تسجيل الدخول## Kapitel 5
„Jetzt ist die Auslese an der Reihe.“
Die Stimme des Kommandanten schnitt scharf über den Platz. Ärger schwang darin mit, während sein Blick voller unverhohlener Verachtung über uns hinwegstrich.
„Ihr tragt immer noch Grau – die Farbe der Anwärter. Das Schwarz, die Farbe der Akademie, habt ihr euch noch nicht verdient. Und am Ende der zweiten Woche werden die schwächsten zwanzig Prozent von euch aussortiert.“
Er ließ die Worte einen Moment lang wirken, bevor er mit eisiger Ruhe fortfuhr:
„Nehmt diese Warnung ernst … sofern ihr überhaupt das Zeug dazu habt, hier zu bleiben.“
Sein Blick streifte uns nur kurz, doch allein das genügte, um mir das Blut in den Adern gefrieren zu lassen. Dann donnerte seine Stimme über den gesamten Platz.
„Der heutige Test prüft, was ihr hier unbedingt braucht: körperliche Stärke. Raf Sinclair! Kenny Dexterin! In den Ring – wer den anderen zuerst zu Boden bringt, gewinnt!“
Ein leises Raunen ging durch die Reihen.
Die Akademie, die sich ständig ihrer modernsten Technologien rühmte, entschied also tatsächlich über Stärke mit einem Faustkampf?
Der Kampf war kaum begonnen, da war er auch schon vorbei.
Keine dreißig Sekunden später hatte Raf Kenny zu Boden geschmettert. Blut lief ihm aus der Nase. Alles war so schnell gegangen, dass ich kaum begriff, was ich gerade gesehen hatte.
Dann war Luca Grant an der Reihe.
Ein kaum merkliches Lächeln spielte um meine Lippen, als ich seine selbstsicheren Schritte verfolgte. Er stürmte nicht einfach auf seinen Gegner los. Stattdessen wich er seinen Angriffen mühelos aus, tänzelte um ihn herum und ließ ihn ins Leere laufen, als wüsste er längst, wie dieses Spiel enden würde.
Ein paar Sekunden lang wirkte es beinahe spöttisch.
Dann kam die Faust.
Schnell. Präzise.
Der Kampf war vorbei.
Sein Gegner ging zu Boden, ohne noch Widerstand leisten zu können.
Unwillkürlich biss ich mir auf die Unterlippe. Widerwillige Bewunderung breitete sich in mir aus – für seine Technik … und für die Kraft in seinen Schultern, die mir nun wirklich nicht entgangen war.
Dann fiel mein Name.
Oder besser gesagt … mein falscher Name.
„Ari Clark! Robert Brown!“
Ich erstarrte.
Mein Mund stand offen, während ich wie angewurzelt dastand.
Wie dumm von mir!
Während ich die ganze Zeit gebannt zugesehen hatte, war mir kein einziges Mal der Gedanke gekommen, dass ich als Nächste aufgerufen werden könnte. Dass ich plötzlich selbst mitten in den Kampf geschickt würde.
Nervös atmete ich aus.
Mit einem Schlag fühlte ich mich wieder wie die zerbrechliche Version meiner selbst, die ich so gut kannte – wie die „Prinzessin“, die stets abseits gestanden und zugesehen hatte, während Raf und Jesse die Kämpfe für sie austrugen.
„Los!“
Die schneidende Stimme des Sergeanten riss mich aus meinem Zögern.
Neben mir stieß Raf kurz die Luft aus. Dann legte er mir eine Hand auf den Rücken und schob mich mit entschlossener Kraft nach vorn.
Ich fuhr überrascht zu ihm herum.
Er zuckte nur mit den Schultern.
Sein Blick sagte deutlich, was er nicht aussprach:
**Du hast diesen Weg selbst gewählt.**
Ich schluckte meine Angst hinunter und machte einen zögernden Schritt nach vorn.
Dann wandte ich mich Robert zu.
Er stand bereits in vollständiger Kampfhaltung vor mir. Die Fäuste erhoben, den Körper angespannt, bereit, jeden Moment loszuschlagen.
Erst jetzt traf mich die Erkenntnis mit voller Wucht.
**Ich sollte ihn schlagen.**
Um uns herum brach Jubel aus. Pfiffe hallten durch die Menge. Der Ring schien sich in eine Bühne zu verwandeln, auf der alle nur auf den nächsten Schlag warteten.
„Na los!“, rief Robert begeistert und winkte mich zu sich. „Bringen wir es hinter uns!“
Doch ich bewegte mich nicht.
Ich stand da wie eine Statue. Meine Füße wollten mir nicht gehorchen, während in meinem Kopf ein einziges Chaos herrschte.
Plötzlich ertönte schallendes Gelächter aus der Menge.
Noch eines.
Dann drang eine höhnische Stimme durch den Lärm:
„Seht euch das an! Die Garnele hat Angst!“
Das Gemurmel schwoll zu einem Spottgesang an.
„Garnele! Garnele! Garnele!“
Die Worte bohrten sich wie kalte Nadeln in meine Ohren.
Ich stand noch immer da, gefangen zwischen der Angst und dem Wissen, dass ich den nächsten Schritt trotzdem machen musste.
Und dann geschah etwas, das ich selbst nicht verstand.
Dieser Spott weckte etwas in mir, das tief verborgen gelegen hatte.
Meine Wölfin, die seit diesem seltsamen Ereignis am Nachmittag völlig verwirrt gewesen war – zwei Jungen … zwei miteinander vermischte Gerüche –, schien endlich aus ihrer Benommenheit zu erwachen.
Aus der Verwirrung wurde schlagartig messerscharfe Wachsamkeit.
„Töte ihn!“
Ihre Stimme hallte wild und unerbittlich durch meinen Kopf.
„Zeig ihnen, wer du wirklich bist!“
Ich stürmte nach vorn.
Meine Lippen verzogen sich zu einer harten Linie. Ich hob die Fäuste, genau wie Raf und Jesse es mir beigebracht hatten, und plötzlich setzte sich mein Körper mit einer Geschwindigkeit in Bewegung, die selbst mich überraschte.
Direkt auf den Jungen vor mir zu—
Dann …
erlosch alles.
Schwärze verschlang die Welt in einem einzigen Augenblick.
Als ich die Augen öffnete, war Jesses Gesicht das Erste, was ich sah. Er beugte sich über die Bettkante und musterte mich direkt. Auf seinen Lippen lag ein spöttisches Lächeln, doch irgendwo darin schimmerte ein Hauch von Mitgefühl.
„Na, Kleiner … wie fühlst du dich?“, fragte er leichtfüßig. Dann fügte er mit einem halben Lachen hinzu: „Du hast dich ganz schön in Schwierigkeiten gebracht.“
Ich wollte ihm antworten, doch kaum öffnete ich den Mund, schoss mir der Schmerz durchs ganze Gesicht. Eine heftige Welle, die mich brutal zurück in die Wirklichkeit riss.
„Trotzdem …“, murmelte ich gedämpft und hob vorsichtig die Hand, um meine geschwollene Nase zu ertasten. „Ist sie … gebrochen?“
Er antwortete nicht sofort. Stattdessen legte er seine Finger an meine Nase und drückte sie zwischen den Daumen vorsichtig in die richtige Position.
Ein stechender Schmerz fuhr durch mein Gesicht. Ich stöhnte unwillkürlich auf.
Jesse schüttelte beruhigend den Kopf.
„Nein, Cousin. Du wirst es überleben. Ein paar Tage, dann bist du wieder wie vorher.“
Dann zog er einen Mundwinkel hoch.
„Aber ganz ohne Spuren kommst du nicht davon. Mit diesem Veilchen wirst du eine Weile herumlaufen.“
Also war meine Nase immer noch angeschlagen. Und ich konnte nichts riechen, richtig?
Dann hatte ich nicht die geringste Ahnung, welcher dieser Jungen mein …
Gott, ich konnte das Wort nicht einmal selbst aussprechen.
**Mein Gefährte!**
Meine Wölfin tobte in mir vor Freude, als hätte sie den Schmerz längst vergessen.
**Unsere Gefährten! Beide! Wach auf! Lass mich raus! Ich kann ihren Geruch wahrnehmen! Ich kann es! Ich will es!**
Ich runzelte wütend die Stirn und versuchte, all das zu ignorieren. Dann schloss ich erneut die Augen und wünschte mir beinahe, ich wäre noch bewusstlos – weit weg von diesem Geschrei in meinem Kopf.
Gerade als ich mich in meinen Gedanken verlor, riss mich ein dumpfes Geräusch aus dem Halbschlaf.
Etwas war auf mein Kissen gefallen.
Ich zuckte zusammen, riss die Augen auf und runzelte die Stirn.
Vor mir lagen ein in Plastik eingewickeltes Sandwich, eine Flasche Wasser und eine Packung Schmerztabletten.
„Alles in Ordnung, Kleiner?“, fragte Raf ruhig.
Er stand dort, wo Jesse eben noch gestanden hatte, und musterte mich mit einem Blick, dem kaum eine meiner Regungen entging.
Ich seufzte theatralisch.
„Nein … ich sterbe.“
Dann ließ ich mich wieder ins Kissen sinken, völlig erschöpft, während der Schmerz in meinem ganzen Körper immer stärker zu werden schien.
Raf legte mir beruhigend eine Hand auf die Schulter und drückte leicht.
„Das verstößt gegen unseren Pakt. Wenn dir etwas passiert, bringt meine Mutter mich um. Dann bleiben meinem Vater nur noch Marky und Juniper … und die beiden sind die schlimmsten Kinder, die man sich vorstellen kann. Dieses Risiko können wir nicht eingehen.“
Ein kleines Lächeln huschte über mein Gesicht. Ich lachte leise.
Ein Fehler.
Der Schmerz schoss mir sofort wieder durchs Gesicht, und ich zuckte zusammen.
Dann fiel es mir plötzlich wieder ein.
„Moment … habe ich gewonnen?“
Raf zuckte gleichgültig mit den Schultern.
Doch im nächsten Augenblick tauchte Jesse hinter ihm auf. Stolz legte er einen Arm um Rafs Schultern.
„Natürlich habt ihr gewonnen! Du und Raf!“
Seine Augen leuchteten vor Begeisterung.
„Du hättest dieses Monster sehen müssen, das Raf besiegen musste, Ari!“
„Du übertreibst“, murmelte Raf und zuckte mit den Schultern, als wäre ihm Jesses Begeisterung völlig egal.
Trotzdem verriet das kaum sichtbare Zucken seiner Mundwinkel ein verborgenes Lächeln.
„Ach ja?“, fragte Jesse und beugte sich zu mir. Seine Stimme sprühte förmlich vor Aufregung. „Der Kerl war größer als Raf. Oder zumindest genauso groß. Und er war brutal. Er schien nie irgendein offizielles Training bekommen zu haben, aber er kämpfte mit der Einstellung eines kompletten Irren.“
„Wirklich?“
Neugierig richtete ich mich ein wenig auf.
„Wer war es? Welcher von ihnen?“
Jesse deutete auf die andere Seite des Raumes.
„Dieser riesige Felsbrocken da drüben.“
Ich sah sofort hin.
Wer hätte ihn auch übersehen können?
Der Kerl war tatsächlich ein Riese und von der Statur her fast mit meinem Vater vergleichbar.
Er saß auf seinem Bett nach vorn gebeugt und betrachtete die Matratze vor sich. Seine Unterarme ruhten locker auf den Knien, während sein ganzer Körper angespannt wirkte. Die Enttäuschung über den zweiten Platz war ihm deutlich anzumerken.
Sein dunkles Haar hing ihm achtlos ins Gesicht. Er machte keinerlei Anstalten, es zurückzustreichen.
„Du hast ihn besiegt?“, fragte ich und sah Raf ungläubig an.
„Tu nicht so überrascht“, erwiderte Raf scharf und runzelte missmutig die Stirn.
Ich lachte leise und beugte mich vor, um ihm spielerisch gegen die Schulter zu stupsen.
Dann setzte ich eine übertrieben weibliche Stimme auf, wie eine völlig durchgedrehte Cheerleaderin:
„Du hast recht … Niemand kann Ari und Raf Sinclair besiegen!“
Jesse lachte mit mir.
Raf hingegen wurde rot. Er presste die Lippen aufeinander und versuchte sichtlich, seinen Ärger hinunterzuschlucken.
„Iss dein Sandwich und nimm die Schmerztabletten“, murmelte er und sprang auf mein Bett.
Einen Moment zögerte er. Dann blickte er über die Schulter und beugte sich zu mir.
„Es gibt dort ein paar abgeschlossene Duschkabinen … aber ich glaube nicht, dass du so bald wieder dort hineinsolltest. In Ordnung?“
Ich gähnte.
„Mache ich morgen früh.“
Ich streckte die Hand nach der kalten Wasserflasche aus und legte sie auf mein Gesicht. Ein leises Stöhnen entwich mir, als die Kälte den Schmerz augenblicklich etwas linderte.
„Ich stehe um drei Uhr auf … vor allen anderen.“
Raf lächelte sanft.
„Gut. Weck mich auch. Ich komme mit.“
„Nein.“
Ich schüttelte entschieden den Kopf.
„Du musst schlafen. Es wird schon alles gutgehen.“
„Weck mich einfach“, beharrte mein Bruder gereizt.
Ich nickte, nur um ihn zufriedenzustellen.
Dann lehnte ich mich zurück in mein Kissen. Ein leises Stöhnen entwich mir, irgendwo zwischen Erschöpfung und Erleichterung.
*Na schön …*
Meine Wölfin grollte in mir, während ich langsam einschlief. Sie war noch immer beleidigt, aber zugleich voller Vorfreude.
**Morgen finden wir sie. Ganz gleich, was es kostet!**
Doch wie das Schicksal es wollte, sollte der nächste Morgen ………
**Kapitel 10**Jesse grinste noch immer und unterdrückte ein leises Lachen.„Ari ist einfach nur neugierig, Raff“, sagte er mit einem verschmitzten Unterton. Er ließ den Blick kurz durch den Raum wandern, um sicherzugehen, dass niemand etwas bemerkt hatte. Doch die Schlange vor den Duschkabinen war leer, und alle anderen waren viel zu beschäftigt, um sich um uns zu kümmern. „Sie hat bisher ein ziemlich abgeschottetes Leben geführt.“„Und sie wird auch weiterhin ein abgeschottetes Leben führen“, fauchte Raff.Zuerst sah er Jesse an, dann mich.„Ich meine das ernst, Ari. Das ist kein …“Er stockte kurz und suchte nach den richtigen Worten.Jesse beugte sich mit einem verschmitzten Grinsen zu ihm.„Ein Fleischmarkt?“Sofort schoss mir die Hitze ins Gesicht.„Na schön“, sagte Raff scharf. Er machte noch einen Schritt auf mich zu, während das Rauschen der Duschen allmählich wieder lauter wurde.Er packte meinen Arm, beugte sich zu mir und flüsterte mir mit einer tiefen, eindringlichen Stim
**Kapitel 9**„Einhundertzwanzig …“, stöhnte ich leise und vergrub das Gesicht in meinen Händen. Allein diese Zahl fühlte sich an, als hätte sie mir meinen Traum in einem einzigen Augenblick aus den Händen gerissen und zwischen meinen Fingern zerfallen lassen.Jesse trat näher, legte einen Arm um meine Schultern und drückte sie sanft. Seine Geste war still, aber beruhigend.„Mach dir keine Sorgen, Ari“, flüsterte er. „Wir werden dich richtig trainieren. Heute war einfach ein schlechter Tag. Außerdem haben sie noch nicht einmal getestet, was du wirklich kannst.“„Er hat recht“, sagte Raff ruhig.Ich hob langsam den Kopf. Sein ernster Blick ruhte auf mir. Für einen Moment wusste ich nicht, was ich mit diesem Gefühl anfangen sollte, das sich in mir ausbreitete. Dieser Blick erinnerte mich so sehr an meinen Vater – diese Mischung aus strenger Wachsamkeit und einer Zuneigung, über die man nicht sprach.„Wir bringen dich schnell auf ein anderes Niveau, Ari“, fuhr er gelassen fort. „Du brauc
Kapitel 8„Zwei … das ist schon viel besser“, murmelte meine Wölfin verspielt, während ich irgendwo zwischen Schlaf und Wachsein festhing. Ihre Worte schienen sich wie verwirrende, verführerische Fäden durch meinen benommenen Kopf zu ziehen.„Stehst du jetzt endlich auf?!“Ich fuhr hoch. Raphs Gesicht tauchte über dem Bettrand auf, die Stirn genervt gerunzelt.„Im Ernst, Ari! Die Glocke hat vor zehn Minuten geläutet. Ich verstehe nicht, wie du immer noch schlafen kannst!“Ich blinzelte ihn träge an. Meine Laune war im Keller, mein Kopf schwer. Bitter fragte ich mich, wie er sich wohl fühlen würde, wenn er nur zwei Stunden Schlaf bekommen hätte … nach einem ganzen Tag voller Schläge und Erschöpfung.Aber Raph war wie immer nicht bereit, auf eine Antwort zu warten. Er verdrehte die Augen, sprang leichtfüßig auf den Boden und machte sich daran, seinen Tag zu beginnen, als wäre nichts geschehen.Bei mir war es nicht so einfach.Nachdem ich gestern Nacht in mein Bett zurückgekehrt war, hat
**Kapitel 7**Luka legte den Kopf leicht schief und musterte seinen Gegenüber von oben bis unten.„Warte mal … Woher wissen wir eigentlich, dass wir nach demselben Mädchen suchen?“Mein Herz machte einen Satz. Ich bewegte mich noch vorsichtiger im Wasser und glitt tiefer in den Schatten, als könnte ich mit der Dunkelheit verschmelzen. Jede noch so kleine dunkle Ecke kam mir plötzlich wie ein möglicher Zufluchtsort vor.Oh Gott … Wenn der Mond doch nur hinter den Mauern der Akademie verschwinden und mich für ein paar Minuten im Dunkeln lassen würde!„Sei nicht albern, Luka“, knurrte der größere Mann und machte einen weiteren Schritt nach vorn. Allein seine Erscheinung schien den Raum enger werden zu lassen. „Glaubst du wirklich, dass in den Unterkünften der Anwärter an der Alpha-Akademie zwei Mädchen herumstreifen?“Luka zuckte mit den Schultern. Seine Stimme klang gelassen, doch in seinem Blick lag eine Spur Herausforderung.„Schon gut. Ich verstehe, worauf du hinauswillst …“Trotz de
Kapitel 6Mitten in der Nacht wachte ich von einem leisen Stöhnen auf, das sich schmerzhaft zwischen meinen Lippen hindurchzwängte. Jeder Muskel in meinem Körper fühlte sich steif und erschöpft an, und mein Gesicht pochte unangenehm.Vorsichtig hob ich die Hand und tastete nach meiner Nase. Sie hatte sich tatsächlich erstaunlich gut erholt – die Heilungskräfte eines Wolfes waren wirklich unglaublich schnell. Doch die Schwellung war noch immer so stark, dass ich nicht einmal die einfachsten Gerüche wahrnehmen konnte.Als ich mich aufsetzte, wurde mir allerdings etwas viel Unangenehmeres bewusst.Ich sah furchtbar aus.Mein Körper war mit einer klebrigen Mischung aus Schweiß und Blut bedeckt, und mein Anblick war so abstoßend, dass ich angewidert die Zunge herausstreckte, während ich mich musterte. Ich konnte kaum glauben, dass ich in diesem Zustand eingeschlafen war.Gott … wie groß mussten die Schmerzen gewesen sein, wenn ich nicht einmal mehr bemerkt hatte, wie ich aussah?„Sehr groß
## Kapitel 5„Jetzt ist die Auslese an der Reihe.“Die Stimme des Kommandanten schnitt scharf über den Platz. Ärger schwang darin mit, während sein Blick voller unverhohlener Verachtung über uns hinwegstrich.„Ihr tragt immer noch Grau – die Farbe der Anwärter. Das Schwarz, die Farbe der Akademie, habt ihr euch noch nicht verdient. Und am Ende der zweiten Woche werden die schwächsten zwanzig Prozent von euch aussortiert.“Er ließ die Worte einen Moment lang wirken, bevor er mit eisiger Ruhe fortfuhr:„Nehmt diese Warnung ernst … sofern ihr überhaupt das Zeug dazu habt, hier zu bleiben.“Sein Blick streifte uns nur kurz, doch allein das genügte, um mir das Blut in den Adern gefrieren zu lassen. Dann donnerte seine Stimme über den gesamten Platz.„Der heutige Test prüft, was ihr hier unbedingt braucht: körperliche Stärke. Raf Sinclair! Kenny Dexterin! In den Ring – wer den anderen zuerst zu Boden bringt, gewinnt!“Ein leises Raunen ging durch die Reihen.Die Akademie, die sich ständig i







