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Kapitel 53

작가: Caroline Above Story
„Ugh!“ Sie stieß mir erneut den Finger gegen die Brust. „Du meinst das alles doch überhaupt nicht ernst! Es ist dir egal! Ich weiß, dass es dir egal ist! Das weiß ich ganz genau! Also hör auf, so zu tun, als würde dich meine Meinung interessieren, und lass mich endlich in Ruhe!“

„Du weißt es ganz genau?“ Mein Kopf ruckte zu ihr. „Ellie, wovon redest du? Wir haben ja noch nicht einmal die Gelegenheit bekommen ...“

Sie stieß mich kräftig von sich, sodass ihre Handflächen gegen meine Schultern pr
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  • Die Wiedergeburt der Luna-Königin   Kapitel 225

    Ellies Sicht„Was meinst du?“ Sarah hielt die Fahnen hoch, das Ergebnis einer ganzen Stunde Arbeit. Die eine war leuchtend rot mit gelben Zickzacklinien, die andere schwarz-weiß kariert.Ich tippte mir ans Kinn, betrachtete die Fahnen und nickte dann. „Die sind perfekt. Die Leibchen machen wir in denselben Farben. Danke.“Sarah grinste und legte die Fahnen in die Kiste mit der Aufschrift „Fahnenraub“. Dann nahm sie die Aufgabenliste zur Hand und hakte den Punkt ab. Unter gesenkten Wimpern sah sie zu mir auf. „Ich kann nicht glauben, dass Dominic dir Vivian als Assistentin aufzwingen wollte.“„Offiziell“, sagte ich und senkte die Stimme, damit uns niemand belauschte, „ist sie das immer noch.“ Von unserem kleinen Wettstreit ahnte Dominic nichts – zumindest nahm ich das an. Ich hatte jedenfalls nicht vor, ihn einzuweihen.Sarah verdrehte die Augen. „Na ja, du kommst offensichtlich auch allein bestens zurecht.“„Dank dir“, sagte ich lachend.Sarah lächelte, stand auf und streckte si

  • Die Wiedergeburt der Luna-Königin   Kapitel 224

    Ellies Sicht„Ob es dir gefällt oder nicht, Vivian, Ellie ist vorerst die Luna.“Bei diesen Worten erstarrte ich im Türrahmen.Ellie ist die Luna.Vorerst.Dominics Worte machten mich zu einer bloßen Übergangslösung. Zu etwas, das die beiden wie in meinem früheren Leben austauschen konnten, sobald sich ein Weg bot, mich loszuwerden.Ich wusste, dass Vivian und Dominic über mich sprachen. Mein Name fiel mehrmals, doch ich weigerte mich, ihren genauen Worten zu lauschen. Die Einzelheiten interessierten mich nicht. Ich wusste ohnehin schon genau, wie das Ganze endete.Der vergangene Abend war Beweis genug. Vivian und Dominic kamen einander mit jedem Tag näher, genau wie in meinem früheren Leben. Sie fügten sich zusammen wie die beiden Hälften eines fast fertigen Pullovers. Es war nur eine Frage der Zeit, bis sie mich fallen ließen, sobald sie glaubten, damit davonzukommen.Was ich wollte, spielte keine Rolle. Dominic hatte keine Skrupel, mich in einer Ehe festzuhalten, aus der ich

  • Die Wiedergeburt der Luna-Königin   Kapitel 223

    Dominics SichtAls ich am nächsten Morgen aufwachte, rechnete ich damit, dass Ellie schon auf den Beinen war. In letzter Zeit stand sie immer vor mir auf – meist, um sich aus dem Haus zu schleichen, bevor ich überhaupt zum Frühstück nach unten kam, und erst lange nach dem Abendessen zurückzukehren.Was ich an diesem Morgen allerdings überhaupt nicht erwartete, war, sie lächelnd am Esstisch vorzufinden. Vor ihr lagen mehrere aufgeschlagene Notizbücher, links daneben ein Stapel Unterlagen.Bei ihrem Anblick blieb ich im Türrahmen stehen und rieb mir die Augen. Ich war sicher, dass ich noch träumte. Doch als ich die Augen wieder öffnete, saß Ellie noch immer dort. Sie sah zu mir auf. Ihr Lächeln verblasste ein wenig, verschwand aber nicht ganz.„Warum siehst du mich so an?“, fragte sie statt einer Begrüßung. Ellie nahm einen Schluck Kaffee, befeuchtete den Daumen mit der Zunge und blätterte in ihrem Notizbuch weiter.Ich schüttelte den Kopf, ging zum Tisch und setzte mich. Während mi

  • Die Wiedergeburt der Luna-Königin   Kapitel 222

    Wortlos stand ich auf und griff erneut nach dem Tranchiermesser. Im Raum blieb es vollkommen still, während ich mir sorgfältig und mit gleichmäßigen Bewegungen eine dicke Scheibe Braten abschnitt. Dazu spießte ich ein paar Karotten, Kartoffeln und grüne Bohnen auf und legte sie auf meinen Teller.Dann nahm ich meinen Teller und mein Weinglas und verließ das Zimmer.Keiner der beiden rief mir etwas hinterher. Ich erwartete es auch nicht. Mit erhobenem Kopf und langsamen, gleichmäßigen Schritten ging ich weiter, bis ich außer Hörweite war. Erst dann atmete ich heftig ein und aus.Ich nahm Teller und Glas in eine Hand, raffte mit der anderen den Rock meines Kleides und eilte die Treppe hinauf. Ohne Umwege ging ich in mein Zimmer, schloss leise die Tür hinter mir und drehte den Schlüssel um. Ich stellte mein Essen auf den Tisch und setzte mich. Mit heftigen Bewegungen schnitt ich das Fleisch klein. Das Messer schabte über den Teller.Ich stopfte mir ein großes Stück Wildschweinbraten i

  • Die Wiedergeburt der Luna-Königin   Kapitel 221

    Ellies SichtDominic schob sich das Stück Oktopus in den Mund. Einen Moment lang kaute er nicht, sondern schloss nur die Lippen darum und verzog das Gesicht. Ich rechnete fest damit, dass er es gleich wieder ausspucken musste.Oder sich übergeben. Was auch immer zuerst kam.Doch zu meiner völligen Überraschung tat er weder das eine noch das andere. Er begann zu kauen, schloss die Augen und umklammerte sein Besteck. Dann schluckte er.Als Dominic die Augen wieder öffnete, waren sie rot und feucht von der Anstrengung, den Würgereiz zu unterdrücken.Für mich stand fest, dass er genug hatte.Und trotzdem griff er tatsächlich nach einem weiteren Stück Oktopus.„Wie kannst du das essen?“, platzte ich heraus. „Du hasst Oktopus! Du hast doch selbst gesagt, dass du alles mit Fangarmen widerlich findest!“Mit großer Mühe schluckte Dominic auch das zweite Stück hinunter. Dann griff er nach seinem Weinglas und leerte es zur Hälfte in einem Zug. Er stellte es wieder auf den Tisch, wischte s

  • Die Wiedergeburt der Luna-Königin   Kapitel 220

    Der Heiler überlegte einen Moment, dann lächelte er. „Sie müssen Gotteszunge gegessen haben. Sie ist sehr, sehr selten, wissen Sie.“„Wirklich?“„Ja! Es ist geradezu erstaunlich, dass Sie sie überhaupt gefunden haben. Genau genommen ist es ein Pilz. Er wächst nur an sehr lichtarmen Stellen. Unter Sträuchern, sogar unter Schichten abgestorbener Pflanzenreste – und nur dort, wo zum Beispiel ein Tier verwest ist.“Ich dachte einen Moment darüber nach und erinnerte mich an die nassen, abgestorbenen Blätter, die ich beiseiteschob, um die Pflanze zu finden. Das machte die Sache nur noch rätselhafter.Woher zum Teufel habe ich einfach ... gewusst, dass sie dort wächst?Nachdem der Heiler mich entließ, trat ich auf den Flur hinaus, wo Dominic noch immer wartete. Er stieß sich von der Wand ab, an der er lehnte, und kam auf mich zu.„Und?“„Mir geht es gut“, sagte ich. „Genau wie ich es dir gesagt habe.“„Aber was ist mit dem Blut?“„Mir geht es gut, Dominic.“Er atmete aus. „Gut. Das

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