LOGINElena ging zu Stefan hinüber und setzte sich ihm gegenüber auf das Sofa.„Du bist früh dran. Also, was willst du von mir?“Sie kam direkt zur Sache und hatte offensichtlich keine Lust, Zeit mit Höflichkeiten zu verschwenden.Mehrere Sicherheitsleute standen in einigem Abstand hinter ihr, alle aufrecht, aufmerksam und mit wachem Blick.Stefan ließ den Blick kurz über sie schweifen und verzog leicht den Mund.„Was soll das werden? Hast du Angst, dass ich dir etwas tue?“„Nimm’s mir nicht übel. In letzter Zeit gibt es genug Leute, die mir schaden wollen. Mit ihnen dabei schlafe ich einfach ruhiger.“Elena formulierte es höflich, doch ihr Gesicht blieb kühl und distanziert.Stefan hatte schon immer etwas an sich, das sie vorsichtig machte. Mehr Nähe als nötig wollte sie deshalb gar nicht erst zulassen.Er hob nur leicht die Hand.Malte Otto trat vor und legte Elena eine Mappe auf den Tisch.Überrascht schlug sie sie auf und überflog die Unterlagen.Je weiter sie las, desto kühler wurde ihr
Nachdem Felix sie noch eine Weile im Bett festgehalten hatte, stand Elena schließlich doch auf, machte sich fertig und frühstückte mit ihm. Wenig später verließen sie gemeinsam das Haus.Im Wagen hielt Felix ihre Hand, die Finger fest mit ihren verschränkt.Obwohl er am Abend zuvor getrunken hatte, wirkte er erstaunlich fit.Als der Wagen vor der Weiß-Gruppe hielt, erinnerte Elena ihn vor dem Aussteigen noch einmal:„Trink heute ordentlich Wasser. Und wenn du später noch Termine hast, lass den Alkohol weg.“Felix lächelte, sein Blick voller Wärme.„Wie mein Schatz wünscht.“Innerhalb eines einzigen Tages hatte er schon mehrere neue Anreden für sie gefunden.Elena wandte sich nach vorn zu Marius.„Behalten Sie Ihren Chef für mich im Auge.“Marius nahm den Auftrag mit sichtlichem Vergnügen an.„Sehr gern, Frau Weiß.“„Dann bin ich weg.“„Gut.“Felix legte noch einmal einen Arm um ihre Taille, zog sie zu sich und küsste sie auf die Lippen.„Geh schon.“Elenas Wangen wurden leicht warm.Si
Bei Sebastian war es diesmal anders.Obwohl Mara inzwischen merkte, dass er ihr gegenüber nicht mehr ganz so distanziert war wie früher, verlor er für sie keineswegs an Reiz. Gerade das fand sie fast ein wenig ironisch.Sebastian zog kaum merklich die Brauen zusammen.„So wichtig ist das nicht.“Mara musste innerlich trocken lachen, lehnte sich in den Sitz zurück und sagte nichts mehr.Soweit sie sich erinnern konnte, war Sebastian der einzige Mann, bei dem sie selbst den ersten Schritt gemacht hatte und trotzdem immer wieder gegen eine Wand gelaufen war.Mara hatte allerdings noch nie viel übrig für Dinge, die unnötig kompliziert wurden. Wenn etwas zu schwierig wurde, musste man nicht immer weiterkämpfen.Man konnte es auch einfach lassen.Und genau dafür entschied sie sich.Die zwanzig Minuten Fahrt zogen sich trotzdem endlos hin.Der Innenraum des Wagens war eng, und Sebastians vertrauter Duft lag immer wieder ganz leicht in der Luft.Mara schloss schließlich die Augen und konzentri
Im nächsten Moment schlang Felix einen Arm fest um ihre Taille und hob sie mühelos zurück aufs Bett. Kaum berührte Elena die Matratze, folgte er ihr schon, sein großer Körper über ihr, seine Nähe so intensiv, dass sie kaum noch wusste, wohin mit ihrem Atem.Sein Kuss wurde tiefer und drängender, voller all der Gefühle, die sich zwischen ihnen viel zu lange angestaut hatten.Elena hob ihm das Gesicht entgegen, legte die Arme um ihn und erwiderte ihn ohne jedes Zögern.In dieser Nacht gab es zwischen ihnen keinen Abstand mehr.Im Club löste sich die Runde erst gegen zwei Uhr morgens langsam auf.Theodor sah zu Sebastian.„Du hast getrunken, also fahr nicht selbst. Ruf dir einen Fahrer oder komm einfach mit mir. Dein Auto kann jemand später zurückbringen.“Lia nickte zustimmend.„Genau. Fahr einfach mit Theodor, das ist einfacher.“Hinter Sebastians Brillengläsern veränderte sich sein Blick kaum merklich.„Schon gut, ihr könnt ruhig fahren. Ich geh noch kurz zur Toilette.“Die beiden drän
Stefans Antwort kam fast sofort.„Morgen Mittag. Wir essen zusammen und reden.“Elena fand, dass es nur gut sein konnte, die Sache endlich aus der Welt zu schaffen, und sagte ohne Zögern zu.Als sie kurz darauf das Arbeitszimmer verließ, hörte sie, wie sich die Haustür öffnete.Im Flur ging das Licht an.Elena trat hinaus und sah Felix gerade die Schuhe wechseln. Sein Jackett lag über einem Arm, die Krawatte über dem weißen Hemd hatte er bereits gelockert, und seine große, schlanke Gestalt wirkte ungewohnt lässig.Das warme Licht fiel auf ihn und ließ sein ohnehin markantes Gesicht noch attraktiver wirken.Elena blieb unwillkürlich einen Moment stehen.Er sah einfach viel zu gut aus.„Warum bist du noch wach?“Erst Felix’ Stimme holte sie wieder zurück.Als sie aufsah, stand er bereits vor ihr. Sie roch den leichten Alkohol an ihm, gemischt mit seinem vertrauten Duft.„Ich war gerade mit den Unterlagen fertig und hab gehört, wie du reingekommen bist.“Elena trat einen Schritt auf ihn z
Mara spürte plötzlich einen Blick in ihrem Rücken und fühlte sich sofort unwohl.Sie drehte sich um und ließ den Blick durch den Raum schweifen, konnte aber niemanden entdecken, der sie offensichtlich beobachtete.Nur einen Moment zuvor hatte Sebastian Theodors Frage schlicht ignoriert und war zurück in die Lounge gegangen.Die Musik war so laut, dass Lia von ihrem Platz aus nichts von dem Gespräch draußen mitbekommen hatte. Als die beiden wiederkamen, sah sie nur irritiert zwischen ihnen hin und her.„Was habt ihr da eigentlich die ganze Zeit angeschaut? Irgendeine Schönheit entdeckt?“Theodor verzog den Mund zu einem falschen Lächeln.„Genau. Und jede davon sieht besser aus als du.“Lia trat ihm ohne Vorwarnung gegen das Schienbein.„Sag das noch mal.“Lias Gesicht blieb kühl, und niemand zweifelte daran, dass sie ihre Warnung ernst meinte.Felix beobachtete die beiden nur kurz aus dem Augenwinkel, während Sebastian leicht die Brauen hob, nach seinem Glas griff und sich ebenfalls nic
Die spöttische Stimme am anderen Ende der Leitung drang in ihr Ohr. Erst nach einigen Sekunden fand Elena ihre Fassung wieder. „Felix, dein Bruder hat mich gerade nach Strich und Faden verarscht und jetzt bist du dran, ja?“Am Telefon war Felix Stein, Adrians leiblicher Bruder.Als Elena damals mit
„Sag mal, Adrian, heute wolltest du doch mit Elena zum Standesamt. Hast du keine Angst, dass sie ausrastet, wenn du nicht hingehst?“„Ach was, Elena hängt doch an ihm wie eine Klette. Selbst wenn sie kapiert, dass er nur wegen Nina nicht hingegangen ist, schluckt sie das trotzdem.“„Eben. Gegen Nina
Elena wollte nichts verschweigen und erzählte Mara die ganze Sache von Anfang bis Ende.Wie erwartet fing Mara sofort an zu fluchen. Und zwar zimlich derb.„Ich glaube, Adrian hat komplett den Verstand verloren. So etwas zieht er also wirklich durch? Ganz ehrlich, der ist nicht Ninas Pflegebruder, d
Am anderen Ende der Leitung wurde aufgelegt.Für einen Moment wurde Adrian die Brust eng. Unruhe und blanke Wut flackerten in ihm auf, ausgelöst von der Männerstimme, die er eben im Hintergrund gehört hatte.Hat Elena sich schon einen neuen Mann gesucht?Doch kurz darauf entwich ihm nur ein verächtl







