Masuk(Alec) Ich donnerte das Handy gegen die Wand. Es zerschellte mit einem lauten Krachen. „AHHH!“ Mein Schrei donnerte durch das gesamte Rudelhaus. Ich sprang vom Bett auf. Mein Atem ging stoßweise. Meine Brust hob und senkte sich so schnell, dass es wehtat. Ich schlug mit der Faust gegen die Wand. Einmal. Noch einmal. „ER LÜGT!“ Putz rieselte zu Boden. Meine Knöchel platzten auf. Blut lief über meine Finger. „Alec!“ „HALT DIE FRESSE, ODIN!“ Ich stand da. Keuchend. Zitternd. „Sie würde niemals zu ihm zurückgehen.“ Meine Stimme brach. „Niemals.“ „Dann warum glaubst du ihm?“ Meine blutige Hand sank langsam. „Weil sie auf diesem verdammten Bild gelächelt hat.“ Ich sank langsam auf die Bettkante. Starrte auf meine blutigen Hände. „Was, wenn ich sie verloren habe, Odin?“ Mein Wolf schwieg. Und genau das machte mir am meisten Angst. Am nächsten Morgen… Ich stand unter der Dusche. Das Wasser prasselte auf meinen Körper, doch ich spürte e
(Luisa) Meine Augen waren schwer. Mein Körper auch. Langsam nahm ich wahr, dass ich mich bewegte. Oder besser gesagt … Ich hörte, wie etwas—Nein. Jemand mich bewegte. Ich wollte meine Augen öffnen. Doch meine Lider fühlten sich an, als würden Gewichte an ihnen hängen. Mit aller Kraft schaffte ich es schließlich, sie einen Spalt zu öffnen. Meine Augen waren verschwommen. Ich kniff die Augen zusammen und versuchte, etwas zu erkennen. Eine Gestalt. Groß. Breite Schultern. Dunkle Umrisse. Alec … Mein Herz stolperte. War das alles nur ein Traum gewesen? Mason? Kayla? Das Video? Alles? „Ich liebe dich, Luisa …“ Seine Stimme. Ein erschöpftes Lächeln legte sich auf meine Lippen. Alec. Ich spürte Küsse auf meiner Haut. Seine Hände berührten mein Gesicht. Strichen über meine Wangen. Seine Lippen wanderten an meinen Hals. Küssten mich dort. Immer wieder. „Alec …“, flüsterte ich schwach. Meine Augen fielen wieder zu. Gott sei Dank. Es war nur ein Traum gewesen.
(Luisa) Ich saß in seinem Büro. Still. Mason saß mir gegenüber hinter seinem großen Schreibtisch. Sein Zeigefinger tippte langsam auf das dunkle Holz. Immer wieder. Tipp. Tipp. Tipp. Dabei sah er mich an. Viel zu intensiv. Als würde er überlegen, was er mit mir anstellen sollte. Ich schluckte. Meine Hände lagen fest ineinander verschränkt auf meinem Schoß. „Mhm…“ Mason lehnte sich langsam in seinem Stuhl zurück. „Was soll ich bloß mit dir machen, Luisa?“ Ich antwortete nicht. Sein Mund verzog sich zu diesem arroganten Grinsen. „Also…“ Er tippte ein letztes Mal mit dem Finger auf den Tisch. Dann herrschte Stille. „Dein toller Gefährte hat dich mir einfach wie eine Ware übergeben, hm?“ Meine Brust zog sich schmerzhaft zusammen. Ich sah weg. Mason lachte leise. „Autsch.“ Seine Augen ruhten weiter auf mir. „Da habe ich wohl einen wunden Punkt getroffen.“ „Lassen Sie mich einfach nach Hause“, flüsterte ich. Sein Grinsen verschwand.
(Alec) „Ja, du kannst das in die Schublade legen.“ „Okay, Alec …“ Kayla lächelte mich glücklich an. „Aber du schläfst heute bei mir, oder?“ Ich nickte ohne zu zögern. „Ja, Kayla. Ich gehe nur kurz unter die Dusche und komme gleich zu dir, okay?“ Sie trat direkt vor mich. Die Liebe meines Lebens. Sie stellte sich auf die Zehenspitzen und küsste mich sanft auf den Mund. „Ich liebe dich, Alec.“ Ich lächelte automatisch. „Ich dich auch.“ Warum sollte ich sie auch nicht lieben? Sie war schließlich… Meine Verlobte. Meine Zukunft. Mit diesem Gedanken ging ich ins Badezimmer. Ich zog mein Hemd aus und blieb einen Moment vor dem Spiegel stehen. Mein Blick fiel auf die Kette um meinen Hals. Oh… Bevor Kaylas schöne Kette noch unter dem Wasser leidet… Sollte ich sie lieber ablegen. Ich öffnete den Verschluss. Mit einem leisen Klicken fiel die Kette in meine Hand. Ich legte sie auf den Waschtisch. Dann stellte ich mich unter die Dusche. Warmes Wass
(Luisa) Mein Wecker klingelte. Endlich. Ich sprang aus dem Bett und raste ins Bad. Duschen. Haare. Make-up. Outfit. Alles musste perfekt sein. Drei verdammte Tage. Viel zu lange. Ich hatte Alec geschrieben. Mehrmals. Aber wahrscheinlich hatte sein Handy keinen Akku mehr oder er war in Meetings gewesen. Heute würde er endlich nach Hause kommen. Und ich hatte mich darauf gefreut wie ein kleines Kind. Nach dem Frühstück hatte ich sogar selbst gekocht. Sein Lieblingsessen. Zumindest das, von dem ich glaubte, dass es sein Lieblingsessen war. Immer wieder sah ich auf die Uhr. Bis ich plötzlich ein Auto vorfahren hörte. Mein Herz setzte aus. Er ist es. Sofort lief ich zur Tür. Ich riss sie auf. Hinter mir tauchte David auf. Im Augenwinkel bemerkte ich, dass inzwischen auch die anderen herausgekommen waren. Dann öffnete sich die Autotür. Und Alec stieg aus. Oh mein Gott. Dieser Mann. Mein Mann. Ein Lächeln erschien auf meinen Lippen. Do
(Luisa) Ich saß am Esstisch und aß mit dem Rudel zu Abend. Neben mir saßen Lia und David. Die Stimmung war entspannt. Es war inzwischen Abend geworden, und Alec hatte mir bestimmt schon zehnmal geschrieben und angerufen. Er hatte gefragt, ob ich gegessen hatte. Ob alles in Ordnung war. Ob ich mich wohlfühlte. Ob ich auf ihn hörte. Typisch Alec. Ein kleines Lächeln erschien auf meinen Lippen. Dann ging plötzlich die Tür auf. Der Gamma trat ein. „Alpha, Alpha Mason ist vor der Tür.“ Sofort hob Alecs Vater den Kopf. „Ach wirklich?“ Er lehnte sich zurück. „Und was will er diesmal?“ David spannte sich neben mir sofort an. Nicht offensichtlich. Aber ich bemerkte es. Seine Schultern wurden hart. Sein Kiefer spannte sich an. Ich runzelte die Stirn. Alecs Vater stand auf. „Mason, komm rein.“ Wenige Sekunden später betrat ein Mann den Raum. Er setzte sich auf den freien Platz direkt mir gegenüber. Mein Blick blieb automatisch an ihm hängen.
(Luisa)Der Morgen war grau, die Stadt verschluckt in Nebel – aber ich fühlte mich überraschend ruhig. Vielleicht war es der Schlaf, vielleicht das leise Trotzgefühl in mir. Ich hatte den ersten Tag überlebt. Und ja, mein Boss war ein Arschloch. Aber ich lebte noch.Meine Haare trug ich heute offen
(Alec)Die Tür fiel hinter ihr ins Schloss.Ich saß noch immer an meinem Schreibtisch, starrte auf die Unterlagen – aber mein Blick war leer. Ihre Stimme hallte noch in meinem Kopf nach. Klare Artikulation. Selbstsicherer Ton, auch wenn ihre Hände gezittert hatten. Und dann dieser Moment, als sie d
(Luisa)Ich las weiter. Jede Zeile war gefüllt mit Fachtermini, mit Zahlen, Prozentangaben, juristischen Formulierungen. Ich spürte seinen Blick auf mir, prüfend, lauernd, als wartete er nur auf den kleinsten Fehler. Aber ich las durch – fließend, sicher, mit klarer Stimme. Je länger ich sprach, de
(Luisa)Da stand ich nun. Vor dem höchsten, beeindruckendsten Wolkenkratzer der Stadt. Noch vor drei Monaten hatte ich mein Studium im Bereich wirtschaftspolitische Systeme abgeschlossen – und heute sollte mein erster Tag bei einem der einflussreichsten Unternehmen des Landes beginnen. Mein Prakti







