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ผู้เขียน: R-A-I-A
last update วันที่เผยแพร่: 2026-08-10 08:03:59

Kapitel 6

Die luxuriöse Limousine kam schließlich vor dem Eingang der Lobby eines der exklusivsten Privatkrankenhäuser der Hauptstadt zum Stehen. Die von Glas dominierte Fassade spiegelte die Silhouetten von Kael und Hellena wider, als sie beinahe gleichzeitig ausstiegen.

„Steig aus“, sagte Kael kurz angebunden, ohne die geringste Gefühlsregung.

Hellena nickte gehorsam. Ihre Finger schlossen sich fester um den Riemen ihrer Arbeitstasche, während sie versuchte, das heftige Pochen ihres Herzens zu unterdrücken. Nach Herrys Verrat und der überstürzten standesamtlichen Trauung am selben Tag musste sie nun eine neue Rolle in diesem Täuschungsspiel übernehmen: Vor der Mutter des CEOs eine liebevolle Ehefrau zu spielen.

Sie betraten die Hauptlobby. Der starke Geruch von Desinfektionsmittel schlug Hellena sofort entgegen. Kael schritt mit langen, entschlossenen Schritten voran, während Hellena ein wenig hinter ihm zurückblieb und versuchte, die Schmerzen in ihrem Knöchel zu verbergen, den sie sich in der vergangenen Nacht verstaucht hatte.

„Kannst du laufen?“, fragte Kael tonlos, ohne sich die Mühe zu machen, sich umzudrehen.

„Ja, Sir.“

„Gut. Du darfst vor meiner Mutter weder nervös wirken noch hinken“, sagte Kael kalt.

Hellena hielt für einen Moment den Atem an und schob ihr körperliches Unbehagen beiseite.

„Ich verstehe.“

Der private VIP-Aufzug brachte sie reibungslos in die oberste Etage. Sobald sich die Aufzugtüren mit einem leisen Klingeln öffneten, begrüßte die Oberschwester sie mit einer respektvollen Verbeugung.

„Mr. Kael, Madam Hansel wartet bereits auf Sie.“

Kael erwiderte dies lediglich mit einem leichten Nicken. Doch unmittelbar bevor sie die Schwelle zum Krankenzimmer überquerten, legte sich plötzlich eine ungewohnte Wärme um Hellenas Finger. Kael ergriff ihre Hand und verschränkte seine Finger fest mit ihren.

Hellena zuckte überrascht zusammen, doch sie hielt sich davon ab, ihre Hand zurückzuziehen. Kaels Hand fühlte sich warm und kräftig an.

„Setz deine besten Fähigkeiten ein“, flüsterte Kael mit sehr leiser Stimme dicht an ihrem Ohr. „Spiel deine Rolle perfekt.“

Die Teakholztür schwang auf.

Im Inneren des geräumigen, ruhigen VIP-Zimmers, das mit modernsten Einrichtungen ausgestattet war, lag eine Frau mittleren Alters mit blassem Gesicht schwach auf dem Bett. Als sie die Tür hörte, drehte sie langsam den Kopf.

„Kael ...“

Ihre Stimme klang heiser und schwach, doch die Überreste ihrer Autorität als Matriarchin der Familie waren noch immer deutlich zu spüren.

Kael trat an das Bett und nahm Hellena mit sich. Zum ersten Mal in den fünf Jahren, in denen Hellena für ihn arbeitete, sah sie, wie die Härte im Gesicht des CEOs ein wenig nachließ.

„Mutter“, begrüßte Kael sie sanft.

Madam Hansels müde Augen wanderten langsam zu Hellena und blieben schließlich vollständig auf ihr ruhen, die aufrecht neben ihrem Sohn stand. Ihre Brauen zogen sich zusammen, während deutliches Misstrauen in ihrem Blick lag.

„Wer ist diese Frau, Kael?“

Hellena schluckte schwer.

Ihre üppige Figur unter der formellen Kleidung ließ sie sich plötzlich unbehaglich fühlen, während der prüfende Blick der älteren Frau auf ihr ruhte.

Kael zog Hellena sanft ein wenig näher zu sich und verringerte den Abstand zwischen ihnen, als wolle er sie beschützen.

„Mutter, lass mich sie dir vorstellen. Das ist Hellena.“

Madam Hansel kniff die Augen zusammen und musterte Hellenas Gesicht, das ihr vage bekannt vorkam.

„Deine persönliche Sekretärin? Diejenige, von der du so oft erzählst?“

„Nicht nur meine Sekretärin, Mutter“, unterbrach Kael sie ruhig und überzeugend. „Sie ist meine Ehefrau.“

Sofort legte sich Schweigen über den Raum.

Madam Hansel starrte ihn schockiert an, während sich ihre Brust hastig hob und senkte.

„Was hast du gesagt? Deine Ehefrau?“

„Wir haben unsere Ehe heute Morgen offiziell eintragen lassen“, fuhr Kael fort, ohne auch nur die geringste Unsicherheit in seinem Blick zu zeigen.

„Das ist unmöglich!“ Madam Hansel schüttelte langsam den Kopf, unfähig, das Gehörte zu glauben. „Kael, benutze niemals etwas so Heiliges wie eine Ehe, um deine kranke Mutter zu beruhigen.“

Kael stieß einen leisen Seufzer aus. Er hob ihre noch immer ineinander verschränkten Hände und zeigte sie seiner Mutter.

„Wir sind seit einem Jahr zusammen, Mutter. Wegen Hellenas Position als meine Sekretärin mussten wir es vor der Öffentlichkeit geheim halten. Ich wollte nicht, dass böswillige Gerüchte ihre Arbeit beeinträchtigen.“

Hellena war einen Moment lang sprachlos darüber, wie mühelos Kael diese Lüge vortrug.

Doch sofort übernahm ihre Professionalität als leitende Sekretärin die Kontrolle. Sie setzte ihr bestes Lächeln auf und nickte sanft, wobei sie ihren Gesichtsausdruck so freundlich wie möglich wirken ließ.

„Das stimmt, Mutter“, sagte Hellena sanft, aber bestimmt. „Bitte verzeih uns, dass wir es dir erst jetzt gesagt haben. Wir haben einfach auf den richtigen Moment gewartet.“

Madam Hansel sah Kael direkt in die Augen und suchte nach jedem noch so kleinen Anzeichen einer Täuschung.

„Ihr seid also wirklich seit einem Jahr zusammen?“

„Ja, Mutter.“

„Und du hast deine eigene Mutter jeden Tag um eine Schwiegertochter bitten lassen, ohne ihr irgendetwas zu sagen?“

Ihre Stimme zitterte zwischen Unglauben und Rührung.

Ein schwaches Lächeln erschien auf Kaels Lippen – ein Lächeln, das in den Augen seiner Mutter vollkommen aufrichtig wirkte.

„Es tut mir leid, Mutter.“

„Wo ist der Beweis? Ich werde es ohne offizielle Dokumente nicht glauben“, verlangte sie und hielt noch immer einen Anflug von Skepsis aufrecht.

Ohne ein Wort stellte Kael seinen Aktenkoffer ab, holte die schwarze Mappe heraus, die sie vom Standesamt mitgebracht hatten, und legte sie auf den Schoß seiner Mutter.

Mit zitternden, von der Krankheit geschwächten Fingern öffnete Madam Hansel die Mappe. Ihre Augen weiteten sich, als sie die darin abgedruckten Namen und das frische offizielle Staatssiegel sah.

„Du ... ihr seid wirklich verheiratet ...“

Kael nickte schweigend.

Madam Hansel schloss die Augen fest. Eine einzelne Träne rann aus dem Winkel ihres faltigen Auges.

„Ich dachte ... ich dachte, du würdest dein Herz niemals wieder für eine andere Frau öffnen, Kael.“

Kael entschied sich zu schweigen, während sein Gesichtsausdruck erneut undurchschaubar wurde.

Langsam öffnete Madam Hansel die Augen und streckte die Hand, an der eine Infusion angeschlossen war, nach Hellena aus.

„Komm her, Kind. Komm näher zu Mutter.“

Hellena trat vorsichtig näher. Die schmale Hand der älteren Frau, kühl und zugleich sanft, schloss sich sofort fest um ihre.

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