LOGINHerr Stein ließ sich von Elena zum Tisch führen und nahm Platz. Kaum saß er, musterte er Felix missbilligend.„Du hast gut reden. Ihr seid jetzt schon eine ganze Weile verheiratet, und ich warte immer noch auf meinen Urenkel.“Dann sah er zu Elena.„Sag mal, Elena, liegt es etwa an ihm? Wenn mit dem Jungen irgendetwas nicht stimmt, musst du ihn nicht auch noch in Schutz nehmen.“Er schnaubte.„Zur Not behalten wir einfach dich und geben Felix zurück.“Elena brach in Lachen aus.„Wer soll dir dann den Urenkel liefern?“Sie und Felix setzten sich nacheinander an den Tisch.Herr Stein schnaubte erneut.„Wenn er zu nichts taugt, kann ich von ihm sowieso nichts erwarten. Dann erkläre ich dich eben offiziell zu meiner Enkelin. Deine Kinder sind schließlich genauso meine Urenkel.“„Opa ...“Felix sah seinen Großvater hilflos an.Der alte Mann sagte wirklich alles, was ihm gerade durch den Kopf ging.Dabei waren sie noch nicht einmal ein Jahr verheiratet. Dass sie mit Kindern keinen Stress gem
Felix stieg rasch auf der anderen Seite ein und rückte sofort zu Elena hinüber. Noch bevor sie reagieren konnte, beugte er sich zu ihr und zog sie fest in die Arme.Sein Atem ging etwas schwerer als sonst und strich warm über ihren Hals. Elena war von der plötzlichen Umarmung überrascht.„Was ist denn mit dir? Du bist heute irgendwie komisch.“Felix ließ sie trotzdem nicht los.„Ich habe dich vermisst.“Elena musste hilflos lächeln. So anhänglich kannte sie ihn kaum.„Wir waren doch nur ein paar Stunden getrennt. Das ist nun wirklich nicht lange.“Felix antwortete nicht. Sie hörte nur seinen ruhigen Atem dicht an ihrem Ohr.Jetzt war Elena sich sicher, dass etwas mit ihm nicht stimmte. Sein Körper fühlte sich kühl an, und selbst seine sonst so warme Nähe hatte heute etwas Kaltes.Sie fragte nicht weiter. Stattdessen ließ sie ihn einfach festhalten und strich ihm langsam über den Rücken.Die sanfte Bewegung ihrer Hand und die Wärme ihres Körpers beruhigten ihn mehr als jedes Wort. Schon
Adrian hatte allerdings nie damit gerechnet, dass Fiona sogar Matteo aus dem Weg räumen würde. Erst nach dessen Tod hörte Fiona auf, ihn weiter zur Heirat mit Elena zu drängen.Mit der Zeit gewöhnte Adrian sich daran, dass Elena alles für ihn tat. Er war überzeugt, sie würde ihn ohnehin niemals verlassen.Genau deshalb ließ er sie später sogar am Tag ihres Termins beim Standesamt sitzen, nur um Nina nach ihrer Rückkehr aus dem Ausland willkommen zu heißen.Wenn er damals nur gewusst hätte, dass er Elena längst liebte! Wenn er nur geahnt hätte, was später alles passieren würde!Dann wäre er an diesem Tag ohne zu zögern mit ihr zum Standesamt gegangen.Allein der Gedanke daran erfüllte Adrian heute mit bitterer Reue.„Felix, Elena ist jetzt deine Frau. Ich weiß, dass ich ihre Liebe nicht mehr verdiene. Ich wünsche mir nur noch, dass ihr glücklich werdet.“„Aber was den Jadeanhänger betrifft, weiß ich wirklich nichts. Mama hat damals nur gesagt, ich soll mich nicht darum kümmern. Wo sie i
Felix betrat das Haus mit dem Licht im Rücken. Im Wohnzimmer hielten zwei seiner Männer einen Mann fest, dessen Arme auf den Rücken gedreht waren.Er sah erbärmlich aus. Die Haare waren ungepflegt, auf seinem Kinn stand dunkler Bartschatten. Sein Gesicht war eingefallen, der ganze Körper deutlich abgemagert. Von dem attraktiven, selbstbewussten Adrian von früher war kaum noch etwas übrig.Es war Adrian.Adrian kniff die Augen zusammen und versuchte, die Gestalt im Gegenlicht zu erkennen. Das Gesicht lag noch im Schatten, doch diese vertraute Präsenz reichte ihm bereits.Noch bevor er Felix richtig sehen konnte, sprach er unwillkürlich dessen Namen aus.„Felix ...“Felix kam näher. Sein Schatten fiel über Adrian, und mit jedem Schritt wurde der Druck seiner Anwesenheit deutlicher.Als Adrian schließlich Felix’ kaltes, makelloses Gesicht erkannte, wurde ihm angst und bange.„Felix, warum lässt du mich festhalten?“Verzweiflung trat in sein Gesicht.„Ich will doch nur noch in Ruhe leben.
„Du machst das wirklich gut. Wo auch immer deine Eltern jetzt sind, sie sind bestimmt stolz auf dich.“Lukas sah sie ruhig und warm an.„Elena, es ist Zeit, langsam loszulassen.“Elena hielt seinem Blick einen Moment lang stand. Lukas war für sie immer wie ein älterer Bruder gewesen. Und genau wie früher fand er oft die richtigen Worte, wenn sie sie am dringendsten brauchte.Ihre Augen wurden feucht, doch sie weinte nicht. Stattdessen lächelte sie.„Gut. Ich versuche, loszulassen. Aber was ist mit dir, Lukas?“Lukas stockte kurz. Er wusste sofort, worauf sie hinauswollte.„Sie ist seit fast zwanzig Jahren verschwunden. Nach so langer Zeit jemanden wiederzufinden, ist alles andere als einfach. Wir wissen nicht einmal, ob sie noch lebt.“Sein Gesicht wurde ernst, und er seufzte leise.Elena versuchte ihn aufzumuntern.„Gib die Hoffnung nicht auf. Ich lasse ebenfalls nach ihr suchen. Egal, wie schwierig es ist, wir suchen weiter.“Zumindest mussten sie irgendwann erfahren, was aus ihr gew
Felix verließ den Besucherbereich und stieg draußen direkt in den Wagen.Marius merkte sofort, dass etwas nicht stimmte. Die Kälte, die von Felix ausging, war kaum zu übersehen, und er wagte es nicht, ihn anzusprechen.„Zurück zur Firma.“Felix lehnte sich in den Sitz zurück und legte den Kopf leicht nach hinten. Seine Lider senkten sich, die Wimpern zitterten kaum merklich. Auch die Hand auf seinem Oberschenkel war nicht ganz ruhig.Marius sah ihn kurz im Rückspiegel an. In seinem Blick lag Mitgefühl, doch er sagte nichts und fuhr einfach los.Felix hatte in all den Jahren genug durchgemacht. Nach außen war er der erfolgreiche Erbe der Familie Stein, beneidenswert und unangreifbar. In Wahrheit hatte es immer wieder Menschen gegeben, die ihn tot sehen wollten.Und zu diesen Menschen gehörten sogar seine eigenen Eltern....Elena hatte gerade eine Besprechung beendet und sich in ihrem Büro hingesetzt, als sie plötzlich eine unerklärliche Unruhe überkam.Irgendetwas fühlte sich nicht ric
Am anderen Ende der Leitung wurde aufgelegt.Für einen Moment wurde Adrian die Brust eng. Unruhe und blanke Wut flackerten in ihm auf, ausgelöst von der Männerstimme, die er eben im Hintergrund gehört hatte.Hat Elena sich schon einen neuen Mann gesucht?Doch kurz darauf entwich ihm nur ein verächtl
Einen Moment lang setzte bei Elena der Verstand aus. Sie wurde knallrot, biss sich auf die Unterlippe, stellte sich auf die Zehenspitzen und hauchte Felix einen Kuss auf die Wange.„Reicht das jetzt?“Kaum hatte sie ihn geküsst, wollte sie sich schon wieder zurückziehen.Felix’ Pupillen weiteten sic
Elenas Worte waren für ihren Großvater kaum zu glauben. Nachdem er ein ums andere Mal nachgefragt hatte, lachte er noch herzlicher als zuvor.„Gut, Hauptsache, du bist verheiratet. Wann bringst du ihn mal bei mir vorbei, damit ich mir den Jungen ansehen kann?“Elena antwortete brav: „Kein Problem, O
Zum Glück klingelte in diesem Moment Elenas Handy und rettete sie aus der peinlichen Situation.„Hallo?“Ihr Herzschlag wurde schneller, sie ging hastig ran.Am anderen Ende meldete sich ihre beste Freundin, das Topmodel Mara Schmitt, mit spöttischem Ton. „Na, meine große Elena, du bist gestern unte







