvoll.

„Denk an das, was ich gesagt habe, Kael. Und vergiss nicht, mir so bald wie möglich gute Nachrichten über meinen Erben zu bringen.“

Hellena verschluckte sich bei diesen letzten Worten beinahe an ihrem eigenen Speichel.

Sie verließen das VIP-Zimmer in deutlich schnellerem Tempo, als sie gekommen waren. In dem Moment, als sich die schwere Holztür hinter ihnen schloss, wandte Hellena sich sofort Kael zu.

„Ein Enkel?“ Hellenas Stimme zitterte vor Panik und Anspannung. „Wie konnte deine Mutter so etwas verlangen?“

Kael antwortete nicht. Er ging einfach weiter in Richtung der Aufzuglobby, den kalten Blick geradeaus gerichtet.

Hellena folgte ihm und stieß einen langen Seufzer aus, um das Chaos in ihrer Brust zu beruhigen.

„Und gerade habe ich erfahren, dass du so eine Phobie hast.“

„Das geht über den Rahmen deiner Arbeit hinaus, Hellena. Und es geht dich nichts an“, erwiderte Kael scharf und errichtete augenblicklich wieder die Mauer zwischen ihnen.

Der private Aufzug öffnete sich mit einem Klingeln und brachte sie langsam zurück ins Erdgeschoss.

In dem engen, sich bewegenden Raum hing erneut eine unangenehme Stille in der Luft.

„Ab heute“, sagte Kael, als der Aufzug sich der Lobby näherte und damit die Stille durchbrach.

Sein Blick blieb auf ihre Spiegelbilder in der verspiegelten Wand gerichtet.

„Vor meiner Mutter sind wir ein Ehepaar, das sich zutiefst liebt. Du musst deine Improvisation verbessern, damit du nicht steif wirkst.“

Hellena nickte schweigend, sich der Konsequenzen für die eine Million Euro, die sie angenommen hatte, vollkommen bewusst.

„Ja, Sir.“

„Und was die Bitte meiner Mutter um einen Enkel betrifft ...“

Kael hielt kurz inne, bevor er sich ihr zuwandte und ihr direkt in die Augen sah.

„Wir werden eine andere medizinische Lösung finden, ohne die Klauseln des Vertrags zu verletzen.“

Hellena erstarrte völlig.

Ihre Augen weiteten sich schockiert.

Eine medizinische Lösung für das Problem mit dem Enkel?

Ihre Gedanken sprangen sofort zu verschiedenen medizinischen Verfahren zur künstlichen Befruchtung, wodurch ihr Herz noch unruhiger zu schlagen begann.

Würde diese Scheinehe weitaus komplizierter werden, als sie es sich jemals vorgestellt hatte?

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