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Hormonenkrieg?

Author: Gizem Rae
last update publish date: 2026-05-11 01:10:44

Flughafen Rzeszów – 06:41 Uhr

Ich stand da.

Mit meiner Handtasche, meinen Augenringen und meinem verkorksten Leben.

Der Koffer war schon weg – hoffentlich kam der wenigstens heil an, auch wenn’s mein Gehirn heute nicht tat.

Neben mir:

Natalie, die nach Vodka roch.

Angelika, die versuchte, nicht zu weinen und dabei aussah wie ein verprügelter Waschbär.

Und meine Mutter, die mich mit diesem „Ich liebe dich, aber sag es nie laut, sonst wein ich“-Blick ansah.

„Oliwia…“

„Mama, bitte… sag nix, sonst fang ich an zu heulen wie’n polnischer Chorknabe.“

Und ich tat’s. Ich umarmte sie alle. Tränen. Mascara. Abschiedsschmerz. Alkoholgeruch.

Dann kam die Durchsage.

„Final boarding call to Oxford.“

Ich trat durch das Gate.

(Im Flugzeug)

Meine enge Jeans zwickte. Mein Kopf hämmerte.

Kater-Level: 3000.

Ich trug eine übergroße Sonnenbrille wie eine Paparazzi-geplagte B-Promi-Polin. Ich setzte mich. Fensterplatz.

Und da saß er.

Neben mir: Ein Business-Man, schätzungsweise Mitte 40, der aussah wie ein gelangweilter Banker mit Daddy-Vibes.

Und daneben:

Er.

Fuck.

25. Russisch oder auch polnischer Typ. Schwarze Locken. Augen wie Espresso mit Drogen.

Graues Shirt, Tattoos unter’m Ärmel. Und ein Lächeln, das sagte:

„Ich weiß, du willst wissen, wie ich im Bett bin ich sag’s dir nicht. Noch nicht.“

Ich tat so, als wär er mir egal.

War er nicht.

Der Gedanke, dass ich, wenn ich pinkeln muss, über beide klettern muss wie Lara Croft auf Ecstasy, war… reizvoll.

Aber ich verdrängte es.

Drei Stunden später.

Der Flug zog sich wie meine Schulzeit.

Ich stand auf, ging Richtung Toilette, schwankte leicht – Restalkohol sei Dank.

Ich musste selbstverständlich über zwei männer klettern.

Und dann…

Das Flugzeug wackelte.

Turbulenzen.

Ich verlor das Gleichgewicht.

Und landete. Auf seinem Schoß.

BUMM

Er packte instinktiv an meine Hüften, sein Grinsen war sündiger als alles, was ich je gesehen hatte.

„Na, auch kein Fan von Turbulenzen?“

Seine Stimme – tief, rau, ein bisschen zu sexy für mein Gemüt.

„Ehm… hey… ja… Oliwia.“

„Viktor“

Ich hasste mich für meine verdammte Stimme. So piepsig. So „Hallo, ich bin 12“.

Er dagegen?

Cool. Selbstsicher.

Er hatte nen Ständer. Unter meinem Arsch.

Ich spürte es..Deutlich.

Meine Augen weiteten sich, ich schnappte nach Luft wie ein überfahrener Goldfisch.

„Okay. Ich geh zurück. Ich… ich muss… sitzen.“

Ich kletterte mit letzter Würde und maximaler Körperreibung über den anderen Typen zurück in meinen Platz.

Mein Gesicht glühte.

Seine Augen klebten an mir.

Oxford kann kommen.

Aber dieser Typ?

Der kommt vielleicht zuerst.

Als der Anzugträger von der Mitte aufstand und zur Toilette wankte, glitt mein Blick automatisch zu ihm zu dem jungen, heißen Fremden neben ihm, der mir vorher schon einen Halbständer unter den Hintern gezaubert hatte.

Er beugte sich zu mir, seine Lippen fast an meinem Ohr, und flüsterte mit tiefer, lasziver Stimme:

„Jesteś Polką?“

Ich nickte langsam.

Sein Grinsen? Sündig. Hungrig. Gefährlich.

„Piękna Polka …”

„Hübsche Polin …“

Er leckte sich wie unbewusst über die Lippe.

Dann kam es.

Leise. Knisternd. Dreist.

„Hättest du Lust … na ja … was Unvergessliches zu erleben?“

Meine Augen weiteten sich leicht.

Er war direkt. Pervers. Und verdammt heiß.

Und ich?

„Er war heiß.Ich war Horny. Und die Schwerkraft war uns egal“

Ich war besoffen, in einem Flugzeug, auf dem Weg in ein neues Leben was sollte schon passieren?

Ich streichelte provokant mit meiner Hand seinen Oberschenkel hoch, spürte, wie seine Muskeln unter meiner Berührung zuckten.

Mein Blick? Ein verlogenes, freches Unschuldslächeln.

„Weißt du was?“, flüsterte ich zurück, während ich meine Fingernägel sanft über seinen Hosenbund gleiten ließ.

„Ich steh auf dreckigen Sex. Besonders in Flugzeugen …“

Ein freches Zwinkern. Er: Gänsehaut.

Als der Mann vom Mittelplatz zurückkam, standen wir wortlos auf wie abgesprochen.

Er nahm meine Hand.

Unsere Schritte waren leise, schnell, voller knisternder Spannung. Toilettenkabine.

Er öffnete die Tür, drückte mich hinein und schloss hinter uns ab.

Platz war kaum da aber der Druck? Explosiv.

„Du bist verrückt …“ murmelte er, während er mich hochhob, als wäre ich ein leichtes Spielzeug, und mich auf das kleine Waschbecken setzte.

Meine Beine umschlangen ihn automatisch.

Dann küsste er mich roh, fordernd, gierig.

„Fick mich, als würdest du mit dem Flugzeug abstürzen“, hauchte ich gegen seine Lippen.

Er grinste.

„Dann halt dich fest, Prinzessin.“

Seine Zunge drang in meinen Mund, während seine Hände sich meine Brüste nahmen wie ein verdurstender Mann sich Wasser nimmt.

„Boże … masz takie wielkie cycki …“

(„Scheiße, du hast so geile Titten …“)

Eng. Schwitzig. Atemlos.

Seine Hände waren überall.

Er riss mein Shirt hoch, mein BH rutschte zur Seite, er senkte sein kopf und seine Zunge vergrub sich zwischen meinen Brüsten..Er saugte. Grob. Besitzergreifend.

Meine Nippel wurden hart nicht vom kalten Flugzeug, sondern von purer Geilheit.

Ich stöhnte. „Mach schneller … oder mach’s dreckiger.“

„Beides.“

Er drehte mich um, presste mich mit dem Bauch gegen das Waschbecken, meine Jeans bis zu den knien offen.

Seine Hand glitt zwischen meine Beine.

„Du bist so nass, dass ich dich ohne Worte hören kann.“

Ich keuchte.

Seine Finger teilten mich rieben, glitten, fickten mich mit einem Rhythmus, der mich schmelzen ließ.

Ich hielt mich am Spiegel fest, mein Blick verschwommen von Lust.

Er beugte sich vor, seine Zähne an meinem Hals:

„Hättest du gedacht, dass du mit einem fremden Schwanz in dir über Europa fliegst?“

Ich konnte nicht sprechen. Nur nicken. Oder stöhnen.

„Sag’s.“

„Ich… ich will dich. In mir. Jetzt.“

Sein Gürtel klirrte.

Der Reißverschluss ging auf.

Sein Schwanz drückte sich gegen mich, heiß und hart, pochend wie Wahnsinn.

„Sag Tschüss zu deinem Anstand, Baby.“

Und dann…Er füllte mich. Hart. Tief.

Ich biss mir auf die Lippen, um nicht laut aufzuschreien.

Er packte meine Haare, rammte sich mit jeder Bewegung tiefer rein. Schmatzende geräuche in mein unterleib. Fuck. Es war so gut.

„Das ist unser kleines Geheimnis jetzt, klar?“

Ich nickte. Meine Knie zitterten. Ich war nur noch Haut, Lust und Wahnsinn.

Die Kabine roch nach Sex. Der Spiegel war beschlagen.

Und irgendwo draußen schenkte die Stewardess jemandem Kaffee ein, während ich mir im Innern den Verstand aus dem Leib ficken ließ.

„Du bist so eng … so verdammt heiß, Oliwia … ich werd verrückt …“

Er biss mich, ich lachte.

„Gott, du bist pervers …“

„Und du bist genau mein Typ, Baby.“

Nach ein paar Minuten, zwei abgerissenen Knöpfen und einem Knutschfleck später standen wir da halb atmend, halb lachend, halb noch geil.

„Was sagst du Landung gleich, zweite Runde auf der Flughafentoilette?“ Er grinste.

Ich schob ihn raus.

„Träum weiter, Casanova. Das war ein Abschiedsgeschenk.“

„Für wen?“, fragte er mit hochgezogener Braue.

Ich grinste. „Für mich.“

Wir liefen wortlos zurück zu unseren Plätzen.

Der schmale Gang des Flugzeugs fühlte sich plötzlich an wie ein verdammt langer Laufsteg nach einem Sündenlauf.

Hinter mir seine Stimme, leise, rau, noch heiser vom Ficken:

„Werde ich dich wiedersehen …?“

Ich drehte nur leicht den Kopf zur Seite, warf ihm einen Blick über die Schulter zu – halb Engel, halb Teufel.

„Nur Gott weiß das.“

Dann setzte ich mich wieder hin, zog mein Top zurecht und presste mir die Sonnenbrille ins Gesicht, als könnte sie das rote Nachglühen meiner Wangen verbergen.

Er grinste leise. Und schwieg.

(Ankunft)

Die Flugzeugtür öffnete sich. Frische, kühle Oxford-Luft schlug mir ins Gesicht oder war das der Restalkohol, der mir ins Hirn klatschte?

Gepäck? Hatte ich. Stolz? Fraglich. Schlechte Entscheidungen? Definitiv.

Ich verließ den Flughafen, lief mit den anderen Passagieren raus und suchte den Shuttlebus zum Campus.

Die Straßen rochen nach Regen und Teer. Überall Menschen mit Akzenten, Koffern, Kaffee in der Hand und einem Hauch von elitärem Bildungswahn in der Luft.

Oxford. Ich war da. Im Bus saßen Leute aus aller Welt. Alle mit ihren Träumen. Und ich?

Ich saß mit verklebten Haaren, einem Kneipenfilm im Kopf.

Willkommen, Akademie des Wissens.

(Studentenwohnheim)

Backstein, hohe Fenster, viktorianische Fassade – wie in den Filmen. Ich stieg aus, zog meinen kleinen Koffer mit zu viel pinkem Klebeband über das Kopfsteinpflaster. Meine Sonnenbrille war noch auf der Kater ließ grüßen.

Dann stand ich vor dem Eingang. Ein Mädchen mit Dreadlocks rauchte. Zwei Typen diskutierten über Kant. Irgendein Student mit Seitenscheitel und Anzug trug eine Zimmerpflanze rein.

Ich sog die Luft ein. Freiheit. Neuanfang. Katastrophe? Wer wusste das schon.

Ich lief durch den Eingangsbereich, zog meinen Koffer wie ein Kriegsüberlebender hinter mir her, die Sonnenbrille tief ins Gesicht geschoben.

Mein Mund war trocken. Mein BH klebte an meinem Rücken.

Und mein Magen murmelte: „Ich hasse dich“ – in etwa so wie meine Mutter heute früh.

Ich blieb vor dem Büro des Studentenwohnheims stehen, atmete tief ein und klopfte an.

Es roch nach Papier, frischem Kaffee und Testosteron.

„Hi, ich bin … ähm … Oliwia Kowalska. Ich bin die neue Studentin.“

Dann hob er den Kopf. Blond. Wuschelige Haare. Himmelblaue Augen. Grübchen. T-Shirt zu eng. Stimme zu sanft. Lächeln? Illegal. Ich blinzelte. Fick. Mein. Leben.

Okay, cool bleiben, Oliwia du bist 20 und Oxford ist kein Dating Plattform auf Elite-Niveau. Du bist hier wegen Bildung. Bücher. Karriere. KEINEN Blowjobs im Copyraum.

„Willkommen, Oliwia.“ Er grinste.

„Ich bin Ryder. Ich leite das Wohnheim, so nebenbei bin auch Student hier. Das ist quasi mein Nebenjob mit Drama-Garantie.“

Ich nickte. Vielleicht zu schnell.

„Komm, ich zeig dir alles.“

Er ging vor mir her, und ich schwöre bei meiner Oma der Typ roch wie sündiges Aftershave und Holzofen.

Ich starrte auf seinen Rücken. Auf seine Arme. Auf diesen leichten Gang, als hätte er null Schwerkraft und zehn Orgasmen pro Woche.

Was ist das hier?

„Hier ist die Waschküche“, sagte er. „Meistens funktioniert sie. Manchmal stirbt eine Waschmaschine mitten im Schleudergang – aber hey, Drama.“

Ich grinste. „Klingt wild.“

Er drehte sich zu mir. Seine Augen huschten über mein Gesicht. Seine Lippen verzogen sich zu diesem typischen „Ich hab dich durchschaut“-Grinsen.

„Du bist keine Erstsemesterin wie die anderen. Du hast diesen … Blick.“

„Welchen Blick?“ Ich legte den Kopf schief.

Er beugte sich leicht zu mir runter – als würde er ein Geheimnis erzählen.

„Den: Ich-hab-schon-Scheiße-gesehen-und-bin-trotzdem-heiß-Blick.“

Ich lachte. Ein bisschen zu laut. Und räusperte mich.

Oliwia. Benehmen. Du bist keine Figur in ‘Sex and the Oxford Dorm’.

„Und hier ist dein Zimmer“, sagte er schließlich. „Mitbewohnerin heißt Piper Woods. Ist schon da, aber keine Ahnung, wo sie gerade rumgeistert. Manchmal hängt sie im Gewächshaus ab. Manchmal streitet sie mit ihren Pflanzen.“

Ich zog die Augenbraue hoch. „Klingt sympathisch.“

„Ist sie auch. Auf eine leicht gefährliche Art. Falls du Leichen im Koffer hast sie hilft dir bestimmt beim Verbuddeln.“

„Gut zu wissen“, murmelte ich.

Dann öffnete ich die Tür zu meinem neuen Zuhause.

Ich stand da. Im Türrahmen.

Das Zimmer war süß. Helle Wände, zwei Betten, ein kleiner Schreibtisch. Nichts Spektakuläres – aber hey, wenigstens keine Blutflecken an den Wänden. Oxford war doch nicht wie in meinen Albträumen.

Ich drehte mich noch mal zu Ryder um, der sich an den Türrahmen lehnte, als würde er jeden Tag Frauen an ihre neuen Betten liefern.

„Danke“ murmelte ich kaum hörbar.

Sein Blick glitt über mich, langsam, gründlich als hätte er grad entschieden, mich in fünf bis sieben Sünden zu begehen.

Dann dieses Grinsen. Diese Grübchen. Diese fucking blauen Augen.

„Falls du Fragen hast …“ Er beugte sich näher an mich heran, seine Stimme tiefer, dunkler. „… oder nachts nicht schlafen kannst …“

Er zwinkerte. „Ich wohne zwei Türen weiter. Ganz unkompliziert. Wirklich.“

Mein Herz setzte aus. Oder machte einen Rückwärtssalto. Ich war mir nicht sicher.

Okay, Jesus. Jetzt reicht’s. Ich bin eine gestandene Frau mit Selbstachtung. Ich werde NICHT…

„Cool“, sagte ich, meine Stimme irgendwie zu hoch.

„Ich – äh – danke. Ich melde mich. Also… wenn ich Schlafprobleme habe. Wegen Jetlag. Oder so.“

Er nickte. Stützte sich ab. Und ging.

Und ich stand da wie die letzte Jungfrau vorm Porno-Casting.

Ich warf meine Tasche aufs Bett und ließ mich draufplumpsen.

„Zwei Türen weiter…“, murmelte ich.

Das ist eine Falle. Eine sehr sexy Falle. Eine Falle mit Bizeps und Vanille-Shampoo. Ich muss stark bleiben. Ich werde hier studieren. Mich zusammenreißen. Nicht alles ficken, was heiß ist. Vielleicht. Eventuell. Okay, verdammt.

Ich starrte an die Decke.

Und dachte nur: Oxford – ich liebe dich jetzt schon.

(Viktor)

Ich grinst breit und lehnt mich zurück, die Flasche Bier in der Hand.

„Bruder, ich schwör’s euch, ich hab die im Flugzeug so hart gefickt, ihr glaubt’s nicht. Blond, geiler Arsch, geile Titten so eng, als wär sie ne verdammte Waffe.“

Kyle lacht laut: „Bro, du bist echt ne Maschine! Da geht’s ja zu wie bei den Pornos, Alter.“

Ich seh Kyle an und schüttle den Kopf: „Junge, ich wollte sie am liebsten nochmal auf der Flughafen-Toilette nehmen, aber die hat mich glatt gekorbt.“

Aiden schiebt ein: „Besser für sie. Die Arme hat keine Ahnung, was für ein Bastard du bist.“

Alle lachen, die Bude vibriert fast vor Energie.

Elijah wirft ein, halb lachend, halb ernst: „Aiden, du musst auch mal Muschis ficken, Bro! Wir wissen doch, du bist so wählerisch.

Aiden zuckt die Schultern: „Ich hab Standards, Mann. Ich bin kein Plebs.“

Ich klopfe Elijah auf die Schulter: „Heute ist die Willkommensparty, Jungs! Das heißt: Ficken! Blasen lassen! Und Dreier wer’s wagt, gewinnt!“

Kyle grinst: „Alter, ich hab schon gehört, Piper Woods bringt ‘nen Strauß Pflanzen mit und macht die Sau klar. Wenn das kein Fetisch ist!“

Elijah grinst breit: „Ich bin dabei! ‘Ne Nacht im Dschungel klingt hot. Hoffentlich wird’s nicht nur Botanikunterricht.“

Aiden lacht: „Lass mal lieber den Botaniker machen, ich bleib beim Ficken.“

Der Raum füllt sich mit Lachen, Bierduschen und lauten Sprüchen, die im Studentenwohnheim widerhallen.

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