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Falscher Raum, richtiges Feuer

作者: Alwyn Wynter
last update publish date: 2026-06-16 21:58:09

Raymonds Perspektive

Ich betrat die schummrig beleuchtete Suite, das elektronische Schloss schloss sich hinter mir mit einem leisen Klicken. Ich kam gerade von einem angespannten Geschäftstreffen, einer weiteren nächtlichen Verhandlung mit Clan-Mitgliedern, die glaubten, meine Geduld auf die Probe stellen zu können.

Erschöpfung lastete auf meinen Schultern, der Raum sollte ruhig, privat und leer sein. Meine übliche Suite.

Zumindest hatte ich das erwartet.

Stattdessen kam eine Frau in roter Spitze langsam auf mich zu. Ich war fassungslos – was machte sie hier? Vielleicht war es wieder eine dieser Frauen, die ständig nach Möglichkeiten suchten, mit mir zu schlafen.

Bevor ich etwas sagen konnte, zog sie mich näher zu sich heran. „Endlich bist du da“, hauchte sie, ihre Stimme tief und voller unverkennbarer Begierde. Ihre Hände legten sich um meinen Hals und zogen mich zu sich herunter. Ihre weichen Lippen prallten gegen mich, hungrig, ungeduldig, schmeckend nach Champagner und etwas Süßem, etwas gefährlich Unschuldigem.

Ich erstarrte für den Bruchteil einer Sekunde, jeder Instinkt schrie mir zu, dass das falsch war, das war nicht meine Suite, das war nicht meine Frau.

Doch in dem Moment, als sich ihr Körper eng an meinen presste, ihre weichen, warmen Kurven kaum bedeckt von zarter roter Spitze, zerbrechen meine Gedanken. Es fiel mir schwer, klar zu denken.

Sie war atemberaubend. Dunkles Haar, das über die Schulter fiel, volle Lippen, die sich öffneten, Augen, halb geschlossen vor Alkohol und unbändiger Sehnsucht. Ihr Duft umhüllte mich, Jasmin, Champagner und pure weibliche Hitze. Sie küsste mich, als hätte sie genau nach diesem Moment gehungert, ihre Zunge leckte meine Unterlippe, ihre Finger gruben sich mit überraschender Kraft in mein Haar.

Ich hätte mich zurückziehen sollen. Hätte ihr sagen sollen, dass hier eindeutig ein Irrtum vorlag. Stattdessen bewegten sich meine Hände wie von selbst und legten sich auf die Wölbung ihrer Taille. Die Spitze fühlte sich unter meinen Handflächen unglaublich zerbrechlich an, ihre Haut darunter glühte heiß. Ein leises Knurren entwich meiner Kehle, bevor ich es unterdrücken konnte.

„Wer zum Teufel bist du?“, murmelte ich an ihren Mund, die Worte rau fast im Kuss verloren. Sie antwortete nicht mit Worten, stattdessen vertiefte sie den Kuss, drückte sich näher an mich, ihre Brüste streiften durch den dünnen Stoff an meiner Brust. Eine ihrer Hände glitt mein Hemd hinunter, ihre Finger öffneten die Knöpfe mit ungeschickter Dringlichkeit.

„Daniel … "Ich habe so lange darauf gewartet“, flüsterte sie zwischen den Küssen, ihr Atem hieß an meinem Kinn. „Lass mich bitte nicht länger warten.“

Daniel.

Der Name traf mich wie ein Schlag, doch er tat nichts, um das Feuer zu löschen, das plötzlich durch meine Adern wütete.

War sie die Freundin meines Sohnes?

Ich war mir nicht ganz sicher, wer sie war. Vielleicht war sie das Mädchen, mit dem mein Sohn herumstolziert wurde, um respektabel zu wirken, während er seine eigenen rücksichtslosen Spielchen trieb.

Und jetzt lag sie in meinen Armen, fast nackt, und flehte mich an, in der Annahme, ich sei Daniel, sie zu nehmen. Diese Erkenntnis hätte mich dazu bringen müssen, sofort zurückzuweichen. Sie hätte alle Alarmglocken in meinem Kopf läuten lassen müssen, was Clan-Politik, familiäre Komplikationen und das gefährliche Leben betraf, das ich führte. Doch ihre Hände öffneten bereits mein Hemd, ihre Handflächen glitten voller Bewunderung über meine Brust. Ein leises, sehnsüchtiges Geräusch entwich ihrer Kehle, während sie mich erkundete, und dieses Geräusch ging mir direkt in den Schwanz.

Mein Griff um ihre Taille verstärkte sich, meine Finger gruben sich in ihr weiches Fleisch. Ich zog mich gerade so weit zurück, dass ich in dem schwachen Licht auf ihr Gesicht hinunterblicken konnte. Ihre Wangen waren gerötet, ihre Augen vom Champagner glasig, ihre Lippen vom Kuss geschwollen. Sie blickte zu mir auf mit einer so unverhüllten, vertrauensvollen Sehnsucht, dass sich tief in meiner Brust etwas Dunkles und Besitzergreifendes regte.

Das war ein Fehler, ein sehr gefährlicher, sehr verlockender Fehler. Ich öffnete den Mund, um zu sprechen, um ihr die Wahrheit zu sagen, um das zu beenden, bevor es noch weiter ging. Doch dann stellte sie sich wieder auf die Zehenspitzen, drückte einen weiteren langsamen, berauschenden Kuss auf meine Lippen, ihr Körper schmiegte sich perfekt an meinen. Ihre Hüften wiegten sich sanft, suchten Reibung, und ich spürte ihre unverkennbare Hitze durch die Spitze.

„Hast du überhaupt eine Ahnung, was du da tust? "Bist du dir sicher, dass es genau das ist, was du willst?", sagte ich, um ihr klarzumachen, worauf sie sich einließ.

„Berühre mich“, flüsterte sie an meinen Mund. „Ich will dich heute Nacht so sehr.“ Meine Beherrschung brach zusammen. Ich ließ eine Hand ihren Rücken hinauf gleiten, meine Finger vergraben sich in ihrem Haar, während die andere ihren Hintern umfasste und sie fester an mich zog. Ich nahm ihre Lippen mit wilder Intensität in Besitz.

Im Hinterkopf wusste ich, dass ich aufhören sollte. Doch als sie leise in meinen Mund stöhnte und sich noch enger an mich drückte, fiel es mir schwer, klar zu denken.

Daniel …“, flüsterte sie.

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