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Kapitel 16

ผู้เขียน: Chloe Laurent
Rosalies Perspektive

Die Rechtsberatungsstelle befand sich im vierten Stock eines Gebäudes, das nach altem Teppich und Kaffee roch, der schon viel zu lange auf der Warmhalteplatte stand. Im Wartezimmer standen Plastikstühle in einem Farbton, der früher vielleicht einmal Grün gewesen war. Daneben gab es ein Regal mit Broschüren über Mieterrechte, Hilfsangebote bei häuslicher Gewalt und die Beantragung einstweiliger Schutzanordnungen.

Am Dienstagmorgen vereinbarte ich einen Termin. Am Mittwoch nac
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    Rosalies PerspektiveIch war verlobt.Am Montagmorgen dachte ich darüber nach. Alessandro lag in seiner Wippe. Lucy war in der Schule. Aiden war bei seiner Physiotherapie, die er dreimal pro Woche besuchte. Er ging mit derselben disziplinierten Konsequenz hin, die er allem widmete, was er sich vorgenommen hatte.Ich sah auf den Ring an meinem Finger.Er war ein wenig zu groß und fing das Morgenlicht auf diese besondere Weise ein, wie alte, gut gearbeitete Dinge es taten. Seit Sonntagnachmittag sah ich ungefähr alle vier Minuten darauf.Ich rief Jeffery an.Beim zweiten Klingeln nahm er ab. Seine Stimme klang völlig normal.„Ich bin verlobt“, sagte ich.Das Geräusch, das er von sich gab, war kein Wort. Kein Schrei. Kein vollständiges Keuchen. Auch kein richtiges Lachen.Es enthielt ein wenig von allem und gehörte doch zu einer eigenen Kategorie.Dann sagte er: „Endlich.“„Er hat mir am Küchentisch einen Antrag gemacht. Mit Pasta auf seinem Hemd.“„Das ist der typischste Antrag, den ihr

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    Aidens PerspektiveIch sah auf sein Hemd.Tatsächlich klebte Pasta darauf. Vom Mittagessen.„Ich habe den Ring nicht bei mir“, sagte er. „Er liegt in deiner Nachttischschublade. Dort sollte ich ihn für dich aufbewahren.“Ich stand auf.Er beobachtete mich, als ich ins Schlafzimmer ging.Ich öffnete die Schublade des Nachttischs.Die Ringschachtel lag genau dort, wo sie seit Februar gelegen hatte. Der dunkle Samt war durch die vielen Berührungen leicht warm geworden.Ich nahm sie und brachte sie zurück an den Küchentisch.Ich stellte mich neben ihn und legte die Schachtel in seine Hand.Er sah sie an.Dann hob er den Blick zu mir.Er öffnete die Schachtel.Der Ring fing das Licht des Nachmittags ein. Derselbe Stein. Dasselbe antike Band. Der Ring, der seiner Mutter gehört hatte und den ich seit jenem Flur um fünf Uhr morgens aufbewahrte.Er hielt ihn mir hin.Nicht auf dem Boden. Nicht in einer feierlichen Umgebung.Er tat es am Küchentisch, an einem gewöhnlichen Sonntagnachmittag. Zwis

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    Rosalies PerspektiveEr erzählte es mir an einem Sonntag.Nicht, weil der Sonntag eine besondere Bedeutung hatte. Alessandro hatte an diesem Nachmittag einfach länger geschlafen. Und Lucy war bei meinem Vater. Diese neue Regelung hatte sich in den vergangenen Wochen entwickelt.Die Besuche von Samstag bis Sonntag gaben meinem Vater Zeit mit seinen Enkelkindern. Uns schenkten sie ein paar Stunden Ruhe.Die Wohnung war auf diese besondere Weise still, wie sie immer war, wenn Lucy nicht da war.Wir saßen mit Kaffee am Küchentisch. Seit dem Morgen war Aiden ungewöhnlich still.Es war nicht die Stille von zwei Uhr morgens. Diese hier fühlte sich anders an.Es war die Stille eines Menschen, der überlegte, ob er etwas sagen sollte.Ich wartete.„Ich möchte dir von einem Teil davon erzählen“, sagte er.Ich sah ihn an.„Von dem Einsatz“, fügte er hinzu. „Nicht von allem. Einiges ist geheim. Über anderes darf ich nicht sprechen. Und manches bin ich noch nicht bereit, laut auszusprechen. Aber ein

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