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Kapitel 123 — Andrejs Zweifel

مؤلف: Déesse
last update تاريخ النشر: 2026-06-16 01:02:16

Andreï

Da ist eine Mauer zwischen uns. Unsichtbar, ungreifbar, aber ich spüre sie in jedem Augenblick, bei jedem Atemzug, bei jedem Wimpernschlag. Ich spüre sie, wenn sie mich anlächelt und ihr Lächeln ihre Augen nicht erreicht. Ich spüre sie, wenn sie ihre Hand auf ihren Bauch legt in einer Geste, die ein Reflex geworden ist, ein Tick, eine zweite Natur, die sie nicht einmal mehr kontrolliert. Diese Geste verfolgt mich. Sie jagt mich. Sie schleicht sich in den unerwartetsten Momenten in mein
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    Sofia Denn ich verstehe zu gut. Das « personalisierte Programm » wird überwacht. Das « Training » wird beaufsichtigt, erfasst. Der private Platz ist am Ende des Parks, weit von den Toren. Es ist eine Illusion von Freiheit. Eine Möglichkeit, meine Wut, meine Energie in einen Rahmen zu kanalisieren, den er kontrolliert. Mich körperlich zu erschöpfen, damit ich mental fügsamer bin. Es ist ein Geniestreich. Er hat das genutzt, was ich bin, was ich liebe, um mich besser zu unterwerfen. — Sag danke, Sofia, murmelt er, seine Hand legt sich auf meine, auf die Tischdecke. Es ist ein Geschenk. Ich spüre die Wärme seiner Handfläche, ihr Gewicht. Ich spüre den Blick meines Vaters unseren Kontaktpunkt verbrennen. Ich ziehe meine Hand weg, langsam, als wäre sie verbrannt. — Danke, schaffe ich zu artikulieren, das Wort kommt wie ein Kieselstein heraus. Der Abend endet in einem seltsamen Klima, einer Mischung aus erzwungener Leichtigkeit (getragen von Camila) und unterschwelliger Spannung. Mei

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    Ich bin in einem Schraubstock gefangen. Auf der einen Seite die begeisterte Ekstase Camilas, die mich mit Fragen über das Haus, die Angestellten, « ihr » Traumleben bedrängt. Auf der anderen das schwere, prüfende Schweigen meiner Eltern. Und in der Mitte er, der für mich antwortet, sanft korrigiert, ergänzt, eine kohärente und erstickende Erzählung unserer Idylle erschafft.— Sofia ist ein wenig schüchtern, um anzugeben, sagt er einmal, als ich eine verwirrte Antwort über die Aussicht vom Schlafzimmer stammele. Sie lässt lieber die Dinge sprechen.Jedes Mal, wenn er für mich spricht, ist es eine weitere Beraubung. Ein Stück meiner Stimme, das er mir entreißt. Also schweige ich. Ich lächele. Ich stimme mit einem Nicken zu. Ich werde die Figur, die er für sie zeichnet: eine junge Frau, ein wenig überfordert, wahnsinnig verliebt, beeindruckt von seiner Welt.Die Limousine durchquert die Tore des Anwesens. Das Knirschen des Kieses unter den Reifen lässt mich zusammenzucken. Das Haus erheb

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