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Kapitel 51

last update 게시일: 2026-10-16 19:13:09

Sables Perspektive

Petra ging noch vor Einbruch der Dunkelheit, versprach zu schreiben, wenn sie könne, doch keiner von uns machte darüber hinaus wirkliche Pläne. Ich sah zu, wie sie allein zum Handelsposten zurückging, und etwas Unruhiges lag in meiner Brust, das ich immer noch nicht ganz verarbeitet hatte, als ich endlich zurück im Lager ankam.

In jener Nacht schlief ich auch nicht gut. Zwischen dem Gespräch mit Petra und der Warnung, die noch in Yarrows Texten steckte, be
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    Sables PerspektiveDer Saal hielt nicht lange zusammen, nachdem das geschehen war. Ophelias Ausbruch hing hässlich und unübersehbar in der Luft, und ich beobachtete, wie sich etwas in den Gesichtern der Hälfte der anwesenden Ältesten verschob – der letzte Rest ihres Zweifels brach unter dem Gewicht ihres eigenen Temperaments zusammen.Halric forderte noch vor dem Ende der Sitzung eine formelle Untersuchung an, Wachen wurden vor Ophelias Gemächern postiert, ihre Hausbediensteten einer nach dem anderen zur Befragung gebracht. Noch war nichts endgültig entschieden, kein Urteil gefällt, aber die Richtung der Dinge hatte sich hart gegen sie gewendet, und jeder in diesem Saal wusste es.Ich ging, bevor die Einzelheiten geklärt wurden, erschöpft auf eine Weise, die über die Vergiftung, über die Konfrontation, über alles hinausging. Yarrow fand mich eine Stunde später wieder in der Gästekammer, einen Stapel alter Texte unter dem Arm.„Rook war nicht begei

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    Sables PerspektiveDie Nachricht von der Vergiftung blieb nicht lange unter Verschluss. Yarrow bestand darauf, sie sofort Halric zu melden, und innerhalb einer Stunde schien die halbe Meute zu wissen, dass die abgelehnte Gefährtin ihres Alphas beinahe an vergiftetem Eintopf gestorben wäre – und das innerhalb der Mauern, die sie eigentlich beschützen sollten.Alaric stürmte in die Gästezimmer, noch bevor ich den Tee ausgetrunken hatte, den Yarrow mir zur Beruhigung des Magens gebraut hatte.„Erzähl mir alles“, sagte er und ließ sich in den Stuhl mir gegenüber fallen. Sein Gesicht war blass – eher vor Angst als vor Wut.Ich erzählte ihm alles. Die Bitterkeit. Den Schwindel. Yarrow bestätigte Wolfsbane in einer Dosis, die zu präzise war, um ein Unfall zu sein. Er hörte zu, der Kiefer mit jedem Detail fester werdend, und als ich fertig war, hatten sich seine Hände zu Fäusten auf seinen Knien geballt.„Das endet heute“, sagte er. „Ich rufe die Ratssitzung ein, die Halric immer wieder versc

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    Sables PerspektiveVier Tage waren vergangen seit jener Nacht in der Gäste­kammer, und ich hatte noch keinen guten Grund gefunden, zu gehen. Halric hatte wegen Corwins Beweisen eine Not­sitzung des Rates einberufen, doch sie wurde immer wieder verschoben – eine Ausrede nach der anderen. Und jeder Tag, den ich blieb, fühlte sich an, als hätte Ophelia einen weiteren Tag Zeit, gegen uns zu arbeiten, statt umgekehrt.Bern war immer noch eingesperrt. Corwin ebenfalls, auch wenn die Wachen ihm inzwischen besseres Essen zusteckten, nachdem Alaric still interveniert hatte. Ich hatte über einen Händler, der in der Nähe des Handelspostens vorbeikam, Nachricht zurück in die Hollow geschickt – nichts Genaues, nur genug, damit sie wussten, dass ich lebte und noch eine Weile bleiben würde.Was ich nicht wusste, bis sie an jenem Morgen vor meiner Tür stand, war, dass Rook bereits Yarrow hinter mir hergeschickt hatte.„Du siehst überrascht aus, mich zu sehen“, sa

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    Sables SichtIch antwortete ihm nicht sofort. Ich konnte es nicht, mit seiner Hand so nah, während meine ganze Brust irgendwo zwischen dem Wunsch, dass er sie berührte, und dem Impuls, ihn quer durch den Raum zu stoßen, gefangen war.„Tu das nicht“, sagte ich, obwohl das Wort schwächer herauskam, als ich es meinte.Er hörte nicht. Oder vielleicht hörte er etwas anderes in meiner Stimme, etwas unter der Warnung, das ihm sagte, weiterzumachen. Seine Finger streiften die Markierung, kaum spürbar.Der Raum wurde für eine Sekunde weiß. Nicht wörtlich, aber nahe genug, dass meine Knie nachgaben und ich mich am Bettrand festhielt, um nicht hinzufallen. Wärme schoss durch meine Brust, nichts wie der dumpfe Schmerz, den ich seit Wochen mit mir herumtrug. Es fühlte sich an, als hätte etwas, das lange geschlafen hatte, gerade die Augen geöffnet.Alaric stieß ein Geräusch tief in seiner Kehle aus, irgendwo zwischen einem Keuchen und einem Stöhnen, und riss die eigene Hand zurück, als hätte er F

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    Sables PerspektiveDie Menge lichtete sich nicht so leicht. Die Wachen mussten erst einen Weg freimachen, um mich vom Hof wegzubringen, und als ich endlich eine ruhige Ecke fand, um zu Atem zu kommen, zitterten meine Beine nicht nur von der Heilung.Ich hatte Halric immer noch nicht erreicht. Corwins Nachricht lag den ganzen restlichen Nachmittag unvollständig in meiner Brust, und ich musste einen jungen Rudelläufer mit dem Versprechen einer Gegengunst bestechen, damit er dem alten Elder unauffällig einen gefalteten Zettel in die Hände spielte. Er las ihn, wurde blass und verschwand ohne ein Wort zu jemandem in Richtung Archivhalle. Das musste fürs Erste reichen.Die Wachen brachten mich in eine kleine Gästeunterkunft, als die Sonne tief stand, und sagten mir, ich solle bleiben, der Alpha wolle mit mir sprechen, sobald die Ratsangelegenheiten für die Nacht erledigt seien. Ich saß am Rand eines fremden Bettes, starrte auf Steinwände, die sich nichts wie die

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    Sables Perspektive„Welche Nachricht?“, fragte ich.„Sag Halric genau das, was ich dir gesagt habe. Die Zahlungsunterlagen, das Rourke-Siegel, Berns gefälschte Beweise. Er ist derjenige, der damals den Hinweis auf deine Blutlinie gefunden hat – er wird sofort begreifen, wie schwer das wiegt.“ Corwins Stimme blieb leise und drängend. „Er hat die Befugnis, eine Notfallsitzung des Rates einzuberufen, wenn er die Beweise für glaubwürdig genug hält.“„Und wenn Ophelia davon erfährt, bevor ich ihn erreiche?“„Dann haben wir den Vorteil der Überraschung bereits verloren.“ Corwins Griff um die Gitterstäbe wurde noch fester. „Du musst schnell und unauffällig handeln. Lass sie nicht sehen, dass du dich direkt den Quartieren der Ältesten näherst.“Alaric war neben mir ganz still geworden, der Kiefer angespannt, etwas arbeitete hart hinter seinem erschöpften Ausdruck.„Ich sollte derjenige sein, der das überbringt“, sagte er.„Sie b

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