Home / Romantik / EINE NACHT MIT DEM VATER MEINES EX / DIE WAHRHEIT, DIE BRANNTE

Share

DIE WAHRHEIT, DIE BRANNTE

Author: Ava Sterling
last update publish date: 2026-08-24 06:36:37

Das Handy buzzte weiter auf dem Nachttisch.

Marcus griff nach dem Hoteltelefon, der Kiefer festgesetzt, die Finger bereits auf dem Weg zu den Tasten für die Security.

Lila packte sein Handgelenk. Ihre Haut trug noch die Wärme von dort, wo er sie gehalten hatte. Der Stich in ihrer Handfläche von früheren Rachegedanken vermischte sich jetzt mit etwas Schwererem. „Ruf sie noch nicht an. Ich will ihm selbst gegenüberstehen.“

Marcus musterte sie einen langen Moment, seine dunklen Augen durchsuchten die ihren. Er nickte einmal, langsam. „Ich lasse die Security jeden Schritt beobachten. Du gehst runter, sagst, was du sagen musst, und kommst direkt wieder hoch. Nicht länger als zehn Minuten.“

Sie schlüpfte in das smaragdgrüne Kleid, das er früher hingelegt hatte. Der Stoff glitt kühl und glatt über ihre nackte Haut und umschmeichelte ihre Kurven auf eine Weise, die sie ein wenig aufrechter stehen ließ. Keine Unterwäsche, kein BH, nur das Kleid und der leichte Schmerz zwischen ihren Beinen, der sie genau daran erinnerte, wo sie vor Minuten gewesen war. Sie fuhr allein mit dem privaten Aufzug nach unten, das Herz pochte mit jeder Etage lauter.

Tyler stand in der Nähe des Eingangs, das Haar platt an der Stirn, während er mit einem großen Wachmann in schwarzer Uniform stritt.

Als er sie aus dem Aufzug treten sah, veränderte sich sein ganzes Gesicht. Zuerst blitzte Erleichterung auf, dann verzog Wut seinen Mund. Er schob sich an dem Wachmann vorbei und schritt auf sie zu, die Schuhe quietschten auf dem polierten Boden.

„Was zum Teufel tust du hier?“ fragte Lila und hielt ihre Stimme niedrig, aber ruhig. Ein paar Köpfe drehten sich in ihre Richtung.

Tyler blieb nah genug stehen, dass sie den Regen und die schwache Spur des billigen Körpersprays riechen konnte, das er immer trug.

„Ich bin derjenige, der dich das fragen sollte. Warum kommst du nicht nach Hause zurück? Ich habe die ganze Nacht angerufen und geschrieben. Du bist einfach verschwunden.“

„Welches Zuhause?“ Die Worte kamen schärfer heraus, als sie erwartet hatte. Ihr Puls hämmerte in ihren Ohren. „Mein Haus? Das, für das ich jeden einzelnen Monat die Miete gezahlt habe, während du auf der Couch saßest und auf deinem Handy scrolltest? Die Einkäufe, die ich gekauft habe, die Rechnungen, die ich bezahlt habe, die Vorstellungsgespräche, bei denen ich dir geholfen habe, die nie irgendwohin führten?“

Er packte ihren Arm, die Finger gruben sich in das weiche Fleisch über ihrem Ellbogen.

„Ich bin nicht hier für Smalltalk, Lila. Du kommst jetzt mit mir zurück. Wir können darüber zu Hause reden, nicht hier.“

Lila riss ihren Arm frei. Die Ohrfeige flog von ihrer Hand, bevor ihr Verstand aufholen konnte. Ihre Handfläche traf hart seine Wange.

Tylers Kopf schnellte zur Seite. Für den Bruchteil einer Sekunde flog seine eigene Hand hoch, die Finger gekrümmt, bereit, zurückzuschlagen. Seine Augen verengten sich vor purer Wut, aber er sah sich um und bemerkte einen riesigen Typen hinter sich.

Tyler senkte den Arm, aber seine Stimme stieg an und brach vor Wut. „Was tust du überhaupt für mich? Ich bin derjenige, der alles tut, indem er eine hässliche Schlampe wie dich bei sich behält. Die Wahrheit ist, ich habe dich nie geliebt. Nicht einmal. Ich hatte meine Gründe, bei dir zu bleiben, das ist alles.

Du warst praktisch. Du hast für Scheiße bezahlt. Das war’s.“

Die Worte landeten schwer in ihrem Magen. Lila stand da, die Brust hob und senkte sich schnell, Regen von seinen Kleidern fleckte noch die Vorderseite ihres smaragdgrünen Kleides. Sie erinnerte sich an jede späte Nacht, in der sie aufgeblieben war, um ihr Budget auszugleichen, an jedes Mal, wenn sie gelächelt und ihm gesagt hatte, dass morgen besser würde, an jede Mahlzeit, die sie gekocht hatte, während er sich über den Arbeitsmarkt beschwerte.

Der Schock traf ihre Brust wie kaltes Wasser, aber er verging schneller, als sie erwartet hatte. Sie war bereits weitergezogen in dem Moment, als sie gestern Abend in diese Bar gegangen war.

Tyler wischte sich den Mund mit dem Handrücken ab, die Stimme wurde flehend. „Du solltest dich jetzt entschuldigen. Komm mit mir zurück. Wenn du das nicht tust, werde ich dir später, wenn du zurückkriechst, nicht einmal ins Gesicht sehen. Hörst du mich?“

Lila sah ihm direkt in die Augen. Die Lobby-Lichter spiegelten sich auf dem nassen Boden um sie herum. Eine kleine Menge hatte sich in der Nähe des Empfangs versammelt, Handys halb erhoben. „Ich werde nie zu dem zurückkehren, was ich ausgespuckt habe.“ Sie drehte sich auf dem Absatz um und ging zu den Aufzügen, die Absätze klickten stetig über den Marmor.

Die Aufzugtüren schlossen sich hinter ihr mit einem leisen Klingeln. Sie fuhr allein hoch, die Spiegelwände zeigten ihr gerötetes Gesicht und den schwachen roten Abdruck auf ihrer Hand. Als sich die Türen auf der Penthouse-Etage öffneten, wartete Marcus im Wohnbereich, bereits in einem frischen schwarzen Hemd mit hochgekrempelten Ärmeln bis zu den Unterarmen. Sein Haar war noch feucht von der Dusche, die sie früher geteilt hatten.

Er durchquerte den Raum in drei langen Schritten in dem Moment, als er die Tränen auf ihren Wimpern glitzern und den roten Abdruck auf ihrer Handfläche sah.

„Hat dieser Hurensohn dich angefasst?“

Lila schüttelte den Kopf. Frische Tränen liefen heiß ihre Wangen hinunter. Sie wischte sie grob ab. „Nein. Er hat mich nicht geschlagen. Ich habe nur herausgefunden, dass er mich nie geliebt hat. Nicht einmal ein bisschen. Das ganze Geld, das ich ihm gegeben habe, jede Extra-Schicht, die ich gearbeitet habe, jede Rechnung, die ich bezahlt habe – alles ging an seine Schlampen, während ich mich durchgeschlagen habe und dachte, wir bauen etwas zusammen auf.“

Marcus zog sie ohne ein weiteres Wort an seine Brust. Sein Hemd roch nach sauberer Baumwolle und der schwachen Spur von Zeder aus seinem Kölnischwasser.

Als ihr Atem endlich gleichmäßiger wurde, sprach er leise gegen ihr Haar. „Er hat keinen einzigen Tag deiner Zeit verdient. Nicht einen. Ich lebe bereits mein Leben, ohne dass er mich runterzieht, und ich lasse dich hier nicht allein, um noch mehr von seinem Gift zu ertragen. Komm mit mir nach Hause, lass mich den Rest regeln.“

Lila trat gerade so weit zurück, dass sie zu ihm aufblicken konnte. Ihre Augen brannten noch. Sie wischte sich das Gesicht mit dem Handrücken ab, das smaragdgrüne Kleid jetzt zerknittert von der Stelle, wo sie sich an ihn gepresst hatte. „Nein. Ich brauche Raum zum Nachdenken. Ich kann nicht einfach von einem Mann zum nächsten springen.“

Marcus durchsuchte ihr Gesicht, sein Ausdruck geduldig, aber fest. „Wo würdest du heute Nacht bleiben?“

„Bei meiner Freundin Sarah. Sie hat ein Sofa. Das ist in Ordnung.“

Er nickte einmal, langsam, Silberfäden fingen das Licht in seinem dunklen Haar ein.

„Was ist mit meinem Angebot?“

Lila blickte an ihm vorbei zu den weiten Fenstern, wo die Stadtlichter im Regen verwischten. Das Penthouse fühlte sich warm und sicher an, aber ihre Brust war immer noch roh von Tylers Worten.

„Ich werde darüber nachdenken.“

Continue to read this book for free
Scan code to download App

Latest chapter

  • EINE NACHT MIT DEM VATER MEINES EX   Kapitel 3

    Sadie erwachte durch das Geräusch des sich drehenden Schlosses.Morgendliches Licht schnitt über das Bett in harten weißen Streifen. Sie war auf den Decken auf dem Bett eingeschlafen im selben schwarzen Kleid, Oberschenkel noch klebrig, Hals noch rau vom Vorabend. Für einen kurzen Moment dachte sie, sie hätte den ganzen Vorfall nur geträumt.Dann trat Dominic ins Zimmer, einen Becher Wasser und eine kleine Flasche Pillen in der Hand.Er stellte beides auf den Nachttisch, ohne ein Wort, dann setzte er sich auf die Bettkante. Das Bett senkte sich unter seinem Gewicht. Er sah frisch geduscht aus, dunkles Haar noch feucht, trug ein graues Hemd offen am Kragen. Das Silber an seinen Schläfen fing das Licht.„Setzen Sie sich auf.“Sadie richtete sich auf, wimmerte vor Schmerz im Kiefer. Dominic hielt den Becher hin. Sie nahm ihn und trank, weil ihr Mund nach ihm schmeckte und sie es wegwollte.„Die Pillen sind Ibuprofen“, sagte er. „Gegen die Verspannung. Sie werden sie nach diesem Morgen me

  • EINE NACHT MIT DEM VATER MEINES EX   Kapitel 2

    Sadie stand unter dem heißen Strahl der Dusche länger als nötig, als ob das Wasser den Zettel von ihrer Haut waschen könnte.*Tragen Sie heute Nacht nichts unter dem Kleid.*Die Worte kreisten weiter in ihrem Kopf, während sie ihre Arme schrubbte, bis sie blutig waren. Sie war hierhergekommen und hatte gedacht, sie könnte etwas Kontrolle behalten. Ein Jahr. Es überstehen. Ihre Mutter schützen. Gehen. Das war der Plan.Der Plan fühlte sich mit jeder Minute dünner an, die verging.Sie trocknete sich ab, zog das weiche schwarze Kleid aus ihrem Koffer—das einzige anständige Ding, das sie besaß—und ließ ihre Unterwäsche in der Schublade wie der Zettel verlangte. Der Stoff klebte an ihrer noch feuchten Haut. Kein BH. Keine Slip. Jeder Schritt machte sie sich der kühlen Luft zwischen ihren Oberschenkeln bewusst.Sie setzte sich auf die Bettkante und wartete.Das Klopfen kam siebenunddreißig Minuten später. Weich. Fast höflich.Dann öffnete sich die Tür ohne Erlaubnis.Dominic füllte den Türr

  • EINE NACHT MIT DEM VATER MEINES EX   BOOK THREE: FILTHY COLLECTION

    Die Eisenpforte schloss sich hinter dem Auto mit einem Geräusch, das sich endgültig anhörte.Sadie behielt ihren Blick auf der massiven schwarzen Haustür des Hauses von Dominic Kane und sagte sich, sie würde nicht zittern. Der Fahrer hatte bereits ihren einzigen Koffer genommen. Sie war allein auf den breiten Steintritten in einem zu dünnen Sommerkleid und dem einzigen Paar Schuhe, das sie besaß, das nicht auseinanderfiel. Neunzehn Jahre alt. Pleite. Und kurz davor, ins Haus des Mannes zu gehen, dem ihr Vater mehr Geld schuldete, als sie je in ihrem ganzen Leben sehen würde.Die Tür öffnete sich, bevor sie klopfen konnte.Dominic Kane stand dort in einem schwarzen Hemd mit den Ärmeln bis zu den Ellbogen hochgerollt, Silbersträhnen durch das dunkle Haar an seinen Schläfen, Augen in der Farbe von kaltem Whiskey. Er sah genau aus wie sie sich erinnerte von den wenigen Malen, als er zu ihrem alten Haus gekommen war, als sie jünger war—nur härter. Älter. Gefährlicher.Er lächelte nicht.„S

  • EINE NACHT MIT DEM VATER MEINES EX   Kapitel 15

    Die Villa am Amalfi-Küstenstreifen saß hoch auf einer dramatischen Klippe, ihre weiß verputzten Wände leuchteten warm im goldenen italienischen Sonnenuntergang. Sechs Monate waren vergangen seit der explosiven Konfrontation, die alles verändert hatte. Sechs Monate des Wiederaufbaus, des Heilens, des Lernens, wie man offen und ohne Schatten der Geheimhaltung und Gefahr liebt.Vivienne stand auf der weiten Terrasse, die den türkisblauen See überblickte, der warme Wind zerrte am Saum ihres fließenden weißen Sommerkleides. Ihr Haar war offen, Haut von der mediterranen Sonne geküsst. Sie hatte sich noch nie lebendiger gefühlt.Starke Arme wickelten sich von hinten um sie. Sebastian zog sie zurück gegen seine feste Brust und presste einen nachhallenden Kuss auf die Seite ihres Halses.»Einen Penny für deine Gedanken, meine Liebe?«, murmelte er, seine tiefe Stimme sandte angenehme Schauer über ihren Rücken.Sie lehnte sich an ihn, lächelte. »Nur darüber, wie weit wir gekommen sind. Von verbo

  • EINE NACHT MIT DEM VATER MEINES EX   Kapitel 14

    Das Penthaus leuchtete mit weichem goldenen Licht, als Sebastian Vivienne durch die Tür trug, ihre Beine fest um seine Taille geschlungen. Ihre Münder waren in einem tiefen, hungrigen Kuss verschmolzen, der von Überleben, Sieg und Wochen gestauter Not sprach. Die Tür klickte kaum zu, bevor er sie gegen die Wand drückte und seinen steinharten Schwanz durch ihre Kleidung gegen ihren Kern rieb.»Schlafzimmer«, knurrte er gegen ihre Lippen. »Jetzt. Ich brauche Stunden mit dir.«Er wartete nicht auf eine Antwort. Er trug sie direkt ins Schlafzimmer – ihr Schlafzimmer – und legte sie auf dem riesigen Bett ab, als wäre sie das Kostbarste auf der Welt.Diesmal gab es kein Zurückhalten. Keine hastigen gestohlenen Momente. Keine Angst vor Entdeckung. Heute Nacht war reiner, ungefilterter Aufguss.Sebastian nahm sich Zeit, sie auszuziehen und jeden Zentimeter Haut zu küssen, den er freilegte. Er streifte langsam ihr Kleid ab, Lippen folgten dem Stoffpfad – Schlüsselbein, die Rundung ihrer Brüste

  • EINE NACHT MIT DEM VATER MEINES EX   Kapitel 13

    Die Stadtlichter verschwammen vor den Autofenstern, als Sebastian durch die regennassen Straßen fuhr. Seine Hände umklammerten das Lenkrad so fest, dass die Knöchel weiß wurden. Seit drei qualvollen Tagen hatte er sich selbst zerrissen versucht, Viviennes Wunsch nach Abstand zu respektieren. Er hatte kaum geschlafen. Kaum gegessen. Das Penthaus fühlte sich an wie ein Grab ohne ihr Lachen, ihren Duft, ihr Feuer.Aber genug war genug.Er hatte jede wache Stunde seit ihrem Weggang damit verbracht, Waffen zu sammeln – digital und sonstige. Der Ordner auf dem Beifahrersitz enthielt die nukleare Option: vollständige Dokumentation der fünfzehn Jahre vergrabener Skandale, Beweis des externen Erpressungsringes gegen das Hale-Imperium, Kopien von Eleonors Kommunikationen mit den Vorstandsmitgliedern und sein eigener offizieller Rücktritt als COO, datiert an diesem Morgen und bereits per E-Mail an den gesamten Vorstand und Richard Hale gesendet.Keine halben Maßnahmen mehr.Er fand ihr Hotel dur

More Chapters
Explore and read good novels for free
Free access to a vast number of good novels on GoodNovel app. Download the books you like and read anywhere & anytime.
Read books for free on the app
SCAN CODE TO READ ON APP
DMCA.com Protection Status