LOGIN„Elena, willst du deine Schuld bei mir doch nicht mehr begleichen?“Schon wieder diese Sache mit der angeblichen Schuld!Elena konnte das Wort inzwischen kaum noch hören. Genervt ging sie zur Tür.„Was willst du eigentlich von mir?“Stefans Mundwinkel hoben sich leicht.„Nur mit dir reden.“Felix schien für ihn überhaupt nicht zu existieren.Bei dem Wort Schuld veränderte sich jedoch Felix’ Blick. Er sah zu Elena und beobachtete ihre Reaktion.Er wollte hören, was sie selbst dazu sagte.Schließlich hatte er Elena einmal mit eigenen Ohren sagen hören, wie sehr sie Menschen verabscheute, die eine frühere Hilfeleistung später als Druckmittel benutzten.Elena war inzwischen sichtbar genervt von Stefan.„Du hältst mir diese Sache jetzt zum wiederholten Mal vor. Langsam frage ich mich wirklich, was ich davon halten soll.“Ihre Stimme blieb kühl.„Ich habe dir schon beim letzten Mal gesagt, dass du weder Geld willst noch klar sagst, was du überhaupt von mir erwartest. So kann ich diese Sache
„Bring sie zurück.“Die Regung in Stefans Augen verschwand ebenso schnell, wie sie gekommen war. Sein Gesicht wurde wieder undurchdringlich.Anja wollte protestieren, doch Malte ließ ihr keine Gelegenheit dazu und führte sie kurzerhand hinaus.„Malte, glaub ja nicht, dass ich dich nicht feuern kann!“„Lass mich sofort los! Hörst du? Sofort!“Malte ließ sich davon überhaupt nicht beeindrucken. Er brachte sie zum Wagen, setzte sie auf den Beifahrersitz und legte ihr den Gurt an, bevor er selbst hinters Steuer ging.Kaum sprang der Motor an, griff Anja nach dem Türgriff.Malte sah nicht einmal zu ihr.„Frau Brandt, solange Herr Brandt noch ruhig ist, sollten Sie besser mitspielen.“„Sonst schickt er Sie wirklich zurück in die Klinik.“Anjas Hand blieb am Türgriff liegen.Damit war das Thema erledigt.Malte fuhr los und brachte sie zurück ins Hotel.Felix kam an diesem Abend kurz vor sieben nach Hause.Elena war gerade aus der Dusche gekommen. Auf dem Tisch stand bereits das Abendessen, da
Wenn sie eben auf die nasse Stelle getreten wäre, hätte sie leicht ausrutschen können.Elena dachte zunächst trotzdem nicht weiter darüber nach. Sie schüttelte nur leicht den Kopf, ging um die nasse Stelle herum und nahm den trockenen Zugang neben den Stufen.„Frau Weiß, alles in Ordnung?“, fragte der Sicherheitsmann noch einmal.Elena blickte zurück zum Eingang. Die Reinigungskraft war bereits dabei, das verschüttete Wasser aufzuwischen.Für einen kurzen Moment kam ihr die Sache merkwürdig vor.Dachte sie vielleicht einfach zu viel?„Alles gut.“In diesem Moment öffneten sich die Aufzugtüren. Elena wandte den Blick ab und stieg ein.Nachdem die Reinigungskraft alles sauber gemacht und ihre Sachen wieder verstaut hatte, ging sie in einen abgelegenen Teil des Gartens.Dort wartete Anja bereits mit Mütze und Maske.„Wenn du nicht einmal so etwas Einfaches hinbekommst, bekommst du beim nächsten Mal kein Geld.“Ihr Blick war hart.Die Reinigungskraft nahm das Geld entgegen und nickte hasti
Elena und Mara wechselten einen kurzen Blick.Keine fünf Minuten später hielt Mara die unterschriebene Vereinbarung in der Hand.„Ich habe unterschrieben. Also, wann kommt das Geld?“Bernd klang gereizt und ungeduldig. Seine ganze Aufmerksamkeit galt nur noch dem Geld, von familiären Gefühlen war nichts zu spüren.Mara steckte das Dokument sorgfältig weg und nahm ihr Handy heraus.„Ab heute lasst ihr mich in Ruhe. Was ihr aus eurem Leben macht, ist nicht mehr mein Problem.“Dann drehte sie sich um und ging.Keine fünf Minuten später ging bereits die erste Teilzahlung auf Bernds Konto ein. Wegen der Höhe der Summe war die Überweisung auf mehrere Beträge aufgeteilt worden.Bernd grinste sofort breit, öffnete seine Banking-App und prüfte aufgeregt den Zahlungseingang.Mara, die gerade das Zimmer verlassen hatte, interessierte ihn schon nicht mehr.Elena sah ihn nur noch mit Abscheu an.Offenbar gab es tatsächlich Eltern, denen ihr eigenes Kind weniger bedeutete als Geld.Sie folgte Mara n
Elena schnaubte kalt.„Du musst gar nichts sagen. Ich bekomme das auch ohne dich heraus. Aber dann siehst du von uns keinen Cent!“Ihre Miene war so kühl und bestimmt, dass Bernd sichtbar nervös wurde.Seit dem Morgen waren sämtliche Beiträge über Mara aus dem Netz verschwunden. Offenbar hatte die andere Seite ihr Ziel nicht erreicht.Wenn Bernd jetzt auch noch die ausstehenden 150.000 Euro verlor, bekam er ernsthafte Probleme mit seinen Gläubigern.Er rechnete eine Weile hin und her und gab schließlich nach.„Gut. Ich sage es euch.“Dann erzählte er ihnen alles. Jemand hatte ihn kontaktiert und ihm Geld dafür angeboten, Mara mit dem Skandal beruflich zu ruinieren.Elena und Mara wechselten einen Blick.Sie hatten also richtig gelegen.Wer genau hinter der Sache steckte, wusste Bernd allerdings selbst nicht. Er konnte ihnen nur die Telefonnummer der Person geben, die ihn immer kontaktiert hatte.„Mit diesem Mann habe ich die ganze Zeit gesprochen. Von ihm habe ich auch die 150.000 Euro
Sie war tatsächlich schwanger!Mit dem Befund in der Hand ging sie zurück in das Sprechzimmer und reichte ihn der Ärztin.Die Ärztin mittleren Alters lächelte ihr sofort zu.„Herzlichen Glückwunsch. Sie sind ungefähr in der vierten Schwangerschaftswoche.“Erst als Elena diese Bestätigung hörte, wurde es für sie wirklich real.Die Freude traf sie mit voller Wucht.Als sie das Zimmer wieder verließ, schlug ihr Herz noch immer viel zu schnell. Sie war tatsächlich schwanger.Wie würde Felix reagieren?Würde er sich genauso freuen wie sie?Noch während Elena darüber nachdachte, rief einer ihrer Sicherheitsleute an.Bei Mara gab es Probleme.Elena erstarrte kurz und machte sich sofort auf den Weg.Nicht weit entfernt kam Anja gerade von ihrem Kontrolltermin in der Psychiatrie.Als sie Elena sah, blieb ihr Blick sofort an ihr hängen.Warum war Elena schon wieder im Krankenhaus?Dann bemerkte Anja, aus welchem Bereich sie kam. Ein Verdacht drängte sich ihr auf.Sie ging hastig in dieselbe Rich
Die spöttische Stimme am anderen Ende der Leitung drang in ihr Ohr. Erst nach einigen Sekunden fand Elena ihre Fassung wieder. „Felix, dein Bruder hat mich gerade nach Strich und Faden verarscht und jetzt bist du dran, ja?“Am Telefon war Felix Stein, Adrians leiblicher Bruder.Als Elena damals mit
„Sag mal, Adrian, heute wolltest du doch mit Elena zum Standesamt. Hast du keine Angst, dass sie ausrastet, wenn du nicht hingehst?“„Ach was, Elena hängt doch an ihm wie eine Klette. Selbst wenn sie kapiert, dass er nur wegen Nina nicht hingegangen ist, schluckt sie das trotzdem.“„Eben. Gegen Nina
Am anderen Ende der Leitung wurde aufgelegt.Für einen Moment wurde Adrian die Brust eng. Unruhe und blanke Wut flackerten in ihm auf, ausgelöst von der Männerstimme, die er eben im Hintergrund gehört hatte.Hat Elena sich schon einen neuen Mann gesucht?Doch kurz darauf entwich ihm nur ein verächtl
Einen Moment lang setzte bei Elena der Verstand aus. Sie wurde knallrot, biss sich auf die Unterlippe, stellte sich auf die Zehenspitzen und hauchte Felix einen Kuss auf die Wange.„Reicht das jetzt?“Kaum hatte sie ihn geküsst, wollte sie sich schon wieder zurückziehen.Felix’ Pupillen weiteten sic







