登入Für diese Ohrfeige hatte Elena beinahe ihre ganze Kraft zusammengenommen.Ihr Körper war noch immer schwach. Nach dem Schlag kribbelte ihre Handfläche, und für einen Moment stand sie kaum noch sicher auf den Beinen.Trotzdem zwang sie sich, aufrecht zu bleiben. Ihr Blick blieb fest auf Adrian gerichtet. In ihren Augen lag blanker Hass.„Was du mir angetan hast, verfolge ich nicht weiter. Aber komm nicht so schamlos hierher und bitte mich, Fiona zu schonen.“„Sie muss für das bezahlen, was sie getan hat!“Elena zeigte zur Tür. Ihr Blick schnitt Adrian jedes weitere Wort ab.„Geh. Sofort. Und von heute an will ich dich nicht mehr sehen.“Adrians Gesicht trug deutlich die fünf Fingerabdrücke ihrer Hand.Er sah, wie wütend sie war, und wusste, dass jedes weitere Wort sie nur noch mehr gegen ihn aufbrachte. Also blieb ihm vorerst nichts anderes übrig, als nachzugeben.Er stand auf und wollte gehen. Doch als er sich umdrehte, blieb er noch einmal stehen. Mit zusammengezogenen Brauen sah er z
„Danke, Lukas.“Elena sah noch immer erschöpft aus. Sie war ohnehin hellhäutig, doch durch die Krankheit wirkte ihr Gesicht noch blasser, fast zerbrechlich.Lukas sah sie an und seufzte hilflos. Dann hob er die Hand und strich ihr kurz über den Kopf.Er war heute nur zwischendurch vorbeigekommen, um nach ihr zu sehen. Nach allem, was passiert war, ließ ihm sonst keine Ruhe.Als er Elena selber gesehen hatte und wusste, dass sie außer Gefahr war, blieb er nicht lange. Schon nach kurzer Zeit musste er zurück in die Entwicklungsabteilung.In diesen Tagen musste Lukas die Entwicklungsabteilung durchgehend im Blick behalten. Gerade jetzt durfte dort kein Fehler passieren.Nachdem er gegangen war, berichtete Jens Elena vom Stand der Ermittlungen.Fiona, Ralf und Charlotte bestritten inzwischen alle Vorwürfe. Doch Jens hatte der Polizei sämtliche Beweise übergeben. Oliver Zimmermann und der Mann, den Fiona zum Mord an Frau Klein geschickt hatte, hatten bereits ausgesagt.Außerdem gab es den L
„Der Gips kann in den nächsten Tagen ab. Oder willst du ewig so weitermachen?“Da begriff Mara.Er meinte also den Gips.„Nein, natürlich nicht. Ich will ihn schon lange loswerden. Dann komme ich in ein paar Tagen zu dir, damit du ihn abmachst.“„Gut. Fahr nach Hause.“Sebastian nickte leicht, wandte den Blick ab und ging.Genau in diesem Moment schlossen sich die Aufzugtüren wieder.Mara dachte an seinen Blick von eben und spürte, wie ihr Herz ein wenig schneller schlug.Ruhig, höflich, warm.Und verdammt attraktiv.Frau Neumann stand hinter ihrem Rollstuhl und hatte sie schon eine Weile beobachtet. Dann sagte sie mit einem wissenden Lächeln:„Dr. Brecht ist wirklich ein guter Mann. Er sieht gut aus und ist auch noch freundlich.“Mara lächelte völlig hingerissen.„Ja. Gut aussehend und freundlich.“„Ist er noch Single? Wer mit Dr. Brecht zusammenkommt, hat bestimmt großes Glück. Finden Sie auch, Frau Schmitt?“„Er ist Single. Ganz sicher ...“Mara hielt plötzlich inne.Sie drehte den
Elena wandte den Kopf noch einmal zu Felix auf dem Bett. Ein bitteres Lächeln trat auf ihre Lippen.„Felix ... ausgerechnet jemand wie du weiß also auch, wie es ist, nicht geliebt zu werden.“Fiona war seine Mutter. Doch hatte sie ihn nie wirklich geliebt.Elena verließ das Krankenzimmer und sah, dass Mara noch draußen wartete.Als Mara sie herauskommen sah, hellte sich ihr Gesicht sofort auf.„Elena, da bist du ja. Bist du müde? Komm, geh erst mal zurück ins Zimmer und ruh dich aus.“Elena nickte gehorsam.„Ja.“Mara hatte extra jemanden gebeten, etwas zu essen zu besorgen. Elena durfte im Moment nichts Schweres essen, deshalb hatte sie eigens Brei holen lassen.Während Elena den Brei aß, erfuhr sie von Mara, dass Lia kurzfristig etwas zu erledigen hatte und das Krankenhaus bereits verlassen hatte.Theodor und Sebastian mussten etwas besprechen und waren deshalb in Sebastians Büro gegangen.Nach allem, was passiert war, konnte Mara sehen, dass die beiden Felix wirklich nahestanden.El
Am Ende konnten sie Elena nicht umstimmen und gaben nach.Elena war noch sehr schwach. Lia stützte sie, als sie eine Etage tiefer zu Felix’ Krankenzimmer gingen.Theodor stand vor der Tür.Er sagte, Felix sei zwischendurch einmal wach geworden, dann aber wegen des hohen Blutverlusts wieder eingeschlafen.„Felix ist außer Lebensgefahr. Er ist noch einmal davongekommen. Mach dir nicht zu viele Sorgen und bring erst einmal deinen eigenen Körper wieder in Ordnung.“Theodor redete ihr gut zu. In seinem Blick lagen Mitleid und Sorge.So oder so war er deutlich älter als Elena, und sie kamen gut miteinander aus. Ganz unabhängig von Felix sah er Elena ein Stück weit wie eine kleine Schwester.Vor allem, nachdem sie entführt worden war, erst in der Kühlkammer gelegen hatte und dann noch völlig durchnässt worden war.Erst die extreme Kälte, dann das hohe Fieber. Ihr Körper war völlig erschöpft. Dass sie nur Fieber bekam und keine Lungenentzündung, war fast schon Glück.Gerade ihr Reichtum hatte
In den drei Jahren im Ausland war Felix Dutzende Male verfolgt worden und jedes Mal lebend davongekommen.Sebastian verstand, wie Theodor sich fühlte, und klopfte ihm auf die Schulter.Dann sah er wieder zu Elena hinüber, die Sorge deutlich zwischen den Brauen.Selbst Theodor, der sonst nie lange bei Gefühlen stehen blieb, konnte diesen Gedanken kaum ertragen. Für Elena musste all das noch viel schwerer sein.In so kurzer Zeit war erst Adrian aus ihrem Leben gebrochen, dann ihr Großvater zusammengebrochen, und nun hing sogar Felix’ Leben am seidenen Faden.Kriminalhauptkommissar Reinhardt hatte Sebastian erzählt, was am Tatort geschehen war. Sebastian verstand sofort, wie schwer Felix’ Entscheidung in diesem Moment gewesen war.Bei einer reinen Rettungsaktion gab es einfachere Wege. Felix konnte Fiona wegstoßen oder ihr das Messer aus der Hand treten.Doch Fiona war seine Mutter. Gegen sie konnte er nicht wirklich zuschlagen.Also stellte er sich mit seinem eigenen Körper vor Elena. So
Am anderen Ende der Leitung wurde aufgelegt.Für einen Moment wurde Adrian die Brust eng. Unruhe und blanke Wut flackerten in ihm auf, ausgelöst von der Männerstimme, die er eben im Hintergrund gehört hatte.Hat Elena sich schon einen neuen Mann gesucht?Doch kurz darauf entwich ihm nur ein verächtl
Elenas Worte waren für ihren Großvater kaum zu glauben. Nachdem er ein ums andere Mal nachgefragt hatte, lachte er noch herzlicher als zuvor.„Gut, Hauptsache, du bist verheiratet. Wann bringst du ihn mal bei mir vorbei, damit ich mir den Jungen ansehen kann?“Elena antwortete brav: „Kein Problem, O
Elena fasste innerlich einen Entschluss. Sobald Felix zurück war, wollte sie ihn gründlich zur Rede stellen....Am dritten Tag fand die Benefizveranstaltung statt. Mara holte Elena persönlich an der Villa ab.Die Veranstaltung wurde direkt auf dem Campus abgehalten.Draußen war eine große Bühne auf
Einen Moment lang setzte bei Elena der Verstand aus. Sie wurde knallrot, biss sich auf die Unterlippe, stellte sich auf die Zehenspitzen und hauchte Felix einen Kuss auf die Wange.„Reicht das jetzt?“Kaum hatte sie ihn geküsst, wollte sie sich schon wieder zurückziehen.Felix’ Pupillen weiteten sic







