เข้าสู่ระบบEMELYEin leises Wimmern riss mich früher als gewöhnlich aus dem Schlaf. Langsam blinzelte ich, noch halb benommen, und tastete nach dem kleinen Körper neben mir. Chloe regte sich unruhig in meinen Armen. Ihr Gesicht war gerötet, ihre Lippen spitzte sie, als würde sie nach etwas suchen.„Ich bin ja da … Ich bin ja da, mein Schatz“, murmelte ich.Mit geübten Handgriffen brachte ich sie in die richtige Position und begann, sie zu stillen. Kaum hatte sie gefunden, wonach sie gesucht hatte, beruhigte sie sich. Ihr Wimmern verstummte und ging in ein leises, gleichmäßiges Saugen über.Ich lehnte mich gegen das Kopfteil des Bettes und entspannte meinen Körper. Am Morgen war es noch viel zu still. Das Sonnenlicht hatte das Zimmer noch nicht vollständig durchflutet. Alles, was ich hören konnte, waren Chloes Atemzüge und das gleichmäßige Ticken der Wanduhr.Eine Weile betrachtete ich sie einfach schweigend.Ihr kleines Gesicht wirkte so friedlich. Sie wusste von nichts. Nichts von dem Chaos, da
STEVENBeim Autofahren lasse ich mich nur selten ablenken. Zumindest habe ich das immer geglaubt.Doch heute Nachmittag ist meine Aufmerksamkeit zum ersten Mal seit Langem nicht wirklich auf die Straße gerichtet. Meine Hände liegen ruhig am Lenkrad, mein Blick ist nach vorn gerichtet, und doch sind meine Gedanken … noch immer bei dieser Parkbank.Bei dem Moment, in dem Emely mich ohne zu zögern umarmt hat. Bei dem Augenblick, in dem ihre Wangen sich gerötet haben und sie sich so hastig von mir löste. Und bei diesem einen Moment, als sie stolperte und direkt in meine Arme fiel, so nah, dass ich ihren warmen Atem spüren konnte.Leise atme ich aus. Die Erinnerung ist viel zu lebendig. Viel zu real.Ich werfe einen Seitenblick auf den Beifahrersitz. Emely sitzt dort und schaut aus dem Fenster. Ihr Haar fällt sanft an ihrer Wange entlang, während das Nachmittagslicht durch die Scheibe auf sie fällt. Sie wirkt ruhig, viel ruhiger als zuvor. Und aus irgendeinem Grund fühlt sich meine Brust d
EMELYAls sich meine Augen mit Alexanders Blick trafen, spürte ich, wie Steven sanft nach meiner Hand griff und sie dann still in seine schloss. Für einen Herzschlag beschleunigte sich mein Puls. Seltsamerweise zog ich meine Hand jedoch nicht zurück. Nicht einmal, als ich den verletzten Ausdruck in Alexanders Augen sah. Wenn überhaupt, regte sich tief in meiner Brust sogar ein schwaches, schuldbewusstes Gefühl der Genugtuung.„Lass uns gehen“, sagte Steven leise.Ich nickte leicht. Als ich mich umdrehte und zum Ausgang ging, fühlten sich meine Schritte seltsam leicht an. Als wäre mir endlich eine schwere Last von den Schultern genommen worden … und hätte gleichzeitig eine Leere hinterlassen, von der ich nicht wusste, wie ich sie füllen sollte.Hinter uns öffneten sich die Türen des Gerichtsgebäudes, während der Lärm im Inneren allmählich verklang und der ruhigen Atmosphäre draußen wich. Kaum hatte ich den Innenhof betreten, strich mir eine sanfte Brise über das Gesicht. Ich blieb kurz
ALEXANDERDie Zeit vergeht an diesem Ort auf seltsame Weise. Sie scheint nicht schnell zu vergehen, aber wirklich langsam ist sie auch nicht. Die Tage ziehen bedeutungslos vorbei, einer verschwimmt mit dem nächsten. Eine Anhörung folgt auf die andere, immer nach demselben erzwungenen Muster: hinsetzen, zuhören, leugnen und in denselben erstickenden Raum zurückkehren.Anfangs betrachtete ich das alles wie ein Spiel. Einen Fehler im System, der früher oder später korrigiert werden würde. Ich hatte Geld. Ich hatte Beziehungen. Ich hatte Möglichkeiten, hier herauszukommen. Zumindest glaubte ich das. Doch je länger sich alles hinzog, desto mehr zerfiel diese Gewissheit, Stück für Stück. Die Beweise häuften sich, zu lückenlos, zu präzise, um sie noch leugnen zu können. Aufgezeichnete Stimmen. Geldtransaktionen. Und am schlimmsten von allem: Lorians Geständnis, schmerzhaft ehrlich. Ihr Name hallt in meinem Kopf wider wie ein Geräusch, das einfach nicht verklingen will. Diese Frau hat mich hi
ALEXANDERKalt.Das Erste, was ich wahrnahm, als mein Bewusstsein endlich zurückkehrte, war nicht der Schmerz, sondern die Kälte, die langsam von meinen Füßen aus bis tief in meine Knochen kroch. Der Metallstuhl unter mir war hart und unnachgiebig. Meine Handgelenke waren gefesselt, leicht taub und schmerzten ein wenig.Ich öffnete die Augen.Ein grelles, weißes Licht strahlte direkt von oben auf mich herab und stach mir in die Augen. Instinktiv kniff ich sie zusammen. Es dauerte einige Sekunden, bis sich meine Sicht an den beengten Raum um mich herum gewöhnt hatte. Einer der Männer lehnte lässig zurück und hatte die Arme vor der Brust verschränkt. Der andere stand kerzengerade da und beobachtete mich, als wäre ich überhaupt kein Mensch, sondern lediglich ein Gegenstand, den man unter die Lupe nahm.Ich holte langsam Luft. Meine Kehle war trocken.„Na endlich wach?“Ich antwortete nicht sofort. Stattdessen sah ich sie abwechselnd an und bewegte dann leicht meine Schulter, um den Schme
STEVENDer schwache Geruch von Desinfektionsmittel lag in der Luft, als ich langsam die Augen öffnete. Die weiße Zimmerdecke des Krankenhauses kam zum Vorschein. Sie wirkte zugleich fremd und vertraut. Mein Körper fühlte sich noch immer schwer an, aber längst nicht mehr so schlimm wie gestern.Etwas hatte sich verändert.Meine Brust hob und senkte sich langsam. Ich blinzelte ein paar Mal, um mich an das sanfte Morgenlicht zu gewöhnen, das durch die Vorhänge fiel. Es breitete sich über die Seite meines Bettes aus und tauchte das Zimmer in eine ruhige, beinahe zu ruhige Atmosphäre für eine Situation wie diese.Unwillkürlich wanderten meine Gedanken zurück zur vergangenen Nacht.Zu diesem Moment mit Emely. Dem Kuss. Mein Herz setzte einen Schlag aus, ehe es wieder schneller zu schlagen begann als zuvor. Ihr Gesicht erschien vor meinem inneren Auge. Die Wärme ihrer Berührung. Der Kuss, der niemals hätte passieren dürfen und doch geschehen war. Mein Kiefer spannte sich leicht an.Seltsamer







