เข้าสู่ระบบDer Campus der Akademie summte wie üblich vor Energie, als ich mich zu den Morgenvorlesungen begab. Ich hielt den Kopf gesenkt, den Ärmel meines Umhangs tief gezogen. Doch das Getuschel folgte mir trotzdem. Jemand hatte gesehen, was in der Gasse passiert war. Ich fragte mich, wie viel sie wussten. Neuigkeiten verbreiteten sich hier schnell.
Im Flur nahe dem Hauptinnenhof entdeckte ich Serena. Dravens jüngere Schwester lehnte lachend mit ihren Freunden an einer Säule. Ihre Augen verengten sich, als sie mich sah. „Sieh mal einer an. Der Sozialfall. Hast du letzte Nacht bei den Vollstreckern rumgeheult, Sage? Erbärmlich.“
Ich ignorierte sie und ging weiter. Keine Energie für ihre Spielchen heute.
„Ich habe gehört, mein Bruder musste eingreifen, um zu verhindern, dass dein Drama an der Schule passiert. Erbärmlich wie immer. Wenn er nicht den Ruf der Akademie schützen müsste, würde mein Bruder seine Zeit nicht mit Abfall wie dir verschwenden.“
Ich schob mich wortlos vorbei. Aber innerlich nagte der Zweifel. Hatte Draven es wirklich für mich getan? Oder war das Teil eines größeren Nightshade-Plans?
Doch als ich um die Ecke bog, spürte ich dieses vertraute Kribbeln. Er beobachtete von irgendwo. Ich sah ihn nicht, aber ich wusste es.
Später am Nachmittag, nach einer brutalen Manatheorie-Stunde, in der meine schwachen Funken den Dozenten kaum beeindruckten, machte ich mich auf den Rückweg zu den Wohnheimen. In meinem Kopf spielten sich Dravens Worte immer wieder ab. „Wir sprechen morgen.“
Morgen war jetzt.
Hoffentlich musste ich nicht lange warten. Als ich mich dem Eingang des Wohnheims näherte, trat eine hochgewachsene Gestalt aus den Schatten neben dem Gebäude. Draven. Er trug seine Akademieuniform mit dem Wappen des Shadowflame-Teams und wirkte in jeder Hinsicht wie der elitäre Kapitän.
„Elowen“, sagte er, seine Stimme trug mühelos. Ein paar Studenten in der Nähe blieben stehen, um zu starren.
Ich blieb abrupt stehen. „Was machst du hier?“
„Sicherstellen, dass die Botschaft angekommen ist.“ Er hielt ein neues Dokument hoch. Dieses trug frische Siegel. „Offizielle Freistellung. Niemand wird dich wegen der Schuld noch einmal belästigen.“
Ich nahm das Papier, als er es mir reichte. Meine Finger streiften seine. Ein Funke sprang zwischen uns über, meine silberne Magie reagierte auf sein Schattenwesen. Ich zog mich schnell zurück. „Ich meinte, was ich gesagt habe. Ich habe nicht um deine Hilfe gebeten. Jetzt muss ich es dir zurückzahlen. Also, was soll ich tun? Für dich arbeiten? Deine Sklavin sein?“, sagte ich verärgert und resigniert.
Dravens Augen verdunkelten sich mit etwas Intensivem. „Nicht das, was ich im Sinn hatte. Geh mit mir.“
Es war keine Bitte. Er ging in Richtung der ruhigeren Pfade rund um die Akademie. Ich zögerte, folgte ihm dann. Neugier und Vorsicht rangen in mir. Die Studenten tuschelten, während wir vorbeigingen. Serenas Bruder mit dem Mädchen mit der schwachen Magie? Das würde Gerede geben.
Wir blieben an einem abgeschiedenen Ort bei den alten Brunnen stehen. Wasser plätscherte sanft. Draven wandte sich mir zu. „Der Preis für die Tilgung deiner Schuld ist einfach. Du bleibst mir nahe. Sehr nah.“
Mein Mund wurde trocken. „Definiere nah.“
Er trat näher. Die Luft wurde dicker mit jener dominanten Spannung, die ich langsam zu erkennen begann. „Wir besprechen die vollständigen Bedingungen bald. Aber versteh das: Du gehörst jetzt mir, Elowen.“
Ich wich einen Schritt zurück, mein Herz raste. „Ich bin kein Besitz.“
„Nein“, stimmte er zu, seine Stimme senkte sich. „Aber du wirst in jeder Hinsicht, die für diesen Handel zählt, mir gehören. Denk darüber nach. Die Alternative war Leibeigenschaft bei Fremden. Bei mir bekommst du wenigstens Schutz. Macht. Vielleicht sogar Stärke für diese schwache Magie von dir.“
Ich wollte ihn ohrfeigen. Ich wollte weglaufen. Aber ein Teil von mir, der müde, verängstigte Teil, der jahrelang allein gekämpft hatte, hörte zu. „Das ist verrückt. Deine Schwester hasst mich. Die ganze Akademie wird reden.“
„Sollen sie.“ Draven griff nach vorn und strich mir eine Strähne meines welligen schwarzen Haares hinters Ohr. Seine Berührung blieb länger als nötig. „Du wirst lernen, dass ich bekomme, was ich will, kleine Magierin. Und im Moment will ich dich.“
Bevor ich eine bissige Antwort geben konnte, überkam mich eine Erinnerung mit voller Wucht. Der Rückblick traf mich wie ein Zauber.
Es war vor drei Monaten im Hauptinnenhof gewesen. Sonnenlicht filterte durch verzauberte Bäume, Studenten schlenderten zwischen den Vorlesungen umher. Ich war auf dem Weg zu einer Lerngruppe gewesen, den Kopf gesenkt wie üblich, als Serena und ihre elitären Freunde mir den Weg versperrten.
„Nun, wenn das nicht die Almosen-Hexe ist“, hatte Serena gehöhnt. Ihr perfektes Haar fing das Licht ein, und ihr Lächeln war reines Gift. „Überlebst du immer noch von Resten? Wie fühlt es sich an zu wissen, dass deine Mutter eine Betrügerin war, die nicht einmal ihre eigenen Rituale beherrschte?“
Die Menge hatte sich schnell versammelt. Getuschel breitete sich aus. Ich versuchte, um sie herumzugehen. „Lass mich in Ruhe, Serena.“
Sie lachte und schnippte mit dem Handgelenk. Ein bösartiger Fluchzauber schoss hervor. Er traf mich mitten in der Brust. Schmerz blühte auf, gefolgt von brennender Verlegenheit, als illusionäres Blut auf meiner Uniform erschien und aussah, als hätte ich einen Unfall gehabt. Gelächter brach um uns herum aus. Ich stand da, meine Wangen glühten, versuchte, es mit meiner schwachen Magie aufzulösen. Es machte die Illusion für einen Moment nur schlimmer.
„Erbärmlich“, hatte Serena laut gesagt. „Geh zurück in das Loch, aus dem deine tote Mutter gekrochen ist.“
Ich kämpfte gegen die Tränen an und drängte mich durch die Menge, die sich höhnisch teilte. Da sah ich ihn. Draven, der aus den Schatten unter dem gewölbten Gang zusah. Arme verschränkt, Gesichtsausdruck kalt wie Eis. Er tat nichts. Sagte nichts. Beobachtete nur mit diesen durchdringenden Augen, bevor er sich abwandte und wegging.
Die Erinnerung schmerzte frisch. Er hatte zugesehen, wie mich seine eigene Schwester demütigte, und keinen Finger gerührt.
Ich kehrte in die Gegenwart zurück und wirbelte herum, um Draven anzusehen. „Genau wie an jenem Tag im Innenhof. Du hast zugesehen, wie Serena mich vor allen gedemütigt hat, und nichts getan. Kalt wie Stein. Warum also jetzt vorgeben, dich zu kümmern? Warum meine Schuld kaufen?“
Dravens Augen verdunkelten sich. Er stritt es nicht ab. „Dieser Tag war anders. Einzugreifen hätte Serena nur schlimmer gemacht. Dir eine noch größere Zielscheibe auf den Rücken gemalt. Ich habe mich um deinetwillen zurückgehalten.“
„Blödsinn“, schoss ich zurück und trat trotz allem näher. Unser Größenunterschied zwang mich, den Kopf zu heben. „Du hast es genossen. Oder es war dir egal. So oder so, ich brauche jetzt keine Mitleidshilfe von dir.“
Er löste die verschränkten Arme. Eine Hand hob sich, die Finger strichen leicht über meinen Arm. „Das ist kein Mitleid. Und es ist keine Hilfe. Es ist eine Investition.“
Ich zuckte weg, doch die Berührung blieb auf meiner Haut spürbar. „Investition? Ich bin kein Vermögenswert, den du dir aneignen kannst.“
Dravens Blick fiel für einen kurzen Moment auf meine Lippen, bevor er zu meinen Augen zurückkehrte. Die Luft wurde dick. „Du bist viel mehr als das.“
Hitze stieg mir ins Gesicht. Die Art, wie er es sagte, sandte unerwünschte Funken durch mich hindurch.
„Ich brauche Zeit zum Nachdenken“, flüsterte ich.
„Du hast bis heute Abend.“ Er zog sich zurück, seine Augen leuchteten schwach. „Ich finde dich in deinem Zimmer. Sei bereit, über Bedingungen zu sprechen.“
Er ließ mich am Brunnen zurück, das Dokument in der Hand, den Kopf voller Gedanken. Die Schuld war gekauft. Aber zu welchem Preis?
Der Rest des Tages verging wie im Flug, ein Wirbel aus Vorlesungen und starrenden Blicken. Am Abend war ich zurück in meinem Zimmer und lief auf und ab. Die schwache Narbe an meinem Arm war eine ständige Erinnerung. Draven hatte mich gerettet. Jetzt wollte er eine Bezahlung, die mich gleichzeitig ängstigte und erregte.
Als es nach Einbruch der Dunkelheit an meiner Tür klopfte, wusste ich, dass er es war. Als ich gerade die Tür öffnen wollte, glitt ein Zettel darunter hindurch.
Es ist etwas dazwischengekommen, aber ich sehe dich morgen. Sei bereit. — D
Ich zerknüllte ihn und öffnete die Tür fast sofort. Draußen war niemand. Ein Teil von mir war erleichtert, ihn draußen nicht zu sehen. Und ein Teil war seltsam enttäuscht.
Ich ging zurück in mein winziges Zimmer und legte mich auf mein Bett. Wartend, was der morgige Tag für mich bereithielt.
Das Übungsduell war mitten im Schlagabtausch, als das Wappen um ihren Hals durch die Bindung schrie.Es fühlte sich an wie eine Klinge, die mir direkt ins Zentrum der Brust getrieben wurde. Der Schmerz war scharf und plötzlich. Elowens Magie, die ohnehin schon dünn war, schoss in reiner Not auf und brach dann zusammen. Hatte sie eine Mana-Erschöpfung erlitten?Ich ließ meine Übungsklinge fallen. Der Kapitän des gegnerischen Teams rief etwas. Ich ignorierte ihn.„Nightshade… was zum Teufel?“„Das Training ist vorbei.“ Schatten explodierten von meiner Position aus, stark genug, um den Duellbannzauber zu sprengen. Studenten taumelten zurück, während ich mich bereits in Bewegung setzte.Das Hauswappen, das ich ihr an jenem ersten Morgen um den Hals gelegt hatte, trug meine eigene Magie. Ich hatte den Verfolgungsfaden tief genug eingewoben, dass weder Entfernung noch gewöhnliche Akademiebannzauber ihn vollständig blockieren konnten. Jetzt brannte dieser Faden wie ein Leuchtfeuer und führte
Einer der Jungen zerrte mich rückwärts, während ein anderer eine zweite Tür aufschlug. Der Lagerraum dahinter war kleiner, mit Regalen voller instabiler Reagenzien in versiegelten Kristallgläsern gesäumt. Warnrunen leuchteten entlang der Wände. Die Luft roch bereits scharf und unbeständig.„Da rein“, befahl Serena. „Lass den Raum den Großteil der Arbeit erledigen.“Sie stießen mich hinein. Die Tür versiegelte sich mit einem schweren Klicken und einem Aufflammen von Schließbannzauber. Ich schlug hart auf dem Steinboden auf. Schmerz schoss durch meine Schulter und Hüfte. Der Bannzauber an meinem Handgelenk löste sich in dem Moment, als die Tür zufiel, auf, aber der Schaden war bereits angerichtet. Ich war in einem Raum voller instabiler Reagenzien eingesperrt, ohne klaren Ausgang und mit vier Feinden auf der anderen Seite.Ich stemmte mich hoch. Gläser klirrten vom Aufprall in den Regalen. Eines bekam einen Sprung an der Seite und begann, einen langsamen, zischenden Dampf auszustoßen. D
Meine Magie hatte noch nie so reagiert. Silberne Funken, die zu seinen Schatten rasten, Kanäle, die sich weiter öffneten, als es jahrelange schwache Übung je geschafft hatte. Der Kuss hatte etwas Rohes aus uns beiden hervorgeholt.Ich zog mich langsam aus der Uniform aus, spürte immer noch die verbleibende Wärme. Ich legte mich hin und starrte an die Decke. Die Akademie würde einen kontrollierten Anspruchskuss sehen. Sie würden nie wissen, wie schnell er echt geworden war, oder wie heftig er sich danach zurückgezogen hatte, mit Begierde, die noch in seinen Augen glühte.Morgenlicht schnitt früher als gewollt durch die schweren Vorhänge des Turms. Ich zog meine Akademieuniform an, legte die Wappenkette an und ging nach unten. Er war bereits fort. Eine kurze Notiz auf dem Tisch besagte nur, dass das Shadowflame-Training früh begonnen habe und er mich danach finden würde.Ich ging allein zur Akademie. Die Studenten starrten immer noch. Das Foto des Kusses war über Nacht gepostet worden u
Die Schutzzauber des Turms versiegelten sich mit ihrem üblichen sanften Druck hinter uns. Draven ging voraus ins Wohnzimmer und schenkte Wasser für uns beide ein. Das Feuer brannte bereits niedrig. Ich setzte mich auf die Kante einer Couch und versuchte, das restliche Adrenalin sich legen zu lassen.Er reichte mir ein Glas und blieb stehen. „Wir brauchen mehr als gemeinsame Spaziergänge und eine öffentliche Ankündigung, um zu beweisen, dass wir wirklich zusammen sind. Wir brauchen ein intimes Foto zusammen.“Ich blickte auf. „Ein Foto?“„Einen Kuss.“ Seine Stimme blieb ruhig, aber die Intensität dahinter war unverkennbar. „Es muss glaubhaft sein. Die Akademie muss die Bindung als echt ansehen. Wir sollten es heute Abend tun. Der Zeitpunkt passt gut, angesichts des vorherigen Ausflugs.“Die Paktmale erwärmten sich bei den Worten unter meiner Haut. Ich stellte das Glas ab. „Hier? Jetzt?“„Hier. Das Licht ist gut, und der Hintergrund sieht schön aus. Ich poste es von meinem Konto aus, ge
Der hochblütige Duellant drehte sich langsam um. Die Farbe war aus seinem Gesicht gewichen. Seine Freunde traten zurück, ohne dass man es ihnen sagen musste. Der Druck in der Luft ließ die Kristallgläser auf den Tischen leise klirren.Draven kam näher. Die Schatten folgten ihm wie lebendige Ausläufer seines Willens. „Du hast dich über ihren Status lustig gemacht. Über ihre Magie. Ihren Platz hier. Tu das noch einmal, während ich im selben Raum stehe, und finde heraus, was mit deinen Zauberkanälen passiert.“Der Rivale schluckte. „Nightshade… ich meinte nicht…“„Du hast jedes Wort so gemeint.“ Dravens Macht drückte für eine einzige Sekunde stärker. Mehrere Studenten in der Nähe keuchten, als die Luft dicker wurde. „Sie steht unter meinem Anspruch. Wenn du das nächste Mal deinen Mund über ihre Blutlinie oder ihre Affinität aufmachst, sorge ich dafür, dass du den Rest des Semesters nicht einmal einen einfachen Zauber zustande bringst. Verstanden?“Der Duellant nickte schnell. Seine Freun
Der Elitetreffpunkt lag auf den oberen Terrassen der Eldritch-Akademie, ein weiter offener Pavillon, beleuchtet von schwebenden Laternen und umgeben von niedrigen Barrieren, die die gewöhnlichen Studenten fernhielten. Nur Teammitglieder, Hochblütige und ihre eingeladenen Partner durften die Schutzzauber passieren. Heute Abend füllten das Shadowflame-Team und zwei rivalisierende Mannschaften den Raum. Musik trieb von einem verzauberten Kristallset herüber. Tische trugen Platten mit Speisen, die schwach von gespeichertem Mana leuchteten.Draven führte mich mit seiner Hand an meiner Hüfte durch den Eingang. Gespräche verstummten, als wir hereinkamen. Blicke verfolgten uns genau wie seit Dravens Ankündigung, dass wir zusammen seien. Ich hielt mein Kinn gerade und passte mich seinem Tempo an.„Unser erstes öffentliches Date“, sagte er leise nah an meinem Ohr. „Sei nicht steif. Denk daran, wir müssen es verkaufen.“Wir erreichten einen niedrigen Tisch nahe der Mitte. Draven zog mir einen St







