Der November kam leise und kalt. Der See fror an den Rändern zu, und die Bäume standen kahl und schwarz gegen den grauen Himmel. Aurora war jetzt acht Monate alt und zog sich an den Möbeln hoch, entschlossen, die Welt auf zwei Beinen zu erobern. Jedes Mal, wenn sie umfiel, rappelte sie sich wieder auf, ihre silbernen Augen voller Trotz und Neugier.„Sie hat deinen Willen", sagte Jake eines Morgens, als Aurora zum vierten Mal vom Tischbein zurück auf den Teppich plumpste und sofort wieder hochkrabbelte.„Meinen Willen?", wiederholte Lily lachend. „Du bist derjenige, der mit dem Kopf durch die Wand geht, bis die Wand nachgibt."„Dann hat sie eben unseren Willen." Jake hob seine Tochter hoch und warf sie vorsichtig in die Luft. Aurora kreischte vor Vergnügen, ein heller, glucksender Laut, der das ganze Haus erfüllte. „Ein gefährlicher Mix."Draußen fielen die ersten Schneeflocken des Winters — erst vereinzelt, dann dichter und dichter, bis die Welt in ein weißes, stilles Tuch gehüllt war
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